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World Wide Web Week

Aktualisiert am 09.08.2026: Dieser Beitrag gehört zu unserem früheren Format „World Wide Web Week“. Wir führen die Reihe heute nicht mehr regelmäßig fort. Als Archiv ist er trotzdem spannend: Er zeigt ziemlich genau, was uns damals beschäftigt hat. Einige Links und Videos sind inzwischen verschwunden; wir markieren das transparent.

In unserer zweiundzwanzigsten Ausgabe geht es um Ehrlichkeit im Online-Business, Nährstoffe und Quellwasser, das Leben als digitaler Nomade, subjektive Wahrnehmung, Krähen, kontroverse Themen auf YouTube und Alan Watts’ Philosophie des Lebens.

World Wide Web Week: Blogposts (Aus der Blogosphäre)

Ehrlichkeit als Marketingstrategie für Familien mit Online-Business

Wie heißt es so schön? „Ehrlich währt am längsten.“

Johanna von „weltnah“ veranschaulichte an Beispielen, warum sie wenig von den Ratschlägen amerikanischer Marketingexpert:innen hielt.

Am ärgerlichsten finde ich in dem Zusammenhang Seiten, die mich immer wieder zur Newsletter-Anmeldung drängen. Ich bin auf vielen Seiten nur noch am Wegklicken von Popups: Das eine, welches beim Betreten der Website auftaucht, selbst wenn ich schon längst Newsletterabonnent bin. Dann gibt es die, die plötzlich auftauchen, wenn ich den Mauszeiger – für freie Sicht auf den Text – aus dem Content schiebe. :-/

Das führt bei mir zur spontanen Schließung des Browsertabs und zur Suche nach einer alternativen Quelle.

Archiv-Hinweis: Der Beitrag von „weltnah“ ist leider nicht mehr verfügbar.

Nähr- und Wirkstoffe verstehen – und Wasser als wichtiger Bestandteil

Jasmin vom Blog „Wohlfühlkinder“ startete eine kleine Artikelserie über die Ernährung. In diesem Beitrag schreibt sie über die Bedeutung von Nährstoffen und gesundem Wasser.

Archiv-Hinweis: Der konkrete Beitrag ist leider nicht mehr verfügbar.

Wir füllen unser Wasser an Quellen in der Natur ab und sind überrascht, wie unterschiedlich das Wasser aus verschiedenen Quellen schmecken kann. Wie sauber eine Quelle ist, hängt von ihrer Umgebung und möglichen Einträgen ab. Dass Wasser durch Boden- und Gesteinsschichten geflossen ist, sagt allein noch nichts darüber aus, ob es sich zum Trinken eignet. Wenn ihr bei Quellwasser unsicher seid, könnt ihr euch bei der zuständigen Gemeinde nach vorhandenen Analysen erkundigen oder das Wasser testen lassen.

Wenn ihr eure Nährstoffzufuhr grob nachvollziehen möchtet, kann Cronometer dabei helfen:

Cronometer – Nährstoffe und Lebensmittel erfassen

5 Jahre digitaler Nomade: Ein Blick zurück

Tim Chimoy reflektiert sein Sein und Werden als „digitaler Nomade“ und kam dabei zu einer wichtigen Erkenntnis.

World Wide Web Week: News (Aus den Nachrichten)

Subjektiver Wahrnehmung wird mehr vertraut als der Wirklichkeit

Was ich nicht weiß, denke ich mir einfach dazu. So, nun habe ich meine Wahrheit, die meilenweit entfernt sein kann von DER Wahrheit™ und die mir auch noch realitätsnaher vorkommt.

Die Studie selbst untersucht einen engeren Effekt: Benedikt V. Ehinger, Katja Häusser, José P. Ossandón und Peter König beschäftigten sich damit, wie Menschen visuelle Informationen am blinden Fleck ergänzen. In ihren Experimenten bevorzugten Versuchspersonen in bestimmten Vergleichsaufgaben häufiger den teilweise ergänzten Reiz, obwohl dort keine entsprechenden visuellen Informationen von außen vorlagen. Die Autor:innen lassen offen, ob sich der Effekt auf andere Formen konstruierter Wahrnehmung übertragen lässt.

Universität Osnabrück: „Subjektiver Wahrnehmung wird mehr vertraut als der Wirklichkeit“

Originalstudie bei eLife: „Humans treat unreliable filled-in percepts as more real than veridical ones“

Das Geschenk der Krähe

Krähen beobachten uns ebenfalls. Studien mit Amerikanischen Krähen zeigen, dass sie einzelne menschliche Gesichter wiedererkennen und Informationen über eine als gefährlich gelernte Person sozial weitergeben können. Ihr Eigenwert hängt für uns nicht von solchen kognitiven Fähigkeiten ab. Die Forschung zeigt aber ziemlich eindrucksvoll, wer uns da eigentlich gegenübersteht.

Peter Wohlleben erzählt in seiner Kolumne über die Krähe Koko von dieser umgekehrten Blickrichtung: Wir beobachten Krähen – und Krähen beobachten uns.

World Wide Web Week: Videos

Worüber wir nicht öffentlich sprechen (Kontroversen auf YouTube)

Auf YouTube begegnet einem der gesellschaftliche Querschnitt ziemlich ungefiltert. Wir haben damals ein Video zu unseren Zukunftsplänen hochgeladen, in dem wir unter anderem das Thema „Freilernen“ anschneiden. Themen wie Freilernen, vegane Ernährung oder Impfen ziehen Zustimmung, Widerspruch, Missverständnisse und gut begründete Kritik an.

Unter den Reaktionen habe ich grob vier Muster gesehen:

1. Ein Satz ohne Kontext.

Manche Kommentare greifen einen einzelnen Gedanken heraus, ohne auf den Zusammenhang einzugehen. Gerade bei kontroversen Themen trägt ein kurzer Ausschnitt selten den ganzen Kontext.

2. Ein scharfer Ton.

Manche Kommentare lesen sich wie eine Reaktion im ersten Ärger. Mir hilft in solchen Gesprächen mehr, wenn Menschen benennen, was sie stört und worauf sie ihre Kritik stützen.

3. Kritik am Drumherum.

Manche Reaktionen gingen am Inhalt vorbei und drehten sich um unsere Ausdrucksweise, die Kameraführung des Kleinkinds oder ähnliche Dinge. Auch darüber kann man reden. Für das eigentliche Thema bringt es uns nur begrenzt weiter.

4. Gut begründete Kritik.

Das sind die, deren Kritik i.d.R. Hand und Fuß hat. Die ihre Behauptungen mit wissenschaftlichen Quellen belegen. Solche Kommentare können einen Gesprächsverlauf wirklich weiterbringen.

Wir finden Lara und Oli total sympathisch, teilen ihre Ansichten und mögen ihre Themen.

Archiv-Hinweis: Das damals verlinkte Video von Lara und Oli ist leider nicht mehr verfügbar.

Alan Watts: Philosophie für den Alltag

Sind euch die Gedankengänge dieses Philosophen geläufig? Er formulierte eine eindrucksvolle Sicht auf unsere Welt und unser Sein. Ich könnte es nicht besser ausdrücken.

Hier eine kleine Auswahl:

Der Traum des Lebens

Was läuft falsch in unserer Kultur?

Es beginnt jetzt!

Lass den Versuch los, es zu kontrollieren!

Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.

Was wäre, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Über den Tod

Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.

World Wide Web Week: Musik

Nibana – Shūmatsu No Tani

Zum Abschluss der World Wide Web Week, gibt es wieder einmal elektronische Musik zur Entspannung. 🙂

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

CC BY-SA 4.0 World Wide Web Week 22/2017 (Archiv): ehrliches Online-Business, Wahrnehmung, Krähen & Alan Watts von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.