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Ich berichte in diesem Vlog über unsere erste Unterkunft in Kroatien: ein kleines Häuschen, abgeschieden am Vrana-See im Naturpark Vransko jezero. Wir hatten sogar einen kleinen Privatstrand – und damit genau das, was viele Familien suchen, wenn sie Ruhe, Erholung und Privatsphäre brauchen.
Aktualisiert am 5. März 2026
Orientierung: Ihr bekommt erst die wichtigsten Eindrücke auf einen Blick, dann konkrete Details zur Unterkunft (Wasser, Strom, Mücken, Schlafen, Kochen), anschließend Beobachtungen aus dem Familienalltag und am Ende eine kurze FAQ.
Inhalte
- 1 So fühlte sich dieser Ort an
- 2 Die Unterkunft: ruhig, gut ausgestattet, und trotzdem nicht „perfekt“
- 3 Natur rund ums Haus
- 4 Lage: alles nah, obwohl es sich weit anfühlte
- 5 Kurze Nachbemerkung
- 6 Mehr Kroatien bei uns
- 7 FAQ: Traumhaus am Vrana-See
- 7.1 Ist das eher etwas für Familien, die Ruhe suchen?
- 7.2 Wie ist es, wenn Kinder sonst viele Spielkontakte haben?
- 7.3 Wie seid ihr mit dem Wasser umgegangen?
- 7.4 Ist Offgrid-Strom alltagstauglich?
- 7.5 Wie schlimm waren Mücken und Insekten?
- 7.6 Gab es Dinge, die euch überrascht haben?
- 7.7 Ist die Gegend auch für Ausflüge geeignet?
So fühlte sich dieser Ort an
Am Anfang einer langen Reise passiert etwas Interessantes: Wir sind plötzlich nur noch wir. Keine Großeltern im Nebenraum, keine vertrauten Gesichter auf der Straße, kaum spontane Spielkontakte für die Kinder.
Das war in dieser Unterkunft besonders sichtbar. Die Geschwister haben wieder viel miteinander gespielt, neue Routinen gefunden – und natürlich auch miteinander gestritten. Das gehört dazu.
Die Unterkunft: ruhig, gut ausgestattet, und trotzdem nicht „perfekt“
Das Häuschen war insgesamt sehr ordentlich ausgestattet. Wir konnten draußen essen, kleckern und lachen, ohne ständig die Küche verteidigen zu müssen. Drinnen wurde es nur dann wichtig, wenn die Mücken draußen zu aufdringlich wurden.
Strom: Photovoltaik am Dach, Wetter spielt mit
Auf dem Dach war Photovoltaik. Bei Gewitter fiel der Strom mehrfach aus. Das klingt dramatischer, als es im Alltag war – aber es gehört zur Wahrheit: Wer abgelegene Plätze liebt, bekommt manchmal auch die Technik als Mitbewohnerin.
Mein Mann Patrick hat sich damals den Wechselrichter angeschaut und es wieder so hingebogen, dass am nächsten Morgen die Batterien laden konnten. Praktisch – aber nicht jede Familie will oder kann so etwas nebenbei lösen.
WLAN: vorhanden und bewusst nutzbar
Internet gab es über eine kleine Box. Wir konnten selbst entscheiden, wann WLAN an oder aus ist. Für uns war das angenehm, weil wir gern bewusster damit umgehen.
Wasser: es erinnerte mich an Fäkalien – aber man gewöhnt sich
Das Wasser wurde aus dem See gespeist und vermutlich gefiltert. Trotzdem: In den ersten Tagen hat mir das Duschen echte Überwindung gekostet. Das Wasser hat mich vom Geruch her wirklich an Fäkalien erinnert – der See selbst stank gar nicht, ich weiß bis heute nicht, woran es lag.
Zum Kochen haben wir es nicht genutzt. Was uns geholfen hat: unser Wasserfilter am Waschmaschinenanschluss. Manchmal haben wir Wasser auch an Quellen geholt. Wenn euch das Thema interessiert: Leitungswasser trinken: warum es in Deutschland sicher ist und wie ihr unterwegs Wasserquellen findet.
Schlafen: pragmatisch gelöst
Es gab ein Elternschlafzimmer, das ich mit den Kindern genutzt habe. Das Bett war für Patrick auf Dauer nichts – wenn du da mit deinen 60 Kilo draufkommst, macht es eben knack. Also hat er das Sofa im Nebenraum genommen, also in dem Raum, in dem wir manchmal auch abends gegessen haben, wenn die Mücken draußen zu wild wurden.
Außerdem gab es ein separates Zimmer mit Doppelstockbett, eigener Außentür und kleinem Bad – theoretisch hätte dort noch eine zweite Familie unterkommen können. Bei uns war es Spielzimmer und Kofferraum in einem, weil es kaum Schränke gab. Die Koffer lagen einfach auf dem Bett. Nicht schön, aber völlig okay.
Küche: Gasflammen ja, Backofen nein
Gekocht haben wir auf zwei Gasflammen. Einen Backofen gab es nicht. Für uns ist das jedes Mal ein kleiner Stich, weil wir gern Brot backen. Also blieb’s beim Einfachen.
Natur rund ums Haus
Unser Jüngster war damals völlig begeistert von Vögeln. Am See gab es viel zu beobachten – und regelmäßig startete und landete dort ein Wasserflugzeug. Wir haben es nie gefilmt, weil es immer so schnell ging, aber es blieb als kleines Ritual: hören, schauen, staunen.
Schildkröten direkt auf der Straße, Eidechsen am Haus, Insekten in allen Varianten – und ein besonderer Strandgast: eine Schlange, die gelegentlich am Ufer lag oder den Kopf aus dem Wasser streckte und uns beobachtete. Der erste Respekt wich schnell echter Neugier, bei uns und bei den Kindern.
Die Kinder sind jeden Tag ins Wasser gegangen, zum Schwimmen oder Spielen. Unsere Schwimmerfolge sind noch nicht so, dass sie frei alleine schwimmen könnten – aber ich habe das Vertrauen, dass da noch Zeit ist und dass das genauso gelernt wird wie alles andere.
Wir haben viel gebastelt, Steine angemalt und Sachen gesammelt. Ein paar Fotos dazu haben wir damals auf Instagram geteilt.
Lage: alles nah, obwohl es sich weit anfühlte
Einkaufen war mit dem Auto zwei Minuten entfernt, zum Meer genauso. Das mochte ich an diesem Ort: Er fühlte sich abgeschieden an, aber wir waren nicht abgeschnitten.
Wer in Kroatien Ruhe, Erholung und Privatsphäre sucht, findet rund um den Naturpark Vransko jezero viele Ecken, die genau dieses Gefühl ermöglichen.
Kurze Nachbemerkung
Ich hatte in einem früheren Beitrag schon geschrieben, dass wir in den ersten Wochen in Kroatien eine gewisse Negativität mitgebracht oder aufgeladen haben – dass uns vom Bauch her manches nicht gut ging und uns vieles Negatives aufgefallen ist. Im zweiten Monat, an einem anderen Ort, haben wir es dann einfach total geliebt. Das Häuschen am See gehört für mich trotzdem zu den ehrlichen Eindrücken dieser Reise.
Mehr Kroatien bei uns
So wohnen wir in Kroatien: Haus, Dorfleben und Alltag
Kroatien: ein Land voller schöner und blöder Entdeckungen
Kroatien mit Kindern: Dorfleben, Lernen, Alltag und Erfahrungen
FAQ: Traumhaus am Vrana-See
Ist das eher etwas für Familien, die Ruhe suchen?
Ja, dieser Ort fühlte sich deutlich nach Rückzug an. Wer Animation, Trubel und dauernd neue Kontakte sucht, wird wahrscheinlich schneller unruhig. Wer Natur, Privatsphäre und Entschleunigung mag, könnte dort sehr glücklich werden.
Wie ist es, wenn Kinder sonst viele Spielkontakte haben?
Bei uns war es anfangs eine Umstellung. Die Geschwister mussten wieder stärker miteinander „arbeiten“: spielen, streiten, sich versöhnen. Das kann schön sein, kann aber auch Kraft kosten – je nachdem, wie ihr gerade als Familie unterwegs seid.
Wie seid ihr mit dem Wasser umgegangen?
Wir haben es nicht zum Kochen genutzt, gefiltert und manchmal Wasser an Quellen geholt. Wichtigste Empfehlung: Plant das von vornherein mit ein, damit ihr nicht im Urlaub improvisieren müsst.
Für uns ja, aber nicht immer bequem. Wenn ihr euch bei Technik schnell gestresst fühlt, lohnt es sich, vorab sehr konkret nachzufragen, wie Stromversorgung und Ausfallsicherheit gelöst sind.
Wie schlimm waren Mücken und Insekten?
An manchen Abenden so präsent, dass wir drinnen gegessen haben. Draußen essen war trotzdem eines der entspanntesten Dinge überhaupt – für uns gehörte beides zusammen.
Gab es Dinge, die euch überrascht haben?
Vor allem die Tierbegegnungen direkt am Haus. Schildkröten auf der Straße, Eidechsen überall, ein Wasserflugzeug am See und eine neugierige Schlange am Strand. Für die Kinder echte Highlights.
Ist die Gegend auch für Ausflüge geeignet?
Wir konnten schnell einkaufen und waren zügig am Meer – und trotzdem blieb das Gefühl, weit weg zu sein. Diese Mischung mochten wir sehr.
Unser Häuschen am Vrana-See: Privatstrand, Photovoltaik und Wasser, das an Fäkalien erinnert von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.