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Aktualisiert am: 7. August 2026

„Kinder sollen selbstbestimmt essen!“ Diese Forderung, die für Verfechter:innen der Antipädagogik erst einmal absolut logisch und unanfechtbar klingt, stößt bei vielen Menschen auf Unverständnis und Ablehnung. Wir erzählen euch, wie wir als verantwortungsbewusste Eltern das selbstbestimmte Essen mit unseren Kindern gestalten, ohne sie zu dressieren, zu demütigen und zu maßregeln. Antipädagogik im Alltag zwischen Gummibärchensucht und Extrawürsten…
Was wir hier aus unserem Familienalltag erzählen, ist unsere Erfahrung. Wo wir darüber hinaus erklären, wie Essverhalten und Selbstregulation funktionieren können, findet ihr die Forschung dazu weiter unten.
Du isst gefälligst auf! / Es ist ja nicht so, dass ich es Dir nicht gönne, aber Du hast jetzt echt genug gegessen.
Wir zwingen unsere Kinder nicht, aufzuessen. Ebensowenig hören unsere lieben Kleinen: „jetzt gibt es nichts mehr“, oder das Gegenteil davon: „du solltest schon etwas mehr essen“.
Als wir noch Kinder waren, erlebten wir selbst die bestimmende Haltung unserer Eltern, die uns – aus Angst um unsere Gesundheit und unsere Entwicklung – dazu ermahnten, nicht zu viel bzw. mehr zu essen. Das führte bei uns eher dazu, dass der pädagogische Gegenteileffekt eintrat. 😉
Wenn Du Deinen Kloß nicht aufisst, bekommst Du nach dem Essen kein Eis.
So klingt es, wenn man sein Kind in erzieherischer Weise dazu nötigen will, etwas zu essen, was es unter Umständen gar nicht essen möchte, weil es nicht schmeckt oder das Kind bereits satt ist.
Das Eis wird dabei zum Druckmittel: Erst der Kloß, dann das Eis. Wir möchten Essen nicht auf diese Weise an erwünschtes Verhalten koppeln.
Was solche Fütterpraktiken langfristig bewirken, lässt sich allerdings nicht mit einer einfachen Wirkungskette beschreiben. Wang und Kolleg:innen werteten 2022 14 Längsschnittstudien mit 15.348 Teilnehmenden aus. Von 94 untersuchten Zusammenhängen zwischen nicht-responsiven Fütterpraktiken der Eltern und späterem Essverhalten der Kinder waren 19 statistisch signifikant. Unter anderem sagte der Einsatz von Essen als Belohnung späteres emotionales Essen schwach voraus. Die Autor:innen fanden insgesamt gemischte und teilweise bidirektionale Zusammenhänge: Auch das Essverhalten der Kinder beeinflusste später, wie Eltern mit Essen umgingen.[1]
Wenn Kinder selbstbestimmt essen dürfen, möchten wir deshalb Süßigkeiten oder Knabbereien möglichst nicht als eine Form von „Belohnung“ für ein erwünschtes Verhalten einsetzen. Ob und wie einzelne Fütterpraktiken späteres Essverhalten beeinflussen, hängt von mehr ab als von einem einzelnen Satz am Esstisch.
Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss seh’n, was übrig bleibt.
Auch dieser Satz kann Druck erzeugen. Ob ein Kind deshalb mehr isst, lässt sich aus dem Satz allein nicht ableiten. Uns geht es an dieser Stelle um etwas Alltäglicheres: Hunger und ein vertieftes Spiel halten sich selten an denselben Stundenplan.
Wie André Stern halten auch wir das Spiel der Kinder für essentiell. Ein Spiel muss nicht zwingend für eine Mahlzeit unterbrochen werden. Unter Umständen lässt sich die Nahrungsaufnahme auch ins Spielen einbeziehen.
Bei uns ist das späte Frühstück ein relativ feststehendes Ritual, während die anderen Mahlzeiten davon abhängig sind, wie wir Hunger oder Appetit verspüren. Patrick bereitet in regelmäßigen Abständen größere Mahlzeiten zu, während Evelin oft gemeinsam mit den Kindern kleine Snacks herstellt.
In der Regel essen wir aber gemeinsam, oft auch im größeren Familienverbund oder mit Freund:innen. Das funktioniert völlig ohne Zwang und überraschenderweise möchten die Kinder meist immer mit uns gemeinsam essen. Denn auch wenn einer von uns Großen noch nicht rechtzeitig am Tisch sitzt und z.B. noch etwas für die Arbeit oder im Haushalt zu erledigen hat, wird er von den Kindern gerufen und es wird meist so lange mit dem Essen gewartet, bis alle da sind.
„Selbstbestimmt essen“ und „gemeinsam essen“ schließen sich also nicht aus. Da die Beziehung zwischen uns und unseren Kindern eine sehr große Rolle in unserer Familie spielt, ist es für alle Familienmitglieder schön, gemeinsam zu essen. Und wenn mal jemand keine Lust oder keinen Hunger hat, dann ist das auch in Ordnung.
Wenn euch das Thema gemeinsame Mahlzeiten interessiert, findet ihr dazu noch einen eigenen Beitrag: Gemeinsam essen mit Kindern: Tipps für entspannte Mahlzeiten.
Du wartest, bis alle am Tisch sitzen! / Wo willst Du hin? Wir sind noch nicht fertig mit essen.
Wie wir im vorangegangenen Abschnitt verdeutlicht haben, haben wir solche Sprüche in unserer Familie gar nicht nötig.
Da allerdings bei jedem die biologische Uhr etwas anders tickt, kann es schon vorkommen, dass ein Kind gerade keinen Hunger oder Appetit verspürt, dann aber später essen möchte. Was beim Frühstück nicht verzehrt wird, landet in einer Brotbüchse, die wir tagsüber mit uns führen. In Waldkindergärten handhaben es die Kinder auch so – und ziehen während ihrer Ausflüge einen gesunden Snack aus ihrem Rucksack.
Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!
Nun zu den Extrawürsten:
Wenn es eine einfache „Extrawurst“ ist, bekommt sie das „unerzogene“ Kind. Ist sie jedoch mit aufwendiger Kocherei verbunden, erklären wir das unseren Süßmäulern und finden eine Lösung oder Alternative.
Bisher sprechen wir unsere Speisewünsche mit den Kindern ab, bevor wir uns an die Zubereitung wagen und hatten damit noch nie Probleme. Selbstbestimmt essen kann so einfach sein. 😉
Selbstbestimmt essen und kindliche Forderungen: Ich will jetzt Schokolade essen! Oder Gummibärchen! Oder Kekse! Oder Eis!
Stichwort: Verantwortung! Als gute und nette Eltern tragen wir die Verantwortung für unsere Kinder, die uns vertrauen. Was das beim Thema „selbstbestimmt essen“ bedeutet, möchten wir anhand von sogenannten „Süßigkeiten“ ausführen.
Unsere Kinder kennen die meisten Süßigkeiten nicht. Vielleicht würden sie ihnen schmecken. Doch ist es uns wichtig, Nahrung nicht nur nach dem Geschmack auszuwählen. Gerade kleine Kinder können manche gesundheitlichen Risiken aufgrund fehlender Erfahrung noch nicht selbst einschätzen – etwa bei unbekannten Pilzen, Pflanzen oder Beeren.
Kinder können deshalb je nach Alter und Situation unterschiedlich viel Verantwortung für gesundheitliche Entscheidungen tragen. Erfahrung und Wissen entwickeln sich. Der eigene Körper, der eigene Hunger und die eigene Sättigung bleiben dabei ihre Perspektive.
Wir als Eltern tragen die Verantwortung, unsere Kinder vor Gefahren zu schützen, die sie aufgrund fehlender Erfahrung selbst noch nicht einschätzen können. Für uns bedeutet Verantwortung gleichzeitig, den Entscheidungsspielraum nur so weit einzuschränken, wie es der konkrete Grund tatsächlich erfordert.
Wenn wir natürlich selbst oft und gern zu Süßigkeiten und Snacks greifen, sehen die Kinder, dass diese Dinge zu unserem Alltag gehören. Sie möchten sie vielleicht ebenfalls probieren, weil sie uns beobachten und uns vertrauen. Darum gehört für uns zur Beschäftigung mit Selbstregulation auch der Blick auf das, was wir Erwachsenen selbst vorleben.
Wie funktioniert Selbstregulation eigentlich?
Hier gibt es zwei Effekte, die wir kurz erläutern:
Zum einen spielt der Mere Exposure Effect eine Rolle: Wiederholter Kontakt kann ein Lebensmittel vertrauter und akzeptierter machen. Ein systematischer Review von Spill und Kolleg:innen untersuchte dazu Studien mit Säuglingen und Kleinkindern bis 24 Monate. Die Ergebnisse stammen überwiegend aus Untersuchungen mit Gemüse und teilweise Obst und sprechen dafür, dass wiederholtes Anbieten die Akzeptanz des jeweils angebotenen Lebensmittels erhöhen kann. Für andere Lebensmittel und Texturen ist die Forschung dünner.[2]
Das passt zu einer ziemlich einfachen Möglichkeit im Familienalltag: Ein unbekanntes Lebensmittel kann immer mal wieder auf dem Tisch stehen. Kein Probier-Befehl. Es ist einfach da.
Zum anderen kann die Attraktivität eines bestimmten Lebensmittels während einer Mahlzeit stärker abnehmen als die anderer Lebensmittel – man nennt das „spezifische sensorische Sättigung“. Rolls und Kolleg:innen beschrieben diesen Effekt bereits 1981 bei Erwachsenen.[3] Eine 2026 veröffentlichte Studie mit 31 Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren beobachtete spezifische sensorische Sättigung auch bei ihnen. Gleichzeitig aßen die Kinder mehr, wenn ihnen eine größere Auswahl verschiedener Snacks zur Verfügung stand. Die kleine Stichprobe und die konkrete Snack-Situation begrenzen die Aussagekraft der Studie.[4]
Selbstregulation geschieht also in einer Umgebung. Was verfügbar ist, wie groß die Auswahl ist, was vertraut ist und wie Essen angeboten wird, gehört mit zur Situation.
Für Kinder von 6 bis 23 Monaten verwendet die Weltgesundheitsorganisation dafür den Begriff responsive feeding, also responsives Füttern. Die WHO beschreibt damit Fütterpraktiken, die autonomes Essen und die Reaktion auf körperliche und entwicklungsbezogene Bedürfnisse unterstützen und dadurch Selbstregulation beim Essen fördern können. Sie spricht dafür eine starke Empfehlung aus, bewertet die Evidenz allerdings als niedrig.[5] Die Altersgrenze gehört zur Aussage: Diese Empfehlung wurde für 6- bis 23-monatige Kinder formuliert.
Und was ist mit Einschränkungen beim Essen?
Hier lohnt es sich, genauer hinzusehen. Unter „Restriktion“ werden in Studien ziemlich unterschiedliche Dinge zusammengefasst: ein offen ausgesprochenes Verbot, das Überwachen einer gegessenen Menge oder die Entscheidung der Eltern, bestimmte Lebensmittel gar nicht erst verfügbar zu machen.
Say und Kolleg:innen fanden 2023 in ihrem systematischen Review Unterschiede zwischen offen wahrnehmbarer und verdeckter Restriktion und verschiedenen Essverhaltensmerkmalen.[6] Werner und Mallan untersuchten 2024 dagegen den tatsächlichen Lebensmittelverzehr. Sie schlossen 44 Studien ein; keine der neun Metaanalysen ergab einen statistisch signifikanten zusammengefassten Effekt. Die Autorinnen betonen die sehr unterschiedlichen Messmethoden und die begrenzte Zahl belastbarer Längsschnittstudien.[7]
Eine pauschale Gleichung „Einschränkung gleich geschädigte Selbstregulation“ trägt die Forschung damit nicht. Für unseren Alltag ist ohnehin entscheidender, wie ein Rahmen entsteht: Was kaufen wir ein? Was steht zur Verfügung? Was erklären wir? Wo gibt es eine reale Gefahr oder eine Grenze – und wo wäre eine Regel nur der Versuch, ein Kind zu einem bestimmten Essverhalten zu bewegen?
Ein Ausweg aus dem Dilemma
Bewährt hat sich bei uns eine kindgerechte Erklärung, wieso wir dieses oder jenes nicht essen und eine Alternative anbieten. Hier können wir Eltern erfinderisch sein, um eine Chance gegen das in süße Figuren und bunte Farben verpackte „Angebot“ der Nahrungsmittelindustrie zu haben. Bei uns sind selbstgemachtes Eis, selbstgemachte Schokolade und andere süße Leckereien total angesagt.
Bei diesen Sachen kennen wir die Zutaten und bestimmen selbst, was hineinkommt. Das macht sie für uns zu einer einfachen Alternative, wenn wir etwas Süßes möchten. Aus „selbstgemacht“ folgt dabei kein gesundheitlicher Freibrief für jedes Rezept und jede Menge.
Für uns funktioniert selbstbestimmt essen deshalb mit einem Rahmen, den wir als Eltern verantworten können – und mit möglichst viel Freiheit für das Kind innerhalb dieses Rahmens.
Der Blick über den Tellerrand
Es gibt Eltern von „unerzogenen“ Kindern, die ihren Kindern beim Essen einen größeren Entscheidungsspielraum lassen als wir. Als Argumentation führen sie an, dass es moralisch problematisch sei, Menschen vorzuschreiben, was sie ihrem Körper zuführen sollen, und dass Eingriffe in diese Selbstbestimmung verletzend sein können.
Das ist ein gewichtiges Argument. Der eigene Körper gehört dem jungen Menschen. Gleichzeitig verfügen wir Eltern über Einkauf, Geld, Informationen und einen großen Teil dessen, was überhaupt im Haus landet. Diese Macht verschwindet nicht dadurch, dass wir uns vornehmen, sie möglichst wenig zu benutzen.
Wie wir in den vorangegangenen Abschnitten erläutert haben, lässt sich Verantwortung auch ohne substanzielle Erziehung übernehmen. Was wir darunter verstehen, erklären wir ausführlicher in Begriffsverwirrung „Erziehung“ und Was ist Nichterziehung?.
Unser Blick geht beim Essen außerdem über den Tellerrand hinaus. Zu einer Kaufentscheidung gehören für uns auch die Interessen anderer Betroffener, Arbeitsbedingungen und Umweltfolgen.
Bei Gummitieren schauen wir zum Beispiel auf die Zutaten und damit auf unsere vegane Lebensweise. Bei Schokolade interessieren uns die Bedingungen im Kakaoanbau. Kinderarbeit im Kakao-Sektor ist weiterhin dokumentiert: Das US-Arbeitsministerium führt für Côte d’Ivoire auch in seinen 2024er Befunden Kinderarbeit und Formen erzwungener Kinderarbeit bei der Kakaoernte auf.[8] Bei kleinen Snackportionen spielt für uns wiederum die Verpackung eine Rolle.
Welche Bedeutung solche Informationen für unsere Kinder haben, können wir ihnen nicht abnehmen. Wir können erklären, was wir wissen, unsere eigenen Entscheidungen begründen und zuhören, was sie dazu sagen.
Wie ein Kind eine Begrenzung erlebt, lässt sich ebenfalls nicht für alle Kinder vorhersagen. Für uns entsteht Vertrauen dadurch, dass wir in Beziehung zu unseren Kindern treten, ihre Perspektive ernst nehmen und unsere Verantwortung nicht hinter einer Regel verstecken.
Der Vorwurf: Deinen Kindern kann man ja gar keine Freude machen!
Doch! Selbstverständlich!
Viele verstehen unsere Ansichten (und die der Zahnärzt:innen ;-)) und reichen unseren Mädchen inzwischen freudig ein Äpfelchen, frische Beeren, Feigen oder Nüsse über die Ladentheke oder den Gartenzaun.
Andere, wozu die Großeltern zählen, „verwöhnen“ gerne mit braunen Weihnachtsmännern, süßem Gebäck oder eingefrorenem Nektar. Hier lassen wir es zu, dass unsere Kinder „die andere Welt“ kennenlernen.
Stolz bestätigen uns aber auch andere Ökoeltern, dass die „armen“ Ökokinder auswärts lieber zu frischem Obst oder knackigem Gemüse greifen.
Im reichgefüllten, bunten Supermarkt durften unsere Mädchen damals das Schokoladengeld der Uroma „auf den Kopf hauen“. Interessanterweise landeten im Einkaufskorb lauter LifeFood-Riegel und eine Packung „Mäusekäse“.
Das ist eine kleine Geschichte aus unserem Familienalltag. Mehr muss sie auch gar nicht beweisen. 😉
Mama, ich will Mumi machen! – Selbstbestimmt essen beginnt mit der Geburt
Wir befürworten das „Stillen nach Bedarf“. Für uns begann damit schon sehr früh ein Alltag, in dem unsere Kinder Hunger zeigen, trinken, aufhören und später wieder trinken konnten und wir auf ihre Signale reagierten.
Die WHO empfiehlt in ihrer Leitlinie von 2023, bis zum Alter von zwei Jahren oder darüber hinaus weiterzustillen. Sie bezeichnet die Empfehlung als stark, die Evidenzsicherheit für die untersuchten gesundheitlichen Wirkungen des Weiterstillens im zweiten Lebensjahr allerdings als sehr niedrig.[9] Daraus lässt sich keine allgemeine Aussage ableiten, dass Stillen nach Bedarf später automatisch zu einem bestimmten Essverhalten führt.
Wenn euch das Thema näher interessiert, findet ihr bei uns unter anderem Beiträge über Stillen in der Öffentlichkeit und Stillen nach Bedarf, Breifrei und selbstbestimmte Beikost sowie unsere ausführliche Einordnung zu Attachment Parenting und beziehungsorientierter Elternschaft.
Quellen
- Wang J, Zhu B, Wu R, Chang Y-S, Cao Y, Zhu D (2022): Bidirectional Associations between Parental Non-Responsive Feeding Practices and Child Eating Behaviors: A Systematic Review and Meta-Analysis of Longitudinal Prospective Studies. Nutrients 14(9):1896. Tragende Stellen: Abstract sowie Abschnitt 5 „Conclusions“. DOI: 10.3390/nu14091896
- Spill MK et al. (2019): Repeated exposure to food and food acceptability in infants and toddlers: a systematic review. American Journal of Clinical Nutrition 109(Suppl_7):978S–989S. Tragende Stelle: Abstract, insbesondere Objectives, Findings und Conclusion. DOI: 10.1093/ajcn/nqy308
- Rolls BJ, Rolls ET, Rowe EA, Sweeney K (1981): Sensory specific satiety in man. Physiology & Behavior 27(1):137–142. Tragende Stelle: Abstract; zwei Experimente an Erwachsenen. DOI: 10.1016/0031-9384(81)90310-3
- Cunningham PM, Meehan CT, Keller KL, Rolls BJ (2026): Sensory-specific satiety and the influence of variety on snack intake in school-aged children. Appetite 220:108451. Tragende Stelle: Abstract; 31 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. DOI: 10.1016/j.appet.2026.108451
- World Health Organization (2023): WHO Guideline for complementary feeding of infants and young children 6–23 months of age. Tragende Stelle: Recommendation 7 „Responsive feeding“: starke Empfehlung bei niedriger Evidenzsicherheit. NCBI Bookshelf
- Say A, de la Piedad Garcia X, Mallan KM (2023): The correlation between different operationalisations of parental restrictive feeding practices and children’s eating behaviours: Systematic review and meta-analyses. Appetite 180:106320. Tragende Stelle: Abstract. DOI: 10.1016/j.appet.2022.106320
- Werner LM, Mallan KM (2024): Associations between restrictive feeding practices and children’s dietary intake: Systematic review and meta-analyses. Appetite 200:107508. Tragende Stelle: Abstract, insbesondere Results und Conclusions. DOI: 10.1016/j.appet.2024.107508
- U.S. Department of Labor (2024): 2024 Findings on the Worst Forms of Child Labor – Côte d’Ivoire. Tragende Stelle: „Prevalence and Sectoral Distribution of Child Labor“, insbesondere Kakaoerzeugung und erzwungene Kinderarbeit in der Landwirtschaft. U.S. Department of Labor
- World Health Organization (2023): WHO Guideline for complementary feeding of infants and young children 6–23 months of age. Tragende Stelle: Recommendation 1 „Continued breastfeeding“ sowie Abschnitt „Certainty of the evidence“: starke Empfehlung bei sehr niedriger Evidenzsicherheit. NCBI Bookshelf
Weiterlesen auf FreeYourFamily.net
- Gemeinsam essen mit Kindern: Tipps für entspannte Mahlzeiten
- Ökologie der Kindheit und André Stern
- Begriffsverwirrung „Erziehung“
- Was ist Nichterziehung?
- Attachment Parenting und beziehungsorientierte Elternschaft
- Breifrei: unsere Erfahrungen mit selbstbestimmter Beikost
Selbstbestimmt essen mit Kindern: Beziehung statt Essensdruck (Antipädagogik) von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
Hallo, Ihr Lieben, danke für diesen so sorgfältig und umfassend zusammengestellten Artikel. Als ich euch auf yt entdeckte, fand ich einige eurer Erziehungsansätze etwas verwirrend. Ich bin in der umgekehrten Situation: die Oma, die keine Süßigkeiten hat, an die aber alle Kinder der Familie gewöhnt sind… Obwohl nur, aber schon sehr lange, vorwiegend vegetarisch lebend, findet die Familie das ‚anstrengend‘. Ich kritisiere nicht, zumal es überall auch Obst gibt, möchte ja auch nicht die Autorität der Eltern untergraben, aber ich biete an. Habe als Mandalamalerin Mandalaschnuckerteller ‚erfunden‘, auf denen ‚Punkt Punkt Komma Strich, feeeertig ist das Mondgesicht‘ Bilder erscheinen. Kirschenaugen, Birnennase, Bananenmund, wilde Haare aus Weintrauben. Vorsichtshalber bringe ich immer Obst mit. Meistens, wenn es nicht gerade vorher Ü Eier gab, machen sie gerne mit… Ansonsten versuche ich die Aktivitäten vom Essen wegzulenken, spielen, malen…manchmal spitzen wir auch nur alle Stifte. Immer überraschend, man macht Pläne und sie wollen was ganz anderes. Ich liebe das. Mit 61 stamme ich aus der 80 er Jahre Ökogeneration, die Generation dazwischen war daran selten interessiert und nun kommt die nächste und geht noch viel weiter, das freut mich sehr!!! Bin sehr gespannt, was aus euch und euren Kindern wird und freue mich an der yt Geschichte, die es ermöglicht, sich zumindest virtuell mit Menschen zu verbinden, die ähnlich denken. In der direkten Umgebung sind es nicht so viele. Selber stamme ich noch aus der Zeit, in denen Kindern nicht nur Rat- sondern auch körperliche Schläge angetan wurden, etwas, das ich verabscheue, und das allen schadet. Mein Mann, dem es ebenso ging, wurde Waldorflehrer und viele seiner ehemaligen Klassenkinder schwärmen noch heute von den Klassenfahrten, bei denen nicht nur vegetarisches Essen sondern auch jede Menge Wald und Bewegung per Fuß, Rad und Kanu angeboten wurde. Eine seiner ehemaligen Schülerinnen bietet auch Windelfrei Kurse an, fanden wir hochinteressant! Liebe Grüße, freue mich auf weitere Nachrichten und Filme! Monika
Was für ein toller Kommentar! Danke, liebe Monika! <3
Unsere ersten Youtube-Videos waren noch etwas experimentell und wir hatten wenig Erfahrung. Mittlerweile läuft das alles schon besser. Wir entwickeln langsam Routine und können das, was wir meinen, verständlicher transportieren, denke ich.
Auch wir sind sehr gespannt, was aus uns und unseren Kindern wird. Bis jetzt sind wir mit unserem Leben und unseren Kindern sehr glücklich und blicken der Zukunft zuversichtlich entgegen.
Es fühlt sich gut an, Deine Geschichte und Erfahrungen zu lesen.
Liebe Grüße
Patrick
Hallo ihr Lieben!
Ich finde eure Seite und wie ihr euer (Familien-)Leben angeht echt klasse!!
Schade finde ich nur (auch wenn euch das Geld bringt) die ständigen amazon-Verweise. Denn auch wenn gerade schick, bequem und modern, ist es doch – finde ich – alles andere als ökologisch und bewusst. Siehe Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter etc.
Ein Besuch (nach vorheriger telefonischer Bestellung) in einem sympathisch geführten Laden inklusive zwischenmenschlichem Kontakt ist doch was Tolles.
Nix für ungut!
Herzliche Grüße, Gina
Hallo Gina!
Danke für Deinen Kommentar!
Du hast vollkommen Recht mit Deiner Kritik an Amazon und die Umstände dort sind uns durchaus bewusst.
Auch wir kaufen Bücher und andere Dinge, die wir brauchen und die es außerhalb des Internets gibt, nach wie vor im Einzelhandel.
Dennoch sind wir derzeit auf die Affiliate-Links angewiesen. Denn ohne die Finanzierung hierdurch können wir die Arbeit an diesem Blog und unser (Familien-)Leben nicht fortsetzen (die Paypal-Spenden, die paar Cent aus der Google-Werbung und die Einnahmen durch die Bewerbung der Online-Business-Schule von Ka Sundance sowie der Kongresspakete fallen leider derzeit nicht weiter ins Gewicht).
Wir arbeiten aus diesem Grund mit Hochdruck an eigenen „Produkten“. Wenn diese sich nach Veröffentlichung etablieren und gut verkaufen, können wir sukzessive auf die Affiliate-Links von Amazon verzichten.
Liebe Grüße
Patrick
Find ich cool! Ihr seid spitze!
Alles erdenklich Gute weiterhin für euch und eure Familie!!
Dankeschön, Gina! <3 🙂