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Steht bei euren Kindern, Enkelkindern oder in eurer Kita bald der Schulanfang an? Wenn ihr nach einer unterhaltsamen Idee für eure Gäste sucht, dann ist dieses Theaterstück für Handpuppen perfekt! Genauso gut eignet es sich als kleine Abwechslung vom Alltag für zwischendurch. „Kasperle und die Zuckertüte“ ist leicht nachzuspielen, bringt Kinder schnell zum Mitmachen und passt gut zu Einschulung, Vorschule oder einem fröhlichen Familiennachmittag.

Das Schöne daran: Ihr müsst keinen komplizierten Text auswendig lernen und auch nichts fehlerlos vorlesen. Es reicht, wenn ihr die Geschichte kennt, eure Figuren in der richtigen Reihenfolge bereitlegt und den Kindern Raum gebt, mitzurufen, mitzuraten und Kasperle ein wenig auf die Sprünge zu helfen.

Das Stück eignet sich für Familien ebenso wie für Kitas, Grundschulen und kleine Feiern zum Schulanfang. Schon Kinder ab etwa drei bis vier Jahren können der Handlung gut folgen. Ältere Vorschul- und Grundschulkinder sowieso. Letztendlich reißt es natürlich auch die Erwachsenen mit. Schließlich waren auch sie einst ABC-Schützen.

Kasperle und die Zuckertüte als Puppentheater zum Schulanfang

Hier könnt ihr die Puppentheatergeschichte als PDF herunterladen, ausdrucken und direkt nachspielen.

„Kasperle und die Zuckertüte“ in Kürze

Kasperle entdeckt eine Zuckertüte und ist überzeugt, dass sein Name darauf steht. Der Bär glaubt ihm erst, doch Rotkäppchen liest genauer hin: Auf der Schultüte steht gar nicht „Kasperle“, sondern „ABC“. Kasperle vermutet sofort eine Verwechslung. Erst nach und nach versteht er: Die Schultüte gehört ihm natürlich trotzdem. Das ABC steht darauf, weil es für das steht, was er in der Schule lernen wird.

Warum dieses Handpuppenspiel zum Schulanfang gut funktioniert

  • Die Geschichte ist einfach aufgebaut und auch für Anfängerinnen und Anfänger gut spielbar.
  • Die Kinder werden immer wieder direkt einbezogen und helfen Kasperle beim Mitdenken.
  • Das Thema passt perfekt zu Einschulung, Vorschule, Kita und Grundschule.
  • Mit wenigen Figuren und einfachen Requisiten entsteht schon eine runde Aufführung.

Download: Kasperletheater-Geschichte zum Nachspielen

Die Puppentheatergeschichte zum Nachspielen kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Puppenfiguren für euer Kasperle-Stück

  • Kasperle
  • Rotkäppchen oder eine andere Figur, die euren Kindern gefällt
  • Bär als Handpuppe

Die Figuren könnt ihr problemlos austauschen. Wenn keine Handpuppen zur Verfügung stehen, reichen für kleine Aufführungen auch Puppenkinder, Kuscheltiere oder selbst gebastelte Papierfiguren. Gerade das Improvisierte kann sehr charmant sein. Ein Foto vom Opa, der Bürgermeisterin, dem Bundeskanzler oder sogar vom Haustier als Kasperle kann für zusätzliche Heiterkeit sorgen. Auf Fotos der Kinder würde ich dabei verzichten; niemand muss sich als Pappfigur plötzlich selbst auf der Bühne wiederfinden.

Requisiten: Das braucht ihr für das Puppenspiel

  • Zuckertüte mit den aufgeklebten Großbuchstaben A, B und C
  • Eine einfache Halterung für die Zuckertüte, zum Beispiel Bierkästen, Tomatenstangen, Blumenvasen oder etwas Ähnliches
  • Ein Puppentheater oder eine improvisierte Bühne, etwa mit Wäscheleine und Bettlaken oder notfalls auch an einem geöffneten Fenster mit Blick zum Publikum

Vier einfache Tipps für eine lebendige Aufführung

  • Legt euch die Figuren in der Reihenfolge des Stücks bereit. Das spart Hektik hinter dem Vorhang.
  • Lasst Pausen bewusst stehen. Gerade die Reaktionen der Kinder machen das Stück lebendig.
  • Spielt nicht zu schnell. Kasperle lebt davon, dass die Kinder mitdenken und dazwischenrufen dürfen.
  • Macht euch keine Gedanken um Perfektion. Ein kleiner Hänger fällt kaum ins Gewicht, wenn Stimmung und Spielfreude stimmen.

Meine anderen Theaterstücke für Handpuppen

Wenn euch „Kasperle und die Zuckertüte“ gefällt, passen vielleicht auch diese beiden Stücke zu euch:

  1. Kasperle hat Geburtstag
  2. Puppentheaterstück für Kindertag und Kinderfeste

Theatertext für „Kasperle und die Zuckertüte“

Kasperle öffnet den Vorhang und singt: „Tri, tra, trullala, Kasperle, das ist heut‘ da!“

Kasperle pfeifend im Bühnenbild entlanglaufen lassen, plötzlich innehalten und zum Publikum drehen.

„Oh, hier sitzen ja wieder so viele Leute! Eins, zwei, drei … vierle! Ganz vierle jedenfalls. Also gibt es hier anscheinend einige, die das gehört haben, was die Störche von den Dächern krähen. Und was die Spatzen in ihren Nestern pfeifen und was der Kuckuck vom Kirchturm quakt: Ich, das Kasperlein, komme in die Schule! Ich hab schon eine Schultüte. Seht ihr sie?“

Auf Zuckertüte deuten, Rufe der Kinder kurz abwarten.

Mit Faust hinter der Bühne stapfende Geräusche machen.

Kasperle: „Oh, was ist denn das für ein Geräusch? Gewittert es, Kinder?“

Rufe der Kinder abwarten.

„Eieiei, ich glaube, da kommt jemand. Das klingt mir unheimlich. Ich verstecke mich lieber mal hinter dem Vorhang.“

Kasperle hinter einem Vorhang verstecken, dann den Kopf herausschauen lassen: „Ihr verratet mich nicht, versprochen, ja?“

Antwort abwarten und wieder hinter Vorhang verstecken. Diesmal die Kasperlmütze weiter in das Bühnenbild ragen lassen.

„Ist es gut so, Kinder? … Nein? Lieber so? … Ja? Gut, dann werden wir jetzt besser alle ganz still… Pssst.“

Stapfendes Geräusch setzt wieder ein, bis Bär im Bühnenbild erscheint.

Bär: „Brumm, brumm, brumm, was ist denn hier los? Hier …“

Schaut aus dem Bühnenbild heraus auf die Zuckertüte …

„…hier steht ja ein ganz komisches Dingsbums. Ich will mal schauen, was das ist. Da steht auch was drauf… Hm, das heißt bestimmt…“

Auf A, B & C der Zuckertüte deuten und langsam die Silben betonen: „‚Ko-misch-es Dings-bums‘.“

Kinderreaktionen abwarten.

„Was, meint ihr nicht? Na, ist ja auch egal, was auf dem komischen Dingsbums steht. Aber ich würde zu gern wissen, wem dieses komische Dingsbums gehört. Könnt ihr mir das sagen, Kinder?“

Antworten abwarten. Es ist nicht wichtig, wie diese ausfallen.

Kasperle niest hinter dem Vorhang, Vorhang wackelt: „Hatschi!“

Bär schaut sich um: „Hier ist doch jemand.“

Kasperles Mütze schaut hervor: „Haaat-schi!“

Bär: „Wer war das?“

Kasperles Kopf kommt hervor: „Haaat-schiii!“

Bär: „Kasperle, was machst du denn hier? Du wischst dir doch nicht etwa die Nase am Vorhang ab!“

Kasperle: „Ach, nein, nein, nein. Mach‘ ich bestimmt nicht.“

Bär: „Also, wenn du ein Taschentuch brauchst, hier ist so ein komisches Dingsbums. Da kannst du dir auch die Nase schnäuzen.“

Kasperle: „Das ist doch kein komisches Dingsbums. Das ist meine Schultüte.“

Bär: „Deine Schultüte?“

Kasperle: „Jawohl! Steht mein Name drauf.“

Bär: „Da steht dein Name drauf? Zeig mal her.“

Kasperle deutet auf A, B & C: „Hier steht’s. ‚Kas-per-le‘.“

Bär: „Ach so. Und ich dachte da steht: ‚Ko-misch-es-Dings-bums‘. Und sag mal, Kasperle, wieso kriegst du so ein komisch… äh… komisches Schuldingsbums?“

Kasperle: „Na das krähen doch die Störche längst von den Dächern und die Spatzen pfeifen es in ihren Nestern und der Kuckuck quakt es vom Kirchturm: Ich komme in die Schule.“

Bär: „So, so. Du kommst also in die Schule. Und was macht man da, in so einer Schule?“

Kasperle: „Wenn man in die Schule geht, da kann man lesen.“

Bär: „Und was kann man dann lesen?“

Kasperle: „Wer in die Schule geht, der kann lesen, was auf Zuckertüten steht.“

Bär: „Du meinst ko-misch-es-Dings-bums?“

Kasperle die Hände an die Stirn fassend: „Lieber Bär, besuch‘ mich doch einfach in ein paar Tagen in der Schule. Das wird das Beste sein.“

Bär: „Ist gut, Kasperle. Das mache ich gerne. Doch wenn du nichts dagegen hast, verschwinde ich jetzt wieder in den Wald. Ich bin noch mit der Großmutter zum Sockenstopfen verabredet.“

Kasperle: „Bis bald, Bär! Und grüß mir die Großmutter!“

Bär mit stapfenden Geräuschen ab.

Kasperle: „So, liebe Kinder, das war ja verrückt mit dem Bären! Da liest der ‚komisches Dingsbums‘. Dabei steht doch ganz eindeutig ‚Kas-per-le‘ auf meiner Schultüte. Seht ihr?“

Antworten abwarten wie zum Beispiel: „Ja!“ / „Wo denn?“ / „Da steht nur ABC!“

„Also, ich werd‘ das allen mal zeigen.“

Kasperle zeigt auf A, B & C der Zuckertüte: „Hier steht’s: Kas-per-le.“

Lachen und Bemerkungen abwarten.

„Oh doch, liebe Kinder. Ich bin mir ganz sicher, dass mein Name auf der Schultüte steht. Lasst uns mal das schlaue Rotkäppchen fragen. Sie geht schon in die Schule. Da kann sie euch das auch noch einmal vorlesen. Ruft ihr mit? Eins, zwei, drei: Rooot-käääpp-chen! Rooot-käääpp-chen…“

Rotkäppchen erscheint und schaut zu den Kindern: „Ja hallo Kinder, habt ihr mich gerufen? Ich komme gerade von der Großmutter. Ich hab ihr meine alten Strümpfe gebracht. Die will sie heute mit dem Bären stopfen. Also, liebe Kinder, seid so gut und verratet mir, was gibt es denn? Wieso habt ihr mich gerufen?“

Antworten der Kinder abwarten.

Rotkäppchen dreht sich zum Kasperle: „Ach Kasperle, du bist ja auch hier!“

Beide Figuren umarmen sich.

Rotkäppchen: „So ist das also? DU wolltest mich herlocken, Kasperle! Die Kinder sind ja völlig aus dem Häuschen. Was ist denn los?“

Kasperle: „Tja, liebes Rotkäppchen, weil es der Kuckuck schon vom Kirchturm quakt und es die Störche von den Dächern krähen und es die Spatzen in ihren Nestern pfeifen, hast du sicher schon erfahren, dass ich in die Schule komme.“

Rotkäppchen nickt: „Ja, ja. Erzähl weiter!“

Kasperle: „Deshalb hab‘ ich auch so eine schöne Zuckertüte bekommen. Sowas bekommt jedes Kind, wenn es in die Schule kommt, nicht wahr?“

Rotkäppchen nickt: „Ganz wahr, Kasperle, so ist es.“

Kasperle: „Und da sind lauter schöne Sachen drin.“

Rotkäppchen nickt: „Oh ja, da sind Bonbons drin oder Lollis und Gummibärchen und bunte Stifte und vielleicht ein kleines Spielzeug.“

Kasperle: „Und auf der Schultüte steht der Name drauf.“

Rotkäppchen schaut und bleibt stumm.

Kasperle: „Da steht auch der Name drauf, sagte ich.“

Rotkäppchen schüttelt leicht den Kopf, bleibt stumm.

Kasperle spricht laut und deutlich: „Und-da-steht-auch-der-Name-drauf!“

Rotkäppchen: „Du brauchst nicht so laut zu sprechen, Kasperle. Ich habe dich schon verstanden. Ich bin ja nicht meine Großmutter.“

Kasperle: „Dann kannst du den Kindern ja auch sagen, dass da auf der Schultüte mein Name steht.“

Rotkäppchen: „Aber da steht doch nicht dein Name.“

Kasperle: „Haha, ein schöner Scherz. Natürlich steht da mein Name. Kas-per-le!“

Rotkäppchen: „Da steht nicht ‚Kas-per-le‘, da steht ‚A, B, C‘.“

Kasperle: „Da, da, da steht ‚ABC‘? Wirklich nicht ‚Kasperle‘?“

Rotkäppchen: „Da steht einfach nur ‚A, B, C‘.“

Kasperle: „Ahhhh, jetzt verstehe ich es. Die Zuckertüten wurden vertauscht! Da hat dieser ABC die Zuckertüte vom Kasperle und ich hab die Zuckertüte vom ABC. Rotkäppchen, wir müssen unbedingt diesen ABC finden!“

Rotkäppchen schüttelt den Kopf: „Nein, nein, nein.“

Kasperle: „Verstehst du denn nicht? Der ABC hat meine Schultüte!“

Rotkäppchen: „Niemand heißt A,B,C.“

Kasperle: „Aber wenn niemand so heißt, wieso schreibt man dann so einen Namen auf eine Zuckertüte?“

Rotkäppchen: „ABC ist kein Name.“

Kasperle: „Na da hat der ABC aber ein Glück! ABC ist nämlich ein ziemlich komischer Name, finde ich…. Aber wenn niemand so heißt, wem ist die Zuckertüte denn dann?“

Rotkäppchen: „Na dir gehört sie, Kasperle.“

Kasperle: „Mir? Ganz sicher mir?“

Rotkäppchen nickt.

Kasperle: „Auch, wenn da ABC drauf steht?“

Rotkäppchen: „Ach Kasperle, das ABC steht doch auf deiner Zuckertüte, weil du das ABC in der Schule lernen wirst.“

Kasperle: „Das werde ich lernen? Das ABC?“

Rotkäppchen: „Da wirst du noch viel mehr lernen.“

Kasperle: „Noch viel mehr? Auch ‚Kasperle‘?“

Rotkäppchen: „Na klar. Da wirst du lernen, wie man Kasperle liest und schreibt und Oma und Mama und Papa. Und zählen und rechnen. Gemalt und gebastelt wird auch und geturnt und gespielt.“

Kasperle: „So viel wird in der Schule gemacht? Stimmt das, Kinder? Meint ihr wirklich, das Rotkäppchen hat recht?“

Antworten abwarten, Kasperle leicht freudig hüpfen lassen.

Kasperle: „Dann freue ich mich jetzt umso mehr, ein Schulkind zu sein. Wie gut, dass du mir das mit dem ABC erklärt hast. Sonst hätte der Kuckuck bald noch was ganz Dummes von mir vom Kirchturm gequakt.“

Rotkäppchen: „Ach liebes Kasperle, keiner kann alles wissen, das macht doch nichts. Selbst in der Schule ist es nicht schlimm, wenn man was nicht weiß. Aber nun muss ich wirklich los. Die Großmutter ist bestimmt schon mit dem Sockenstopfen fertig. Mach’s gut, Kasperle! Macht’s gut, Kinder! Ich wünsch‘ euch allen viel Spaß in der Schule! Tschüss…“

Winkt und ab, Verabschiedungsrufe der Kinder abwarten.

Kasperle: „Nun, liebe Kinder, danke, dass ihr mir – zusammen mit dem Rotkäppchen – so toll geholfen habt, die Sache mit der Zuckertüte zu klären. Was glaubt ihr, wie froh ich bin, dass ich die behalten kann! Oder… Moment mal, gibt es unter euch jemanden, der ABC heißt?“

Antworten abwarten.

(Sollte sich wider Erwarten ein Frechling dazu bekennen, ‚ABC‘ zu heißen, fragt das Kasperle die Zuschauer: „Stimmt das denn? Ich dachte, du heißt vielleicht Witzbolt oder Kuckuck oder Firlefanz, aber doch nicht ABC!“ Und wartet das ‚Nein!‘ und die Kommentare des Publikums ab.)

Kasperle winkt: „Hab‘ ich mir doch gleich gedacht, das ABC ein ganz komischer Name wäre. So liebe Kinder, ich verschwinde jetzt mit meiner ABC-Tüte und lass mir die Süßigkeiten schmecken. Hmmm, das wird lecker! Winkend: Macht’s gut, liebe Kinder und bis bald in der Schule! Viel Spaß mit dem ABC! Tschüss und auf Wiedersehen!“

Kasperle zieht die Vorhänge langsam zu und singt: „Tri, tra, trullala, Kasperle, das war heut‘ da!“

Kasperle pfeift vor sich hin, bis die Vorhänge geschlossen sind.

Neben das Puppentheater stellen, mit Kasperle und Rotkäppchen auf den Händen verbeugen und ab.


Hier findet ihr die Geschichte noch einmal gesammelt als PDF zum Ausdrucken und Nachspielen.

CC BY-SA 4.0 Kasperle und die Zuckertüte – ein lustiges Theaterstück für Handpuppen zum Schulanfang (mit PDF zum Download) von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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