Liebe Mütter und MILFs jeglicher Figur, die sich fragen, wie man nach der Schwangerschaft am besten wieder in Form kommt,

habt ihr jemanden, mit dem ihr lachen könnt, bis euch die Tränen kullern?

Wenn ich an eine meiner Freundinnen denke, fühle ich noch immer den Muskelkater vom Lachen im Bauch. Ich traf mich mit ihr im Stadtpark. Jahre hatten wir uns nicht gesehen. Trotzdem wurde unser Gekicher bald so laut, dass wir auch als junge Schulmädchen hätten durchgehen können. Natürlich nicht optisch. Der Grund für unser schallendes Gelächter: Was hätten wir mit Anfang 20 gejohlt, hätten wir geahnt, dass wir eines Tages Gedanken an hängende Brüste, Schwangerschaftsstreifen, Cellulite oder Bauchspeck verlieren! Und was jubelten wir über die Jungs, die damals auf die reiferen Frauen über 30 standen! Oder über die unendlich viele Zeit, die wir hatten, um die Nächte durchzufeiern und frühs trotzdem frei von Augenringen und Fältchen waren …

zu Beginn meiner ersten Schwangerschaft

Mit dem ersten Kind im Bauch verlor ich keinen Gedanken an einen “Mama-Body”.

Nach der Schwangerschaft: der Blick in den Spiegel

Wir stellten fest: Mutter zu werden, krempelt das Leben hau-ruck-artig um. Nicht nur mit der neuen Herausforderung, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Sondern vor allem, weil sich viele von uns körperlich verändern.

Ich bin da keine Ausnahme. Als ich mich nach der Geburt meiner ersten Tochter im Spiegel sah, war ich schockiert. Okay, mit dem Milcheinschuss konnte ich leben. Aber mit diesem Bauch? Niemals!

Ha! Damit leben? Das musste ich dann wohl doch. :-p Nach einem Jahr konnte ich mich im Spiegel wieder anschauen, ohne zu weinen. Wenn das kein Grund war, abermals schwanger zu werden! :-D (Hier findet ihr die Geburtsberichte zu Kind 2, Kind 3 und Kind 4.)

Heute habe ich vier Schwangerschaften mit relativ kurzen Abständen hinter mir. Mein ältestes Kind ist 8, das jüngste 1,5 Jahre alt. In den letzten Jahren sah ich so aus: schlank, schwanger, schwabbelig, wieder schlank, wieder schwanger, wieder schwabbelig usw. usf.

Schlanke Mütter haben keinen Grund zu meckern! Oder doch?

Eine Kommilitonin beschrieb es einmal so: „Nach einer Schwangerschaft leiden viele Frauen unter ihrer Mama-Figur. An fülligeren Frauen meckert man, dass sie zu viel zugenommen haben; der Bauch wirkt weiterhin dick, weiche Polster liegen auf Armen und Beinen, und der Po ist reichlich mit Cellulite verziert. Schlanke Mütter werden schnell mit der Aussage abgetan, sie hätten es ja gut und könnten sich einfach mal sehr glücklich schätzen. Fakt ist jedoch: Schlanke Mütter leiden nicht weniger! Die Haut an Bauch und Busen hat sich extrem gedehnt. Und nun sollen sie zusehen, was sie mit so viel übrig gebliebener Haut anstellen. Wenn der Bauch eine labberige Schürze bekommen hat und die leergestillten Brüste an Luftballons erinnern, die zwei Wochen nach einer Party hinter der Couch gefunden werden, erkennt ihr, dass auch Mütter, die ihr als „Hungerhaken“ bezeichnet, leiden können!“

1,5 Jahre nach der Geburt: Die Haut am Bauch ist straff - wenn ich mich strecke.

1,5 Jahre nach der Geburt unseres vierten Babys: Die Haut am Bauch ist straff – wenn ich mich strecke. :D

Durch unser Kontaktformular sausen manchmal Fragen wie:

  • Wie schaffst du es, deine Figur zu halten?
  • Bist du so schlank, weil du vegan lebst?
  • Schaffst du es, Sport zu machen, obwohl die Kinder den ganzen Tag zu Hause sind?
  • Welche Diät hältst du?

Zunächst muss ich mich erst einmal selbst fragen: Wie zufrieden bin ich heute mit meinem Körper? Wo finde ich die Balance zwischen „Ich bin gut so“ und „Ich will anders aussehen“?

Bevor ich auf all das eingehe, verrate ich die Sätze meiner Freundin, die mich im Stadtpark sehr berührten:

„Weißt du, dafür, dass unsere Körper so starke Veränderungen mitmachen mussten, sehen wir toll aus. Auch, wenn wir vielleicht hier und da was an uns bemeckern: Eigentlich sind unsere „Makel“ die Spuren der Liebe. Und statt sich zu ärgern, nicht mehr wie 20 auszusehen, sollten wir ruhig mal Komplimente annehmen. Die hat jede Mutter verdient!“

Diät nach der Schwangerschaft? Besser: Ernährungsumstellung

Und während wir uns im Stadtpark gegenseitig unsere Bäuche zeigen, kommen wir darauf zu sprechen, dass unsere Körper uns stets vor Augen führen, was ihnen gut tut.

Seit meine Freundin Mutter ist, krampft sich ihr Bauch zusammen, sobald sie an Tier-Milch denkt. „Wenn du dein Baby mit deiner eigenen Milch fütterst, aber selbst die Muttermilch einer anderen konsumierst – das hat einfach nicht mehr gepasst.“

Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass mir Weizen und Zucker nicht bekommen. Ihr denkt, ich kann essen, was ich will, und sitze am Abend in einem hübschen Negligé an meinem Laptop? Futterte ich genauso wie der Rest meiner Familie, würde es „furzende Weizenwampe im Schlapperlook“ eher treffen.

Garantiert vegane Ernährung das Abnehmen nach der Schwangerschaft?

Selbst habe ich keine Erfahrung, ob sich Fleisch und Milchprodukte negativ auf meine Figur auswirken würden. Behaupten, dass ich schlank sei, nur weil ich vegan lebe, kann ich also nicht.

Ich kenne ein paar Veganer, die sich hauptsächlich von veganen Schnitzeln, Pizzen, Eiscreme, Käsecreme, Sahnetorten, Donuts und Gummibärchen ernähren. So lässt es sich auch „vegan“ schnell eine Gewichtsklasse höher rutschen.

Sich von rein pflanzlichen Produkten verführen zu lassen, funktioniert heute besser als vor 20 Jahren. Ich hatte meine halbe Kindheit bereits vegetarisch verbracht, als ich mich damals mit 13 Jahren für den Veganismus entschied. Und seitdem studiere ich jede Zutatenliste.

Über die Kaloriendichte, leere und ungesunde Kalorien

Vom Speiseplan gestrichen sind bei mir:

  • Zucker (Rohrohrzucker, Dicksäfte, Traubenzucker, Fruchtsäfte …)
  • Weizen (stattdessen nutze ich in Maßen lieber Roggen, Hafer und Dinkel (Vollkorn), Linsen, Kichererbsen u.a.)
  • Palmfett (verhindert die Fettverbrennung und ist verheerend für die Umwelt) – Hier geht’s zu unserem Artikel, warum und wie wir Palmöl meiden.
  • überhaupt Tierprodukte jeglicher Art sowie
  • Kaffee, Nikotin und Alkohol (sie fördern das Altern)

Insbesondere finde ich es wichtig, vor allem auf den Kaloriengehalt der Lebensmittel zu achten, denn (um es mit den Worten von Dr. Michael Greger zu sagen):

„Snickers: einmal reingebissen – 400 Meter joggen.”

Das Buch „How Not To Diet“ von soeben genanntem Doktor ist übrigens ein Grundlagenwerk für alle, die gesund abnehmen wollen. Mit über 700 Seiten ist es zwar ein ziemlich dicker Wälzer, aber als Hörbuch ist man relativ schnell durch und hinterher viele Erkenntnisse reicher. Wer also mit seinen Pfunden zu kämpfen hat, kommt meiner Meinung nach nicht um das Buch herum. :-)

Ihr bekommt es natürlich auch bei Buch7, im Buchhandel vor Ort oder bei Thalia.

Stillen als Fatburner

Um die Schwangerschaftspfunde zu reduzieren, halfen mir meine “Milchvampire”. Pro Tag verliert man allein durch das Stillen bis zu 700 Kilokalorien. Zum Vergleich: 700 kcal stecken in ungefähr 150 Gramm Chips.

Fasten in der Stillzeit?

Ich überlegte, ob ich kurz nach der Geburt fasten sollte. Denn Heilfasten tut gut und lässt überschüssige Pfunde purzeln. Allerdings raten Fastenärzte in der Stillzeit strikt von Fastenkuren ab, weil die ausgeleiteten Stoffe auch aufs Baby übertragen werden und die Qualität und die Menge der Muttermilch unterm Fasten leidet. Hingegen ist Intervallfasten in der Schwangerschaft wie auch in der Stillzeit kein Problem, wenn der Körper bereits vor der Schwangerschaft daran gewöhnt war.

Schlank und trotzdem Haut-Schürzen

Doch selbst, wenn man die Luft aus seinen Schwimmreifen gelassen hat: Was macht man mit der überschüssigen Haut? Was können wir tun, um die ausgedehnte Haut wieder zu straffen? Leider – oder vielleicht zum Glück – hilft da nur eins: Straffung der Haut durch Bewegung und Muskelaufbau. Okay, die Mediziner könnten euch neben plastischer Chirurgie noch Needling, Unterspritzungen, Fadenlifting und andere Therapien vorschlagen. Wir bleiben aber mal bei den leichten Geschützen.

Für die Rückbildungsgymnastik nach der Geburt hatte ich Nerven. Workouts und Diäten ersetzte ich jedoch eher durch Fress-Flashes, um die Stillerei überhaupt zu ertragen. Erst nach dem ersten Geburtstag der Kinder fing ich wieder an, Sport zu treiben.

Sport in Gruppen oder im Fitnesscenter

Nach der Geburt unseres dritten Kindes nahm ich an einem Fitnesskurs für Frauen teil. Es war voll öde und ich fühlte mich stark unterfordert. Ein Fan von Fitnessstudios bin ich bisher nicht. Da fühle ich mich irgendwie zu beobachtet und ich würde die Sache nicht ernstnehmen, käme regelmäßig eine Freundin mit. Meine anderen Ausreden sind: Der fehlende Kindersitter, zu viele Keime, ich bin zu geizig, reise zu häufig und bevorzuge frische Luft.

Für mich überwiegen deshalb die Vorteile für den Heimsport. Das soll aber nicht heißen, dass das für euch genauso gelten muss. Auch, wenn man sich nach einer ganztägigen Kinderanimation nebst Hausarbeit ziemlich k.o. fühlt: Um rundherum fit zu bleiben, reicht das leider nicht. Ich überlegte mir also:

Welche Sportart passt zu mir?

Bei meiner Stadtpark-Freundin ist Hula Hoop angesagt. So rückt sie den Schwimmringen zu Leibe. Wer täglich eine halbe Stunde trainiert und in der Ernährung maßhalten kann, freut sich bald über weniger Rückenschmerzen, eine bessere Koordination und wachsende Bauchmuskeln.

In unserer “Homebase” mangelt es nicht an Hula-Hoop-Reifen. Aber vier Wirbelwinde, die ihrer Mami täglich eine halbe Stunde beim Hüftkreisen zuschauen sollen, bleiben eben Wirbelwinde. Seit der Kleinste ein Jahr alt ist, können mich aber alle Kinder 10 bis 15 Minuten am Morgen entbehren.

1. Welcher Sport macht mir Spaß?

Diese Frage konnte ich nicht auf Anhieb beantworten. Zumindest ist mir klar, welche Sportarten bisher nichts für mich sind. Der Rest meiner Familie liebt Yoga. Ich finde es zum Gähnen langweilig. Beim Tanzen, Zumba und sonstigem Rumgehampel komme mir albern vor, auch wenn man dabei sicher gut die Kinder einbinden kann.

2. Was sind meine Ziele?

Zudem lassen sich diese Formen der Leibesertüchtigung nicht mit Antwort auf Frage Nummer 2 „Was sind meine Ziele“ vereinbaren. Die wären, die schrägen und geraden Bauchmuskeln wieder zu einem zarten Sixpack zu formen.

Bauch nach der Geburt in Form bringen mit Ernährungsumstellung und Sport

Der aktuelle Stand: man kann das Sixpack ganz leicht erahnen – bei mir auch. ;-)

Schließlich motivierte mich Zuzka Light mit ihren Kanälen auf Youtube und Instagram. Wahrscheinlich ist sie den Männern bekannter. Aber auch, wenn sie als ehemalige Pornodarstellerin eine andere Ausgangssituation hat als eine Mami im Schwabbellook, finde ich bisher keinen Fitnesscoach sympathischer.

Seit 6 Monaten trainiere ich zwei bis drei ihrer Wortouts täglich. Praktisch finde ich die 5- oder 10-minütigen Videos. Die sollten sich auch für Mütter mit wenig Zeit eignen, nicht wahr? Doch keine Angst: Nur beim ersten Mal kommen einem die Übungen kompliziert oder zu schwierig vor. Bald kann man ganz gut mithalten. Hier könnt ihr’s ausprobieren:

Wieso wir „normalen Mütter“ uns nicht mit Topmodels messen sollten

Keine Frage, die „Supermütter“ auf den Illustrierten sehen super aus. Was aber keiner schreibt: Sie hatten einen Kaiserschnitt mit Wunschtermin und im Anschluss gleich eine Bauchdeckenstraffung. In der Schwangerschaft galten knallharte Diäten. Und anstatt das Wochenbett zu genießen, litten sie bei stundenlangem Training. Für die Zeit danach brauchen sie einen persönlichen Fitnesscoach, Ernährungsberater, Koch und Haushaltspersonal – es muss ja wieder alles in Form gebracht werden; sonst war’s das mit der Karriere. Nicht zu vergessen sei die Vollzeitnanny, die in der Zeit die Kinder bespaßt …

Abwertende Blicke und Bemerkungen

Niemand sollte sich genötigt fühlen, ein perfektes Äußeres zu haben, nur weil uns mit Heidi Klum oder Victoria Backham ein verzerrtes Bild suggeriert wird. Es ist wichtig, seinem Körper etwas Gutes zu tun, wenn man es denn selbst will. Niemand hat das Recht, Mütter als „fett“ oder „knochig“ zu bezeichnen. Solche Abwertungen zeigen nur die Fähigkeit des Urteilenden, mit Menschen umzugehen.

Wie seht ihr das?

Bitte verratet mir, wie ihr die Sache mit einer „Mami-Figur“ seht. An welcher Stelle im Leben stehen bei euch Ernährung und Fitness? Wie schafft ihr euch als Mütter Zeit für euch? Oder lassen sich eure Babys als Hanteln oder als Rückenbeschwerer in euer Workout integrieren?

Ich wünsche euch allen, dass ihr – auf welchem Weg auch immer – mit euren Körpern Freundschaft schließt. Egal, wie wir aussehen: Jeder Mutterkörper kann prahlen – mit der Liebe und Geborgenheit, die sie den Babys schenkten.

Alles Liebe
Eure etwas verschwitzte Evelin ;-D

 

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