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Hallo zusammen!
Aktualisiert am 26. Februar 2026
Dieses Thema schiebe ich schon eine Weile vor mir her, weil es einerseits einen intimen Blick in meine Gedankenwelt gibt. Andererseits mutet es vielleicht esoterisch an und bietet damit Angriffsfläche. Ich empfinde meine Erkenntnisse, meinen Blick auf die Zusammenhänge des Lebens, jedoch als logisch und nicht als religiöse Spinnerei. Es geht hier um die Frage, wieso ich eigentlich vegan lebe. Dazu muss ich etwas weiter ausholen.
Inhalte
- 1 Alles ist Energie
- 2 Der ewige Kreislauf
- 3 Irdische und außerirdische Spezies
- 4 Vegan und biologisch
- 5 Make the connection!
- 6 FAQ: Vegan leben, ohne Dogma
- 6.1 Geht es hier um Fakten oder um Glauben?
- 6.2 Ist „alles ist Energie“ wissenschaftlich gemeint?
- 6.3 Ersetzt der Körper wirklich ständig alle Zellen?
- 6.4 Sind wir „mehr Mikroben als Mensch“?
- 6.5 Ist vegan automatisch gesund?
- 6.6 Was ist für euch der Kern von Veganismus?
- 6.7 Wie besprecht ihr das mit Kindern, ohne Druck?
- 7 Quellen (Auswahl)
Ich spüre, dass wir Menschen Teil eines großen Ganzen sind. Das Universum ist voller Wunder. Alles ist miteinander verbunden, voneinander abhängig und baut aufeinander auf. Das Leben scheint demselben Ursprung zu entstammen.
Alles ist Energie
Albert Einstein zeigte, dass Masse und Energie zwei Seiten derselben Medaille sind. Materie lässt sich als verdichtete Energie beschreiben. Wer es im Original mag: Der kurze Text, in dem die berühmte Beziehung auftaucht, ist frei zugänglich.
Einstein (1905): Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig?
Wenn Energie sich zu Materie formt, bildet sie charakteristische Strukturen aus. Diese ähneln sich vom Mikrokosmos bis in den Makrokosmos, von Atomen bis hin zu Planetensystemen und Galaxien. Und wir Menschen sind mittendrin.
Der ewige Kreislauf
Der Kosmos, die Gesamtheit von Raum, Zeit, aller Materie und Energie, ist wie ein Meer. Die einzige Konstante darin ist die Veränderung. Alles fließt und wandelt sich ohne Unterlass. Wenn eine neue Struktur entsteht, löst sich ein Tropfen daraus. Er trägt Bewusstsein in sich. Wir tragen es in uns.
Um neue Formen zu bilden, lösen sich bestehende auf. Damit eine Lebensform heranreifen kann, muss eine andere ihr Leben geben. Die Menge der Energie im Universum bleibt dabei, soweit wir sie messen, erhalten.
Wir wandeln durch die Welt, um das Leben mit den uns zur Verfügung stehenden und begrenzten Sinnen zu erfahren, um uns selbst unserer eigenen Existenz gewahr zu werden. Und unser Körper ist dabei kein Standbild, eher ein Flussbett.
Früher hieß es oft, wir seien alle sieben Jahre „ganz neue Menschen“. Das klingt hübsch, ist aber als Faustregel zu grob. Heute lässt sich differenzierter beschreiben: Manche Zelltypen werden in Tagen erneuert, andere in Monaten oder Jahren. Einige Strukturen haben praktisch keinen Umsatz über das Leben hinweg. In Summe ersetzt der Körper im Schnitt enorme Mengen, grob in der Größenordnung von hunderten Milliarden Zellen pro Tag, was im Mittel einigen Millionen pro Sekunde entspricht.
Und irgendwann lässt die Fähigkeit des Körpers nach, neue, gesunde Zellen zu produzieren. Wir altern. Was „Zufriedenheit im Alter“ angeht, ist das Bild widersprüchlich und stark abhängig von Kohorten, Gesundheit und Lebensumständen. Es gibt aber robuste Hinweise, dass sich subjektives Wohlbefinden über die Lebensspanne innerhalb von Kohorten durchaus verbessern kann, selbst wenn körperliche Verluste zunehmen.
Irdische und außerirdische Spezies
Ich fühle mich mit allem verbunden. Daher will ich mit meiner Lebensweise niemandem schaden. Das Leid und die Verzweiflung in den Augen der Tiere, wenn sie im großen Stil versklavt, ausgebeutet und vernichtet werden, ist für mich unerträglich.
Mir ist bewusst: „Tiere“ sind andere Spezies. Sie fühlen und wollen schmerz- und angstfrei leben. Und sie sind Teil desselben Lebens, das auch durch uns hindurchfließt. Die Menschen suchen nach Leben im All und fragen sich, ob sie allein sind. Ist das nicht kurios? Auf unserem Planeten gibt es einen fantastischen Artenreichtum, doch viele sehen ihn nicht.
Antispeziesismus hat für mich genau hier seinen Kern: nicht als Schlagwort, sondern als Brücke. Eine, die unsere Empathie nicht an der Artgrenze abreißen lässt.
Delfine und Tintenfische gelten sogar als hochintelligent. Doch wo bleibt die Wertschätzung? Stattdessen werden diese Lebewesen vom Menschen gefangen, ausgebeutet oder gefressen.
1977 starteten die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 ihre Reise durch das Weltall. Mit sich führen sie eine Botschaft an außerirdisches Leben.
Auf einigen der Bilder ist zu sehen, wie der Mensch mit anderen Spezies auf der Erde umgeht. Ich vermute, diese Fotos schrecken friedliche Außerirdische ab, falls sie sie je zu Gesicht bekommen.
Vegan und biologisch
Was der Körper als Nahrung erhält, wird entweder in seine Bestandteile zerlegt oder direkt verwendet. Was wir essen, liefert Baustoffe für unsere Zellen und bewahrt Körperfunktionen.

Das Salat-Buffet zu unserer Hochzeit

Chili sin carne

Das vegane Hochzeitsbuffet

Gemüse und Beilagen
Eine abwechslungsreiche, pflanzliche Kost liefert meinem Körper eine solide Grundlage für die Erschaffung neuer Zellen. Es ist für mich eine fühlbare Erfahrung: Ich spüre den Unterschied, wenn ich mich von frischen, möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln ernähre.
Die in Pflanzen und Früchten gespeicherte Energie entstammt direkt aus der Sonne. In Verbindung mit Wasser und den Mineralien aus der Erde lässt sie Pflanzen wachsen. In pflanzlichen Lebensmitteln sind Nährstoffe oft in einer Zusammensetzung gebündelt, die der Körper gut nutzen kann, auch wenn es natürlich auf Auswahl, Zubereitung und individuelle Bedürfnisse ankommt.
Wenn ich klares Quellwasser, frisches, unbehandeltes Gemüse und sonnengereiftes Obst zu mir nehme, fühle ich mich wach. Auch Hülsenfrüchte, Nüsse, Saaten, Kräuter und Pilze stehen gern auf meinem Speiseplan.
Es gibt viele Motive, vegan zu leben. Jedes davon reicht für mich aus, die vegane Ernährung als konsequente, ethische Wahl zu sehen. Ein guter Überblick kommt ohne moralische Keule aus und bleibt dennoch klar.
Warum vegan? Motive im Überblick (Albert Schweitzer Stiftung)
Der wichtigste Grund ist aber: Ich zweifle nicht daran, dass andere Tiere empfindungsfähige Wesen sind. Sie tragen ihr eigenes Innenleben in sich. Mein Vater sagte immer: „Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie Du den Schmerz.“ Auch wenn er in der Sache selbst nicht konsequent ist, hat er mit dem Spruch recht.
Make the connection!
Die Welt wäre ein friedlicherer Ort, wenn die Menschen ihr Konkurrenzdenken und das Streben nach Macht und Dominanz, auch anderen Spezies gegenüber, im Zaum hielten.
Damit das hier nicht nur im Kosmischen schwebt, verlinke ich euch noch ein paar Texte, die das Thema im Alltag erden:
- Veganismus: Definition, Haltung, Alltag
- Dominion: Doku, Einordnung, Gedanken
- Vegan einkaufen: vegane Online-Shops
- Rein pflanzlich ist nicht vegan
FAQ: Vegan leben, ohne Dogma
Geht es hier um Fakten oder um Glauben?
Beides hat seinen Platz, aber ich trenne es: Das hier ist vor allem ein persönlicher Essay. Wo ich Fakten streife, verlinke ich Quellen. Der Rest bleibt Haltung, Erfahrung und Deutung.
Ist „alles ist Energie“ wissenschaftlich gemeint?
Physikalisch ist Masse-Energie-Äquivalenz gut belegt. Was ich darüber hinaus „spüre“, ist meine Sprache für Verbundenheit. Das ist keine naturwissenschaftliche Aussage über Bewusstsein.
Ersetzt der Körper wirklich ständig alle Zellen?
Der Körper erneuert sich fortlaufend, aber nicht gleichmäßig. Einige Zelltypen werden häufig ersetzt, andere selten, manche Strukturen praktisch gar nicht. Pauschale „alle sieben Jahre“-Sätze sind als Bild nett, als Biologie zu grob.
Sind wir „mehr Mikroben als Mensch“?
Die alte 10:1-Behauptung gilt als überholt. Schätzungen kommen eher in die Nähe eines 1:1-Verhältnisses von Bakterienzellen zu menschlichen Zellen, mit Schwankungen je nach Person und Situation.
Ist vegan automatisch gesund?
Nein. Vegan beschreibt zuerst das Weglassen von Tierprodukten, nicht die Qualität der Ernährung. Eine gut geplante pflanzliche Ernährung kann sehr nährstoffreich sein, eine schlecht geplante auch nicht.
Was ist für euch der Kern von Veganismus?
Für mich ist es Mitgefühl plus Konsequenz: Das eigene Handeln so auszurichten, dass Leid nicht zum Kollateralschaden wird, weder bei Menschen noch bei anderen Tieren.
Wie besprecht ihr das mit Kindern, ohne Druck?
Bei uns hilft Ehrlichkeit ohne Moralkeule: Wir benennen, was wir sehen, erklären unsere Gründe und lassen Raum für Fragen. Beziehung schlägt Überredung.
Quellen (Auswahl)
- Einstein, A. (1905): Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig? Annalen der Physik. DOI: 10.1002/andp.19053231314
- Sender, R. & Milo, R. (2021): The distribution of cellular turnover in the human body. Nature Medicine. DOI: 10.1038/s41591-020-01182-9
- Sender, R., Fuchs, S. & Milo, R. (2016): Revised estimates for the number of human and bacteria cells in the body. PLOS Biology. DOI: 10.1371/journal.pbio.1002533
- Sutin, A. R. et al. (2013): The Effect of Birth Cohort on Well-Being: The Legacy of Economic Hard Times. Psychological Science. DOI: 10.1177/0956797612459658
Namasté! 😀
Euer Patrick
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