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World Wide Web Week

Aktualisiert am 9. August 2026: Dieser Beitrag ist Teil unseres früheren Formats „World Wide Web Week“. Wir führen die Reihe heute nicht mehr regelmäßig fort. Als Archiv bleibt sie eine Momentaufnahme dessen, was uns damals beschäftigt hat. Einige verlinkte Seiten sind inzwischen verschwunden; wo möglich, führen die Links deshalb zu Archiven oder stabilen Quellen.

Die World Wide Web Week. In jener Wochenrückschau teilen wir jeden Freitag Links, Erlebnisse, Videos, News, Blogposts und Ideen mit euch, die uns in der jeweiligen Woche begeisterten, beeindruckten, bewegten, schockierten, faszinierten, imponierten und inspirierten.

In unserer fünfzehnten Ausgabe der World Wide Web Week geht es u.a. um Schenkeinkommen für Blogger:innen, einen Ausflug nach Mordor, das Rettungsverhalten bei Matabele-Ameisen, Plastik im Meer und Wildschweine in der Stadt.

World Wide Web Week: Blogposts (Aus der Blogosphäre)

Online-Business: Vom Stundenlohn zum Schenkeinkommen!

Joy schreibt über ein Alternativkonzept zur Finanzierung eines Bloggerlebens und setzt sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Freies Wissen für alle und eine Open-Source-Gesellschaft? Das unterstütze ich gern. Bis es soweit ist, dass sich in der Angelegenheit ein gesellschaftlicher Konsens herausbildet, kommen wir um eine angemessene Entlohnung der Arbeit nicht herum.

Zum Archiv: „Online-Business: Vom Stundenlohn zum Schenkeinkommen!“

Tongariro National Park mit Kindern: ohne Crossing nach Mordor

Eintauchen in die mystische Welt aus den Herr-der-Ringe-Verfilmungen von Peter Jackson – das ist nicht nur etwas für Fantasyfans und Filmliebhaber, sondern auch für Abenteurer und Weltentdecker.

Zum Artikel „Tongariro National Park mit Kindern: ohne Crossing nach Mordor“

World Wide Web Week: News (Aus den Nachrichten)

Ameisen retten ihre Verletzten

Im Fall der afrikanischen Matabele-Ameisen ist Rettungsverhalten inzwischen gut belegt: Verwundete „rufen“ mit chemischen Signalstoffen um Hilfe, Artgenossinnen tragen sie daraufhin ins Nest. Eine spätere Untersuchung zeigte dort außerdem Wundpflege: Matabele-Ameisen lecken offene Wunden verletzter Artgenossinnen intensiv. Verwundete werden also tatsächlich zurückgetragen und versorgt.

Science Advances: „Saving the injured: Rescue behavior in the termite-hunting ant Megaponera analis“
Proceedings of the Royal Society B: „Wound treatment and selective help in a termite-hunting ant“

Verborgene Eigenschaften der Lichtabsorption von Titandioxid aufgedeckt

Titandioxid dient in manchen Sonnencremes als UV-Filter. Die verlinkte Arbeit des Max-Planck-Instituts untersucht dabei eine ganz andere Frage: die grundlegenden elektronischen und optischen Eigenschaften von Anatas-Titandioxid. Für kosmetische Produkte schreibt das BfR, dass Titandioxid nach aktuellem Kenntnisstand über die Haut nicht aufgenommen wird und unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben derzeit keine Hinweise auf gesundheitliche Schäden vorliegen. Die EU-Kommission hat den SCCS im September 2025 mit einer neuen Bewertung von Nano- und Nicht-Nano-Titandioxid in Kosmetik beauftragt; die Frist für die Stellungnahme läuft bis Dezember 2026. Eine mögliche Inhalation von Titandioxid-Nanopartikeln bewertet der SCCS als gesundheitliches Risiko.

Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie: Forschung zur Lichtabsorption von Titandioxid
BfR: „Titanium dioxide – are there health risks?“
EU-Kommission: Auftrag an den SCCS zur erneuten Bewertung von Titandioxid in Kosmetik

Paradiese in Gefahr: Bayreuther Studierende forschen auf den Malediven zu Plastikmüll in den Meeren

Plastikmüll im Meer ist ein enormes Problem. Bayreuther Studierende untersuchten auf der Malediven-Insel Vavvaru angespülte Kunststoffe. Rund 60 Prozent der gesammelten Teile waren zwischen einem und fünf Millimeter groß; Partikel unter einem Millimeter erfassten sie in dieser Untersuchung nicht. Hannes Imhof von der Universität Bayreuth weist darauf hin, dass gerade kleinere Teilchen besonders leicht in Nahrungsketten gelangen.

Universität Bayreuth (PDF): „Paradiese in Gefahr: Bayreuther Studierende forschen auf den Malediven zu Plastikmüll in den Meeren“
Marine Pollution Bulletin: Studie zu Plastik auf Vavvaru

Testosteron ist nicht Schuld am männlichen Haarausfall

Jetzt wird ein hartnäckiges Gerücht über eine der größten Belanglosigkeiten aus der Welt geschafft. Eine SHIP-TREND-Auswertung von 373 Männern fand keinen signifikanten Zusammenhang zwischen den gemessenen Sexualhormonen – darunter Gesamt- und freies Testosteron – und Haarausfall. Die Forschenden rücken für die androgenetische Alopezie unter anderem die Empfindlichkeit gegenüber Androgenen und die Dichte der Androgenrezeptoren in den Fokus.

JAMA Dermatology: „Sex Hormones and Hair Loss in Men From the General Population of Northeastern Germany“

Wildes Herz: Städtische Wildschweine bevorzugen natürliche Nahrung

Die 247 untersuchten Wildschweine aus Berlin und Brandenburg fraßen vor allem natürliche Nahrung wie Eicheln, Engerlinge, Fasern oder Mais. Funde menschlicher Herkunft waren selten: In vier Mägen fanden die Forschenden Brot mit Wurst und Käse, in fünf weiteren Plastikpartikel. Mehr über jene schönen Tiere in der Nachbarschaft des Menschen steht in der Studie.

PLOS ONE: „Wild inside: Urban wild boar select natural, not anthropogenic food resources“

World Wide Web Week: Videos

Zähneputzen beim Kleinkind: muss das sein?

Wie Zähneputzen bei uns ohne Zwang aussah, findet ihr in Teil 1 und Teil 2.

Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.

KILLING IN THE NAME (RAGE AGAINST THE MACHINE) – ROCK’N’TOYS SESSIONS (THE WACKIDS)

Erinnert ihr euch an unseren Blogbeitrag zu „pädagogischem Spielzeug“? Ich besaß als Kind ebenfalls ein solch edles Schlagzeug. Dieses Musikvideo weckt Erinnerungen:

COLOR NIGHT VISION

Der Begriff „Nachtsichtgerät“ wird neu definiert. Ich sehe bei solcher Technik sofort die Möglichkeit, Tiere zu beobachten, die man tagsüber kaum zu Gesicht bekommt. Militär und Überwachung wären mir als Einsatzgebiet deutlich weniger sympathisch.

Bei uns als Kontext: Selbstfindung

Mola Mola (Mondfisch) at Wied Il Mielah, Gozo, 21-8-2014

Ein imposantes Wesen!

CC BY-SA 4.0 World Wide Web Week 15/2017 (Archiv): Mordor mit Kindern, Ameisen-Sanitäter, Plastik im Meer & Stadtschweine von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.