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Aktualisiert am 08.08.2026: Die World Wide Web Week war unsere Wochenrückschau. Darin teilten wir jeden Freitag interessante Links, Erlebnisse, Videos, News, Blogposts und Ideen mit euch, die uns in der jeweiligen Woche begeisterten, beeindruckten, bewegten, schockierten, faszinierten, imponierten und inspirierten. Heute führen wir die Reihe nicht mehr regelmäßig fort. Als Archiv ist sie trotzdem brauchbar – als kleine Zeitkapsel für Themen, die uns damals beschäftigt haben. Einige Original-Links sind inzwischen verschwunden; wir markieren das transparent.
In unserer zweiten Ausgabe der World Wide Web Week geht es unter anderem um die Digitale Nomadenszene, die Erstausstattung für Babys, den Klang des Ozeans, um glückliche, „unerzogene“ Kinder, Zukunftsmusik im Großen und im Kleinen, die Umwelt, Würmer und Jackfrüchte.
World Wide Web Week: Blogposts (Aus der Blogosphäre)
Zwischen Sinnkrise und Aufbrauch: Eine Kritik und Momentaufnahme zur Digitalen Nomadenszene
Dieser Gastartikel über Digitale Nomaden von Sebastian Berlein auf Wirelesslife zieht große Aufmerksamkeit auf sich. Es geht um die Glaubwürdigkeit der Szene, um Geld, Erfolg, Message, Werte, Reichweite und Wahrheit. Sowohl Beitrag als auch die Diskussion darunter (an der sich auch Patrick beteiligt) sind erhellend.
Archiv-Hinweis: Der Original-Link ist nicht mehr verfügbar.
Erst-Ausstattung: Was braucht ihr wirklich?
Bei familie(n)leben erfahrt ihr, warum nach Mirjam Adams viele Erstausstattungslisten nicht zu einer am Attachment Parenting orientierten Familie passen. In ihrem Artikel schreibt sie darüber, welche Dinge ihr tatsächlich gebrauchen könntet.
Zum archivierten Artikel „Erst-Ausstattung: Was brauchst Du wirklich“
Passend bei uns, wenn euch das Thema praktisch weiter interessiert:
Unerzogen? Geht das denn überhaupt, so ganz ohne Erziehung?
Tina schreibt über „Unerzogen“, geht sowohl auf Nichterziehung als auch auf Erziehung ein und klärt ihre Leser:innen über Missverständnisse bei der Thematik auf. Dabei zeigt sie, welche Bedeutung „Regeln und Grenzen“ haben.
Archiv-Hinweis: Der Original-Link ist nicht mehr verfügbar. Mehr von uns zum Thema:
Mehr Würmer wagen
Eine Hommage an die Regenwürmer – von Joachim Wille. Vielleicht achtet ihr nach dem Lesen des Artikels noch mehr auf biologisch und extensiv angebautes Obst, Gemüse und Getreide, so wie wir.
Zum archivierten Artikel „Mehr Würmer wagen“
Wir leben (glücklich) kindergartenfrei
Noch einmal zum Blog „Generation: Freie Kinder“. Die Bloggerin Sarah schreibt mit sanften Worten und auf sympathische Weise über die Gründe, wieso ihre Kinder nicht in den Kindergarten gehen, über die Vorwürfe der Gesellschaft, über ihren Tagesablauf mit den Kindern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Archiv-Hinweis: Der Original-Link ist nicht mehr verfügbar. Kontext bei uns:
- Wieso die Kinder der Kindergärtnerin nicht fremdbetreut werden
- Mein Kind will nicht in den Kindergarten – was tun?
High-Need Nachwuchs oder Steinzeitmodus?
Aline gibt Einblick in ihre Gefühlswelt. Sie schreibt über Attachment Parenting, ihre bindungsorientierte Haltung zu ihren Kindern und ihre Positionierung in der Gesellschaft. Sie geht auf Begriffe und Definitionen ein und schildert den Zusammenprall zweier Welten.
Archiv-Hinweis: Der Original-Link ist nicht mehr verfügbar. Ein verwandtes Thema bei uns:
Hier gibt es Hintergrundinformationen für alle, die sich nach einem Mittagsschläfchen sehnen, dieser ihnen aber – aus welchen Gründen auch immer – nicht vergönnt ist. Es wird in Deutschland jeder Furz durch Gesetze geregelt. Wie wäre es denn mit einem gesetzlich verbürgten Recht auf Mittagsschlaf? Das wäre ein Segen für unsere Gesellschaft. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Zu wenig Schlaf macht mich unausgeglichen.
Die Studie hinter der damaligen Schlagzeile war deutlich enger: Sie untersuchte 2.974 Menschen ab 65 Jahren in China und fand in Querschnittsdaten einen Zusammenhang zwischen 30 bis 90 Minuten Mittagsschlaf und besseren Kognitionswerten. Das Studiendesign erlaubt eine Aussage über diesen Zusammenhang, aber keine Kausalität. DOI: 10.1111/jgs.14368
World Wide Web Week: News (Aus den Nachrichten)
Der Klang des Ozeans
Fast drei Jahre lang haben Wissenschaftler:innen mit Unterwassermikrofonen die Geräuschkulisse im Südpolarmeer aufgenommen und daraus eine Forschungspublikation gebastelt. Wir finden die Aufnahmen unglaublich schön – wie aus einer anderen Welt.
Menze et al. werteten Aufnahmen aus zwei autonomen Rekordern über drei Jahre aus und beschrieben, wie Meereis, Wind und Meeressäuger den Umgebungsschall prägen. DOI: 10.1098/rsos.160370
Das Alfred-Wegener-Institut hat die Studie in einer Presseinformation zum „Klang des Ozeans“ vorgestellt.
Artenvielfalt: Erholung dauert Millionen Jahre
Die Studie von Davis et al. betrifft Säugetiere und phylogenetische Diversität, also die in ihren Abstammungslinien enthaltene Evolutionsgeschichte. Das Team modellierte eine Erholung über Millionen Jahre – selbst unter günstigen Annahmen. DOI: 10.1073/pnas.1804906115
Korallenbleiche: Erholung am Aldabra-Atoll nach fünf Jahren
Nach dem Bleiche-Ereignis von 1998 am Aldabra-Atoll gab es fünf Jahre später an manchen Orten Anzeichen einer Erholung. Insgesamt hatte sich die Hartkorallenbedeckung dort zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht signifikant erholt. DOI: 10.1098/rsta.2004.1490
Antarktis: Riesiger Eisabbruch am Larsen-C-Schelfeis
Imposantes kündigte sich an: Am Larsen-C-Schelfeis wuchs Anfang 2017 ein Riss, der einen riesigen Eisberg abtrennte. Im Juli brach A68 schließlich ab; die NASA bezifferte seine Fläche auf rund 5.800 km². Die spannendere Frage war schon damals, wie der verbleibende Eisschelf darauf reagiert. NASA: „Massive iceberg breaks off from Antarctica“
„Auch im Mittelalter spielte das Klima verrückt“ – und was das heute bedeutet
Natürliche Schwankungen gehören zum Klimasystem und können Erwärmungstrends über einzelne Jahre oder Jahrzehnte verstärken oder abschwächen. Der IPCC führt die beobachtete globale Erwärmung auf den menschlichen Einfluss zurück. Natürliche Variabilität ist kein Gegenspieler, der die heutige Erwärmung zuverlässig zurückdreht. IPCC AR6 WG1, Kapitel 3
World Wide Web Week: Videos
Hannah Dette: RIESEN Jackfrucht und unser Umzug. Chiang Mai Thailand VLOG
Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie so eine „Jackfrucht“ schmeckt? Hannah stellte die Frucht vor und gab Verarbeitungshinweise.
Archiv-Hinweis: Das eingebundene Video ist heute nicht mehr verfügbar.
Das Venus-Projekt / The Venus Project
Es gibt einen Gegenentwurf zum derzeitigen „System“, zu all den Problemen und Konflikten in der Welt. Dieser trägt einen Namen: The Venus Project. Das Projekt gibt es schon länger. Wir sind jedoch erst in dieser Woche darauf aufmerksam geworden. Es klingt nach Zukunftsmusik, nach einer Utopie. Uns interessierten daran vor allem die Fragen nach Ressourcen, Technik und Gemeinwohl.
Familienlandsitze und die „Anastasia“-Bewegung
In dieser Ausgabe tauchte außerdem das Konzept der „Familienlandsitze“ aus der „Anastasia“-Buchreihe auf. Wir kombinierten es gedanklich mit dem Venus-Projekt und sahen darin eine mögliche Lösung für ein Leben nach eigenen Vorstellungen.
Zur Einordnung gehört heute ein wichtiger Punkt: Das Bundesamt für Verfassungsschutz nannte die „Anastasia-Bewegung“ 2023 einen Verdachtsfall. Statement des Bundesamts für Verfassungsschutz. Der damalige Videolink ist nicht mehr verfügbar.
Wir Menschen haben die Zukunft in der Hand. Jede:r Einzelne. Auch ihr! 🙂
Weiterlesen bei uns
- Erstausstattung & Windelfrei: unsere Erfahrungen
- Was ist Nichterziehung eigentlich?
- Fremdbetreuung: unsere Perspektive
- Video: Urlaub am Meer
Wenn ihr Gedanken, Gefühle oder Meinungen zu dieser zweiten World Wide Web Week habt, freuen wir uns über euren Kommentar.
World Wide Web Week 02/2017 (Archiv): Nomaden, Baby-Erstausstattung, Ozean-Sounds & Utopien von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.