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Aktualisiert am 5. März 2026
Wir sind seit einer ganzen Weile unterwegs. Skandinavien liegt hinter uns, Südosteuropa vor uns. Und irgendwann kommt auf Reisen jede Familie an denselben Punkt: Womit kommen wir eigentlich von A nach B, ohne dass jede Fahrt zur Nervenprobe wird?
Heute lüften wir unser Auto-Geheimnis: Wir reisen mit einem VW T4. Das hier ist kein Testbericht und keine Kaufberatung. Es ist einfach unsere Erfahrung mit Kindern, Gepäck und Alltag unterwegs.
Kurz gesagt: Wir fahren den VW T4, weil er für uns nicht auffällt, überschaubar bleibt und wir im Alltag das Gefühl haben, dass man an viele Dinge noch gut rankommt.
Inhalte
- 1 Unser Reiseauto: ein älterer VW T4
- 2 Welche Alternativen wir angeschaut haben und warum sie rausgeflogen sind
- 3 Unsere Kriterien: Darum wurde es der T4
- 4 Datenbox: Unser VW T4 in Zahlen (Stand: Aufnahme/Erzählzeitpunkt)
- 5 Diesel, Verbrauch und das Bauchgefühl
- 6 Was wir am T4 mögen: wenig Schnickschnack
- 7 Neun Sitze, drei Kinder und viel Umräumen
- 8 Was bei uns alles im Auto mitfährt
- 9 Aufkleber am Auto: Reisetagebuch für die Kinder
- 10 Preis und Kilometerstand
- 11 Kurzfazit
- 12 FAQ: Häufige Fragen zu unserem VW T4 als Reiseauto
- 13 Weiterlesen bei uns
- 14 Und jetzt ihr
Unser Reiseauto: ein älterer VW T4
Wir fahren einen älteren VW-Bus, einen T4. Nicht der modernste, nicht der schickste. Aber: Er passt zu unserer Art zu reisen. Und er fühlt sich für uns nach „machbar“ an.
Welche Alternativen wir angeschaut haben und warum sie rausgeflogen sind
1) Peugeot Boxer: viel Platz, aber beim Besichtigen ein Stopp-Schild
Wir haben uns einen Peugeot Boxer angesehen. Groß, bequem, innen fast wie ein kleines Wohnmobil. Auf dem Papier klang das richtig gut.
Beim Besichtigen ist uns aber aufgefallen, dass Rost ein Thema ist. Und zwar nicht nur ein bisschen „an der falschen Stelle“. Für eine Langzeitreise war uns das zu heikel. Also: abhaken, weitersuchen.
2) VW T5: moderner, aber nicht unser Ding
Einen T5 hatten wir auch im Blick. Der wirkt moderner, oft mit mehr Komfort, und sieht „schicker“ aus. Am Ende haben wir uns dagegen entschieden. Nicht, weil der T5 schlecht wäre. Er passte nur nicht zu dem, was wir wollten:
- Wir wollten nicht auffallen. Gerade in „ärmeren“ Regionen fühlt sich ein sehr schickes Auto für uns einfach komisch an.
- Wir wollten entspannter bleiben. Ein Kratzer passiert. Wir wollten nicht jedes Mal innerlich zusammenzucken.
- Kosten waren auch ein Punkt. Und je nach Motor eben auch der Verbrauch.
Unsere Kriterien: Darum wurde es der T4
Damit ihr unsere Entscheidung besser einordnen könnt, hier die Dinge, die für uns am Ende wirklich gezählt haben. Nicht als „so müsst ihr das machen“, sondern als Blick in unsere Gedanken.
- Nicht auffallen: lieber „normaler Bus“ als Blickfang.
- Alltagstauglich: Sitzordnung muss flexibel sein.
- Stressarm: kleine Schäden sollen uns nicht den Tag ruinieren.
- Bezahlbar: Anschaffung und Unterhalt sollen im Rahmen bleiben.
- Verbrauch: wir wollten kein unnötig durstiges Setup.
- Praktisch: wir möchten an vieles gut rankommen, falls mal was ist.
Datenbox: Unser VW T4 in Zahlen (Stand: Aufnahme/Erzählzeitpunkt)
- Modell: VW T4
- Antrieb: Diesel
- Verbrauch: ca. 6,3 l/100 km (eigene Erfahrung/Anzeige)
- Kaufpreis: ca. 7.000 Euro
- Kilometerstand: ca. 188.000 km
Diesel, Verbrauch und das Bauchgefühl
Ja, wir fahren Diesel. Und ich sage es offen: Ich fühle mich damit nicht automatisch „schlecht“, weil ich die Entscheidung im Kontext getroffen habe. Der Verbrauch liegt bei uns bei ungefähr 6,3 Litern. Für ein Auto in der Größe war das für uns ein Argument.
Wenn ihr das anders seht, ist das okay. Wir erzählen hier nur, wie wir abgewogen haben.
Was wir am T4 mögen: wenig Schnickschnack
Unser T4 hat keinen modernen Elektronik-Zoo. Keine Klimaanlage. Wir haben einen Ventilator nachgerüstet, nutzen ihn aber selten. Meist reichen uns Fenster auf, Schatten suchen und Pausen machen.
Uns ist außerdem wichtig, dass sich das Auto nicht wie eine Blackbox anfühlt. Wir behaupten nicht, dass wir alles selbst reparieren. Aber bei einfachen Sachen haben wir das Gefühl: Man kommt hin, man versteht es, und man kann notfalls Hilfe organisieren, ohne dass gleich alles „Hightech“ sein muss.
Neun Sitze, drei Kinder und viel Umräumen
Unser Bus hat neun Sitze. Brauchen wir die immer? Nein. Aber die Flexibilität ist super, weil wir je nach Fahrt und Stimmung umsetzen können.
Auf langen Strecken sitzt unsere Große gern vorn, schaut mit aufs Navi und lernt dabei ganz nebenbei. Hinten sitzen die zwei anderen oft zusammen. Und wenn es hilft, sortieren wir um.
Mein Mann Patrick fährt die meisten Strecken. Ich übernehme manchmal kurz, wenn eine Pause gut tut oder wenn es die Situation mit den Kindern leichter macht. So kommen wir meistens entspannter an.
Was bei uns alles im Auto mitfährt
Ein Reiseauto ist bei uns nicht nur Fortbewegung. Es ist auch Stauraum für das, was Familie eben so braucht.
- Lego-Kiste, Bastelkiste, Technikkiste
- Wäschekorb, Klamottenkiste, drei Koffer
- Buggy (zeitweise), Laufrad, Fahrrad der Großen
- Manduca (Trage)
- Einkaufskörbe mit Lebensmitteln und Getränken
- Wasserfilter, weil Leitungswasser je nach Region unterschiedlich aufbereitet ist und wir so flexibler sind
- Rucksack mit Verkleidungssachen
- „Mamakiste“ (unsere kleine Familien-Notfall- und Wohlfühl-Kiste)
Aufkleber am Auto: Reisetagebuch für die Kinder
Außen am Bus kleben bei uns Länder-Aufkleber. Die Kinder lieben das. Es ist wie ein kleines Reisetagebuch: Flaggen erkennen, Länder im Atlas finden, sich erinnern.
In Skandinavien bekommt man solche Aufkleber gefühlt überall. In anderen Ländern haben wir lange gesucht und kaum welche gefunden. Vielleicht bestellen wir irgendwann nach. Vielleicht lassen wir es. Mal sehen.
Preis und Kilometerstand
Der Bus hat ungefähr 7.000 Euro gekostet. Günstiger geht es auch. Aber oft hängt der Preis dann an Dingen, die man auf Reisen nicht unbedingt gebrauchen kann: Rost, Wartungsstau, Überraschungen.
Unser T4 hatte zum Zeitpunkt dieser Erzählung etwa 188.000 Kilometer runter und fährt für uns zuverlässig. Die Zahl allein sagt wenig. Der Zustand zählt. Und der fühlte sich für uns gut an.
Kurzfazit
- Wir wollten nicht auffallen und unterwegs entspannter bleiben.
- Wir wollten ein Auto, das praktisch ist und sich nicht zu kompliziert anfühlt.
- Wir wollten, dass es zu unserem Alltag passt: Kinder, Gepäck, Arbeit unterwegs.
FAQ: Häufige Fragen zu unserem VW T4 als Reiseauto
Warum T4 statt T5?
Uns waren „nicht auffallen“, Kosten und ein überschaubarer Technik-Anspruch wichtiger als modernes Interieur. Der T5 ist für viele eine gute Wahl. Für uns fühlte sich der T4 passender an.
War der Peugeot Boxer „schlecht“?
Nein. Der Boxer wirkte sehr komfortabel. Wir haben ihn aber nur besichtigt und uns wegen der Rost-Thematik gegen genau dieses Fahrzeug entschieden.
Ist Diesel auf Langzeitreise sinnvoll?
Für uns war der Verbrauch ein Argument. Gleichzeitig verstehen wir, dass viele das kritisch sehen. Wir zeigen hier unsere Abwägung, nicht die eine richtige Antwort.
Wie schafft ihr Ordnung mit Kindern im Auto?
Wir packen in Kisten (Technik, Basteln, Kleidung) und halten das, was wir oft brauchen, griffbereit. Je weniger lose Sachen rumfliegen, desto besser.
Was war euch wichtiger: Komfort oder Gelassenheit?
Gelassenheit. Wir wollten ein Auto, bei dem wir nicht ständig Angst vor kleinen Schäden haben.
Weiterlesen bei uns
- Fragen & Antworten zu unserer Langzeitreise
- Stressfreies Reisen im Auto mit Kindern
- Leben im Wohnmobil: unsere Erfahrungen
- Autoversicherung & Zulassung ohne Wohnsitz
- Video: Schule & Familie auf Langzeitreise
Und jetzt ihr
Worauf achtet ihr bei einem Familien-Reiseauto am meisten: Reparierbarkeit, Verbrauch, Komfort, nicht auffallen, Preis? Schreibt’s uns gern in die Kommentare.
Transparenz: Dieser Beitrag basiert auf unserem eigenen Reisealltag und einer transkribierten Video-Aussage, die wir sprachlich und logisch bereinigt haben. Er ersetzt keine individuelle Kaufberatung oder technische Begutachtung.
VW T4 auf Langzeitreise: Warum wir dieses Auto fahren (als Familie) von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.