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Aktualisiert am: 7. August 2026
Dass Windelfrei nachts bei uns wunderbar ruhig und unkompliziert sein konnte, zeigen wir euch in diesem kleinen Video: erst mit einem lebendigen Theorieteil, danach mit einer Praxissituation aus unserem damaligen Familienalltag.
Windelfrei nachts: Wie das bei uns funktioniert hat
Mit Windelfrei meinen wir hier vor allem eins: Wir haben darauf geachtet, wann unser Baby vermutlich ausscheiden musste, und es dann abgehalten. Nachts war uns dabei wichtig, möglichst wenig Unruhe in die Sache zu bringen. Kein großes Licht, kein Herumlaufen, kein langes Umziehen. Je verschlafener wir alle dabei bleiben konnten, desto angenehmer war es für uns.
Unser Baby wurde meist unruhig, bevor es musste. Das war für uns das Zeichen, genauer hinzuschauen. Natürlich konnten wir nicht wissen, ob jede Unruhe tatsächlich damit zusammenhing. Mit der Zeit kannten wir die wiederkehrenden Signale unserer Kinder aber immer besser.
Wenn euch interessiert, wie Windelfrei bei uns schon mit einem sehr jungen Baby aussah, findet ihr hier unseren ausführlicheren Erfahrungsbericht: Windelfrei mit Neugeborenen: unsere Erfahrungen.
Was uns beim nächtlichen Abhalten geholfen hat
Kleidung ohne großes Gefummel
Für die Nacht mochten wir Kleidung, die schnell aus dem Weg war. Harte Druckknöpfe oder Nähte, die beim Liegen störten, fanden wir eher unpraktisch. Manche Sachen zogen wir unserem Baby sogar linksherum an, wenn sie sich so angenehmer anfühlten.
Je weniger wir nachts öffnen, ausziehen und wieder schließen mussten, desto leichter fanden wir danach zurück in den Schlaf.
Das Töpfchen direkt neben dem Bett
Das klingt banal, war für uns aber ziemlich entscheidend: Das Töpfchen oder ein kleines Schüsselchen stand direkt in Griffweite. Wenn unser Baby unruhig wurde, mussten wir also nicht erst aufstehen und im Halbdunkel irgendetwas zusammensuchen.
Wir nahmen es hoch, hielten es sicher über das Töpfchen und gaben ihm dabei weiter Körperkontakt. Oft stillte Evelin kurz oder nahm das Baby direkt an die Brust. Dazu kam unser leises Signalgeräusch – bei uns ein sanftes „pssst“ oder „pipipipi“.
Wenn nichts mehr kam und sich der kleine Körper wieder entspannte, wurde kurz abgetupft und weitergeschlafen. Das war eigentlich schon alles.
Ein Backup für Nächte, in denen es gerade nicht passte
Manchmal waren wir uns unsicher. Manchmal waren wir einfach müde. Dann lag eben eine Baumwollwindel locker als Backup bereit oder wir nutzten für eine Weile wieder eine Windel.
Windelfrei war für uns kein Alles-oder-nichts-Projekt. Gerade nachts nahm uns diese Haltung viel Druck.
Eine saugfähige Unterlage
Eine Betteinlage oder eine andere waschbare, saugfähige Unterlage machte kleine Pannen deutlich unspektakulärer. Schließlich wollten wir nachts weder ein Bett neu beziehen noch lange überlegen, welche Schicht jetzt wohin gehört.
Für uns funktionierte am besten eine Lösung, die im Halbschlaf funktionierte.
Unser Ablauf beim Abhalten in der Nacht
- Unser Baby wurde unruhig, und wir wachten häufig mit auf.
- Wir nahmen es hoch und hielten Körperkontakt; manchmal stillte Evelin dabei kurz.
- Das Töpfchen stand bereits neben dem Bett.
- Wir hielten das Baby gut gestützt darüber und machten unser leises Signalgeräusch.
- Wenn es fertig war, tupften wir kurz ab und legten uns wieder hin.
Das klingt ausgeschlafen beinahe lächerlich einfach. Nachts lag gerade darin der Reiz.
Muss man dafür komplett windelfrei sein?
Überhaupt nicht. Bei uns gab es Phasen, in denen Windelfrei nachts gut lief, und andere, in denen eine Windel oder ein Backup besser zu unserem Alltag passte. Auch einzelne erfolgreiche Abhalte-Momente waren für uns schon völlig in Ordnung.
Wir haben daraus kein Trockenwerden-Training gemacht. Entscheidend war für uns die Kommunikation: Unser Baby zeigte etwas, wir versuchten es wahrzunehmen und boten ihm eine Möglichkeit zum Ausscheiden an.
Manchmal verstanden wir das Signal. Manchmal eben nicht. Beides gehörte dazu.
Wenn Windelfrei nachts gerade zu viel ist
Schlaf war für uns immer wichtiger als irgendeine Vorstellung davon, wie Windelfrei „richtig“ auszusehen hätte. Wenn das nächtliche Abhalten uns oder unser Baby zu sehr aus dem Schlaf brachte, passte eine andere Lösung in diesem Moment besser.
Gerade dadurch blieb die Sache für uns entspannt. Windelfrei durfte unseren Alltag erleichtern. Es sollte kein neues Projekt werden, das nachts um halb drei noch Erfolgspunkte verteilt.
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