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Aktualisiert am: 11.08.2026
Früchte an Bäumen und Sträuchern, in Früh-, Hoch- und Erdbeeten, auf dem Kompost und im Gewächshaus – ihr begleitet uns durch unseren Permakulturgarten im Erzgebirge.
Video: Gartenführung durch unseren Permakulturgarten
Ein Garten zum Erinnern
Beim Filmen habe ich irgendwann gesagt, dass dieses Video wahrscheinlich vor allem ein Erinnerungsvideo für mich wird. Eines, das ich mir anschauen kann, wenn wir einmal im Ausland sind und ich Sehnsucht nach unserem Garten bekomme.
So sieht er also in den letzten Augusttagen aus: üppig, an manchen Stellen ziemlich wild und voller Dinge, die gerade reif werden. Wir haben in diesem Sommer schon viel geerntet. Gleichzeitig warten Möhren unter großen Blättern, Salate schießen in die Höhe, irgendwo wächst ein Kürbis los und zwischen den Beeten meldet sich immer wieder das Unkraut.
Gerade wächst vieles quer über Wege und Beetkanten. Das gehört bei uns dazu.
Gewächshaus: Tomaten, Gurken und Zucchini
Im hinteren Teil des Gartens steht das Gewächshaus, das mein Papa gebaut hat. Darin wachsen verschiedene Tomatensorten. Außerdem hat meine Mama Paprika und Peperoni gepflanzt. Einige Tomaten wachsen buschig, andere ziehen sich schon weit nach oben. Ende August wartet dort außerdem einiges aufs Ausgeizen.
Auch außerhalb des Gewächshauses stehen viele Tomatenpflanzen. Selbst abgebrochene Triebe sind an manchen Stellen einfach weitergewachsen. Ich war beim Filmen gespannt, ob aus den Blüten noch reife Früchte werden.
Zucchini haben wir in diesem Sommer lieber im Gewächshaus gelassen. Im Jahr davor und auch in diesem Jahr hatten wir sehr viele Nacktschnecken. Gurken und Zucchini konnten wir dort fast täglich ernten. Der Platz hatte allerdings auch seine Macken: Manche Früchte wurden matschig. So ist Garten eben manchmal.
Kompost, Kürbisse und ein neues Hügelbeet
Bei uns stehen mehrere Komposthaufen. Einer davon bekam von meinem Papa noch eine zusätzliche Einfassung, damit unsere Gartenabfälle Platz finden.
Und dann wächst da Kürbis. Einfach so. Wir haben davon schon mehrmals geerntet, obwohl wir ihn an dieser Stelle gar nicht geplant hatten. „Ich wachs dann mal.“ So sieht es jedenfalls aus.
Mein Papa hatte außerdem Pflanzen bekommen, die bei anderen übrig waren, und dafür noch ein längeres Hügelbeet angelegt. Dort wachsen viele Kürbisse und Gurken. Einige Ranken haben sich längst über den vorgesehenen Platz hinaus auf den Weg gemacht. Den Weg zu den Himbeeren hatten wir schon freigeschnitten – ein bisschen später lag dort wieder Grün.
Frühbeet, Möhren, Salate und Erdbeeren
Das Erdbeerbeet war zu diesem Zeitpunkt schon lange abgeerntet. Hier und da kamen noch einzelne kleine Erdbeeren nach. Das Frühbeet hatte seinen Dienst für die Saison ebenfalls fast getan.
Unter den großen Kürbisblättern verstecken sich unsere Möhren. Das sieht auf den ersten Blick nach ziemlich viel Wildwuchs aus, darunter wachsen aber kräftige Möhren. Im Frühsommer standen dort außerdem Radieschen und Rapunzelsalat. Im Frühbeet wuchsen Eisbergsalat und Pflücksalat.
Beim Kohlrabi lief es in diesem Jahr deutlich schlechter. Ich hatte ihn aus Samen gezogen, doch einige Pflanzen kamen kaum in Gang. Warum? Keine Ahnung. Dafür wuchs an anderen Stellen wieder so viel, dass wir gar nicht überall mit dem Ernten hinterherkamen. Bei den Zuckererbsen war es zum Beispiel so.
Beeren und Obst: Irgendwo ist fast immer etwas reif
Zwischen den Gemüsebeeten stehen bei uns Obstbäume und viele Beerensträucher: Himbeeren an mehreren Stellen, rote, weiße und schwarze Johannisbeeren, Felsenbirne, Aronia, Stachelbeeren, Heidelbeeren und Erdbeeren. Dazu kommen Apfelbäume, an denen im August und September nacheinander Äpfel reif werden, Trauben und im Vorgarten noch weitere Sträucher und ein Kirschbaum.
Ich sage im Video, unsere Sträucher würden sich ziemlich gut absprechen. Gemeint ist: Über die Saison wird immer wieder etwas anderes reif, und die Kinder können im Garten ständig irgendwo naschen. Genau das mag ich an dieser Mischung besonders.
Kräuter und wilde Ecken
Auch Kräuter wachsen an vielen Stellen. Pfefferminze, Melisse, Majoran, Beinwell und Brennnesseln gehören dazu. Manche davon haben wir in diesem Jahr kaum gepflegt. Sie wachsen trotzdem weiter, manche ganz selbstverständlich zwischen den anderen Pflanzen.
Zu den essbaren Wildpflanzen rund um unser Zuhause im Erzgebirge gibt es bei uns noch mehr zu lesen:
- Essbare Wildpflanzen im Erzgebirge: Was wir im Sommer gefunden und genutzt haben
- Wildkräuter im Winter finden: 16 essbare Pflanzen & Beeren
- Kinder essen Wildkräuter im November: Hagebutte & Co.
Handrasenmäher, längeres Gras und unser Dornröschenhaus
Wir gärtnern ökologisch und ackern den Garten nicht mit einem Gerät durch. Für die Wiese haben wir einen Handrasenmäher. Im August beschlossen wir irgendwann, erst einmal gar nicht mehr zu mähen.
Wir mögen es, wenn Pflanzen Raum bekommen und die Wiese auch einmal höher wachsen darf. Bei einem kleinen Stück Garten fragen wir uns eher: Warum soll hier ständig alles kurz sein?
Vielleicht hört ihr im Video auch mein Lieblingsgeräusch: die Grillen. Ganz am Ende nenne ich unser Zuhause unser „Dornröschenhaus“. Passt eigentlich ganz gut.
FAQ zu unserem Permakulturgarten
Was bedeutet „Permakulturgarten“ für euch?
Bei uns beschreibt der Begriff diesen Garten mit seinen Obstbäumen, Beerensträuchern, Gemüsebeeten, Kräutern, Komposthaufen und wilden Ecken. Wir ackern die Fläche nicht mit Maschinen durch, kompostieren unsere Gartenabfälle und lassen manches weiterwachsen, wenn es sich seinen Weg zwischen den Beeten gesucht hat.
Was wächst in eurem Garten?
Im Video sind unter anderem Tomaten, Paprika, Peperoni, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Möhren, verschiedene Salate, Radieschen, Kohlrabi und Zuckererbsen zu sehen. Dazu kommen Himbeeren, Johannisbeeren, Felsenbirne, Aronia, Stachelbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Äpfel, Trauben, Kirschen und verschiedene Kräuter.
Wie seid ihr in diesem Jahr mit den vielen Nacktschnecken umgegangen?
Wir haben die Zucchini in dem Sommer, in dem das Video entstand, im Gewächshaus angebaut. Dort konnten wir zusammen mit den Gurken fast täglich ernten. Für uns war das in diesem Jahr die pragmatische Lösung.
Warum wächst bei euch so vieles durcheinander?
Ein Teil ist geplant, ein Teil ergibt sich. Kürbisse wachsen aus dem Kompost, Ranken ziehen über den Beetrand, Kräuter kommen wieder und zwischen Gemüse stehen Beerensträucher und Obstbäume. Vieles lassen wir dort weiterwachsen, wo es sich gerade ausbreitet.
Wie sind eure Kinder im Garten dabei?
Wir ernten zusammen, und durch die vielen Beerensträucher und unterschiedlichen Reifezeiten können die Kinder während der Gartensaison immer wieder direkt naschen. Sie sind dabei, wenn wir schauen, was reif ist und was als Nächstes mit in die Küche kommt.
Was macht ihr mit vielen Zucchini?
Zu unserer Zucchini-Ernte passt auch eine süße Variante: veganer Zucchini-Schoko-Kuchen ohne Öl.
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