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Hallo zusammen!

Aktualisiert am 11. August 2026

Das Thema dieses Beitrags schiebe ich schon eine Weile vor mir her, weil es einerseits einen intimen Blick in meine Gedankenwelt gibt. Andererseits mutet es vielleicht esoterisch an und bietet damit „Angriffsfläche“. Ich empfinde meine Erkenntnisse, meinen Blick auf die Zusammenhänge des Lebens, jedoch als logisch und nicht als „religiöse Spinnerei“. Es geht hier um die Frage, wieso ich eigentlich vegan lebe. Dazu muss ich etwas weiter ausholen …

Ich spüre, dass wir Menschen Teil eines „großen Ganzen“ sind. Das Universum ist voller Wunder göttlicher Natur. Alles ist miteinander verbunden, voneinander abhängig und baut aufeinander auf. Das Leben scheint demselben Ursprung zu entstammen.

Alles ist Energie

Albert Einstein zeigte 1905, dass Masse und Energie miteinander verknüpft sind. Aus seiner Relativitätstheorie stammt die berühmte Beziehung E = mc². Meine Gedanken über Bewusstsein und Verbundenheit gehen darüber hinaus und gehören zu meiner persönlichen Deutung.

Einstein (1905): Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig?

Für mich erinnern manche Strukturen im Mikrokosmos an Strukturen im Makrokosmos, von Atomen bis hin zu Planetensystemen und Galaxien. Und wir Menschen sind mittendrin.

Der ewige Kreislauf

Der Kosmos – die Gesamtheit von Raum, Zeit, aller Materie und Energie – ist wie ein Meer. Die einzige Konstante darin ist die Veränderung. Alles fließt und wandelt sich ohne Unterlass. Wenn eine neue Struktur entsteht, löst sich ein Tropfen daraus. Er trägt das universelle Bewusstsein in sich; Wir tragen es in uns!

Um neue Formen zu bilden, lösen sich bestehende auf. Damit eine Lebensform heranreifen kann, muss eine andere ihr Leben geben.

Wir wandeln durch die Welt, um das Leben mit den uns zur Verfügung stehenden und begrenzten Sinnen zu erfahren, um uns selbst unserer eigenen, göttlichen Existenz gewahr zu werden.

Unser Körper verändert sich dabei fortlaufend. Ron Sender und Ron Milo schätzten 2021 den täglichen Zellumsatz einer Referenzperson auf 330 ± 20 Milliarden Zellen, also ungefähr vier Millionen pro Sekunde. Fast 90 Prozent davon entfielen in ihrer Analyse auf Blutzellen. Die verschiedenen Zelltypen haben sehr unterschiedliche Lebensspannen. Die pauschale Sieben-Jahre-Vorstellung verfehlt diese unterschiedlichen Rhythmen.

Nebenbei bemerkt: Auch die oft wiederholte Behauptung, in unserem Körper lebten zehnmal so viele Bakterienzellen wie menschliche Zellen, ist überholt. Sender, Fuchs und Milo kamen 2016 für ihren 70-Kilogramm-Referenzmann auf rund 1,3 Bakterienzellen pro menschlicher Zelle. Das Verhältnis schwankt von Mensch zu Mensch. Also eher Nachbarschaft als Übernahme. 😉

Irgendwann altern wir. Und dann bin ich wieder bei meiner ganz persönlichen Deutung:

Und wenn das Ende unseres „Lebens“ in menschlicher Gestalt kommt, fällt der Tropfen – unser Bewusstsein – wieder zurück in das Meer aus Energie. Daraus kann dann wieder Neues entstehen. All das, was wir erfahren, unsere Lebensgeschichte und Erlebnisse, nehmen wir mit. Sie werden Teil des Universums und bilden die Grundlage seiner Evolution.

Irdische und außerirdische Spezies

Ich fühle mich mit allem verbunden. Daher will ich mit meiner Lebensweise niemandem schaden. Das Leid und die Verzweiflung in den Augen der Tiere, wenn sie im großen Stil gefangen gehalten, ausgebeutet und getötet werden, ist für mich unerträglich.

Mir ist bewusst: Die „Tiere“ sind andere Spezies. Ein empfindungsfähiges Wesen erlebt, was ihm geschieht. Aus seiner eigenen Perspektive. Genau darum geht es mir. Die New York Declaration on Animal Consciousness fasst den Forschungsstand 2024 so zusammen: Für andere Säugetiere und Vögel gibt es starke wissenschaftliche Unterstützung für bewusstes Erleben; bei allen Wirbeltieren sowie mehreren wirbellosen Gruppen, darunter Kopffüßer und Zehnfußkrebse, besteht mindestens eine realistische Möglichkeit. Für mich sind sie Teil desselben universellen Bewusstseins.

Die Menschen suchen nach Leben im All und fragen sich, ob sie „allein“ sind. Ist das nicht kurios? Auf unserem Planeten gibt es einen fantastischen Artenreichtum, doch die Menschen sehen ihn nicht.

Antispeziesismus hat für mich genau hier seinen Kern: Empathie hört für mich an der Artgrenze nicht auf. Für meinen ethischen Maßstab zählt die Empfindungsfähigkeit.

1977 starteten die Sonden Voyager 1 und Voyager 2 ihre Reise durch das Weltall. Mit sich führen sie eine Botschaft an außerirdisches Leben.

Auf einigen der Bilder ist zu sehen, wie der Mensch mit anderen Spezies auf der Erde umgeht. Dazu gehört auch ein Fischerboot mit Netzen. Ich vermute, diese Fotos schrecken friedliche Außerirdische ab, wenn sie sie je zu Gesicht bekommen.

Vegan und biologisch

Was der Körper als Nahrung erhält, wird entweder in seine Bestandteile zerlegt oder direkt verwendet. Was wir essen, liefert Baustoffe für unsere Zellen und bewahrt die Körperfunktionen.

Salat-Buffet zu unserer Hochzeit

Das Salat-Buffet zu unserer Hochzeit

Chili sin carne

Chili sin carne

Das vegane Hochzeitsbuffet

Das vegane Hochzeitsbuffet

Gemüse und Beilagen auf dem Hochzeitsbuffet

Gemüse und Beilagen

Eine abwechslungsreiche, pflanzliche Kost ist für mich die passende Grundlage. Ich spüre den Unterschied, wenn ich mich von frischen, möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln ernähre.

Die in Pflanzen und Früchten gespeicherte Energie entstammt direkt aus der Sonne. In Verbindung mit Wasser und den Mineralien aus der Erde, lässt sie die Pflanze wachsen.

Wenn ich klares Quellwasser, frisches, unbehandeltes Gemüse und sonnengereiftes Obst zu mir nehme, fühle ich mich gesund. Auch Hülsenfrüchte, Nüsse, Saaten, Kräuter und Pilze setze ich gern auf meinen Speiseplan.

Es gibt viele Motive, vegan zu leben. Jedes davon reicht für mich als Grund.

Doch der wichtigste Grund ist, dass ich keinen Zweifel daran habe, dass viele andere Tiere empfindungsfähige Wesen sind. Sie tragen dieselbe göttliche Energie in sich. Mein Vater sagte immer: „Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie Du den Schmerz.“ Auch, wenn er in der Sache selbst nicht konsequent ist, da er nicht vegetarisch und schon gar nicht vegan lebt, hat er mit dem Spruch absolut recht!

Make the connection!

Die Welt wäre ein friedlicherer Ort, wenn die Menschen ihr Konkurrenzdenken und das Streben nach Macht und Dominanz (auch anderen Spezies gegenüber) im Zaum hielten.

Wenn ihr diesen Gedanken weiterverfolgen möchtet, findet ihr bei uns noch vier Beiträge, die verschiedene Seiten davon aufnehmen:

FAQ: Warum vegan leben?

Wo endet Physik, wo beginnt meine persönliche Deutung?

Physik und Biologie tragen den Teil, den sie messen können: zum Beispiel die Masse-Energie-Äquivalenz oder den Zellumsatz. Die Idee eines universellen Bewusstseins ist meine persönliche Deutung des Lebens. Ich möchte beides nebeneinander stehen lassen, ohne das eine als Beweis für das andere zu benutzen.

Ersetzt der Körper wirklich alle sieben Jahre seine Zellen?

Die Zelltypen erneuern sich in sehr unterschiedlichen Rhythmen. Sender und Milo schätzten für ihre Referenzperson einen Zellumsatz von 330 ± 20 Milliarden Zellen pro Tag; fast 90 Prozent davon waren Blutzellen. Die sehr unterschiedlichen Rhythmen widersprechen einer pauschalen Sieben-Jahre-Regel.

Sind wir „mehr Mikroben als Mensch“?

Für den 70-Kilogramm-Referenzmann schätzten Sender, Fuchs und Milo 2016 rund 3,8 × 1013 Bakterienzellen und 3,0 × 1013 menschliche Zellen. Das entspricht etwa 1,3 : 1. Die Autor:innen nennen dabei erhebliche Unsicherheit und Unterschiede zwischen Menschen.

Ist eine vegane Ernährung immer gesund?

Für gesunde Erwachsene kann eine vegane Ernährung laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) gesundheitsfördernd sein, wenn Vitamin B12 zuverlässig ergänzt wird, die Lebensmittelauswahl ausgewogen und gut geplant ist und potenziell kritische Nährstoffe bedarfsdeckend zugeführt werden. Für Kinder und Jugendliche, Schwangere, Stillende und ältere Menschen reichte die Datenlage der DGE 2024 für eine klare Empfehlung dafür oder dagegen nicht aus; sie betont für diese Gruppen fundierte Ernährungskenntnisse und eine zuverlässige Vitamin-B12-Supplementierung.

Was ist für mich der Kern von Veganismus?

Für mich ist Veganismus die Konsequenz aus meinem Mitgefühl. Wenn ein empfindungsfähiges Wesen Schmerz, Angst oder Wohlbefinden erlebt, möchte ich seine Interessen dort berücksichtigen, wo ich eine Wahl habe.

Wie sprechen wir mit unseren Kindern über Veganismus?

Wir erklären unseren Kindern, warum wir vegan leben, benennen die Interessen der Tiere und nehmen ihre Fragen ernst. Sie können widersprechen, nachhaken und eigene Gedanken entwickeln. Unsere Haltung wird dadurch sichtbar; zugleich bleibt Raum für ihre Perspektive.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Einstein, A. (1905): Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig? Annalen der Physik 323, 639–641. DOI: 10.1002/andp.19053231314
  • Sender, R. & Milo, R. (2021): The distribution of cellular turnover in the human body. Nature Medicine 27, 45–48. DOI: 10.1038/s41591-020-01182-9
  • Sender, R., Fuchs, S. & Milo, R. (2016): Revised estimates for the number of human and bacteria cells in the body. PLOS Biology 14(8), e1002533. DOI: 10.1371/journal.pbio.1002533
  • The New York Declaration on Animal Consciousness (2024): Erklärung vom 19. April 2024
  • Birch, J., Burn, C., Schnell, A. K., Browning, H. & Crump, A. (2021): Review of the Evidence of Sentience in Cephalopod Molluscs and Decapod Crustaceans. London School of Economics and Political Science, Teil VII, S. 79–82. Forschungsbericht
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2024): Neubewertung der DGE-Position zu veganer Ernährung, insbesondere S. 77–78. Positionspapier
  • NASA: Voyager Fact Sheet und Images on the Golden Record

Namasté! 😀
Euer Patrick

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