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Aktualisiert am: 11.08.2026
Unser Online-Business: Evelin spricht in diesem Video darüber, womit wir im Internet unsere Kröten verdienen. Sie stellt euch auch unsere anderen Websites vor.
Video: Ortsunabhängig arbeiten und Geld verdienen
Ich wollte schon längst wieder ein Video machen. Ich war damals anderthalb Wochen mit den Kindern allein, und abends war ich einfach durch. Es war eine schöne Zeit, aber für eigene Sachen blieb kaum Luft.
Im Kindergarten nebenan weinte in dieser Zeit öfter ein Baby. Ich vermutete, dass es gerade eingewöhnt wurde. Wenn ich es hörte oder eine Erzieherin schimpfen hörte, war es mit meiner Konzentration vorbei.
Und während ich dieses Video aufnahm, steckte unser Kater ausgerechnet in dem warmen Schrank hinter mir. Sauna für Katzen. So sieht ein Teil unseres Online-Business eben aus.
Ortsunabhängig arbeiten zwischen Familienalltag und Bildschirmzeit
Online-Business klingt schnell nach Laptop, Hängematte und Cocktail. Unsere Erfahrung sieht viel alltäglicher aus. Ortsunabhängig arbeiten bedeutet für uns vor allem, dass viele Aufgaben an verschiedenen Orten möglich sind. Die Arbeit selbst verschwindet dadurch nicht. Webseiten, Texte, Technik, Fotografie und Videos brauchen Zeit, Konzentration und oft viele Stunden am Rechner.
Und unsere Kinder lebten ja nicht plötzlich nach Redaktionsplan. Sie brauchten uns immer wieder – manchmal genau dann, wenn wir eigentlich „nur kurz“ etwas fertig machen wollten. In der damaligen Phase übernahm Patrick den größeren Teil der Erwerbsarbeit, weil unser Baby mich viel brauchte. Wir teilten die Arbeit so auf, wie es für unsere Familie gerade möglich war.
Patrick ist bei uns der kleine Nerd und macht seine Websites selbst. Ich bin am Computer eher der DAU – der „dümmste anzunehmende User“, wie ich gelernt habe. Genau diese Mischung funktioniert bei uns ziemlich gut: Er hat Freude an Technik und Webseiten, ich an anderen Dingen. Millionär werden war dabei nie unser Plan.
Verdient man mit YouTube viel Geld?
Bei uns war YouTube ein Baustein unter mehreren. Die Werbeeinnahmen waren überschaubar, obwohl in den Videos viel Zeit steckte. Wie das bei uns im Jahr 2018 aussah, zeigen wir mit echten Zahlen im Beitrag Unsere Blog-Einnahmen im Juni 2018.
Für uns hatte YouTube deshalb noch einen anderen Wert: Wir konnten Geschichten anders erzählen als im Blog. Manche Dinge versteht ihr in einem Video sofort – ein Katzenschwanz aus dem Schrank gehört offenbar dazu.
Womit wir online Geld verdienen
1) Das Blog: Inhalte, die tragen
Ihr kennt FreeYourFamily.net. Unsere Artikel sollen informieren, motivieren und erzählen, wie wir Dinge in unserem Alltag erleben und lösen. Das Blog soll zuerst ein Ort für Inhalte sein. Werbung und Partnerlinks bekommen dort Platz, wo sie zum Thema passen.
Wenn euch die finanzielle Seite interessiert, findet ihr in unserem Beitrag über die Blog-Einnahmen im Juni 2018 einen ziemlich ungeschminkten Einblick. Der Beitrag ist heute vor allem ein Zeitdokument: Er zeigt, welche Einnahmequellen damals tatsächlich etwas gebracht haben und welche eher nach viel Arbeit für wenig Geld aussahen.
2) Affiliate-Links: gezielt statt Dauerwerbung
Manchmal verlinken wir Dinge, nach denen Leser:innen gefragt haben oder die in einer Geschichte wirklich vorkommen. Im Video nenne ich zum Beispiel Birkenzucker, ein Tragetuch und Bücher. Solche Links sollen eine Frage beantworten oder euch zeigen, welches Produkt wir meinen. Der eigentliche Inhalt steht auch dann da, wenn ihr nichts kauft.
Mit Amazon haben wir uns schon lange auseinandergesetzt. Unsere Gedanken dazu findet ihr gesammelt im Beitrag Amazon-Links & Nachhaltigkeit: Unser Kompromiss erklärt. Dort passt die Diskussion besser hin als unter jedes einzelne Video.
3) Unterstützung über PayPal und Bitcoin
Auf FreeYourFamily gibt es Möglichkeiten, unsere Arbeit freiwillig über PayPal oder Bitcoin Lightning zu unterstützen. Solche Zuwendungen freuen uns sehr, als planbare Einnahmequelle haben wir sie nie erlebt. Viele Menschen lesen Inhalte im Internet selbstverständlich kostenlos. Das ist erst einmal eine Beobachtung.
4) Fotografie: Prints und Aufträge
Patrick fotografiert. Im Video zeige ich ein paar seiner Bilder und erzähle, warum ich manche davon so mag. Eines meiner Lieblingsmotive zeigt zwei befreundete Männer, die zusammensitzen. Mich berührt vor allem die ruhige Atmosphäre dieser Szene.
Zur Fotografie gehörten damals sowohl Aufträge außerhalb des Internets als auch Prints. Bilder konnten in kleinen Formaten, auf verschiedenen Materialien oder größer für Praxis- und Büroräume bestellt werden. Das war ein ganz anderer Teil unserer Arbeit als Texte und Webseiten – und genau deshalb gehörte er zu unserem Mix.
5) Nischenseiten und eigene Projekte
Patrick baut gern Webseiten zu Themen, in die er sich technisch hineinfuchsen kann. Im Video ist CurvedMonitor.net eine Informationsseite über gebogene Monitore und Fernseher. Solche Nischenseiten konnten über Suchanfragen Besucher:innen erreichen und über passende Partnerlinks Einnahmen bringen.
Außerdem erzähle ich im Video von einem damals geplanten Bewertungsportal für Kitas. Eltern, Großeltern, Praktikant:innen und Erzieher:innen sollten dort ihre Erfahrungen teilen können. Das Projekt zeigt ganz gut, wie wir damals gearbeitet haben: Ideen ausprobieren, Seiten selbst bauen, schauen, was Menschen gebrauchen können.
6) Dienstleistungen: Texte, Webseiten, Technik und Ingenieursarbeit
Ein großer Teil der Arbeit ist viel unsichtbarer als ein Video. Patrick schrieb für Online-Magazine, erstellte und administrierte Webseiten und kümmerte sich um technische Probleme. Wenn bei mir am Computer etwas hakte, brauchte er oft nur ein paar Klicks. Ich finde es bis heute ziemlich praktisch, so einen Nerd im Haus zu haben.
Patrick ist außerdem Ingenieur. Auch Ingenieursleistungen konnten zu unserem Einkommen gehören, standen für das Online-Business aber weniger im Vordergrund. Gerade diese Mischung aus sichtbaren Projekten und klassischer Dienstleistung machte unser Einkommen breiter.
Was uns beim Online-Business wichtig ist
- Inhalt zuerst: Ein Artikel soll euch auch dann etwas geben, wenn kein Kauf daraus entsteht.
- Realistische Erwartungen: Ortsunabhängige Arbeit kann viel Freiheit bei Ort und Tagesablauf schaffen. Sie braucht trotzdem Zeit, Fähigkeiten und eine Menge Arbeit.
- Familie als Maßstab: Wir versuchen, Erwerbsarbeit so zu organisieren, dass auch die Bedürfnisse und Grenzen der Menschen in unserer Familie Platz haben. Das klappt mal besser und mal ziemlich chaotisch.
Genau deshalb passt die Hängematten-Geschichte für uns so schlecht. Das Leben wird durch ein Online-Business nicht plötzlich leicht. Es bekommt andere Möglichkeiten, andere Engpässe und manchmal einen Kater im Schrank.
Passende Beiträge auf FreeYourFamily.net
- Unsere Blog-Einnahmen im Juni 2018
- Warum Blogs wertvoll und unersetzbar sind
- Facebook ade: und was jetzt?
- Amazon-Links & Nachhaltigkeit: Unser Kompromiss erklärt
FAQ: Ortsunabhängig arbeiten und mit einem Online-Business Geld verdienen
Kann man wirklich ortsunabhängig arbeiten?
Ja, wenn eure Aufgaben über Internet, Telefon oder andere digitale Wege von verschiedenen Orten aus erledigt werden können. Wie frei sich das im Alltag anfühlt, hängt trotzdem von Kund:innen, Terminen, Internetzugang, Konzentrationszeit und eurem Familienleben ab.
Wie lange dauert es, bis ein Online-Business Geld bringt?
Dafür gibt es keine feste Frist. Unsere eigenen Projekte entwickelten sich sehr unterschiedlich: Einige brachten kleine Beträge, andere trotz Arbeit kaum Einnahmen. Eine allgemeine Erfolgskurve lässt sich daraus kaum ableiten. Wir erzählen euch deshalb lieber, wie es bei uns gelaufen ist.
Was ist eure wichtigste Einnahmequelle?
Bei uns ist es ein Mix. Das Blog, Partnerlinks, Dienstleistungen, Fotografie und weitere Projekte tragen auf unterschiedliche Weise bei. Wenn ein Bereich schwankt, hängt dadurch weniger an einer einzigen Plattform.
Wie entscheidet ihr, ob ihr ein Produkt verlinkt?
Für uns passt ein Link dann, wenn das Produkt wirklich zur Geschichte gehört oder eine Frage beantwortet, die bei Leser:innen immer wieder auftaucht. Der Artikel selbst soll verständlich und hilfreich bleiben, unabhängig davon, ob jemand auf den Link klickt.
Ist YouTube bei euch der Hauptverdienst?
YouTube war bei uns vor allem ein zusätzliches Format. Die Werbeeinnahmen machten aus den Videos keinen tragenden Hauptverdienst. Unsere damaligen Zahlen findet ihr im verlinkten Einnahmen-Beitrag.
Was hilft beim Start in ein eigenes Online-Business?
Für uns hat sich ein Thema bewährt, das auch nach Monaten noch interessant genug ist, um weiter daran zu arbeiten. Dazu kommen Zeit, Lernbereitschaft und ein Modell, das zu eurem tatsächlichen Leben passt. Mit Kindern sieht ein realistisches Zeitbudget oft anders aus als in einer Hochglanzgeschichte über digitale Nomad:innen.
Warum sprecht ihr über Geld öffentlich?
Weil hinter „Online-Business“ schnell Bilder entstehen, die mit unserem Alltag wenig zu tun haben. Ein Blick auf unsere Einnahmen, Arbeitsformen und Fehlversuche macht sichtbarer, was hinter einem Blog, Videos und Webseiten tatsächlich steckt.
Unterstützen
Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet, helfen uns geteilte Artikel, E-Mails mit Feedback und Hinweise auf Fehler ebenso wie freiwillige Zuwendungen. Auch Einkäufe über passende Partnerlinks können FreeYourFamily unterstützen, ohne dass sich euer Preis dadurch erhöht.
Für Bücher verlinken wir gern Buch7 oder als Alternative Thalia.
Ortsunabhängig arbeiten und Geld verdienen: unser Online Business von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
Liebe Evelin,
Ich finde es super, dass es immer mehr Menschen, wie euch gibt, die sich Online Businesses aufbauen. Als Sozialschmarotzer beschimpfen uns nur Leute, die selber so gefangen sind im Arbeits-Sklaven-Modus, dass sie es sich gar nicht vorstellen können ein anderes Leben zu führen. Klar gibt es welche, die Millionen Euro daraus schöpfen. Und dann existieren Menschen, die das Nötigste (und meistens mehr) haben und damit zufrieden. Ich gehöre lieber zu der letzteren Kategorie.
Viele Grüße und viel Erfolg mit euren Internetseiten!
Izabella
Hallo Izabella,
interessant an der Sache ist auch, dass man manchmal das Gefühl hat: „Oh, irgendwie tut sich nichts. Es kommt nichts rein. War es die richtige Entscheidung?“ Und plötzlich steigen die Besucherzahlen und das Geld fließt. Diese Momente des Glücks und das Wissen, dass wir freie Entscheidungen treffen können, sind unbezahlbar. Gegen die Sicherheit von Millionen von Euros auf dem Konto hätte ich aber auch nichts. 😀
Vielen Dank und liebe Grüße
Patrick
Hallo ihr Lieben! Ich finde es toll dass ihr Euch so für eure Kinder einsetzt und auch einen Weg dafür gefunden habt
Wir selber sind , mein Mann Küchenchef und ich Mama & Tagesmutter , und kann so auch für unsere drei kleinen / Großen da sein ☺️
Ganz liebe herzliche Grüße
Hallo Mia,
das klingt wahnsinnig toll bei euch! Eure drei Kinder genießen es bestimmt sehr, bei dir bleiben zu können.
Danke für die lieben, herzlichen Grüße und deinen Kommentar.
🙂 Evelin