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Hinweis: Dieser Beitrag ist ein Erfahrungsbericht. Er ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn ihr unsicher seid oder Beschwerden euch Angst machen, sprecht mit Hebamme oder Ärztin/Arzt.

In unserer dritten Schwangerschaft kamen viele Glückwünsche. Und viele Fragen: Wie merkt man eine Schwangerschaft, wenn man noch stillt? Was macht man, wenn sich der Körper anders anfühlt als beim ersten Mal? Und wie gehen wir mit Vorsorge um, ohne in Kontrolle zu ertrinken?

Wir erzählen euch hier, wie es bei uns war. Nicht als Schablone. Eher als Orientierung mit klaren Grenzen.

Worum es in diesem Beitrag geht

  • Wie sich Schwangerschaftsanzeichen bei mir gezeigt haben, obwohl ich noch gestillt habe.
  • Wie wir das Stillen angepasst haben, ohne Drama und ohne Heldengeschichten.
  • Warum wir einen Ultraschall gemacht haben und warum wir vorsichtig bleiben mit Schlussfolgerungen.
  • Wie unsere Kinder reagiert haben und was sich im Familienalltag verschoben hat.

Der Wunsch nach einem dritten Kind und die Sache mit dem Timing

Der Wunsch nach einem dritten Kind war bei uns nicht plötzlich da. Er war eher wie ein leises Thema, das immer wieder auftauchte: mal stärker, mal schwächer. Wir haben das nicht über Temperaturkurven oder Kalender entschieden. Wir sind beim Körpergefühl geblieben.

Beim dritten Kind kam eine Besonderheit dazu: Ich habe lange gestillt, zeitweise zwei Kinder. Eine Blutung blieb aus. Damit fehlte ein Signal, das viele als Orientierung nutzen. Ob das „besser“ oder „schlechter“ ist, kann ich nicht sagen. Es war einfach so.

Welche Schwangerschaftsanzeichen ich bemerkt habe

Rückblickend waren es bekannte Dinge: Übelkeit, Müdigkeit und Gerüche, die plötzlich viel zu laut wurden. Ich erinnere mich an Situationen, in denen ich dachte: Das ist doch nicht normal, dass ein ganzes Zimmer nach Fisch riecht. Heute wirkt das fast komisch. In dem Moment war es sehr real.

Wichtig: Solche Zeichen sind unspezifisch. Sie können in Schwangerschaften auftreten, müssen es aber nicht. Bei uns war am Ende ein Schwangerschaftstest der Punkt, an dem aus Gefühl Gewissheit wurde.

Stillen in der Schwangerschaft: Was bei uns funktioniert hat

Beim Stillen hat sich etwas verändert. Die Brustwarzen wurden empfindlicher, ich konnte nicht mehr so lange. Also habe ich den Kindern erklärt, dass es mir wehtut und dass ich kürzer stille. Wir haben das auf „kurz zum Einschlafen“ reduziert. Danach drehten sich beide um und schliefen.

Bei uns ging das überraschend sanft. Das heißt nicht, dass es bei euch genauso läuft. Aber es zeigt: Manchmal ist weniger Kampf im System, als man vorher erwartet.

Und ja: Die Milch wurde weniger. Das habe ich gemerkt. Die Kleine kommentierte das sehr direkt, wie Kinder eben kommentieren.

Vorsorge und Ultraschall: Warum wir ihn gemacht haben

Ich wollte eine ungefähre zeitliche Einordnung, weil ich ohne Blutung keinen Zyklus als Referenz hatte. Also habe ich einen Ultraschall bei einer Ärztin gemacht, der ich vertraue. Mir war wichtig, dass Ultraschall keine Show wird, sondern kurz, gezielt und mit gutem Grund.

Im Video beschreibe ich, dass ich während oder nach dem Ultraschall einen deutlichen „Ruck“ im Bauch wahrgenommen habe und das als Abwehr gedeutet habe. Hier ist mir eine klare Unterscheidung wichtig: Das war meine Interpretation. Aus so einer Wahrnehmung lässt sich nicht ableiten, dass ein Fötus Ultraschall „mag“ oder „nicht mag“.

Was man seriös sagen kann: Diagnostischer Ultraschall gilt in der Geburtshilfe überwiegend als sicher, wenn er fachgerecht durchgeführt wird und das ALARA-Prinzip beachtet wird, also so wenig Energie und Dauer wie vernünftig möglich.

Was wir daraus für uns abgeleitet haben

Wir haben uns entschieden, nicht aus Gewohnheit zu schallen, sondern aus Anlass. Nicht als Glaubenssatz, sondern als Arbeitsweise. Wer anders entscheidet, ist nicht automatisch „falsch“. Aber jede Entscheidung braucht ein sauberes Motiv.

Unsere Kinder und dieses stille „Hebammenspiel“

Unsere Große war sofort im Thema. Die Kleine eher nicht. Sie verstand „Baby im Bauch“ nicht als Konzept, sondern als Spiel. Und dann machte sie daraus das, was Kinder gut können: eine Szene. Hände auf den Bauch. Baby, bitteschön. Man bekommt dabei einen Blick darauf, wie Familien Sinn bauen: nicht über Erklärungen, sondern über Rollen.

Was wir nicht behaupten

  • Dass Körpergefühl Schwangerschaft sicher erkennt.
  • Dass man Vorsorge grundsätzlich „nicht braucht“.
  • Dass Ultraschall dem Baby schadet oder dass Babys Ultraschall ablehnen.
  • Dass Stillen in der Schwangerschaft immer problemlos ist.

FAQ

Ist Stillen in der Schwangerschaft grundsätzlich riskant?

Die Datenlage ist nicht perfekt, aber systematische Übersichtsarbeiten berichten, dass Stillen während der Schwangerschaft bei gesunden, gut versorgten Frauen oft nicht mit schlechteren Schwangerschaftsausgängen verbunden ist. Bei Risikoschwangerschaften wird zu Vorsicht geraten.

Wie sinnvoll ist Ultraschall zur Datierung?

Ultraschall kann helfen, eine Schwangerschaft zeitlich einzuordnen. Entscheidend ist ein sinnvoller Anlass und eine fachgerechte Durchführung nach dem ALARA-Prinzip.

Wann sollte man das ärztlich abklären lassen?

Wenn ihr starke oder ungewöhnliche Schmerzen, Blutungen, Fieber, Kreislaufprobleme oder etwas erlebt, das sich für euch bedrohlich anfühlt, ist das ein Anlass, medizinisch abzuklären. Das ist keine Panikregel. Es ist ein Sicherheitsnetz.

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Quellen

  • Torloni MR et al. Safety of ultrasonography in pregnancy (systematic review).
    Ultrasound Obstet Gynecol. 2009.
    DOI: 10.1002/uog.6328.
  • López-Fernández G et al. Breastfeeding during pregnancy: A systematic review.
    Women and Birth. 2017.
    DOI: 10.1016/j.wombi.2017.05.008.

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