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Ich berichte in diesem Vlog über unsere Eindrücke von unserer ersten Unterkunft in Kroatien. Das Traumhaus liegt abgeschieden am Vrana-See und wir genossen den Strand ganz für uns allein. Wenn ihr euren Urlaub in Kroatien mit Kindern verbringen wollt und Wert auf Ruhe, Erholung und Privatsphäre legt, können wir euch diesen Platz im Naturpark Vransko jezero bei Drage sehr ans Herz legen.

Aktualisiert am 14. August 2026

Mit dem Video, das wir dort aufgenommen hatten, war ich damals so unzufrieden, dass ihr im Vlog vor allem Fotos von der Unterkunft seht. Ich erzähle euch dafür ein bisschen genauer, wie wir dort gewohnt haben und wie sich dieser Ort für uns als Familie angefühlt hat.

Plötzlich sind wir wieder nur wir

Am Anfang einer langen Reise passiert etwas Interessantes: Wir sind plötzlich nur noch wir. Keine Großeltern im Haus, keine Freunde auf der Straße und nur sehr selten andere Kinder zum Spielen.

Ich fand es spannend zu beobachten, wie die Geschwister dadurch wieder stärker zueinanderfanden. Sie spielten von früh bis spät miteinander. Und natürlich stritten sie auch miteinander. Das gehört dazu.

Gerade in diesem kleinen, abgeschiedenen Häuschen am Vrana-See war das sehr deutlich zu spüren. Wir waren als Familie viel unter uns und haben unseren Alltag dort neu zusammengesetzt.

Unser kleines Häuschen am Vransko jezero

Das Häuschen war insgesamt sehr schön ausgestattet. Da gab es für uns wirklich wenig zu meckern.

Meistens haben wir draußen gegessen. Die Kinder konnten kleckern und irgendetwas verschmieren, ohne dass wir ständig darauf achten mussten, was auf dem Boden oder Tisch landet. Das war wirklich entspannt. Wenn die Mücken abends zu wild wurden und an uns saugen wollten, zogen wir zum Essen nach drinnen um.

Strom über Photovoltaik

Auf dem Dach war Photovoltaik. Bei Gewitter fiel der Strom mehrfach aus. Da war es tatsächlich ganz praktisch, den eigenen Ingenieur dabeizuhaben.

Patrick schaute nach dem Wechselrichter und bekam die Anlage wieder so hin, dass am nächsten Morgen die Batterien geladen wurden und wir wieder Strom hatten.

Eine Waschmaschine gab es in der Unterkunft übrigens nicht. Ob die Photovoltaikanlage dafür überhaupt ausgelegt gewesen wäre, weiß ich nicht. Ich habe mich damals nicht genauer damit beschäftigt, wie viel sie tatsächlich leisten konnte.

WLAN aus der kleinen Box

Internet gab es über eine kleine Box. Wir konnten selbst entscheiden, wann das WLAN an- oder ausgeschaltet war. Das fand ich sehr praktisch.

Ich sage im Video selbstironisch, dass ich bei diesem Thema ein kleines bisschen die „Verschwörungstheoretikerin“ der Familie bin. Das sind nämlich längst nicht alle bei uns. Meistens lag es also an mir, wenn das WLAN ausgeschaltet wurde.

Das Wasser aus dem See

Das Wasser wurde direkt aus dem See gespeist und wahrscheinlich noch einmal gefiltert. Eine Delikatesse war es für mich trotzdem wirklich nicht.

In den ersten Tagen hat mich der Geruch beim Duschen stark an Fäkalien erinnert. Das kostete mich jedes Mal Überwindung. Der See selbst stank überhaupt nicht und ich weiß bis heute nicht, woran es lag. Irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt.

Zum Kochen haben wir dieses Wasser nicht genutzt. Wir konnten unseren Wasserfilter an einem Anschluss für die Waschmaschine anschließen. Manchmal haben wir außerdem Wasser an Quellen geholt. In Kroatien fanden wir einige sehr schöne davon.

Wenn euch das Thema interessiert, findet ihr auf dem Blog auch unsere Beiträge über Leitungswasser und Wasserqualität sowie darüber, wie ihr Wasserquellen in eurer Umgebung finden könnt.

Schlafen: Wir haben es pragmatisch gelöst

Es gab ein Elternschlafzimmer, das ich mit den Kindern genutzt habe. Das Bett war für Patrick auf Dauer nichts. Bei seinen etwa 60 Kilo machte es eben schon „knack“. Deshalb schlief er auf dem Sofa im Nebenraum.

Das war gleichzeitig der Raum, in dem wir manchmal abends gegessen haben, wenn draußen zu viele Mücken unterwegs waren.

Außerdem gab es ein separates Zimmer mit Doppelstockbett, eigener Außentür und einem kleinen Bad. Theoretisch hätte dort noch eine weitere Familie oder ein Teil einer größeren Reisegruppe unterkommen können.

Bei uns wurde daraus das Spielzimmer. Schränke gab es kaum, deshalb lagen dort auch unsere Koffer auf den Betten herum. Eine besonders schöne Ordnungslösung war das nicht. Gestört hat es uns aber auch nicht.

Zwei Gasflammen und kein Backofen

Gekocht haben wir auf zwei Gasflammen. Einen Backofen gab es nicht. Das ist für uns auf Reisen jedes Mal ein kleiner Stich, weil wir gern Brot backen.

Höchstens Rohkostbrot wäre möglich gewesen. Das haben wir dort allerdings auch nicht gemacht. Also wurde beim Essen improvisiert.

Vögel, Schildkröten, Eidechsen und eine Schlange

Unser Jüngster war damals völlig begeistert von Vögeln jeglicher Art. Am See gab es für ihn entsprechend viel zu entdecken. Wir beobachteten verschiedene Vögel, deren Namen ich größtenteils gar nicht kannte.

Regelmäßig startete oder landete auf dem Vrana-See außerdem ein Wasserflugzeug. Wir schafften es nie, das rechtzeitig aufzunehmen. Meistens hörten wir es, schauten hin – und schon war der Moment wieder vorbei.

Direkt auf der Straße trafen wir Schildkröten. Rund ums Haus liefen Eidechsen herum und natürlich begegneten uns auch alle möglichen Insekten.

Dann gab es noch unseren besonderen Strandgast: eine Schlange. Sie lag gelegentlich am Ufer oder streckte ihren Kopf aus dem Wasser. Am Anfang hatten wir ziemlichen Respekt. Nach einer Weile wurde aus dem ersten Schreck bei uns vor allem Interesse.

Für die Kinder waren diese Begegnungen ein wichtiger Teil dieses Ortes. Überall ließ sich etwas beobachten.

Jeden Tag ins Wasser

Die Kinder gingen jeden Tag ins Wasser, zum Schwimmen und Spielen.

Unsere Schwimmerfolge waren damals noch nicht so weit, dass sie frei alleine schwimmen konnten. Ich hatte trotzdem das Vertrauen, dass dafür Zeit ist und dass auch das Schwimmen Schritt für Schritt gelernt wird wie so vieles andere.

Wie wir heute auf Schwimmenlernen, Wassererfahrung und Sicherheit schauen, beschreiben wir ausführlicher in unserem Beitrag Schwimmen lernen ohne Schwimmkurs? Zwischen Wasservertrauen, Sicherheit und Druck.

Wir haben außerdem viel gebastelt, Steine angemalt und Dinge gesammelt. Einige Fotos aus dieser Zeit landeten damals auch auf Instagram.

Abgeschieden – und trotzdem schnell beim Einkaufen und am Meer

Mit dem Auto brauchten wir ungefähr zwei Minuten zum Einkaufen. Bis zum Meer war es ähnlich weit.

Genau diese Mischung mochten wir an der Unterkunft: Rund um das Haus fühlte es sich ruhig und abgeschieden an. Gleichzeitig konnten wir unseren normalen Familienalltag ziemlich unkompliziert organisieren.

Wer einen Urlaub in Kroatien mit Kindern plant und am Vransko jezero vor allem Ruhe und Privatsphäre sucht, bekommt mit unserem Vlog deshalb vielleicht einen ganz guten Eindruck davon, wie sich so eine Unterkunft im Alltag anfühlen kann.

Und trotzdem war damals nicht alles rosarot

Ich hatte schon in einem anderen Blogartikel geschrieben, dass wir in den ersten Wochen in Kroatien irgendwie Negativität mitgebracht oder aufgeladen hatten. Uns ging es vom Bauchgefühl her manches Mal nicht gut und uns fiel entsprechend viel Negatives auf.

Im zweiten Monat waren wir an einem anderen Ort – und da haben wir es plötzlich einfach total geliebt, in Kroatien zu sein.

Das gehört für mich genauso zu dieser Reise wie das niedliche Häuschen am Vrana-See. Ein Ort kann wunderschön sein und trotzdem trifft er euch in einer bestimmten Stimmung, Familienphase oder Situation. Unsere Erinnerung an dieses Häuschen besteht aus beidem.

Mehr über diese erste Zeit findet ihr in Kroatien – ein Land voller schöner und blöder Entdeckungen.

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Wie ruhig war die Unterkunft am Vransko jezero?

Für uns fühlte sich der Ort sehr nach Rückzug an. Rund ums Häuschen und an unserem kleinen Strand waren wir viel unter uns. Gleichzeitig lagen Einkaufsmöglichkeiten und Meer nur eine kurze Autofahrt entfernt.

Wie war die Umstellung für die Kinder?

Unsere Kinder hatten plötzlich kaum noch die vertrauten Spielkontakte von zu Hause. Dadurch verbrachten die Geschwister sehr viel mehr Zeit miteinander. Sie spielten, fanden neue gemeinsame Beschäftigungen und stritten natürlich auch. Ich fand es interessant zu beobachten, wie sie sich als Geschwister neu aufeinander einstellten.

Konntet ihr das Wasser aus der Unterkunft trinken?

Wir haben das Seewasser nicht zum Kochen genutzt. Wir verwendeten unseren Wasserfilter und holten gelegentlich Wasser an Quellen. Der unangenehme Geruch beim Duschen war meine Wahrnehmung in dieser Unterkunft; woran er lag, weiß ich nicht.

Wie zuverlässig war der Strom aus der Photovoltaikanlage?

Im normalen Alltag kamen wir damit zurecht. Bei Gewitter fiel der Strom allerdings mehrfach aus. Patrick konnte sich damals um den Wechselrichter kümmern, sodass die Batterien anschließend wieder geladen wurden. Wie leistungsfähig die gesamte Anlage war, haben wir nicht geprüft.

Wie schlimm waren die Mücken?

An manchen Abenden waren sie so lästig, dass wir lieber drinnen gegessen haben. Ansonsten gehörten die Mahlzeiten draußen für uns zu den besonders entspannten Seiten dieser Unterkunft.

Welche Tiere habt ihr rund um das Haus gesehen?

Wir beobachteten viele Vögel, Schildkröten auf der Straße, Eidechsen rund ums Haus, verschiedene Insekten und immer wieder eine Schlange am Wasser. Für unsere Kinder gab es dadurch fast jeden Tag etwas Neues zu entdecken.

Wie weit waren Meer und Einkaufsmöglichkeiten entfernt?

Mit dem Auto brauchten wir damals ungefähr zwei Minuten zum Einkaufen und ähnlich lange bis zum Meer. Dadurch fühlte sich das Häuschen für uns abgeschieden an, ohne dass der Familienalltag dadurch kompliziert wurde.

CC BY-SA 4.0 Unser Häuschen am Vrana-See: Privatstrand, Photovoltaik und Wasser, das an Fäkalien erinnert von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.