„Ten, nine, eight, seven, six, five, four, three, two, one …“ – ein herzliches Hallo an alle Eltern, Pädagogen und Freunde im neuen Jahr! Nein, hier zählt keiner mehr die Sekunden bis zur Silvesterstunde. Während ich diese Zeilen schreibe, spielen meine Kinder den Start einer NASA-Rakete. Sind Sterne, Planeten und der ganze Rest auch bei euren Kindern beliebt? Falls ihr plant, eine Weltraumparty zu veranstalten, habe ich hier einige Ideen für euch.

Meine Große wie auch bei mein ganz Großer (mein Mann) brennen für die Astronomie. Die beiden könnten stundenlang über schwarze Löcher, die Raumfahrt oder fremde Welten debattieren. Meine eigene Faszination für das Thema hält sich allerdings in Grenzen. Deshalb besuchen meine beiden „Raketenwissenschaftler“ meist ohne mich das Planetarium.“

Diesen Winter wünschte sich meine Tochter eine Weltraumparty. Sie wurde zehn. Im Netz fand ich überwiegend Ideen für Astronautenpartys für Fünfjährige. Die wären freilich ein bisschen albern gewesen.

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Weil ich nicht gut mit der Thematik vertraut bin, fiel es mir anfangs schwer, Ideen zu Aktivitäten und Spielen für die Weltraumparty zu finden.

Anmerkung in eigener Sache: Wir empfehlen in diesem Artikel nützliche Produkte, die unser (und womöglich auch euer) Leben und eure Weltraumparty bereichern. Wenn ihr eines dieser empfohlenen Produkte über einen unserer Links kauft, bekommen wir möglicherweise eine kleine Provision dafür. Dies hilft uns dabei, unser Blog am Laufen zu halten und euch weiterhin tolle Inhalte zu bieten. Wenn ihr euch dafür entscheidet: Vielen Dank im Voraus! :-)

Ein Besuch im Planetarium: eine tolle Idee für die Weltraumparty

Das Planetarium unserer Stadt bietet Programme für Kinder jeden Alters an. Unsere Tochter findet die „Grundschulfilme“ dort allerdings nicht wissenschaftlich genug. Die meisten ihrer Partygäste fiebern nicht so für das Weltall. Sie würde ein Film, der sich an ein älteres Publikum richtet, wohl eher überfordern. Deshalb legten wir den Gedanken ad acta, das Planetarium mit rund 10 Kindern im Grundschulalter zu besuchen.

Grundsätzlich halte ich einen Besuch eines Planetariums mit Kindern jedoch für eine tolle Idee! Wisst ihr, dass in den meisten deutschen Schulen kein separater Astronomieunterricht mehr stattfindet? Stattdessen wächst die Gruppe der „Flacherdler“, die glauben, die Erde sei eine Scheibe. Und manche Physiklehrer:innen erklären, die Sonne sei im Winter weiter von der Erde entfernt … Deshalb tut es sicher jedem Kind gut, sich mit jemandem auszutauschen, der sich mit Astronomie auskennt. Ich finde, dass vieles beim Besuch einer „Sternenguckkuppel“ besser rüberkommt als in Büchern (oder im Unterricht). Warum also nicht zum Geburtstag ins Planetarium (oder in ein Raumfahrtmuseum) einladen?

Space Party - Verkleidung als Astonaut - AI Art von Patrick Hager

Kindergeburtstage: Warum Erlebnisse wichtiger sind als Fressausflüge

Es gibt schließlich nicht wenige Eltern, die ihre kleinen Gäste zu einem Ausflug zu McDonald’s oder in Indoorspielplätze einladen. Sicher haben diese Eltern ihre Gründe, Sackhüpfen, Topfschlagen, Flaschendrehen oder Puppentheater in den eigenen vier Wänden abzulehnen. Denn nicht jeder hat den Platz zu Hause und / oder die gesundheitliche Verfassung dafür. Ich muss euch dennoch gestehen, dass ich „Fressausflüge“ jeglicher Art als Kind noch bescheuerter fand als die Eltern, die sich zum Geburtstag ihrer Kinder keine Mühe für eigene Spiele gaben oder nur einen Opa zum Bespaßen engagierten.

Meiner Meinung nach sind die schönsten Feiern diejenigen, bei denen man den jungen Menschen besondere Erlebnisse durch gemeinsame (konkurrenzfreie) Aktivitäten und Spiele schenkt. Wisst ihr, was das Beste war? Meine Tochter bedankte sich während ihrer Weltraumparty bei mir, dass ich ihr eine solche tolle Feier bereitet hatte.

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Ähnliches Lob gab es auch von vielen anderen Geburtstagsgästen. Ich will mich mit den Ideen für unsere Weltraumparty nicht zu sehr loben, denn sie stammen ja nicht alle allein aus meinem Hirn. Ohne meine beiden „Sterndeuter“ hätte ich sicherlich groben Unfug über galaktische Nebel oder Wasserstoffatome erzählt.

Dank ihrer Hilfe und einer Vorarbeiterin im Netz kamen tolle Attraktionen für junge Weltraumfans zustande. Ich freue mich, sie euch vorstellen zu können. Vielleicht helfen sie dem einen oder anderen von euch dabei, dass die nächste Kinderfete, Geburtstagsparty oder das nächste Hort-, Kita- oder Schulprojekt gut bei euren Kindern ankommt und Lust auf mehr Weltraum macht.

Ein Plan für die Geburtstagsfeier: So behält man den Überblick und vermeidet Stress

Für Geburtstagsfeiern mache ich mir im Vorfeld immer einen Plan. Das hilft mir, den Überblick zu behalten und keine Idee oder keinen Wunsch zu vergessen. Wer viele Gäste erwartet oder sich viel vornimmt, hat oft Stress. Um einen Nervenzusammenbruch zu vermeiden, notiere ich mir im Vorfeld:

  • die Anzahl der Gäste,
  • die Verpflegung, die Dekoration und die Mitgebsel-Preise (und die damit verbundenen Einkäufe),
  • und Ideen für ein durchdachtes, abwechslungsreiches Programm.

Plan für eine Weltraumparty

Das Schwungtuch: Eine lohnende Investition für Kindergeburtstage und Partys

Wenn ich mein Schwungtuch aufspanne, dauert es nicht lange, bis die Kinder von sich aus zugreifen. „Wie cool, so eines hatten wir im Kindergarten!“, ist fast immer die Reaktion. Die meisten erinnern sich an ausgelassene Sommerfeten, anstatt das Gemeinschaftsspiel beschämt abzulehnen.

Ein Schwungtuch, auch Fallschirmtuch genannt, ist eine lohnende Investition, die sich bei uns bereits bei vielen Kinderfesten bezahlt gemacht hat. Es hilft uns sogar manchmal im Ausland, um mit anderssprachigen Menschen in Kontakt zu kommen.

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Singspiele eignen sich besonders für jüngere Kinder und alle, die Freude am Singen haben. Für Geburtstage eignen sich Lieder wie „Wer im Januar geboren ist“ oder „Hoch soll er leben“. Bei Kindern im höheren Grundschulalter steht das wilde Toben mit dem Tuch meistens im Vordergrund.

Das Schwungtuch wird zum Weltraumtuch (und eignet sich für draußen oder für größere Räume)

Auch bei unserer Weltraumparty nutzen wir unser Fallschirmtuch mit den zwölf Henkeln. Daran hatten selbst wir Eltern und die kleinen Geschwisterkinder Platz. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde am Tuch zum Aufwärmen ging es los:

Ein galaktischer Nebel

Zuerst zaubern wir mit dem Schwungtuch einen galaktischen Nebel:

Ein galaktischer Nebel schwebt ganz leicht durch das Weltall. Er bewegt sich in den schönsten Farben, wie ein leichter Märchennebel, leise und sanft. Mal sehen wir viel blau (die blauen Teile bewegen wir hoch), dann sehen wir einen grünen Nebel (und wir bewegen grüne Tuchbahnen höher). Oder kennt ihr den rosa Rosettennebel?

Der große rote Fleck auf dem Jupiter

Apropos Farbe: Lasst uns den großen roten Fleck nachbauen. Dieser Wirbelsturm auf dem Jupiter ist der größte Sturm im Sonnensystem. Dort wedelt unser Tuch nur so auf und ab.

Ein Planetarium

Das Geburtstagskind hatte vor einer Weile davon im Planetarium gehört. War von den Gästen schon jemand mal im Planetarium?

Es ist ein Haus mit einer großen, runden Kuppel, auf die man die Sterne projiziert. Wir zählen bis drei und heben das Tuch hoch über unsere Köpfe und halten die Griffe hinter unseren Köpfen neben unseren Schultern. Eins, zwei, drei… und schon haben wir unsere eigene Himmelskuppel.

Die Bewegung von Erde und Mond

Achtung, Drehwurm! Mit dem Schwungtuch lässt sich die Bewegung von Erde und Mond darstellen. Alle wissen, dass sich die Erde dreht. Das lässt sich mit dem Schwungtuch einfach nachmachen:

Wir laufen mit dem gespannten Tuch im Kreis. Aber auch der Mond dreht sich, und zwar einmal im Monat um die Erde, während er sich dabei einmal um sich selbst dreht.

Ein freiwilliges Kind kann sich als Erde in die Mitte unters Tuch stellen, während alle anderen sich als Mond drehen und immer mit dem Blick „zur Erde“ gewandt im Kreis laufen.

Die Geburt eines Sterns

Das Highlight am Schwungtuch war die Geburt eines Sterns.

Im Weltall gibt es Gase aus kleinen Teilchen, den Atomen, die sich wie Bälle bewegen.

Wir bewegen das Tuch leicht, um zu zeigen, wie sich die Atome im Weltall bewegen. Wenn sich immer mehr Atome, die bunten Kugeln wie aus dem Bällebad, dazugesellen, wird das Tuch schwerer. Achtet hier darauf, dass das Tuch sich nicht zu stark bewegt, da sonst die Bälle umherfliegen.

Immer mehr Atom-Bälle kommen von außen dazu (und versuchen, nicht wieder zu verschwinden). Sie kullern durch unser All. Manchmal treffen sie sich, dann stoßen sie wieder auseinander. Wenn alle Bälle auf dem Tuch sind, passiert es:

Die Atome ziehen sich gegenseitig an und rollen in die Mitte des Tuches. Dort „kuscheln“ sie so heftig, dass sie miteinander verschmelzen. Dann wird es so richtig heiß.

Wenn alle Atome miteinander kuscheln, entsteht – plopp – ein neuer Stern. Die Hitze, die dabei entsteht, strahlt der Stern in den Weltraum hinaus – und als „Sonnenlicht“ zu uns auf die Erde.

Sternschnuppen

Als schönen Abschluss können wir Sternschnuppen darstellen. Dazu zählen wir und werfen die Bälle mit Schwung aus dem Tuch. Eins, zwei, drei … Die Bälle fliegen symbolisch als Sternschnuppen durch die Luft. Wir können dabei unsere Wünsche aussprechen. ;-)

Tipp: Wer weniger Zeit für die Vorbereitung hat oder seinen Spickzettel für das Weltraumtuch verlegt hat, kann das Spiel auch einkürzen. Nehmt dafür einen Ball und gebt ihn als Meteor ins Schwunguch. Fällt der Ball aus dem, könnt ihr gemeinsam über den gewaltigen Meteoriteneinschlag lachen.“

Astronautensnacks für die Weltraumparty – einmal süß und einmal herzhaft

Space Party Meal - AI Art by Patrick Hager

So sah es bei unserem „Weltraum-Mahl“ – zum Glück – nicht aus. :D (Bild: Patrick)

Nachdem die Kinder alle kleinen Bälle mitsamt dem Schwungtuch eingesammelt hatten, lud ich sie zu einem „Astronautensnack“ ein. Aber nein, ich servierte keine Tomatensoße aus Quetschi-Tütchen oder Pumpernickel in gepressten Alu-Förmchen. Ich hatte mir dennoch kein Bein ausgerissen.

Galaktische Leckereien für die Weltraumparty: Muffins, Weintrauben und Zuckerwatte

Auf der Kaffeetafel fanden die jungen Gäste Muffins mit blauem Glitzerguss und Sternchen, frische Weintrauben und Zuckerwatte (als galaktischer Nebel) mit UFOs (die Oblatendinger mit Brausepulverfüllung). Wir hatten keine „Diät-Kinder“ unter unseren Gästen, weshalb ich es mir sehr einfach machte und das Essen bunt und zuckerhaltig auf den Tisch stellte. Ich hätte mir auch gesunde Snacks aus Rohkost überlegt, rechnete aber mit zehn jungen „Standardessern“ statt mit Ökokindern.

Süß-saure UFOs und galaktische Nebel aus blauer Zuckerwatte

Für alle Obst-Fans lassen sich Sterne am Spieß herstellen. Mit einem Ausstecher für Plätzchen verwandeln sich Mangos, Kakis, Kiwis oder Birnen zackig in Sternchen. Weintrauben, Bananenscheibchen und Blaubeeren haben eine perfekte runde Form. Sie könnten Zwergplaneten, Monde, Meteoriten oder Atome darstellen.

Vegane Weltraum-Muffins mit Stern-Verzierung

Kreative Ideen für die Weltraum-Party-Verpflegung: von selbstgemachten Pommes bis zu veganen Wraps zum Abendbrot

Gleiches gilt natürlich für Gemüse: Aufgepikste Kirschtomaten, Gurken- und Karottenstücke sind rund und sehen zwischen ein paar Sternen aus Paprika und Kohlrabi schön bunt aus.

Fleißige Hausfrauen und -männer können sich mit selbstgemachten Pommes Frites – auch in Sternenform – austoben. Instagram spuckt eine Menge Ideen für Weltraumpartyessen aus, zum Beispiel Raketenwürstchen im Teigmantel.

Fischstäbchen gibt’s bei uns nicht. Denn wir leben vegan. Deshalb haben wir die Weltraumparty entsprechend ausgerichtet.

Veganes Abendessen zur Weltraumparty

Da ich in der Küche ziemlich faul bin, gab’s bei uns: Pommes mit Ketchup aus der Heißluftfritteuse, frisches Gemüse als „Raketen am Spieß“ und runde Wraps mit veganen Aufstrichen, die wir in Achtel geschnitten haben. Sicher geht’s auch hier kreativer. Es wurden trotzdem alle glücklich und satt. :-)

Geburtstagsgeschenke mit Raketen-Flaschendrehen überreichen

Die Übergabe der Geschenke wurde zu einem besonderen Moment. Denn dafür drehten die Kids fleißig an der Flasche, äh Rakete. Wir hatten eine kleine Saftflasche zu einer NASA-Rakete gestaltet: mit Alufolie überzogen, beschriftet und mit Spitze und Triebwerk drapiert.

Selbstgebastelte NASA-Rakete fürs Flaschendrehen

So wurde jedes Geschenk gewürdigt. Und das Geburtstagskind hatte ausgiebig Zeit, sich bei allen individuell zu bedanken. Ich bin mir sicher: Die funkelnden Augen beim Auspacken und die anschließende Umarmung war den Freundinnen und Freunden meiner Großen ein herzliches Dankeschön.

Wahrheit oder Pflicht: ein Spiel für die Weltraumparty, das allen Spaß machen soll

Im Anschluss wollten die Kids einfach noch ein paar Runden Wahrheit oder Pflicht spielen. Denn auch auf einer Weltraumparty muss nicht immer alles nur mit dem All oder der Raumfahrt zu tun haben.

Für mich war das ein Moment, bei dem ich merkte, wie groß meine (großen) Kinder schon sind. Und ich war stolz, dass alle Mädchen sich ganz entschieden nicht auf Knusch-Aufforderungen einließen. Sie warfen sich stattdessen Kusshände zu oder wählten eine Freundin, um ihnen ein Bussi auf die Wange zu drücken. Es spielten fünf Jungen und fünf Mädchen.

Tipp für Wahrheit oder Pflicht: Wenn bei solchen Spielen „Probleme“ auftreten, kann jemand der Erwachsenen hilfreich sein, der einfach kurz erinnert, dass es nur ein Spiel ist. Wahrheit oder Pflicht ist kein Beichtstuhl und kein Zeugenverhör. Und Spiele sollen allen Spaß machen, statt jemanden in Verlegenheit zu bringen. Wer etwas nicht tun oder sagen möchte, braucht es auch nicht. Und wer mag, erzählt stattdessen einen Witz, stellt ein Rätsel oder zieht eine Fratze.

Die gemeinsame Reise zum Mond: eine faire Variante des Spiels „Reise nach Jerusalem“

Dieses Spiel ist vielleicht fast so alt wie der Mond selbst, aber wir spielen es bei uns aus einem guten Grund anders. (Typisch für Sozialarbeiter:innen, ich weiß. Sorry!)

Für die Reise zum Mond benötigt jede/r einen Stuhl, und der Spielleiter oder die Spielleiterin sollte tolle Weltraummusik haben. Wir haben diese hier verwendet:

Die gemeinsame oder auch soziale Reise zum Mond unterscheidet sich von der Reise nach Jerusalem darin, dass niemand ausscheiden muss.

So wird’s gemacht:

Alle Spieler gehen um die Stühle herum, als wären sie Astronauten und Astronautinnen. Sie dürfen schweben oder mit witzigen Bewegungen vorwärts laufen. Aber Weltraumreisende arbeiten immer im Team. Sie drängeln und rangeln nicht wie wilde Urzeitmenschen. Wenn ein Triebwerk (ein Stuhl) ihrer Rakete ausfällt, lassen sie deshalb niemanden im All zurück.

Wenn der Spielleiterin oder der Spielleiter die Musik pausiert, sucht sich jeder wie gewohnt einen Stuhl oder teilt sich einen Sitzplatz mit den anderen.

Sollten schließlich alle sitzen (egal wie), entfernt ihr einen Stuhl. Dann spielt die Musik weiter und die Bewegung um die Stühle setzt wieder ein. Von nun an geht es immer so weiter: Musik und Bewegung, Pause und Sitzplatz suchen, wieder Musik und nebenbei wieder einen Stuhl entfernen usw.

Zusammenhalt statt Ausgrenzung

Ich finde die faire Variante des Spiels wesentlich witziger als den ausgrenzenden Grundschulklassiker. Probiert doch mal, euch zu zehnt auf einem Stuhl zu stapeln: Vier übereinander auf dem Schoß des vielleicht größten Kindes. Zwei weitere sitzen links und rechts auf den Armlehnen. Das nächste Kind turnt am Rückenteil. Und zwei Kinder hängen baumelnd unter der Sitzfläche wie kleine Äffchen. Es ist auf jeden Fall ein Erinnerungsfoto wert! :-)

Reise zum Mond (Reise nach Jerusalem ohne Ausgrenzung)

Die Zentrifuge: Eine Farbschleuder für die Weltraumparty

Wer Astronaut oder Astronautin werden möchte, hat ein hartes Training vor sich. Dazu gehört die Zentrifuge. Der Anwärter setzt sich in einen beweglichen Sitz und dreht sich schnell im runden Raum. Dadurch lernt er die Auswirkungen der Schwerkraft auf den menschlichen Körper kennen. Dies kann auch vorzüglich mit einer Farbschleuder dargestellt werden.

Ich wechsle gern Angebote voller Bewegung mit ruhigeren ab. Das schafft eine ausgeglichene Atmosphäre bei den Kindern. Nach der aufregenden Reise zum Mond kam deshalb meine Salatschleuder zum Einsatz.

Hier ist eine Liste der Dinge, die ihr dafür benötigt:

  • eine Salatschleuder (am besten transparent, damit man während der Schleuderfahrt hineinschauen kann)
  • schwarzes Papier, kreisrund geschnitten in der Größe des Einsatzes eurer Salatschleuder
  • Schulmalfarbe / Fingermalfarbe (Die Konsistenz sollte wie Ketchup sein. Die Farben sollten weder zu klumpig noch zu flüssig sein, damit sie sich gut verwenden lassen und das Papier nicht durchweicht. IKEA-Mala-Farbe aus den Tuben finde ich perfekt.)

So geht’s:

Jedes Kind drückt ein paar Farbkleckse in den Farben seiner Wahl auf sein Papier in der Salatschleuder der Deckel wird aufgesetzt und ab geht die Post. Nach einer Weile kann man vorsichtig ein kleines Kunstwerk nach dem anderen aus der „Zentrifuge“ entnehmen. Vielleicht überlegen sich die Kinder auch Namen wie „Rosa Rosettennebel“ oder „Glitzergalaxie“?

Mit der Salatschüssel-Farbschleuder könnt ihr richtige Kunstwerke gestalten

Diese Anfertigung liegt schon weiter zurück. Auf schwarzem Papier wirkt es noch spaciger.

Der süße Meteorit: eine Variation von Schokoladeschneiden und Schneckenessen

Der süße „Meteoriteneinschlag“ ist etwas für Naschkatzen. Dieses Spiel für eure Weltraumparty funktioniert ähnlich wie das „Schokoladeschneiden“ oder das „Schneckenessen“ bei einer gewürfelten Sechs.

Hier ist eine Liste der Dinge, die ihr dafür benötigt:

  • Gummibärchen (als gesündere Alternative könnt ihr Rosinen, Datteln, gefriergetrocknete Früchte und Bananenchips verwenden, Nüsse sollten wegen der Hektik im Spiel unbedingt vermieden werden)
  • einen Würfel
  • einen Luftballon
  • optional: ein paar Glöckchen (zum Anbinden, damit es lustig klingt)
  • Frischhaltefolie oder kleine, wiederverwendete Obsttüten
  • optional: Verpackungsreste wie Knisterfolie, Luftpolsterpäckchen und Klebeband oder Tapeten-Abklebeband“

Der süße Meteorit besteht aus einem nicht zu straff aufgeblasenem Luftballon mit kleinen Glöckchen. Er wird über und über mit Frischhaltefolie (oder einer Alternative) umspannt. Zwischen den Bahnen der Folie steckt hin und wieder eine Süßigkeit. Der Meteorit kann ruhig schön groß werden, indem man Luftpolster oder kleinere Ballons mit hinein bindet oder mit Kreppband (das aus Papier fürs Tapezieren) anklebt.

So geht’s:

Die Kinder setzen sich im Kreis um den Meteoriten herum. Das Spiel beginnt. Reihum wird gewürfelt. Wer eine Sechs (und / oder eine Eins) hat, nimmt den Meteoriten und wickelt ihn bei der äußersten Folie beginnend vorsichtig bis zum ersten Gummibärchen aus. Erst, wenn dieses gegessen ist, darf weiter ausgewickelt werden. Die anderen Spieler würfeln in der Zeit weiter, um den Meteoriten-Futter-Wechsel so schnell wie möglich abzulösen.

Eine Schatzsuche oder Schnitzeljagd durch das Sonnensystem

Eine Schatzsuche oder Schnitzeljagd kommt immer gut an – auch bei einer Weltraumparty. Dafür hatte ich neun Karten vorbereitet (ohne die Sonne sind es acht).

Karten für die Schnitzeljagd als lustiges Spiel bei der Mottoparty zum Thema Weltraum

Die Vorderseiten der Karten zeigen hübsche Abbildungen einiger Objekte des Sonnensystems, die mein Drucker ausgespuckt hat. Auf die Rückseiten der Karten schrieb ich ein paar Infos zum nächsten Planeten, der gesucht werden sollte. Je nach Eigenschaften wie Temperaturen, Aufbau, Größe oder Entfernungen bestimmte ich die kleinen Zwischenziele. Falls ihr Ideen sucht, schaut mal hier:

  • Sonne: groß und heiß – in der Nähe des Kamins / der Heizungsanlage im Keller / dem Ofen
  • Merkur: sehr heiß und bitterkalt – zwischen Backofen und Kühlschrank
  • Venus: brütend heiß durch den Treibhauseffekt / hellster „Stern“ am Abend- oder Morgenhimmel – Gewächshaus / Nachttischlampe
  • Erde: wasserreicher Planet, auf dem es unzähliges und vielfältiges Leben gibt – Globus, Gemüsebeet, Zimmergewächshaus, Blumenkasten o. ä.
  • Mars: rot und eisenhaltig – zum Beispiel an einem alten Eisentor, Eisenrohr (magnetisch)
  • Jupiter: Gasplanet mit einem großen roten Fleck, einem Wirbelsturm – Windjacke, Abschleppseil, Herbst-Drachen
  • Saturn: am auffälligsten sind seine Ringe – Ringschachtel, Schmuckdose, Tortenring
  • Uranus: Gasplanet – Gasherd, Gasheizung o.ä.
  • Neptun: heißt auch Eisriese – Gefrierfach

Weltraum-Schnitzeljagd oder Planetenjagd für Kinder auf der Weltraumparty - mit Teleskop im Hintergrund

Sie wechselten sich bei jeder Karte ab, sodass jedes Kind eine Chance bekam. Jedes Kind konnte in seinem eigenen Tempo vorlesen und danach berieten sie gemeinsam, welches Ziel sie als Nächstes ansteuern sollten. Die letzte Karte, die von Neptun handelte, führte die Gruppe schließlich zum Schatz im Wohnzimmer. Ich hatte für jedes Kind einen Planetenflummi besorgt.

Je nachdem, was ihr liebt, könnt ihr auch Puzzles (selbst gemacht oder gekauft), ein kleines Quiz, Büchlein oder Diashow-Taschenlampen in eure Schatzkiste packen.

Sterne beobachten mit Teleskop, Sternenkarten, Fernglas oder Taschenlampe

Dies ist natürlich (fast) nur möglich, wenn das Wetter und die Jahreszeit es erlauben. Sucht euch am besten im Voraus ein paar bekannte Sternbilder zusammen, die zu der Jahreszeit, in der ihr beobachten wollt, am Himmel zu sehen sind. Eine Sternenkarte kann euch dabei helfen. Deren Bedienung ist gar nicht so schwer. Und manch einer kennt sie vielleicht noch aus der Schule. Ansonsten könnt ihr sie euch auch im Planetarium oder in einer Sternwarte erklären lassen. Nach meiner Erfahrung sind die Physiker:innen dort immer sehr erfreut, wenn sich neue Gesichter mit Fragen unter die Interessierten mischen, egal welchen Alters.

Sternenkarten

Sternenkarten sind in der Regel kostengünstig. In manchen Planetarien könnt ihr sie kostenlos als Bastelbogen oder für ein paar „Satoshi“ bekommen. ;-) Es gibt auch verschiedene PDFs zum Ausdrucken, die ihr euch online besorgen könnt, zum Beispiel bei der Sternwarte Recklinghausen.

Teleskop

Wir hatten bewusst das Abendessen nicht bis zum Schluss aufgehoben, damit wir die zunehmende Dunkelheit für einen „Beobachtungsabend“ nutzen konnten. Mein Mann Patrick hat ein eigenes Teleskop, das er für die Kinder auf unserem Balkon aufbauen wollte.

Wenn ihr Interesse daran habt, eines für eure Weltraumparty zu mieten, könnt ihr bei einer Sternwarte in eurer Nähe nachfragen. Manche vermieten transportable Teleskope. Ansonsten können die Astronomen und Astronominnen dort euch auch einen Shop empfehlen – vielleicht sogar ihren eigenen. Patrick kauft zum Beispiel im Optikshop24 ein, wenn er etwas benötigt.“

Fernglas

Der Sternenhimmel lässt sich aber ebenso gut mit einem Fernglas beobachten.

Wenn ihr selbst keines habt: Vielleicht ist auf Omas Dachboden noch eins versteckt oder jemand in eurer Nachbarschaft würde seinen Feldstecher verborgen?

Alternative bei schlechtem Wetter: Diashow-Taschenlampe

Zu unserem „Weltraumgeburtstag“ spielte das Wetter am Abend leider nicht mit. Sobald sich die Wolkendecke über den klaren Himmel schiebt, ist – wie zu erwarten – ein Beobachtungsabend im Freien nicht möglich.

Die Schlechtwettervariante in den eigenen vier Wänden ist bei Kindern aber genauso beliebt. Alle Kinder dürfen sich in einem dunklen Raum auf den kuscheligen Teppich oder auf Decken legen und ihre Blicke zur Zimmerdecke richten. Dann kann der „Indoor-Beobachtungsabend“ beginnen. Mit einer Taschenlampe werft ihr Planeten oder Sterne an die Decke.

Wer nicht selbst mit Stecknadeln ein paar Sternbilder auf kleine Pappkreise für eure bereits vorhandene Taschenlampe stechen möchte, kann eine Diashow-Taschenlampe für etwa fünf Euro kaufen. Unsere Große wünschte sich so ein Modell von einem ihrer Geburtstagsgäste. Die Taschenlampe zeigt alle Planeten des Sonnensystems und die bekanntesten Sternbilder. Inzwischen nutzen wir sie als kleine Kinovorstellung vorm Zubettgehen. Es ist ein schöner (und lehrhafter) Zeitvertreib für Groß und Klein.

Galaktischer Nebel mit Enkaustik: eine kreative Idee für die Mottoparty zum Thema Weltraum

Weil bei unserer Weltraumparty der Beobachtungsabend ausfiel, schüttelte ich noch ein Ass aus dem Ärmel. Denn mein Mann hatte den jungen Gästen das Teleskop zwar kurz erklärt, aber das Interesse der nicht weltraumbegeisterten Kinder hielt sich in Grenzen.

An unserem Basteltisch breitete ich Transparentpapier, Wachsmalstifte und zwei alte Bügeleisen aus. Um galaktische Nebel auf das Papier zu zaubern, zeichnete jedes Kind mit Wachsmalstiften ein paar Muster auf das heiße Eisen (die niedrigste bis mittlere Stufe reicht je nach Wachs). Anschließend kann das Bügeleisen beliebig über das Papier geschoben oder gesetzt werden. Es hilft, wenn man die Ränder vorsichtig festhält, damit nichts verknickt oder wellt. Der Vorgang wird wiederholt, bis das Blatt voll (und das Kind zufrieden damit) ist.

Bastelidee für die Weltraumparty - Enkaustik - galaktische Nebel gestalten

Ein Durchgang mit zehn Kindern und zwei Bügeleisen dauerte bei uns ungefähr 20 Minuten. Wer möchte, kann seinen „galaktischen Nebel“ noch als Stern oder in einer anderen Form zu einem Fensterbild zurechtschneiden.

Die Weltraumparty neigt sich dem Ende: Ideen für Mitgebsel-Tüten

In den Mitgebsel-Tüten fand jedes Kind bei uns:

  • eine Gummibärchentüte als Erinnerung an den Meteoritenschauer
  • den Flummi-Planet der Schatzsuche
  • seinen oder ihren galaktischen Nebel auf dem Transparentpapier
  • eine verzauberte Walnuss mit Halbedelsteinen und einem witzigen Spruch zur Reihenfolge der Planeten im Sonnensystem, zum Beispiel: „Susanna mag viele Erdbeeren mit Joghurt, Sahne und Nüssen.“ (Susanna ist hier die Sonne) statt „Mein Vater erklärt mir jeden Samstag unseren Nachthimmel.“ Die befüllten Walnussschalen schlossen wir mit Glitzerheißkleber und lackierten sie mit Gold- und Silberfarbe.

Walnuss mit kleiner Überraschung als Mitgebsel für die Gäste der Weltraumparty

Ihr könnt im Vorfeld der Weltraumparty auch bunte Sterne aus farbigem Transparentpapier falten, Anhänger-Sterne aus Wachstropfen basteln, mit Süßigkeiten gefüllte Küchenrollen-Raketen bemalen oder ein ausgedrucktes Foto der „Reise zum Mond“ mitgeben.

Abschied mit sprühenden, funkelnden Wunderkerzen

Sollte bei euer Weltraumparty ein weiterer zeitlicher Puffer entstehen, könnt ihr Wunderkerzen bereithalten. Oder ihr entzündet sie gemeinsam vor eurer Haustür, bevor die Gäste nach Hause gehen. Ein kleines (und für Tiere und Umwelt erträgliches) Feuerwerk zaubert selbst den Abschied zu einer bleibenden Erinnerung an den Geburtstag.

Warum besondere Erlebnisse – wie diese Weltraumparty – wichtig sind

Einen Geburtstag für Kinder im Schulalter zu organisieren mag aufwendiger sein als ein paar Muffins in die Kita mitzugeben. Aber sollen es nicht die Erinnerungen an glückliche Kindertage sein, die wir unseren Kindern schenken möchten? Eine unvergessliche Party vorzubereiten, ist nicht schwer und muss weder viel Aufwand erfordern noch teuer sein.

Lasst uns Kindergeburtstage und andere Feierlichkeiten wieder zu etwas Besonderem machen – ganz ohne McDonald‘s, teure Erlebnisbäder und laute Indoorspielhallen!

Eure das Leben genießende Evelin

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CC BY-SA 4.0 Zum Mond und wieder zurück: Anleitung und Ideen für eine galaktische Weltraumparty von Free Your Family ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.