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Aktualisiert am: 26.02.2026 – Artikel ist veraltet. Das hier ist ein Zeitdokument. Siehe FAQs.

Einnahmen im Blog: Notizbuch, Kaffeetasse und Laptop auf einem Tisch

Ihr fragt euch, was so ein Blog wie unserer an Einnahmen abwirft? Free Your Family besteht immerhin seit Dezember 2015. Um die Frage zu beantworten, starten wir eine kleine Serie, die Licht ins Dunkel bringt. Zusätzlich zeigen wir, wie viel Geld wir über YouTube eingenommen haben.

Wichtig als Einordnung: Das hier ist ein Monatsreport aus dem Juni 2018. Plattformen, Regeln und Auszahlungsgrenzen ändern sich gern, manchmal leise, manchmal über Nacht. Die Zahlen bleiben trotzdem interessant, weil sie zeigen, wie ein Blog mit rund 10.000 monatlichen Besuchen damals tatsächlich getragen wurde.

Nach dem Report folgen Hintergründe: was bei uns funktioniert, was wir ausbauen wollen und wovon wir lieber die Finger lassen.

Nadine Wiedmann hat mich mit ihrem Blogartikel „Warum dich Reisen und ein Online Business nicht glücklich machen“ dazu inspiriert, auch mal etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern. Denn: Bloggen allein macht nicht reich.

Werbekostenerstattung von Amazon & anderen Affiliate-Programmen

Im Juni nahmen wir über das Amazon-Partnerprogramm 38,28 Euro ein (im Mai waren es 68,46 Euro und im April 37,35 Euro). Insgesamt haben wir in diesem Jahr bis dahin 344,91 Euro damit verdient.

Blogeinnahmen im Juni 2018 durch das Partnerprogramm von Amazon (Screenshot)

Blogeinnahmen im Juni 2018 durch das Partnerprogramm von Amazon

Blogeinnahmen durch Amazon im ersten Halbjahr 2018 (Screenshot)

Blogeinnahmen durch Amazon im ersten Halbjahr 2018

Da Amazon eine Auszahlungsgrenze hat, haben wir im Juni kein Geld überwiesen bekommen. Die letzte Auszahlung (im Mai) belief sich auf 94,83 Euro für die Einnahmen im März.

Über die Affiliatenetzwerke „affili.net“ und „Digistore24“ hatten wir auf Free Your Family damals noch nichts eingenommen.

Von „Adcell“ hatten wir vor längerer Zeit einmal 10 Euro erhalten, weil wir das Banner zur Wasseranalyse in unseren Artikel über das Quellwasser eingebaut hatten.

Monetarisierung bei YouTube

Im Juni kamen (geschätzt) 28,62 Euro durch Werbung rein, die YouTube in oder vor unseren Videos schaltete. Seit Beginn des Jahres hatten wir bis dahin 326,17 Euro durch YouTube eingenommen.

Monetarisierung durch YouTube im Juni 2018 (Screenshot)

Monetarisierung durch YouTube im Juni 2018

Monetarisierung durch YouTube im ersten Halbjahr 2018 (Screenshot)

Monetarisierung im ersten Halbjahr 2018

Auch bei YouTube existierte damals eine Auszahlungsgrenze. In unserem Fall führte das dazu, dass Google im Juni 81,79 Euro auf unser Konto transferierte.

Im Juni haben wir durch Sponsored Posts keine Einnahmen erzielt. In diesem Jahr waren es bis dahin insgesamt 220 Euro für zwei gekennzeichnete NoFollow-Links.

Gesamteinnahmen

961,82 Euro klingt gut, oder? Blöd nur: Das sind die Einnahmen für ein halbes Jahr. Hinzu kommen 23 Euro (abzüglich PayPal-Gebühren) über den PayPal-Spendenbutton. Die Blogeinnahmen im Juni selbst beliefen sich damals praktisch auf die 81,79 Euro von Google.

Mit einem Blog Geld verdienen?

Unser Blog ist und bleibt in erster Linie unser Sprachrohr in die Welt. Ein Weblog ist ein ziemlich gutes Mittel, um die eigene Meinung frei zu äußern, ohne Zensur und ohne Abhängigkeit von sozialen Netzwerken. Es ist unser Zuhause im Internet. Der Blog ist die Basis, von der aus wir viele Menschen erreichen, denen wir Hilfe und Inspiration zugleich sein wollen.

Doch trotz mehr als 10.000 monatlichen Besuchen sah es bei „freeyourfamily.net“ finanziell mager aus. Selbst mit dieser stattlichen Anzahl an Leser*innen entstanden kaum nennenswerte Einnahmen.

Werbebanner

In unserer Sidebar laufen Banner. Das ist Affiliatewerbung für Dinge, die ich mag und vertrete.

Ich höre zum Beispiel regelmäßig Hörbücher, weil sie nebenbei funktionieren: beim Fahren, beim Kochen, beim Wäscheaufhängen, beim Gießen. Wer Hörbücher sucht und dabei unseren Blog unterstützen will, landet heute bei uns eher bei buch7 oder Thalia, je nachdem, was besser passt.

Ein weiteres Banner war damals dem Buch „Wireless Life Guide“ von Sebastian Kühn gewidmet. Ein Nachschlagewerk mit großer Informationsdichte für angehende digitale Nomad*innen. Es ist zwar eher für Einzelkämpfer als für Familien geschrieben, trotzdem steckte viel Inspiration für unser Leben drin.

Es ist nun Pech, dass zwar ab und zu jemand draufklickte, die Banner aber keine Einnahmen erzeugten.

Google AdSense hatte ich ausprobiert. Bei unserem Traffic kam wenig herum. Dazu störten die Anzeigen die Nutzererfahrung, waren datenschutzrechtlich heikel und zeigten mitunter Produkte oder Dienstleistungen, die ich nie bewerben würde.

Für uns lohnten sich Werbebanner nicht. Anfragen für verkaufte Bannerplätze gab es. Ein fairer monatlicher Preis (hier wird eine Berechnung erklärt) war vielen zu hoch.

Funktioniert: Affiliate Marketing

Was bei uns damals am besten lief: das Amazon-Partnerprogramm. Gleichzeitig standen wir damit regelmäßig in der Kritik, eines der schlimmsten Unternehmen überhaupt zu unterstützen. Der Widerspruch blieb: Einerseits deckten die Affiliate-Einnahmen die laufenden Kosten. Andererseits fühlt es sich schief an, ein Konsum-Ökosystem zu füttern, das man an anderer Stelle kritisiert.

Unser Kompromiss war und ist Transparenz. Wer über unseren Amazon-Links einkauft, hilft uns, die Technik am Laufen zu halten. Und wenn ihr Alternativen sucht, findet bei uns bewusst auch Partnerprogramme, die besser zu Nachhaltigkeit und Wertekompass passen, etwa buch7 oder Thalia.

Im Affiliate-Bereich sahen wir Spielraum nach oben. Nur: Das Blog soll keine Werbefläche werden. Passende Produkte oder Dienstleistungen zu empfehlen bleibt eine Gratwanderung, gerade dann, wenn man selbst der Ansicht ist, dass ein gutes Leben nicht an Einkaufswagen hängt.

Vielleicht entstehen irgendwann Blogartikel über den „Wireless Life Guide“, vom Aussterben bedrohte Tierarten oder Hörbücher, die einen durch lange Autofahrten tragen. Content trägt langfristig mehr als Bannerwerbung.

Spenden

Um es kurz zu machen: Spendenbuttons wirkten bei uns wie ein höfliches Glas am Ausgang. Manchmal klimpert etwas, meistens nicht. Das ist okay. Es sagt eher etwas über Internetgewohnheiten aus als über Wertschätzung.

SEO-Agenturen kamen auf uns zu, um gegen Bezahlung einen Link in unserem Blog zu setzen, wie oben schon erwähnt. Der Verdienst war nett, aber diese Einnahmen skalierten nicht. Sie tauchten alle paar Monate mal auf, mehr zufällig als planbar.

Soziale Netzwerke: mehr Schein als Sein

Kennst du Menschen, die Influencer genannt werden? Das sind oft die, die auf YouTube und vor allem auf Instagram ihr Unwesen treiben und die sonst keiner kennt. Sobald Reichweite steht, fließen Produktplatzierungen.

Ich meldete mich damals bei Reachhero an, einer Plattform, die genau das versprach. Die Ernüchterung folgte schnell. Viele Werbetreibende zahlen für einen Blogartikel keinen fairen Preis. Dazu ließ das System kaum zu, dass wir uns mit unseren ehrlich erworbenen 2.700 YouTube-Abonnent*innen auf Kampagnen bewarben, die auf dem Papier gut wirkten. Unterm Strich blieb wenig übrig. Familien ernährt man damit nicht.

Reachhero Plattform: Screenshot zur Influencer-Vermarktung

Reachhero – hier werden Influencer reich 😉

Die Werbeeinnahmen bei YouTube selbst waren gelinde gesagt unterirdisch. Ein neues Buch im Monat war drin. Mehr nicht.

Wir produzierten Videos, verbreiteten sie dort, investierten Zeit und Geld, um hilfreiche und inspirierende Inhalte zu erschaffen. Vergütet wurde das mit einer Beteiligung an Werbeeinnahmen, die sich eher wie Taschengeld anfühlte. Eine Welt, in der Plattformen Content bezahlen wie das klassische Fernsehen Produktionsfirmen, hätte ihren Charme.

Ähnlich unfair lief es mit Facebook (wir haben darüber berichtet) und anderen. Plattformen sind die wahren Onlineunternehmen. Sie scheffeln Millionen. Die Nutzer*innen, die sie füttern, bleiben oft die Dummen.

Fazit

Ein Blog kann ein guter Marketingkanal sein, aber er ist kein Online-Business an sich. Ohne ein eigenes Produkt, das du gekonnt in Szene setzt, trägt dich auch der schönste Blog selten allein, zumindest nicht schnell und nicht verlässlich.

Ein Online-Business aufzubauen ist arbeits- und zeitintensiv. Manchmal braucht es Mut und Glück, den nächsten Schritt zu gehen, den Fokus zu verlagern und das eigene Projekt neu zu denken, ohne sich selbst zu verlieren.

Vom Bloggen allein konnte ich damals nicht leben und ging anderen Arbeiten nach. Demnächst verraten wir mehr darüber, wie wir unser Geld verdienen.

Ich wünsche dir alles Liebe! Bis bald!

Dein Patrick

FAQ: Blog-Einnahmen, Affiliate & Transparenz

Verdient man mit 10.000 monatlichen Besuchen automatisch gut?

Nein. Traffic ist nur die Bühne. Ob Geld fließt, hängt davon ab, ob Angebote, Thema, Vertrauen und Monetarisierung zusammenpassen. Bei uns kamen 2018 trotz guter Besucherzahlen nur kleine Beträge zusammen.

Was war im Juni 2018 eure wichtigste Einnahmequelle?

Die einzige tatsächliche Auszahlung im Juni 2018 kam über Google/YouTube zustande (81,79 Euro). Affiliate lief, landete wegen Auszahlungsgrenzen aber nicht als Geldtransfer in diesem Monat auf dem Konto.

Warum nutzt ihr überhaupt Affiliate-Links, obwohl ihr Konsum kritisch seht?

Weil Server, Tools und Zeit bezahlt werden müssen. Wir versuchen, Affiliate so zu nutzen, dass er informiert statt drückt: transparent, sparsam, mit Alternativen, die besser zu unseren Werten passen.

Warum sind Werbebanner und AdSense bei euch keine Lösung gewesen?

Bei unserem Traffic brachte es wenig Geld, störte aber das Lesen. Dazu kamen Datenschutzfragen und Anzeigen, die inhaltlich nicht zu uns passten.

Sind Sponsored Posts eine gute, planbare Einnahmequelle?

Bei uns nicht. Solche Anfragen kamen unregelmäßig. Außerdem kostet jeder bezahlte Link Vertrauen, sobald er nicht sauber gekennzeichnet und thematisch stimmig ist.

Welche Alternative zu Amazon nennt ihr heute am liebsten?

Für Bücher und Hörbücher verweisen wir gern auf buch7 oder Thalia. Das passt oft besser zu unserem Anspruch, nicht einfach nur den billigsten Klick abzugreifen.

Weiterlesen: Ortsunabhängig arbeiten: unser Online-Business · Warum Blogs wertvoll sind · Facebook ade: und was jetzt?

CC BY-SA 4.0 Unsere Blog-Einnahmen im Juni 2018 (und Rückblick aufs erste Halbjahr) von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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