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Hey, kennt ihr Bitcoin? Manche nennen es „Magic Internet Money“. Für mich ist es ein digitales Geldsystem, das Grenzen ignoriert und Regeln sichtbar macht. Und wenn Regeln sichtbar werden, fangen Menschen an, sie ernst zu nehmen. Oder über sie zu streiten. Oder beides.

Das hier ist kein Ratgeber und keine Kaufempfehlung. Es ist ein Essay: acht Facetten, in denen Bitcoin für mich nach Haltung klingt.

1. Bitcoin: Eine Währung für alle Menschen

Bitcoin ist auch als „Magic Internet Money“ bekannt. Das kommt nicht von ungefähr. Denn es überwindet Grenzen und schafft eine inklusive Währung für Menschen auf der ganzen Welt.

Egal woher man kommt, wie die eigene finanzielle Situation ist oder welchen sozialen Status man hat: Jeder kann dank Bitcoin direkt Geschäfte mit anderen machen.

Es gibt viele Menschen, die bisher vom Finanzsystem ausgeschlossen waren. Bitcoin schließt sie ein. Sie erhalten durch ihn die Chance, ihre Ideen zu verwirklichen, ohne von einer zentralen Instanz abhängig zu sein.

Bitcoin baut Brücken zwischen Menschen auf der ganzen Welt. Für mich steckt darin die Hoffnung auf mehr Gerechtigkeit und Frieden.

Bitcoin Community

2. Ubuntu: Vielfalt als Gemeinschaft

Auch die Bitcoin-Community selbst ist vielfältig und global. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Menschen besteht, eint sie alle die gemeinsame Vision einer besseren Finanzwelt. Hier gibt es keine Grenzen und jeder ist willkommen.

Man arbeitet zusammen und hilft sich gegenseitig, zum Beispiel durch den Austausch von Wissen. Bitcoin inspiriert uns dazu, den eigenen Horizont zu erweitern. Und indem jeder seine Stärken einbringt, kann etwas entstehen, das größer ist, als es für den Einzelnen möglich wäre. Das klingt groß. Es ist es auch. Und es ist gleichzeitig sehr praktisch.

3. Eigenverantwortung: Teilhabe durch dezentrale Vernetzung

Bitcoin ist dezentralisiert. Jeder kann daran teilhaben, indem er einen Node betreibt. Das ist ein Rechner, auf dem die Blockchain gespeichert ist und der dabei hilft, Transaktionen zu validieren.

Jeder, der so einen Netzwerk-Knoten betreibt, trägt zur Sicherheit und Integrität des Netzwerks bei und wird so selbst zum Teil einer neuen, gerechten und globalen Finanzwelt. Verantwortung klingt oft nach Pflicht. Hier ist sie auch Teilhabe.

Dezentrales Bitcoin-Netzwerk

4. Frieden als Idee: direkter Handel, weniger Mittelsmänner

Für mich liegt in Bitcoin ein Konflikt-Dämpfer: direkter Handel zwischen Menschen, ohne dass zwingend Dritte dazwischenstehen. Das ist der Punkt, an dem ein System plötzlich nicht mehr nach „Antrag“ klingt, sondern nach „Austausch“.

Man braucht keine Banken und keine Regierungen, um Bitcoin zu verwenden. Niemand kann einen sanktionieren oder das Konto sperren.

Der Aspekt des Friedens spiegelt die spirituelle Vision einer harmonischen Welt wider. Frieden ist selten eine Taste, die man drückt. Aber manchmal ist er eine Struktur, die weniger Reibung erzeugt.

5. Gerechtigkeit und Transparenz: gleiche Regeln, gleiche Informationen

Bitcoin steht für Fair Play und Transparenz, da alle die gleichen Regeln und Informationen haben. Hinter Bitcoin steht die Blockchain-Technologie. Sie stellt sicher, dass niemand es schafft, das System zu manipulieren oder zu missbrauchen.

Es ist eine noch junge Währung, die eine geistige Haltung der Gerechtigkeit und Transparenz verkörpert. Sie ermöglicht eine faire Behandlung und Chancengleichheit für alle. Das klingt nach Moral. Es ist zugleich eine Frage der Regeln.

Bitcoin Kunst

6. Umwelt und Energie: ein großes Versprechen, ein genauer Blick

Ich sehe in Bitcoin das Potenzial, Umweltschutz zu unterstützen. Vielleicht habt ihr schon einmal gehört, dass Bitcoin sehr viel Energie verbraucht? Das ist wahr. Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen. (Dazu habe ich hier ausführlicher geschrieben: https://freeyourfamily.net/2021/06/bitcoin-gut-fuer-umwelt-tiere-menschen-zukunft/)

Denn die weltweit verteilten „Miner“, die bei der Kryptowährung eine Art Puzzle lösen und so gemeinsam die Transaktionen für gültig erklären, sind die Rechner im Bitcoin-Netzwerk, die ihre Rechenleistung zur Verfügung stellen. Und als Belohnung dafür fließt ihnen Bitcoin zu. Wie das genau funktioniert, habe ich in diesem Artikel erklärt.

In den letzten Jahren setzen die „Miner“ zunehmend auf erneuerbare Energien, um das Netzwerk aufrecht zu erhalten und zu schützen.

Bitcoin und erneuerbare Energien

Green Bitcoin-Mining hilft, den „grünen“ Strom, der mit Hilfe von Sonne, Wasser und Wind erzeugt wird, effizient zu nutzen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Oft besteht das Problem, dass zum Beispiel Solar- und Windkraftanlagen mehr Energie produzieren, als verbraucht oder gespeichert werden kann. Anstatt die Kraftwerke vom Netz zu nehmen oder abzuschalten, kann man mit dem Überschuss an Strom Bitcoins „schürfen“. Dies erhöht den Wirkungsgrad und die Wirtschaftlichkeit der erneuerbaren Energien.

So kann Bitcoin aus meiner Sicht den Ausbau einer nachhaltigen Energie-Infrastruktur fördern. Der Gedanke dahinter ist groß, und genau deshalb schaue ich hier besonders genau hin.

7. Bewusst leben: Knappheit, Wert und Entscheidungen

Bitcoin lehrt uns, bewusst zu leben. Denn es wird in Zukunft nur eine festgelegte Anzahl von 21 Millionen Bitcoins geben.

Wie man sich vorstellen kann, wirkt eine solche „disinflationäre Währung“ für mich wie etwas, das mit der Zeit an Wert gewinnen kann. Man ist quasi gezwungen, sich genau zu überlegen, wofür man sein Geld ausgibt. Knappheit kann wie ein Spiegel funktionieren: Sie zeigt, was wir wirklich wollen.

Bitcoin hält uns also dazu an, Ressourcen zu schätzen und nachhaltig zu handeln, zum Beispiel indem wir Dinge wieder reparieren statt sie einfach durch etwas Neues zu ersetzen.

Bitcoin Traumwelt

Wenn man so will, ist Bitcoin ein radikaler Gegenentwurf zu unserer heutigen Lebensweise. Denn aktuell geht es oft noch darum, sein Geld durch Konsum immer wieder neu auszugeben und so die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Bitcoin könnte der Weg in eine Zukunft sein, in der der Mensch den Planeten nicht ausbeutet, sondern als Hüter der Erde agiert. Er inspiriert uns, uns von überflüssigem Ballast zu befreien, eine tiefere Verbindung zur Natur und zu anderen Menschen aufzubauen und den Wert des Teilens zu erkennen.

8. Universelle Währung: die sehr große Perspektive

Die Idee von Bitcoin als „intergalaktisches Zahlungsmittel“, die im Moment noch sehr weit hergeholt ist, zeigt eine noch größere Perspektive auf. Manchmal braucht ein Gedanke Übertreibung, um seine Richtung zu zeigen.

In ferner Zukunft könnte Bitcoin auch die planetaren Grenzen hinter sich lassen. Auch andere intelligente Spezies, auf die wir vielleicht treffen werden, könnten ein Teil des Netzwerks werden und Bitcoin nutzen. 😉

Fazit: Bitcoin als Haltung

Bitcoin ist für mich mehr als eine gewöhnliche Geldanlage. Es ist eine Idee, die Denken verschiebt und Gewohnheiten prüft.

Mit Bitcoin können wir Grenzen durchbrechen und uns mit Menschen auf der ganzen Welt verbinden. Wir realisieren, dass wir alle miteinander verbunden und Teil eines großen Ganzen sind.

Das „Magic Internet Money“ schenkt uns Freiheit und schützt uns vor Kontrolle und Zensur. Wir können unsere eigenen Entscheidungen treffen und eigene Weg gehen.

Bitcoin erinnert uns daran, dass wir nicht immer alles haben müssen, was wir sehen. Es zwingt keinen. Es lädt ein. Und manchmal reicht das schon.

Bitcoin ist eine spirituelle Währung für alle.

Euer Patrick

PS: Wenn euch CBDCs begegnen: Es lohnt sich, sie im Kopf einmal neben Bitcoin zu legen, einfach um Unterschiede in Kontrolle, Regeln und Zensurresistenz zu sehen.

CC BY-SA 4.0 Bitcoin als Haltung: Acht spirituelle Facetten von „Magic Internet Money“ von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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