Lesezeit: 6 Minuten

Liebster Award – Nominierungsgrafik

Dieser Beitrag ist ein kleines Zeitdokument aus dem Frühjahr 2016: Damals wurden wir von Nadine (Ökofamilie) für den „Liebster Award“ nominiert.

Viele der damals verlinkten Blogs existieren heute nicht mehr oder sind umgezogen. Den Kern lassen wir stehen, räumen aber die kaputten Stellen auf.

Wenn ihr neu hier seid, startet gern hier: Neu hier auf Free Your Family?
Oder ihr tragt euch in unseren Newsletter ein, wenn ihr unsere Themen lieber in Ruhe gesammelt bekommt.

1) Warum bloggt ihr und welches Ziel verfolgt ihr mit eurem Blog?

Das Internet kann Menschen verbinden. Nicht automatisch, nicht immer, aber oft genug, um es ernst zu nehmen.

Wir nutzen diesen Raum, um Gedanken zu teilen, die im Alltag leicht untergehen: Beziehung statt Bevormundung, Mitgefühl statt Härte, bewusstes Leben statt Dauerrauschen.

Wir schreiben für Familien, die sich nicht mit fertigen Antworten zufriedengeben. Für Menschen, die merken: Viele „Normalitäten“ sind nur Gewohnheiten.
Und Gewohnheiten darf man prüfen.

Unsere Themen sind seitdem klarer geworden: empathische Elternschaft, kritisches Denken, Nachhaltigkeit und eine vegane Lebensweise als Ausdruck von Mitgefühl.

Wenn euch das interessiert, findet ihr zwei gute Einstiege hier:

Attachment Parenting / beziehungsorientierte Elternschaft

und

Antispeziesismus: Definition & Ethik.

Transparenz gehört dazu: Der Blog ist auch Teil unserer Existenzsicherung. Hosting, Technik, Zeit und Recherche kosten Geld. Deshalb gibt es bei uns Empfehlungen und Partnerlinks dort, wo sie inhaltlich passen. Eine Übersicht findet ihr hier:

Empfehlungen.

2) Was war die bisher größte Herausforderung in eurem Leben?

Im Familienalltag bleiben die großen Herausforderungen oft erstaunlich klein: Bedürfnisse, Zeit, Energie, Nähe.

Wir versuchen, Wünsche nicht gegeneinander auszuspielen, sondern zu übersetzen. Das gelingt nicht immer. Dann lernen wir.

Herausfordernd ist auch, alte Muster zu bemerken, bevor wir handeln. Manchmal stolpert man erst über sich selbst und denkt: „Was habe ich da gerade gemacht?“ Dann hilft nur: Verantwortung übernehmen, reparieren, weitergehen.

3) Was ist euch an eurem Leben mit Kind besonders wichtig und warum?

Zeit, echte Beziehung und ein Alltag, in dem Kinder nicht funktionieren müssen. Wir möchten unsere Kinder begleiten, nicht formen. Wir wollen ihnen zutrauen, sich zu entfalten, und gleichzeitig verlässlich da sein.

4) Was war euer größter Wunsch als Kind und habt ihr ihn verwirklicht?

Der Wunsch war simpel: dass Menschen friedlich miteinander leben und Natur nicht als Kulisse behandeln. Heute ist uns klar: „Verwirklichen“ ist kein Haken auf einer Liste. Es ist ein Weg, den man jeden Tag wieder betritt.

Nebenbei: Vielleicht hört man nie wirklich auf, Kind zu sein. Man wird nur besser darin, es zu vergessen.

5) Welche Art zu leben bevorzugt ihr und weshalb?

Ein möglichst einfaches, bewusstes Leben mit Komfort, aber ohne Überladung. Weniger Dinge, mehr Luft. Gute Beziehungen, sauberes Wasser, gutes Essen, ein Alltag, der nicht permanent gegen den eigenen Körper arbeitet.

6) Wie steht ihr zum Thema Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist ein Wort, das sich leicht verkaufen lässt. Genau deshalb schauen wir genauer hin. Ein Label ersetzt keine Verantwortung. Zertifikate können sinnvoll sein, aber sie sind kein Freifahrtschein.

Für uns beginnt Nachhaltigkeit oft dort, wo man etwas nicht kauft. Weniger Konsum, weniger Müll, weniger Ausreden.

Und wenn ihr gerade beim Thema veganes Einkaufen seid:

Vegane Familienküche: unsere Velivery-Erfahrungen

und

Vegan einkaufen: die besten veganen Online-Shops.

Hinweis: Im ursprünglichen Beitrag verlinkten wir auf einen Artikel von Animal Rights Watch über „vegane Produkte aus der Fleischindustrie“.
Die damalige Quelle ist heute nur noch als Archivlink auffindbar. Wir lassen sie im Sinne der Nachvollziehbarkeit stehen:

Archivlink: „Vegane Produkte aus der Fleischindustrie“ (ARIWA)
.

7) Was ist euer Lieblingswort?

Nicht das Wort zählt, sondern die Beziehung, in der es fällt. Ein „Mama“ oder „Papa“, das wirklich gemeint ist, ist unbezahlbar.

8) Was bedeutet Glück für euch?

Glück ist oft körperlich: Wärme auf der Haut, Wind, der nach Wald riecht, ein stiller Moment, der nicht bewertet werden muss.

Und es ist sozial: Lachen am Küchentisch, Vertrauen, das nicht verhandelt wird.

9) Beschreibt euch in 3 Sätzen.

Wir mögen diese Frage noch immer nicht, weil sie so tut, als könnte man Menschen wie Etiketten sortieren. Also kurz und ehrlich: Wir sind neugierig, manchmal unbequem, oft herzlich. Und wir versuchen, das Leben nicht zu besitzen, sondern zu bewohnen.

10) Gibt es Dinge, die ihr liebt, auch wenn sie nicht unbedingt nachhaltig sind?

Ja. Reisen zum Beispiel. Manchmal gewinnen Sehnsucht und Alltagstauglichkeit gegen das ideale Gewissen. Wir versuchen dann nicht, uns reinzuwaschen, sondern besser zu entscheiden, wo es realistisch ist.

11) Welche Message liegt euch besonders am Herzen?

Dass Menschen ihr Leben bewusst und frei gestalten dürfen, ohne andere zu verletzen.
Und dass Kinder keine Projekte sind, sondern Personen.

Wir möchten, dass ihr euch traut, Konventionen zu prüfen: Erziehung, Konsum, Statussymbole, „das macht man halt so“.
Nicht um dagegen zu sein, sondern um wahrhaftiger zu werden.

Die Sache mit dem „Liebster Award“

Der „Liebster Award“ war ein Blog-Kettenbrief mit freundlichem Kern: neue Blogs entdecken, verlinken, Fragen stellen, weiterreichen. Damit das Ganze funktioniert, hier die klassische Kurz-Anleitung (leicht aufgeräumt):

  1. Bedankt euch bei der Person, die euch nominiert hat, und verlinkt ihren Beitrag.
  2. Bindet das Award-Bild ein (oder nutzt ein Widget).
  3. Beantwortet die Fragen, die ihr bekommen habt.
  4. Optional: Teilt ein paar Fakten über euch, wenn ihr mögt.
  5. Nominiert 5–11 Blogs, die ihr gern sichtbarer machen wollt.
  6. Stellt eigene Fragen an die Nominierten.
  7. Informiert die Nominierten und schickt ihnen den Link zu eurem Beitrag.

Und ja: Das ist Networking. Aber in nett. 😄

Wir nominieren (Auszug aus 2016)

Im Original standen hier mehrere Nennungen, teils ohne Links oder mit inzwischen verschwundenen Seiten.
Wir lassen deshalb nur die damals sauber verlinkten Beispiele stehen:

  • Aida: elternmorphose.de
  • Lara & Oliver: diehorlachers.com
  • Julia: die-gute-kinderstube.blogspot.com

Wenn ihr mögt, nehmt diesen Abschnitt als Einladung: Welche Blogs oder Menschen inspirieren euch gerade? Schreibt es gern in die Kommentare. Wir lesen mit.

Unsere Fragen an die Nominierten

  1. Wie kamt ihr zum Bloggen?
  2. Wie viel Zeit investiert ihr ins Bloggen?
  3. Welche ist eure Lieblingspflanze (oder eure Lieblingspflanzen) und warum?
  4. Was ist eure Vision für euer eigenes Leben?
  5. Was ist eure Vision für die Gesellschaft?
  6. Was macht ihr, wenn ihr „kinderfrei“ habt?
  7. Was hilft euch in stressigen Situationen im Umgang mit euren Kindern?
  8. Eine gute Fee gibt euch drei Wünsche frei. Welche sind es?
  9. Ihr könntet wiedergeboren werden: Was wärt ihr gern und warum?
  10. Jemand schenkt euch 30.000 Euro. Wie würdet ihr es verwenden?
  11. Es gäbe keine Gesetze mehr: Was wäre eure erste Tat?

CC BY-SA 4.0 Liebster Award (2016): 11 Fragen über FreeYourFamily und warum wir bloggen von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

0
Was denkt ihr dazu? Wir sind gespannt auf eure Kommentare.x