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Liebe Freund:innen,
habt ihr auch so einen kleinen Wirbelwind, eine „Raubsau“, einen Quirl, einen Springinsfeld, einen Wildfang? Unser Zweijähriger trägt nicht nur wegen seiner blonden Mähne den Spitznamen „Michel aus Lönneberga“.
Vorige Woche, wir machten „Urlaub“ in einem Gartenhäuschen inmitten viel Natur, lobten wir uns die Ausgeglichenheit unserer Sprösslinge.

Liebe Kinder mit Mama im Familienbett 😉
Und dann kam die Ferienwohnung. Die in der Corona-Zeit unser Wohnsitz ist. Der Flur ist lang, der Balkon ist klein, und der Küchentisch steht genau da, wo kleine Hände ihn am besten erreichen. Für Ausruhen ist hier wenig Platz.
Aktualisiert am: 02.03.2026
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Inhalte
Der Zimmergarten
Es beginnt harmlos. Auf dem Balkon entdeckt er den Sack Blumenerde. Er schneidet ihn auf. Danach steht er da, schaut kurz, als hätte er etwas sehr Wichtiges verstanden, und findet: Ein Erdhaufen im Wohnzimmer wäre viel schöner.
Natürlich kommen die weißen Socken auch noch vorbei. Augenverdrehend reiche ich meinem Michel den Besen.
Wisst ihr, wie es bei Hempels unterm Sofa aussieht? Ich weiß es jetzt wieder ganz genau.
Zu Bruch
Taps, taps, ein tropfnasser Wicht platscht ins Zimmer. Eine halbe Teekanne streckt er mir entgegen: „Kaputt, Mama!“
Der Küchentisch badet in Tee und tausend Glasscherben. Ich ziehe das Kindchen zum gefühlt x-ten Male um und sammle Scherben zusammen, so ruhig ich gerade kann.

Scherben bringen Glück: die zerbrochene Teekanne
Klingeling. Der Opa steht in der Küche. Thematisiert wird der Krach, bei dem keiner mal ein Nickerchen machen kann. Der Blick fällt auf die Teekanne: „Ach, schon wieder was kaputt gegangen!“
Ja. Einem Zweijährigen ist nach über sechs Monaten schon wieder etwas kaputt gegangen.
Dreck reinigt den Magen
Ich will das Baby stillen. Auf dem Weg zum Bett entdecke ich eine breite Sandspur, quer durch den Flur bis hinein in die Wohnung.
Die kommt von dem großen Spielauto. Der Weg vom Sandkasten bis in die Küche wurde sehr sorgfältig navigiert. Im Innenraum: Erde, Sandkörnchen, und dazwischen steckt der frische Inhalt der Brotbüchse.
Statt Brust packe ich also wieder den Kehrbesen aus. Zum dritten Mal heute. Meine Hand findet ihn, als hätte sie ihn am Gürtel.
Rumpelpumpel Rippenprellung
Rumms.
Dann folgt ein knappes „Au!“. Die rote Beule am Rippenbogen erkenne ich gleich. Während ich zu meinem Stethoskop greife, grinst der freche Bub und meint: „Ach Mama. Heilt!“

Unser kleiner „Michel aus Lönneberga“
Zum Glück ist er hart im Nehmen, dieser kleine, verdammt süße Schlingel.
Ich weiß nicht, wie eure Tage so aussehen. Bei uns endet so ein Tag manchmal damit, dass ich den Besen suche, bevor ich die Fassung verliere.
Auf bald!
Eure Alma, äh Evelin
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Wenn ihr zwischen Sand, Brotdosen und Spielzeug auch öfter „Hempels“ ruft: Zimmer aufräumen: so sieht es bei Hempels unterm Sofa aus.
Wenn Stillen bei euch gerade mit Alltag jongliert: Tandemstillen: unsere Erfahrungen.
Wenn ihr beim Familienbett gerade eher Nähe als Ordnung braucht: Unser Familienbett: mehr als ein Matratzenlager.
Buchtipp: Michel aus Lönneberga
Manchmal hilft nach so einem Tag eine Geschichte, die das Chaos nicht wegwischt, sondern freundlich einrahmt.
Habt ihr Lust auf die Geschichten vom „echten“ Michel aus der Feder von Astrid Lindgren? Dann ist dieser Sammelband ein schönes Abendritual. Denn genau wie unser Sohn sieht der Michel „fast wie ein Engel aus, wenn er schläft. Doch wenn er wach ist, hat er nur Unfug im Kopf.“[/amazon]
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