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Aktualisiert am 13. August 2026
In diesem Video lüften wir das Geheimnis um das Fahrzeug, mit dem wir quer durch Europa reisen: ein VW T4 Bus. Ich spreche darüber, wie wir zu dem Bulli gekommen sind, warum wir uns gerade für dieses Auto entschieden haben, was es gekostet hat und wie viel es verbraucht. Wir zeigen und erzählen euch, was wir alles dabei haben und stellen unseren T4 von außen und innen vor.
Skandinavien liegt zu diesem Zeitpunkt hinter uns, inzwischen sind wir in Südosteuropa. Der T4 ist unser einziges Auto und muss ziemlich viel gleichzeitig können: drei Kinder mitnehmen, Gepäck schlucken, unsere Arbeit unterwegs mittragen und sich im Alltag trotzdem noch überschaubar anfühlen.
Kurz gesagt: Für uns passt der VW T4 als Reiseauto, weil wir mit ihm unauffällig unterwegs sind, die Sitzplätze flexibel nutzen können und an viele Dinge noch gut herankommen, wenn unterwegs etwas zu tun ist.
Unser Reiseauto: ein älterer VW T4
Wir fahren einen älteren VW-Bus, einen T4. Zu diesem Modell habe ich sogar eine kleine Vorgeschichte: In einem T4 habe ich meine ersten Fahrübungen gemacht. Ich bin also schon gefahren, bevor unser eigener Bus überhaupt ein Gedanke war.
Ich hatte selbst bis dahin nur VWs und verband mit der Marke etwas Solides. Patrick war große Transporter früher weniger gewohnt, kommt mit unserem Bus aber sehr gut zurecht. Und auch die Kinder mögen ihn. Unsere Kinder lieben das Auto.
Welche anderen Autos wir uns angesehen haben
Peugeot Boxer: viel Platz, dann kam der Rost
Zuerst hatten wir uns tatsächlich für einen Peugeot Boxer entschieden. Der ist noch größer und wir fanden ihn sehr komfortabel. Der Kauf war im Grunde schon vereinbart.
Bei der technischen Prüfung zeigte sich dann Rost, der nach der damaligen Einschätzung von innen kam. Damit war dieser Boxer für unsere Langzeitreise raus. Gerade unterwegs wollten wir uns bei einem so wichtigen Teil unserer Reise auf den Zustand des Fahrzeugs verlassen können.
VW T5: schicker, moderner – und für uns damals zu viel
Einen VW T5 hatten wir ebenfalls im Blick. Wir fanden ihn schicker, sportlicher und komfortabler ausgestattet. Mir war das damals fast schon ein bisschen zu viel Schickimicki. Genau das machte ihn für uns aber auch weniger passend.
Wir wollten mit unserem Auto in Ländern mit deutlich unterschiedlichem Wohlstand möglichst unauffällig unterwegs sein. Außerdem sollte ein Lackkratzer ein Lackkratzer bleiben und uns nicht tagelang ärgern. Beim Preis lag der T5 für uns damals deutlich höher; beim Verbrauch hatten wir ebenfalls Bedenken.
Also suchten wir weiter nach einem T4.
Warum der VW T4 zu unserer Langzeitreise passte
Unsere Entscheidung hing an ziemlich alltäglichen Dingen:
- Unauffällig unterwegs: Ein älterer Bus fühlte sich für uns auf der Reise stimmiger an als ein auffälligeres Fahrzeug.
- Flexible Sitzplätze: Mit neun Sitzen können wir die Plätze je nach Strecke und Familiensituation anders nutzen.
- Gelassen bei Gebrauchsspuren: Kleine Kratzer oder Macken bringen uns bei einem älteren Reiseauto weniger aus der Ruhe.
- Bezahlbar: Der Kaufpreis lag bei ungefähr 7.000 Euro.
- Verbrauch: Unsere damalige Anzeige beziehungsweise Erfahrung lag bei ungefähr 6,3 l/100 km.
- Überschaubare Technik: Bei einfachen Dingen kommen wir gut an die Stellen heran, die wir brauchen.
Für Familien, die gerade überlegen, wie sie überhaupt längere Strecken gestalten möchten, passt dazu auch unser Beitrag Autofahrt mit Kindern: 19 Tipps für stressfreies Reisen im Auto.
Unser VW T4 in Zahlen
Die Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt des Videos und auf genau unseren Bus:
- Modell: VW T4
- Antrieb: Diesel
- Verbrauch: ca. 6,3 l/100 km nach unserer damaligen Anzeige beziehungsweise Erfahrung
- Kaufpreis: ca. 7.000 Euro
- Kilometerstand: ca. 158.000 km
- Sitzplätze: neun
Diesel und Verbrauch: unsere damalige Abwägung
Wir fahren einen Diesel. Ich sage im Video ziemlich offen: Ich fühlte mich mit dem Diesel damals nicht schlecht. Für mich war der Verbrauch ein wichtiger Punkt. Ungefähr 6,3 Liter auf 100 Kilometer empfanden wir bei unserem Bus als sparsam.
Das ist unsere Erfahrung mit diesem Fahrzeug und keine Aussage darüber, welcher Antrieb für andere Familien oder andere Reisen die beste Wahl ist. Für uns passte die Kombination damals.
Wenig Elektronik und Dinge, an die wir selbst herankommen
Unser T4 hat wenig elektronischen Schnickschnack. Eine Klimaanlage gehört bei unserem Bus nicht zur Ausstattung. Wir haben einen Ventilator nachrüsten lassen, brauchen ihn aber selten. Meist helfen uns offene Fenster, Schatten und Pausen.
Noch wichtiger ist uns etwas anderes: Bei einfachen Arbeiten fühlen wir uns dem Auto nicht völlig ausgeliefert. Wir wissen zum Beispiel, wie wir ein Rad wechseln oder an einen Kühlwasserschlauch herankommen. Natürlich reparieren wir deshalb nicht alles selbst. Aber wir sehen wenigstens, wo wir hinmüssen, und können uns eher orientieren, wenn etwas passiert.
Das klingt nach einer Kleinigkeit. Mit drei Kindern und Gepäck irgendwo unterwegs fühlt es sich ziemlich groß an.
Von zwei Autos zu einem Reisebus
Schon einige Jahre vorher hatten wir gemerkt, dass uns im Alltag ein Auto reicht. Ich hatte meinen VW Golf mit in die Ehe gebracht. Mit ihm waren wir unter anderem in Großbritannien und Polen unterwegs. Patrick hatte damals noch einen Mercedes, von dem wir uns später trennten.
Vor der Langzeitreise gaben wir schließlich auch den Golf ab. Seitdem war der T4 unser einziges Auto.
Das passte zu unserem Alltag, weil wir inzwischen von unterwegs arbeiteten. Webseiten, Filme und Fotografie gehörten weiter zu unserer Arbeit, nur der Arbeitsplatz wechselte ständig. Damit fuhr im Bus eben auch immer eine Technikkiste mit.
Neun Sitze, drei Kinder und viel Umräumen
Unser Bus hat neun Sitze. So viele brauchen wir als fünfköpfige Familie nicht dauerhaft. Schön ist die Freiheit, die Sitzordnung unterwegs zu verändern.
Auf langen Strecken sitzt unsere älteste Tochter gern vorne bei Patrick und schaut mit aufs Navi. Das interessiert sie so sehr, dass sie später beim Fahrradfahren selbst „Navi“ spielt. Die beiden anderen Kinder sitzen oft zusammen weiter hinten. Und wenn die Stimmung eine andere Sitzordnung braucht, können wir umräumen.
Patrick fährt die meisten langen Strecken. Ich sitze häufiger bei den Kindern, singe, spiele und beantworte die berühmte Frage, wann wir endlich da sind. Manchmal übernehme ich für eine Weile das Steuer, zum Beispiel wenn Patrick eine Pause braucht.
Wenn wir an einem Ort angekommen sind und nur zum Einkaufen oder an den Strand fahren, sieht die Sitzordnung schon wieder anders aus. Diese Flexibilität mögen wir am Bus sehr.
Was bei uns alles im VW T4 mitfährt
Ein Reiseauto ist bei uns auch ein rollender Stauraum. Wenn Patrick alles auslädt, sieht man erst, was sich darin verteilt:
- Lego-Kiste, Bastelkiste und Technikkiste
- Wäschekorb und Klamottenkiste
- drei Koffer mit Kleidung
- zeitweise ein Buggy
- ein Laufrad und das Fahrrad unserer ältesten Tochter
- eine Manduca als Trage
- ein oder zwei Einkaufskörbe mit Lebensmitteln und Getränken
- unser Wasserfilter, weil uns das Leitungswasser an unserem damaligen Aufenthaltsort unangenehm vorkam
- ein kleiner Rucksack mit Verkleidungssachen
- unsere „Mamakiste“, die schon in einem früheren Video mit auf Reisen war
Beim Buggy und Laufrad entschieden wir damals nach den Straßen vor Ort und danach, womit die Kinder dort gut unterwegs sein konnten. Unsere eigenen Fahrräder ließen wir zunächst zu Hause, weil wir erst sehen wollten, wie gut sich die Wege mit den kleineren Kindern nutzen lassen.
Das ist beim Packen sowieso ständig so: Auf dem Papier kann ein Kind etwas längst. Unterwegs zählt zusätzlich, wie der Ort tatsächlich aussieht.
Länder-Aufkleber als kleines Reisetagebuch
Außen am Bus kleben Länder-Aufkleber. Die Kinder hatten sich dafür entschieden, und wir fanden die Idee ebenfalls schön. Ein paar Aufkleber erinnern sogar an Länder, in denen wir noch mit unserem alten Auto unterwegs waren.
Für die Kinder sind die Flaggen mehr als Deko. Sie schauen, welche Flagge zu welchem Land gehört, suchen Länder im Atlas und erinnern sich daran, wo wir schon waren. Genau solche kleinen Dinge machen Reisen für sie greifbar.
In Skandinavien fanden wir solche Aufkleber an vielen Stellen. Auf unserer weiteren Route suchten wir an Tankstellen und in Souvenirshops teilweise vergeblich. Ein dänischer Aufkleber verlor außerdem mit Regen und Sonne einen Teil seiner Farbe. Unser Reisetagebuch auf Blech trägt seine Gebrauchsspuren.
Innen hängt zusätzlich eine kleine Girlande. Daran dürfen Fundstücke hängen, die die Kinder unterwegs aufheben und gern bei sich haben möchten. So wird aus einem alten Transporter Stück für Stück unser Bus.
Was der T4 gekostet hat und wie viele Kilometer er hatte
Unser Bus hat ungefähr 7.000 Euro gekostet. Zum Zeitpunkt des Videos hatte er ungefähr 158.000 Kilometer auf dem Tacho. Damit hatte er sogar weniger Kilometer hinter sich als unser VW Golf, als wir den wenige Monate zuvor abgegeben hatten.
Für uns fühlte sich der Zustand beim Kauf passend an. Gerade die Erfahrung mit dem Peugeot Boxer hatte uns deutlich gemacht, wie wenig eine schöne Innenausstattung über das entscheiden kann, was unter dem Blech steckt.
FAQ: Unser VW T4 als Reiseauto mit Kindern
Warum habt ihr euch für einen VW T4 entschieden?
Für uns kamen mehrere Dinge zusammen: ein bezahlbarer Kaufpreis, neun Sitzplätze, ein Verbrauch von ungefähr 6,3 l/100 km bei unserem Fahrzeug, überschaubare Technik und die Möglichkeit, mit einem älteren Bus eher unauffällig unterwegs zu sein.
Warum wurde es kein Peugeot Boxer?
Wir hatten den Kauf eines Peugeot Boxer bereits weitgehend vereinbart. Bei der technischen Prüfung zeigte sich Rost, der nach der damaligen Einschätzung von innen kam. Deshalb entschieden wir uns gegen genau dieses Fahrzeug.
Warum habt ihr keinen VW T5 genommen?
Der T5 war für uns damals schicker und komfortabler, aber auch deutlich teurer. Wir wollten einen Bus, bei dem Gebrauchsspuren uns weniger beschäftigen und mit dem wir auf unserer Route eher unauffällig unterwegs sein konnten.
Wie viel verbrauchte euer VW T4?
Bei unserem T4 lagen wir laut damaliger Anzeige beziehungsweise eigener Erfahrung bei ungefähr 6,3 l/100 km. Dieser Wert beschreibt unser Fahrzeug zum damaligen Zeitpunkt.
Wie viel hat euer VW T4 gekostet?
Wir haben ungefähr 7.000 Euro bezahlt. Der Kilometerstand lag zum Zeitpunkt des Videos bei ungefähr 158.000 km.
Wie klappt ein VW T4 mit drei Kindern und viel Gepäck?
Bei uns funktioniert vor allem die Mischung aus neun Sitzplätzen und vielen Kisten gut. Wir können die Sitzordnung verändern und Lego, Bastelsachen, Technik, Kleidung, Lebensmittel, Fahrradsachen und andere Dinge getrennt verstauen.
Ist ein VW T4 ein gutes Reiseauto für Familien?
Für unsere damalige Langzeitreise passte er sehr gut. Andere T4 können sich bei Motorisierung, Zustand, Rost, Ausbau und Ausstattung stark von unserem Bus unterscheiden. Für eine Kaufentscheidung zählt deshalb das konkrete Fahrzeug.
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Und jetzt ihr
Mich interessiert, worauf ihr bei einem Reiseauto für eure Familie am meisten Wert legt: Reparierbarkeit, Verbrauch, Komfort, ein unauffälliges Auto, Preis oder etwas ganz anderes? Eure Erfahrungen haben uns damals bei der Suche sehr geholfen, und wir lesen sie bis heute gern.
Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt unsere Erfahrungen mit genau unserem VW T4. Für die technische Beurteilung eines gebrauchten Fahrzeugs zählt sein konkreter Zustand.
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