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Aktualisiert am 14. August 2026

Ich nehme euch mit auf eine Roomtour durch unsere neue Unterkunft in Montenegro, wo wir den November verbringen. Hier ist es leider nicht so schön, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber das gehört ja auch mal dazu …

Im Video zeigen wir euch unsere Wohnung in Bar und die Umgebung. Und wie so oft sind es am Ende ziemlich unspektakuläre Dinge, die darüber entscheiden, wie sich eine Unterkunft mit Kindern anfühlt: die Straße vor der Haustür, ein Supermarkt nebenan, ein Platz für die Laufrädchen, Feuchtigkeit in den Räumen und ein Tisch, an dem man arbeiten kann. Oder eben keiner.

Video: So wohnen wir in Bar in Montenegro

Unsere Unterkunft in Bar: Berge vor der Tür und ziemlich viel Verkehr

Wir wohnen in Bar, relativ nah an der albanischen Grenze und ein Stück vom Stadtzentrum entfernt. Rundherum sehen wir Berge. Die Luft war während unseres Aufenthalts trotzdem weniger klar, als wir es uns vorher vorgestellt hatten.

Direkt vor dem Haus verläuft eine kleine Straße. Klein heißt hier allerdings keineswegs ruhig: Es fahren überraschend viele Autos durch, teilweise ziemlich schnell. Gleich nebenan liegt ein Supermarkt, und wir vermuten, dass zumindest ein Teil des Verkehrs damit zusammenhängt.

Mit den Kindern einfach eine gemütliche Runde loszulaufen, wurde dadurch anstrengender, als wir erwartet hatten. Wir mussten immer wieder stehen bleiben und schauen, was von vorne oder hinten kommt. Auf einer Karte wirkt so eine Straße wie ein nebensächliches Detail. Im Familienalltag kann sie ziemlich viel verändern.

Parkplatz, Kiwis und eine Dachterrasse mit Bergblick

Unser Auto können wir direkt am Gebäude abstellen. Unter dem Vordach finden auch die Laufrädchen ihren Platz, und draußen gibt es eine Möglichkeit, die Wäsche aufzuhängen. Dinge, über die wir vor einer Reise kaum reden. Nach ein paar Tagen werden sie plötzlich wichtig.

Rund ums Haus wachsen Kiwis. Der Vermieter verkauft sie auch, und auf dem Boden liegen immer wieder Früchte – manche noch unreif, andere schon deutlich drüber. In der Umgebung entdecken wir außerdem Mandarinen, Orangen und Granatäpfel. Dazu ein paar Schmetterlinge, Truthähne und wenige Kühe.

Oben gibt es eine kleine Dachterrasse mit einem schönen Blick auf die Berge. Im November ist sie während unseres Aufenthalts häufig nass. Mit den Kindern fühlt es sich für uns dort oben außerdem wenig entspannt an. Deshalb gehen wir eher einmal kurz hoch und schauen uns die Aussicht an.

Drinnen: Bad und unsere kleinen Reise-Routinen

Im Bad gibt es eine Dusche, ein WC, eine Waschmaschine und einen eigenen Schalter für den Boiler. Den Kinder-Klositz haben wir wie immer dabei. Handtücher gehören zur Wohnung.

Das Toilettenpapier soll hier separat entsorgt werden. Außerdem gibt es ein Bidet. Solche Dinge sind am ersten Tag ungewohnt und gehören kurz darauf einfach zum Alltag dieser Unterkunft.

An den Wänden hängen auch ein paar Masken. Der Vermieter reist wohl häufiger nach Paraguay und Thailand. Eines unserer Kinder findet die Masken ziemlich hässlich. Damit ist die Sache für sie geklärt.

Arbeiten unterwegs: Bett statt Schreibtisch

Ein Zimmer nennen wir im Video unser Arbeitszimmer. Einen Schreibtisch gibt es dort allerdings nicht. Wir haben bereits ein Bett aus dem Raum geräumt, zum Arbeiten bleibt trotzdem oft ein anderes Bett als Fläche für den aufgeklappten Computer.

Unsere Sachen haben wir größtenteils gar nicht erst in die Schränke eingeräumt. Wir leben aus den Koffern, und für diese Zeit klappt das ganz gut. Beim Arbeiten merken wir stärker, was in einer Unterkunft fehlt. Ein richtiger Arbeitsplatz gehört für uns inzwischen definitiv zu den Dingen, auf die wir bei längeren Aufenthalten genauer schauen.

Schlafzimmer mit Granatapfelbaum und Supermarkt nebenan

Vom Schlafzimmer schauen wir auf einen Granatapfelbaum beim Nachbarn. Solche Bäume sehen wir in der Gegend immer wieder. Teilweise hängen noch Früchte daran, obwohl sie schon aufplatzen.

Gleich daneben liegt der Supermarkt. Zum Einkaufen ist das natürlich praktisch. Gleichzeitig gehören die ankommenden Autos und der Verkehr auf der schmalen Straße damit direkt zu unserer Wohnlage.

Wohnzimmer, Küche und ziemlich viel Lüften

Im Wohnzimmer verteilen sich unsere Spielsachen und die Dinge, die wir täglich brauchen. Wir versuchen halt, eine fremde Wohnung für ein paar Wochen so einzurichten, dass unser Familienalltag darin funktioniert.

Wir haben die Fenster häufig offen, solange gerade keine Mücken unterwegs sind. Die Wohnung riecht für uns muffig, und wir sehen an mehreren Stellen Schimmel. Auch einige Kopfkissen wirken stellenweise verschimmelt. Das beschreibt unsere Beobachtung während dieses Aufenthalts; wir haben die Wohnung nicht fachlich untersuchen lassen.

Eine andere Situation ist uns ebenfalls hängen geblieben. Wir hatten Besuch von einer Familie mit kleinem Baby und legten eine Wolldecke auf den Fußboden, damit dort gespielt werden konnte. Die Vermieterin reagierte darauf sehr scharf. Wir verstanden damals nicht, welches Problem sie darin sah.

Für uns war die Situation vor allem irritierend. Bei einer Unterkunft für mehrere Wochen geht es eben auch darum, ob die Vorstellungen der Vermietung dazu passen, wie eine Familie die Räume tatsächlich nutzt.

Was unsere Wohnung in Montenegro gekostet hat

Für die Wohnung haben wir damals 330 Euro für einen Monat festgehalten. Dazu kamen Stromkosten und eine örtliche Abgabe; für uns beide waren das zusammen noch einmal 60 Euro. Diese Beträge beschreiben unseren Aufenthalt im November und sagen nichts darüber aus, was eine vergleichbare Unterkunft in Bar heute kostet.

Der niedrige Mietpreis war für uns nur ein Teil der Rechnung. Die Straße vor der Tür, der muffige Geruch, die Feuchtigkeit und das improvisierte Arbeiten beeinflussten unseren Alltag mindestens genauso stark.

Was uns bei einer Unterkunft mit Kindern inzwischen wichtig ist

Von dieser Wohnung sind bei uns vor allem ein paar Fragen hängen geblieben. Wie viel Verkehr liegt direkt vor der Haustür? Können die Kinder draußen sein, ohne dass wir ständig auf vorbeifahrende Autos achten? Gibt es einen trockenen Platz zum Spielen? Wie riecht es in den Räumen? Lassen sie sich gut lüften? Und wenn wir mehrere Wochen bleiben: Gibt es einen brauchbaren Arbeitsplatz?

Auch die Vorstellungen der Vermieter:innen können eine Rolle spielen. Bei einem kurzen Aufenthalt fällt eine ungewöhnliche Hausregel vielleicht kaum auf. Wenn eine Familie mehrere Wochen dort wohnt, wird aus der Ferienwohnung ein Stück Alltag. Dann macht es einen Unterschied, ob Spielsachen auf dem Boden liegen dürfen und wie die vorhandenen Räume tatsächlich genutzt werden können.

Unser Eindruck von Montenegro nach der ersten Woche

Zum Zeitpunkt des Videos sind wir ungefähr eine Woche in Montenegro. Eine andere Familie haben wir bereits kennengelernt, sodass die Kinder einen Tag lang Spielgesellschaft hatten.

Unser erster Eindruck von Montenegro ist trotzdem verhalten. Nach den beiden Monaten davor gefällt es uns in Kroatien bislang deutlich besser. Mehr über diese Zeit, unsere Beobachtungen und darüber, wie sich Montenegro für uns als Familie angefühlt hat, findet ihr in unserem ausführlicheren Erfahrungsbericht Montenegro: Weder Perle noch Juwel an der Adria.

Weitere Beiträge aus unserem Reisealltag

Falls euch interessiert, wie wir auf dieser Reise sonst gewohnt und unseren Alltag organisiert haben, passen auch diese Beiträge dazu:

So wohnen wir in Kroatien: Roomtour und Alltag

Winter in Griechenland: Reisebericht mit Realitätscheck

Spielzeug und Zeitvertreib für Kinder auf Reisen

VW T4: So reisen wir als Familie

Worldschooling und Freilernen auf Reisen

FAQ: Unterkunft in Bar, Montenegro, mit Kindern

Wie war die Lage unserer Unterkunft in Bar?

Wir wohnten ein Stück außerhalb des Stadtzentrums. Direkt neben dem Haus lag ein Supermarkt und vor der Haustür verlief eine schmale, während unseres Aufenthalts stark befahrene Straße. Für Einkäufe war die Lage praktisch. Spaziergänge mit den Kindern empfanden wir dort als anstrengend.

Was hat unsere Wohnung in Montenegro im Monat gekostet?

Für unseren damaligen Aufenthalt haben wir 330 Euro Monatsmiete festgehalten. Hinzu kamen Stromkosten und für uns beide zusammen 60 Euro örtliche Abgabe. Die Beträge stammen aus unserem damaligen Aufenthalt im November und sind keine aktuellen Preisangaben für Bar.

Wie war die Wohnung ausgestattet?

Es gab unter anderem ein Bad mit Dusche, WC und Waschmaschine, Küche und Wohnzimmer, mehrere Schlafmöglichkeiten sowie einen Parkplatz direkt am Haus. Einen richtigen Schreibtisch hatten wir nicht. Zum Arbeiten nutzten wir deshalb häufig ein Bett.

Gab es Probleme mit Feuchtigkeit oder Schimmel?

Die Wohnung roch für uns muffig. Wir sahen außerdem an mehreren Stellen Schimmel, und auch einige Kopfkissen wirkten stellenweise verschimmelt. Deshalb lüfteten wir sehr viel. Diese Beschreibung gibt unsere damalige Wahrnehmung wieder; eine fachliche Untersuchung lag uns nicht vor.

War die Dachterrasse mit Kindern gut nutzbar?

Während unseres Aufenthalts im November war die Dachterrasse häufig nass. Zusätzlich fühlten wir uns mit den Kindern dort oben wenig entspannt. Wir nutzten sie deshalb hauptsächlich, um kurz die Aussicht auf die Berge anzuschauen.

Was war an der Unterkunft praktisch?

Der Supermarkt lag direkt nebenan, unser Auto stand am Haus, die Laufrädchen hatten einen überdachten Platz und wir konnten draußen Wäsche trocknen. Gerade bei einem längeren Aufenthalt erleichtern solche kleinen Dinge den Alltag ziemlich.

Wie hat uns Montenegro bis dahin gefallen?

Nach unserer ersten Woche war unser Eindruck noch zurückhaltend. Die beiden Monate zuvor in Kroatien hatten uns bis dahin deutlich besser gefallen. Wie sich unsere Sicht im weiteren Verlauf entwickelt hat, erzählen wir ausführlicher in unserem Montenegro-Erfahrungsbericht.

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