Bitcoin als Münze

Wir leben in turbulenten Zeiten. Egal, wohin wir schauen, alles wird durcheinander gewürfelt. Viele von uns haben große Fragezeichen in den Augen und blicken unsicher in die Zukunft: Corona-Krise, Angst vor Krankheit und Verlust des Arbeitsplatzes, dann die dominanten Präsidenten vieler Länder, deren Politik wir nicht mehr verstehen, eine Geldpolitik, die keine Zinsen mehr gibt, Börsen, die rauf und runter gehen, usw. Und das ist noch lange nicht das Ende der Liste.

Als Eltern stellen wir uns aber mehr denn je die Frage, wie wir unsere Familie in diesen turbulenten Zeiten schützen und für unsere Kinder sorgen können. Natürlich einerseits, indem wir gesund und tatkräftig für sie da sind. Und andererseits, indem wir finanziell klug handeln.

Deswegen möchte ich in diesem Beitrag auf ein Thema eingehen, was mir sehr am Herzen liegt und welches für viele noch neu ist: Bitcoin, abgekürzt: BTC. Oder allgemeiner formuliert: Kryptowährungen.

Was ist Bitcoin?

Bitcoin ist der populärste Vertreter der Kryptowährungen. Er wurde 2008 erfunden und basiert auf der Blockchain-Technologie. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr in folgendem Video:

Wir leben in turbulenten Zeiten. Egal, wohin wir schauen, alles wird durcheinander gewürfelt. Viele von uns haben große Fragezeichen in den Augen und blicken unsicher in die Zukunft: Corona-Krise, Angst vor Krankheit und Verlust des Arbeitsplatzes, dann die dominanten Präsidenten vieler Länder, dere

Inzwischen gibt es sehr viele verschiedene Krypto-Währungen. Die bekanntesten sind Ethereum und Ripple.

Einer der Gründe für die Erfindung des Bitcoins waren die wirtschaftlichen Verwerfungen und der willkürliche Umgang mit den Finanzen vor, während und nach der Finanzkrise im Jahr 2008.

Jedes Geld der Welt basiert auf Vertrauen. Die „Beeinflusser“ der gängigen Währungen wie dem USD, dem EUR oder dem GBP sind die Zentralbanken (offiziell) und die Regierungen (inoffiziell). Sie haben in den letzten Jahren sehr viel zusätzliches Geld in Umlauf gebracht. Dadurch wird das Vertrauen in die etablierten Zahlungsmittel, die auch Fiatgeld genannt werden, auf eine harte Probe gestellt.

Was macht den Bitcoin so besonders?

Die Kryptowährungen sind eine neue Art von „Geld“. Vor allem der Bitcoin dient als probates Tauschmittel, Transaktions-Medium und Wertspeicher. Er ist dezentral und kann von keiner Regierung beeinflusst werden.

Das Grundprinzip von Bitcoin basiert auf einem mathematischen Algorithmus, der die maximal mögliche Menge an Bitcoin auf 21 Millionen begrenzt. Alle paar Jahre reduziert sich die „hergestellte“ Menge an Bitcoin jeweils um die Hälfte („Bitcoin Halving“).

Neue Bitcoin werden dezentral geschaffen, also nicht von einer Zentralbank in Umlauf gebracht. Sie werden in Analogie zum Gold „geschürft“. Das nennt man Mining. Und das passiert mit Computern. Je nach Rechenleistung geht das schneller oder langsamer. Vor allem am Anfang, als der Bitcoin noch jung war, konnte das quasi jeder selber machen.

Die Bitcoins befinden sich nicht auf einem zentralen Rechner. Sie werden auf zigtausenden Rechnern gespeichert und nur durch die Blockchain zusammengehalten. Es ist eine dezentrale Währung.

Die Vorteile von Bitcoin

Die Vorteile für uns als Verbraucher und Anwender sind:

1. Bitcoin verliert auf lange Zeit nicht an Wert durch Manipulationen. Mit jedem Halving sinkt auch die Rate der Inflation.

2. Die Kryptowährungen können überall auf der Welt eingesetzt werden. Sie sind nicht an ein Land oder einen Währungsraum gebunden.

3. Bitcoins können per Klick um den Globus gesendet werden. Echtzeitüberweisungen ins Ausland sind möglich und kosten so gut wie nichts.

Wo bekommt man Bitcoin her?

Bitcoin könnt ihr am einfachsten auf Kryptowährungsbörsen kaufen. Die großen Börsen sind Binance, Coinbase und Kraken. Die bekannteste Börse in Deutschland ist bitcoin.de.

Auf diesen Börsen könnt ihr ein Konto anlegen und müsst euch verifizieren. Dann überweist ihr entweder „Fiatgeld“ (also Euro) oder eine Kryptowährung wie den Bitcoin. Sobald das Konto auf der Börse mit einem Wert gefüllt wurde, könnt ihr anfangen, mit Kryptowährungen zu handeln.

Evelin und Patrick vorm Bitcoin-ATM in Karlsbad

Natürlich könnt ihr auch Bargeld an ATMs in Bitcoin oder andere Kryptowährungen tauschen – hier Patrick und Evelin mit ihren Kindern in Karlsbad

Blockchain-Banking mit Bitwala

Noch einfacher geht es auf Bitwala. Bitwala ist eine Marke der Berliner solaris Bank und bietet „Blockchain-Banking“ an. Das heißt: Bitwala bietet ein ganz normales Bankkonto an und zusätzlich bekommt ihr ein Depot dazu, ein „Wallet“ für Bitcoin.

Für das Bankkonto auf Bitwala entstehen keine Gebühren – weder für die Einrichtung noch für den Betrieb des Bankkontos. Erst wenn ihr auf Bitwala Bitcoin kauft, entsteht eine Gebühr von einem Prozent.

Diese 1-Prozent-Gebühr von Bitwala ist niedriger als auf den seriösen Börsen, die ich oben nannte.

Und was ist mit den starken Schwankungen des BTC-Kurses?

Ihr wendet vielleicht ein: „Aber die Kryptowährungen sind doch so volatil, sie schwanken doch so stark!“

Auf kurze und selbst mittelfristige Sicht schwankt der Bitcoin-Kurs stark. Kryptowährungen sind eine neue Technologie und erst recht ein junger Anlage-Markt. Er ist geprägt von dem für junge Märkte typischen Auf und Ab.

Doch langfristig war Bitcoin die beste Geldanlage der letzten zehn Jahre. Und es spricht vieles dafür, dass BTC auch in den nächsten Jahren eine hervorragende Geldanlage sein wird.

Bitcoin als Geldanlage

BTC ist eine gute Alternative zu den allseits bekannten Systemen und Formen der Geldanlage wie Aktien oder Immobilien. Die Finanzkrise im Jahr 2008 und der Corona-Virus zeigten deutlich, wie unsicher Aktien sein können. Für festverzinsliche Anlagen gibt es quasi keine Zinsen mehr und Gold muss man mögen.

In diesem Umfeld stellen Kryptowährungen eine sehr gute Variante dar. Nicht für eine Anlage des ganzen Geldes, aber als Beimischung oder zum Beispiel als Sparplan.

Was ist denn nun die beste Kryptowährung?

Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Viele der großen Kryptowährungen mit der höchsten Marktkapitalisierung haben innovative und clevere Geschäftsmodelle. Und niemand kann vorhersagen, welche der Währungen sich am besten entwickeln wird.

Daher finde ich es am sinnvollsten, in einen ganzen Korb der führenden Kryptowährungen zu investieren und sie zu kaufen und zu halten. Abgeleitet von dem englischen Wort „to hold“ hat die Kryptogemeinde daraus den Begriff „hodl“ abgeleitet (war mal ein Buchstabendreher).

Der Hodlbot

Die in Kanada ansässige Firma Hodlbot hat daraus mehrere Indizes erstellt. Mit dem Hodl 10, Hodl 20 und Hodl 30 könnt ihr jeweils in die 10, 20 oder 30 größten Kryptowährungen investieren.

Der Hodlbot ist technisch gesehen ein „Trading-Roboter“. Er funktioniert wie ein Fonds-Manager oder der Vermögens-Verwalter der Bank. Wenn ihr den Hodlbot benutzt, streut ihr euer Anlage-Risiko breit über mehrere Währungen und könnt gleichzeitig von der positiven Markt-Entwicklung profitieren.

Wie das genau funktioniert habe ich hier beschrieben.

Wie sieht die Bitcoin-Zukunft aus?

Kryptowährungen wie Bitcoin stehen erst am Anfang ihrer Entwicklung. So langsam legen sie ihr „Schmuddel-Image“ ab und rücken ins Bewusstsein der Menschen. Es gibt schon viele Familien, die dem Bitcoin vertrauen und ihn als eine friedliche Währung betrachten – für eine bessere Welt.

Wie bei allen Geldanlagen lohnt es sich, wenn ihr euch vorher mit den Grundlagen beschäftigt. Dann stehen die Zeichen gut, die Kryptowährungen sinnvoll zu nutzen. Und damit hat Bitcoin eine Zukunft.

(Titelbild: von Thought Catalog auf Unsplash)

 

CC BY-SA 4.0 Mit Bitcoin sicher in die Zukunft: Taugt die Kryptowährung als Geldanlage für Familien? von Free Your Family ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.