Preiswerter, ökologischer Schutz vor Nacktschnecken

Schutz vor Nacktschnecken im GartenIn unserem Beitrag zeigen wir Dir, wie wir Schritt für Schritt ein Beet für unsere vorgezogenen Tomatenpflanzen anlegen und sie preiswert und ökologisch vor Nacktschnecken schützen.

Mit der Übersiedlung ins Erzgebirge sahen wir uns gezwungen, unseren Schrebergarten in Thüringen aufzugeben. Erfreulicherweise dürfen wir hier im Hausgarten Gemüsebeet anlegen, um unser eigenes Gemüse anzubauen. Was uns Sorgen bereitet: Hier wimmelt es vor spanischen Wegschnecken, die sogar vorm Verspeisen robuster Kräuter keinen Halt machen.

Es gibt geläufige Methoden, Gastropoden vom Pflanzenmeucheln abzuhalten. Leider sind sie entweder nicht umweltfreundlich oder zu teuer. Von Schneckenkorn gehen z.B. schützenswerte Weinbergschnecken und Tigerschnegel drauf. Schneckenbarrieren sind i.d.R. aus Kunststoff, oder – wenn sie aus Metall sind – unökonomisch.

Zufällig stießen wir in den vergangenen Wochen auf vielversprechende Ideen, wie man Pflanzen vor den unersättlichen, schleimigen Tierchen bewahren kann.

Beete anlegen – mit der Gartenkralle

Zuerst legen wir neue Beete an, in denen sich unsere Pflanzen wohlfühlen sollen.

Ein Beet besitzt eine ideale Breite von ca. 1,20 m, damit man es von beiden Seiten aus bequem bearbeiten kann. Um ein Beet anzulegen, verwenden wir eine handelsübliche Gartenkralle. Das ist ein Werkzeug, mit dem selbst Frauen und ältere Kinder mühelos Gartenarbeiten verrichten können (nähere Infos gibts hier).

Mit der Gartenkralle steche ich dort in die Wiese, wo unser Beet entstehen soll, drehe das Gartenwerkzeug und löse auf diese Weise spielend ein Stück Grasnarbe nach dem anderen.

Darüber hinaus eignet sich eine Gartenkralle vor allem zum Entfernen unerwünschten Beikrauts, zum regenwurmschonenden Auflockern des Bodens und zur Beimischung von Kompost und Dünger zur Erde.

Ein mit der Gartenkralle gelockerter und belüfteter Boden schafft ideale Voraussetzungen für die Wasser- und Nährstoffaufnahme durch die Wurzeln der Gewächse, und stellt so optimale Wachstumsbedingungen für unsere Tomatenpflanzen bereit.

Klopapierrollen als Schneckenzaun?

In der Zeit, in der ich die Beete anlege, ergreift Evelin die erste Maßnahme, um unsere jungen Tomatenpflänzchen vor den gefräßigen Nacktschnecken zu schützen: Vorsichtig stülpt sie, gemeinsam mit den Kindern, (abgewickelte) Klopapierrollen über unsere vorgezogenen Tomatenpflanzen. Die Rollen sollen die Gewächse wie kleine Schneckenzäune schützen.

Die Tomaten ins Beet pflanzen.

Nachdem das Beet angelegt und die Erde gründlich mit der Gartenkralle gelockert wurde, setzen wir die Tomatenpflänzchen ins Beet.

Wir pflanzen sie in einem Abstand von ca. 50-80 cm zwischen den einzelnen Pflanzen und beachten den Reihenabstand von 80 cm (Quelle: Der Biogarten von Marie-Luise Kreuter).

Ich hebe mit einer handelsüblichen Handschaufel ein großzügiges Loch für jede Pflanze aus. Hinein gebe ich einen Teil unreifen Kompost, da die ablaufende Rotte Wärme erzeugt, was den Wurzeln der Tomatenpflanzen zuträglich sein wird. Im Anschluss daran löse ich vorsichtig den Wurzelballen der Pflanze aus dem Töpfchen, setze sie in das Pflanzloch und fülle ringsum mit Kompost auf. Zu guter Letzt bedecke ich das Ganze mit normaler Gartenerde.

Solltest Du auf der Suche nach alten Tomatensorten (oder anderen ungewöhnlichen Pflanzen) sein, empfehlen wir Dir den Onlineshop „Magic Garden Seeds“.

Zapfen als preiswerter und ökologischer Schutz vor Nacktschnecken.

Bei den Recherchen für unsere World Wide Web Week stieß ich auf einen Link, der in mir Hoffnung aufkeimen ließ, die nimmersatten Nacktschnecken abzuwehren. Die Bloggerin Petra K. stellte fest, dass ein Mulchen der Beete mit Zapfen von Nadelbäumen verhindert, dass sich die Schnecken an den Pflanzen vergehen. Die Zeit ist gekommen, den Tipp zu testen!

Um die heranwachsenden Pflänzchen mit den Schutzmäntelchen aus Klopapierrolle legen wir in Sternform Fichtenzapfen, die wir vor ein paar Tagen beim Wasserholen an einer Quelle im Wald sammelten. Wir achten darauf, dass die Zapfen mit ihrer Spitze von der Pflanze weg liegen, damit die Schnecken es schwer haben, über die Zapfen zu kriechen. Wir glauben, dass Kiefernzapfen angesichts ihrer Form besser geeignet sind, die Nacktschnecken auf Abstand zu halten.

Ich schätze, der Harzgeruch der Zapfen irritiert die Schnecken ebenfalls, so dass sie die aromatisch duftenden Pflanzen nicht mehr wahrnehmen können. Bei Mioone findest Du weitere „50 effektive Tipps gegen Schnecken“, wobei besonders der Punkt mit den trockenen Tannennadeln interessant ist.

Gießen und beobachten.

Nachdem die Tomatenpflanzen ins Beet gesetzt und gegen Schnecken gesichert wurden, gießen wir die Pflänzchen an. Jetzt lassen wir uns überraschen und beobachten, ob unsere Maßnahmen gegen die Nacktschnecken wirksam sind. Wir halten Dich auf dem Laufenden.

Unser Video zum Blogartikel.

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