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Evelin spricht über Hochsensibilität bei Kleinkindern und die Erfahrungen, Probleme und Lösungen im Leben mit unserem hochsensiblen Kind.

Bei der „Autonomiephase“ ist Evelin ein Versprecher unterlaufen. Sie tritt i.d.R. im Zeitraum zwischen dem zweiten (nicht dritten) und dem vierten Lebensjahr auf.

Der ausführliche Blogartikel zum Thema ist inzwischen erschienen: Unser Leben mit einem hochsensiblen Kleinkind.

Buchempfehlung: „Das hochsensible Kind“ von Dr. Elaine N. Aron

Hochsensibilität bei Kleinkindern: Worum es im Video geht

Im Video spreche ich über die Zeit vom zweiten Lebenshalbjahr bis ungefähr zum dritten Geburtstag. Es geht um frühe Wutanfälle, unruhige Autofahrten, den Kleinkindtreff, Beißen und um Situationen, in denen wir erst nach und nach verstanden haben, was unserem Kind gerade zu viel wurde. Im Mittelpunkt stehen unsere Erfahrungen mit unserem Kind und die Wege, die uns im Familienalltag geholfen haben.

Was wir mit „Hochsensibilität“ meinen

Wir benutzen „Hochsensibilität“ hier als alltagsnahen Begriff für eine ausgeprägte Sensitivität gegenüber Reizen und Umweltbedingungen. In der psychologischen Forschung wird dazu unter anderem Sensory Processing Sensitivity (SPS) untersucht. Elaine N. Aron und Arthur Aron beschrieben SPS 1997 als individuelles psychologisches Merkmal. Spätere Arbeiten entwickelten Messinstrumente für Kinder und Jugendliche.

Für dieses Video ist eine Grenze wichtig: Die 2018 veröffentlichte Studie zur Highly Sensitive Child Scale untersuchte vier britische Stichproben mit insgesamt 3.581 Teilnehmenden im Alter von 8 bis 19 Jahren. Lionetti und Kolleg:innen beschrieben 2019 mit dem HSC-RS ein Beobachtungsverfahren für 3- bis 5-jährige Kinder. Ich spreche im Video auch über die Monate vor dem dritten Geburtstag. Die von uns geprüften Arbeiten tragen diese Zeit deshalb nur begrenzt. Was wir erzählen, sind unsere Beobachtungen im Familienalltag; für eine wissenschaftliche Zuordnung bräuchte es andere Daten und Verfahren.

Hochsensibilität und Autismus

Im Video kommt auch die Frage auf, wie sich Hochsensibilität und Autismus unterscheiden. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Autismus als vielfältige Gruppe von Bedingungen, die mit der Entwicklung des Gehirns zusammenhängen. Dazu gehören Besonderheiten in sozialer Interaktion und Kommunikation sowie atypische Aktivitäts- und Verhaltensmuster; auch ungewöhnliche Reaktionen auf Sinnesreize können dazugehören. SPS beschreibt dagegen ein psychologisches Sensitivitätsmerkmal. Einzelne ähnliche Verhaltensweisen reichen für eine Einordnung wenig weit. Eine diagnostische Abklärung betrachtet das gesamte Entwicklungsbild.

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Quellen zur Einordnung

  • Aron, E. N., & Aron, A. (1997). Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. Journal of Personality and Social Psychology, 73(2), 345–368. DOI: 10.1037/0022-3514.73.2.345
  • Pluess, M., Assary, E., Lionetti, F., Lester, K. J., Krapohl, E., Aron, E. N., & Aron, A. (2018). Environmental sensitivity in children: Development of the Highly Sensitive Child Scale and identification of sensitivity groups. Developmental Psychology, 54(1), 51–70. DOI: 10.1037/dev0000406
  • Lionetti, F., Aron, E. N., Aron, A., Klein, D. N., & Pluess, M. (2019). Observer-rated environmental sensitivity moderates children’s response to parenting quality in early childhood. Developmental Psychology, 55(11), 2389–2402. DOI: 10.1037/dev0000795
  • World Health Organization (2025). Autism. WHO Fact Sheet

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