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Aktualisiert am: 11.08.2026

Ihr fragt euch, was so ein Blog wie unserer für Einnahmen abwirft? Free Your Family besteht immerhin seit Dezember 2015. Um euch die Frage zu beantworten, möchten wir eine kleine Blogserie veröffentlichen, mit der wir Licht ins Dunkel bringen. Zusätzlich zeigen wir euch, wie viel Geld wir durch YouTube verdienen.
Eine kurze Einordnung vorweg: Die Zahlen in diesem Beitrag stammen aus dem Juni 2018. Der Report zeigt also, wie sich unser Blog damals mit mehr als 10.000 Besuchen im Monat finanziell getragen hat. Plattformen, Regeln und Auszahlungsgrenzen können heute anders aussehen.
Im Anschluss an unseren Einnahmenreport gibt es noch ein paar Hintergrundinfos: was bei uns funktioniert, was wir noch ausbauen können und wovon wir lieber die Finger lassen.
Nadine Wiedmann hat mich mit ihrem Blogartikel „Warum dich Reisen und ein Online Business nicht glücklich machen“ dazu inspiriert, auch mal etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern. Denn: Bloggen allein macht nicht reich.
Werbekostenerstattung von Amazon & anderen Affiliate-Programmen
Im Juni nahmen wir über das Amazon-Partnerprogramm 38,28 Euro ein (im Mai waren es 68,46 Euro und im April 37,35 Euro). Insgesamt haben wir in diesem Jahr bis dahin 344,91 Euro damit verdient.

Blogeinnahmen im Juni 2018 durch das Partnerprogramm von Amazon

Blogeinnahmen durch Amazon im ersten Halbjahr 2018
Da Amazon eine Auszahlungsgrenze hat, haben wir im Juni kein Geld überwiesen bekommen. Die letzte Auszahlung (im Mai) belief sich auf 94,83 Euro für die Einnahmen im März.
Über die Affiliatenetzwerke „affili.net“ und „Digistore24“ hatten wir auf Free Your Family damals noch nichts eingenommen.
Von „Adcell“ hatten wir vor längerer Zeit einmal 10 Euro erhalten, weil wir das Banner zur Wasseranalyse in unseren Artikel über das Quellwasser eingebaut hatten.
Monetarisierung bei YouTube
Im Juni kamen (geschätzt) 28,62 Euro durch die Werbung rein, die YouTube in oder vor unseren Videos schaltet. Seit Beginn des Jahres hatten wir bis dahin 326,17 Euro durch YouTube eingenommen.

Monetarisierung durch YouTube im Juni 2018

Monetarisierung im ersten Halbjahr 2018
Auch bei YouTube existierte damals eine Auszahlungsgrenze. In unserem Fall führte das dazu, dass Google im Juni 81,79 Euro auf unser Konto transferierte.
Sponsored Posts
Im Juni haben wir durch Sponsored Posts keine Einnahmen erzielt. In diesem Jahr waren es bis dahin insgesamt 220 Euro für zwei gekennzeichnete NoFollow-Links.
Gesamteinnahmen
961,82 Euro – klingt gut, oder? Blöd nur, dass es die Einnahmen für ein halbes Jahr sind. Hinzu kommen 23 Euro (abzüglich PayPal-Gebühren) über den „PayPal-Spendenbutton“. Die Blogeinnahmen selbst belaufen sich im Juni nur auf die 81,79 Euro von Google.
Mit einem Blog Geld verdienen?
Unser Blog ist und bleibt in erster Linie unser Sprachrohr in die Welt. Denn ein Weblog ist das perfekte Mittel, um seine Meinung frei zu äußern, ohne Zensur oder Abhängigkeit von „Sozialen Netzwerken“. Es ist unser Zuhause im Internet. Das Blog ist die Basis, von der aus wir viele Menschen erreichen, denen wir Hilfe und Inspiration zugleich sind.
Doch trotz mehr als 10.000 monatlichen Besucher:innen sieht es mit „freeyourfamily.net“ finanziell mau aus. Selbst mit dieser stattlichen Anzahl an Leser:innen erzielen wir kaum nennenswerte Einnahmen.
Damals waren in unserer Sidebar ein paar Banner eingerichtet. Das war Affiliatewerbung für Dinge, die ich toll finde.
Ich bin zum Beispiel regelrecht süchtig nach Hörbüchern, weil ich sie so schön nebenbei hören kann, wenn ich eine weite Strecke fahre, Essen koche, die Wäsche aufhänge oder die Pflanzen im Garten gieße. Damals hatten wir dafür unter anderem ein Audible-Banner eingebunden. Kam darüber eine Anmeldung zustande, bekam ich eine Provision.
Ein weiteres Banner war dem Buch „Wireless Life Guide“ von Sebastian Kühn gewidmet. Es ist ein grandioses Nachschlagewerk mit großer Informationsdichte für angehende „Digitale Nomad:innen“, aus dem ich schon viel Inspiration für unser Leben mitnehmen konnte. Es ist zwar in erster Linie für Einzelkämpfer:innen und nicht für Paare oder Familien geschrieben, aber für mich war es damals eines der hilfreichsten Bücher zum Thema „Online Business“ und „Digitales Nomadentum“.
Es ist nun Pech, dass zwar ab und zu schon mal jemand draufgeklickt hat, aber die Werbebanner noch keine Einnahmen erzeugten.
Anzeigen von Google AdSense hatte ich mal ausprobiert. Sie brachten bei unserem Traffic ebenfalls kaum etwas ein. Außerdem störten sie für mich die „User Experience“, und ich fand sowohl die Datenschutzfragen als auch manche angezeigten Produkte und Dienstleistungen problematisch.
Für uns lohnen sich Werbebanner nicht. Wir haben zwar schon Anfragen bekommen, ob wir Bannerplätze verkaufen, aber ein fairer monatlicher Preis (hier wird eine Berechnung erklärt) ist den meisten zu hoch.
Funktioniert: Affiliate Marketing
Was bei uns ganz gut läuft: das Amazon-Partnerprogramm. Gleichzeitig stehen wir damit immer wieder in der Kritik, weil wir mit Amazon ein Unternehmen unterstützen, das wir selbst sehr kritisch sehen. Dennoch holen die Amazon-Affiliate-Links die laufenden Kosten des Blogs wieder rein.
Im Bereich Affiliate Marketing sehen wir noch viel Spielraum nach oben – auch finanziell. Allerdings soll unser Blog keine Werbeplattform werden. Es ist eine Herausforderung, passende Produkte oder Dienstleistungen zu finden, die man guten Gewissens empfehlen kann, wenn man selbst der Ansicht ist, dass man für ein glückliches Leben gar nicht so viel braucht. 😉
Mal sehen, vielleicht schreibe ich noch tolle Blogartikel über den „Wireless Life Guide“, vom Aussterben bedrohte Tierarten oder schöne Hörbücher. Bei uns bringt guter Content jedenfalls mehr als Bannerwerbung.
Wenn ihr Bücher oder Hörbücher sucht und dabei unser Blog unterstützen möchtet, findet ihr bei uns heute unter anderem buch7 und Thalia.
Spenden
Um es kurz zu machen: Über die Spendenbuttons kam bei uns nur sehr selten etwas herein. Finanziell spielten sie deshalb nur eine kleine Rolle.
Sponsored Posts
Einige SEO-Agenturen kamen schon auf uns zu, um gegen Bezahlung einen Link in unserem Blog zu setzen, wie wir oben schon kurz erwähnten. Obwohl der Verdienst gut ist, sind diese Einnahmen nicht skalierbar, da sie nur alle paar Monate mal auftauchen.
Soziale Netzwerke – mehr Schein als Sein
Kennt ihr Menschen, die Influencer:innen genannt werden? 2018 waren damit für mich vor allem Menschen gemeint, die auf YouTube und Instagram Reichweite aufgebaut hatten und über Produktplatzierungen Geld verdienen konnten.
Ich habe mich bei Reachhero angemeldet, einer Plattform, die genau das versprach. Die Ernüchterung folgte schnell. Die Werbetreibenden waren aus meiner Sicht nicht bereit, für einen Blogartikel einen fairen Preis zu bezahlen. Und das System selbst ließ es nicht zu, dass wir uns mit unseren ehrlich erworbenen 2.700 YouTube-Abonnent:innen für eine Kampagne bewarben, die augenscheinlich viel einbrachte. Mit dieser Anzahl an Abonnent:innen durften wir nicht einmal 200 Euro für eine Kampagne verlangen. Von diesem Preis wollte Reachhero selbst noch seinen Anteil. Unterm Strich blieb kaum etwas übrig. Unsere Familie konnten wir davon jedenfalls nicht ernähren.

Reachhero – hier werden Influencer reich 😉
Die Werbeeinnahmen bei YouTube selbst sind gelinde gesagt unterirdisch. Dafür können wir uns einmal im Monat ein neues Buch kaufen.
Wir produzieren Videos, verbreiten sie auf dieser Plattform. Wir investieren Zeit und Geld, um hilfreiche und inspirierende Videos zu erschaffen. Und wie wird es vergütet? Mit einer läppischen Beteiligung an den Werbeeinnahmen. Ich würde es lieber sehen, würde die Plattform unseren Content bezahlen, wie es das klassische Fernsehen mit Produktionsfirmen macht.
Genauso unfair läuft es mit Facebook (wir haben darüber berichtet) und all den anderen. Die Plattformen und sozialen Netzwerke sind die wahren Onlineunternehmen. Sie verdienen an den Inhalten, die ihre Nutzer:innen dort veröffentlichen. Bei uns kam davon jedenfalls vergleichsweise wenig an.
Fazit
Ein Blog kann zwar ein guter Marketingkanal sein, aber es ist kein „Online Business“ an sich. Ohne ein eigenes Produkt, das ihr gekonnt in Szene setzen könnt, nützt euch das schönste Blog wenig, wenn es euch darum geht, online Geld zu verdienen.
Ein Online-Business aufzubauen ist arbeits- und zeitintensiv. Und ich bin überzeugt, dass manchmal große Portionen Mut und Glück nötig sind, den nächsten Schritt zu gehen, den Fokus zu verlagern und das Unternehmen neu zu denken, während man sich selbst treu und authentisch bleibt.
Vom Bloggen allein kann ich nicht leben und muss daher noch anderen Arbeiten nachgehen. Wir werden demnächst noch mehr darüber verraten, wie wir unser Geld verdienen.
Ich wünsche euch alles Liebe! Bis bald!
Euer Patrick
FAQ: Blog-Einnahmen, Affiliate & Transparenz
Reichen 10.000 monatliche Besuche für gute Blog-Einnahmen?
Bei uns reichten mehr als 10.000 monatliche Besuche damals jedenfalls nicht für ein Einkommen, von dem wir als Familie hätten leben können. Im ersten Halbjahr 2018 kamen 961,82 Euro zusammen; im Juni selbst landeten 81,79 Euro von Google auf unserem Konto. Unser Beispiel zeigt vor allem, wie wenig sich aus der Besucherzahl allein über die tatsächlichen Einnahmen ablesen lässt.
Was war im Juni 2018 eure wichtigste Einnahmequelle?
Die tatsächliche Auszahlung im Juni 2018 kam über Google beziehungsweise YouTube zustande: 81,79 Euro. Über das Amazon-Partnerprogramm hatten wir im Juni zwar 38,28 Euro eingenommen, wegen der Auszahlungsgrenze wurde dieser Betrag in diesem Monat aber noch nicht überwiesen.
Warum nutzt ihr Affiliate-Links, obwohl ihr Konsum kritisch seht?
Genau dieser Widerspruch beschäftigt uns bis heute. Affiliate-Einnahmen helfen uns dabei, die laufenden Kosten des Blogs zu tragen. Gleichzeitig möchten wir Empfehlungen sparsam einsetzen und nur Dinge verlinken, die wir selbst vertreten können. Bei Büchern und Hörbüchern findet ihr bei uns heute zum Beispiel auch buch7 und Thalia.
Bei unserem damaligen Traffic brachten Werbebanner und Google AdSense nur wenig Geld. Gleichzeitig störten mich die Anzeigen beim Lesen, und manche beworbenen Produkte passten überhaupt nicht zu uns. Für unser Blog war diese Form der Finanzierung deshalb wenig attraktiv.
Wie planbar waren Sponsored Posts für euch?
Sie tauchten bei uns nur alle paar Monate auf. Der Verdienst konnte gut sein, aber daraus entstand keine Einnahmequelle, mit der wir verlässlich rechnen konnten.
Welche Alternativen zu Amazon verlinkt ihr heute?
Für Bücher und Hörbücher findet ihr bei uns unter anderem buch7 und Thalia. Welche Empfehlung besser passt, hängt davon ab, was ihr gerade sucht und welche Kriterien euch beim Einkauf wichtig sind.
Weiterlesen: Ortsunabhängig arbeiten: unser Online-Business · Warum Blogs wertvoll sind · Facebook ade: und was jetzt?
Unsere Blog-Einnahmen im Juni 2018 (und Rückblick aufs erste Halbjahr) von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
Hallo Patrick. Ziemlich ernüchternde Bilianz. Allerdings muss man mit einem Blog auch das Ziel „Geld verdienen“ vor Augen habe. Wenn das Ziel „mich mitteilen“ ist, wird es schwer mit dem Geld verdienen. Wenn man Geld damit verdienen will, wird das Ganze zum Online-Business. Dann bist du nicht mehr nur Blogger/Influencer sondern Werbetexter, SEO/SEA Spezialist, Community Manager, Fotograf, Kameramann, Model in einem. Das zu vermarktende Produkt sind deine Inhalte oder vielleicht auch du selbst.
So richtig geschafft habe ich das auch nicht. Es kostet viel Zeit und ist bei der Professionalisierung des Business nicht mehr so nebenher machbar.
Hallo Wendy,
ja, die Bilanz ist ernüchternd. Ich habe mir die Sache mit dem Blog und dem Online-Business vor Jahren einmal rosig ausgemalt: Das Geld fließt automatisch, ich reise mit meiner Familie rund um die Welt, verwalte mein Business von den schönsten Plätzen der Erde aus und lebe gänzlich unbeschwert. Pustekuchen!
Aber ich habe in der Zeit tatsächlich wahnsinnig viel dazugelernt, was ich in neuen Projekten einsetzen kann – als Content Creator / Content Manager. So kann ich das Geld an anderer Stelle verdienen und im Blog ganz ich selbst sein, ohne für Geld zur Marionette von SEO-Agenturen zu werden. Und die Affiliate-Links hier sorgen wenigstens für die Deckung der laufenden Kosten und ein kleines Taschengeld. 🙂 Danke für Deinen Kommentar und …
liebe Grüße
Patrick