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Aktualisiert am: 26.02.2026

Früchte an Bäumen und Sträuchern, in Früh-, Hoch- und Erdbeeten, auf dem Kompost und im Gewächshaus: Kommt mit auf eine kleine Führung durch unseren Permakulturgarten im Erzgebirge.

Video: Gartenführung

Vorweg: Das hier ist kein Schaugarten

Unser Garten ist nicht geschniegelt. Er ist eher so, wie Familienalltag eben ist: lebendig, manchmal chaotisch, oft überraschend. Wir mögen das. Die Sträucher „sprechen sich ab“, sagen wir gern, weil bei uns fast immer irgendwo etwas reif ist und die Kinder ständig naschen können.

Im Video hört ihr auch Kinderstimmen, kleine Abschweifungen und sehr ehrliche Sätze. Genau so ist diese Gartenführung gemeint: als Erinnerung für uns und als Einblick für euch.

Gewächshaus: Tomatenzeit und Ausgeizen

Im hinteren Teil des Gartens steht ein Gewächshaus, das mein Papa gebaut hat. Darin wachsen mehrere Tomatensorten, außerdem Paprika und Peperoni. An manchen Tagen ruft das Gewächshaus ziemlich deutlich: „Ausgeizen, bitte.“

Draußen stehen zusätzlich noch Tomaten, und manche Pflanzen wachsen sogar dann weiter, wenn sie eigentlich schon abgeschrieben waren. Garten ist manchmal genau so: ein bisschen Trotz in Grün.

Schnecken, Zucchini und tägliche Kontrolle

Zucchini haben wir dieses Jahr nicht raus ins Beet gesetzt, weil wir sehr viele Nacktschnecken hatten. Im Gewächshaus gelingt es besser, auch wenn trotzdem mal etwas matschig wird.

Gurken und Zucchini schauen wir gefühlt täglich an, weil aus „noch klein“ schnell „riesig“ wird.

Kompost und Kürbisse, die einfach so kommen

Bei uns stehen mehrere Komposthaufen. Und ja, manchmal wächst aus dem Kompost oder daneben plötzlich ein Kürbis. Ohne Plan, ohne Einladung, einfach so. Ich liebe diese Sorte Überraschung.

Hügelbeet, Hochbeet, Erdbeeren und die Beete dazwischen

Ein längeres Beet wurde als Hügelbeet angelegt. Darauf wachsen unter anderem Kürbisse und Gurken. Dazwischen waren Salate, und einiges hat sich versamt oder hat einfach seinen Platz gefunden.

Das Erdbeerbeet war längst abgeerntet, später kommen nur noch kleine Trost-Erdbeeren nach. Das Frühbeet wird nicht über den Winter draußen gelassen, damit es nicht verwittert.

Und unter den großen Blättern, versteckt und ein bisschen schelmisch, wachsen Möhren. Das ist mein Lieblingsspiel im Garten: Es sieht nach Wildwuchs aus, und darunter passiert trotzdem sehr konkrete Nahrung.

Obst und Beeren: Naschen an jeder Ecke

Wir haben mehrere Sträucher und Bäume, sodass über die Saison verteilt immer wieder etwas reif wird: Himbeeren an vielen Stellen, Johannisbeeren (rot, weiß, schwarz), Stachelbeeren, Felsenbirne, Aronia, Heidelbeeren, dazu Apfelbäume mit unterschiedlichen Reifezeiten.

Im Vorgarten geht es weiter mit Sträuchern, und irgendwo steht auch noch eine Kirsche. Bei uns ist „Garten“ nicht nur hinten. Er schleicht sich ums Haus herum.

Kräuter und wilde Ecken

Kräuter wachsen bei uns teils bewusst, teils wild: Pfefferminze, Melisse, Majoran, Beinwell, Brennnessel. Nicht alles wird perfekt gepflegt. Manche Jahre sind einfach mehr „wachsen lassen“ als „gestalten“.

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Rasen, Roboter und „Natur darf auch mal“

Wir haben einen Handrasenmäher. Einen Rasenmähroboter finden wir schwierig, vor allem bei kleinen Flächen. Nicht, weil Technik böse wäre, sondern weil Garten für uns auch Lebensraum ist. Und weil wir es mögen, wenn Natur nicht ständig geschniegelt wird.

Im Spätsommer haben wir dann entschieden, erst mal gar nicht mehr zu mähen. Das ist nicht für jede:n. Für uns war es eine kleine Entspannung.

FAQ

Was meint ihr mit „Permakulturgarten“?

Für uns heißt das: möglichst naturnah, mit vielen mehrjährigen Pflanzen, viel Beobachtung und wenig „alles muss geschniegelt sein“. Wir arbeiten eher mit dem, was gut wächst, statt jedes Beet in ein starres Schema zu pressen.

Wie geht ihr mit Nacktschnecken um?

Wir wählen Pflanzen und Standorte pragmatisch. Zucchini kamen bei uns in dem Jahr lieber ins Gewächshaus als ins Beet. Außerdem hilft tägliches Hinschauen mehr als der perfekte Plan.

Warum wächst bei euch so viel „durcheinander“?

Weil wir viel mischen: Beete, Sträucher, Kräuter, Obstbäume. Dazwischen darf es wild sein. Das ist nicht die einzige richtige Art zu gärtnern, aber es passt zu unserer Familie.

Hügelbeet, Hochbeet, Frühbeet: Was nutzt ihr wofür?

Das Hügelbeet trägt bei uns stark zehrende Pflanzen wie Kürbis und Gurke gut. Das Frühbeet hilft im Frühjahr, Salate vorzuziehen oder länger zu nutzen. Hochbeete sind praktisch, wenn man ergonomischer arbeiten will, bei uns mischt sich das je nach Jahr.

Wie sorgt ihr dafür, dass Kinder im Garten „mitmachen“?

Wir setzen eher auf Naschen, Staunen, Mitfilmen und kleine Aufgaben als auf Pflicht. Wenn Kinder ständig etwas finden, was direkt essbar ist, entsteht Motivation ganz von allein.

Was ist euer wichtigster Garten-Tipp für Familien?

Klein anfangen und Erfolg sichtbar machen. Ein Strauch, der jedes Jahr trägt, ist manchmal mehr wert als zehn Beete, die Stress machen.

Was macht ihr mit Zucchini-Schwemmen?

Backen hilft. Sehr. Falls ihr eine Idee braucht: Zucchini-Schoko-Kuchen (vegan)

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