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Aktualisiert am: 26.02.2026
Ihr seid neugierig, welche Lebensmittel wir als vegan lebende, fünfköpfige Familie einkaufen und was wir für unser Essen ausgeben? In diesem Video zeigen wir es euch.
Inhalte
- 1 Video: Unser Wocheneinkauf (vegan, bio, preiswert)
- 2 Was wir pro Woche ausgeben
- 3 So kaufen wir ein: Markt, Garten, Abverkauf am Abend
- 4 Was typischerweise bei uns im Korb landet
- 5 Unsere No-Gos und unsere Kompromisse
- 6 Ein kurzer Gesundheits-Hinweis zu veganer Ernährung
- 7 FAQ
- 8 Passende Beiträge auf FreeYourFamily.net
- 9 Unterstützen
- 10 Quellen
Video: Unser Wocheneinkauf (vegan, bio, preiswert)
Was wir pro Woche ausgeben
Als groben Richtwert nennen wir im Video etwa 50 bis 70 Euro pro Woche für Lebensmittel. Das ist ein Erfahrungswert aus unserer Situation, nicht „die eine Wahrheit“ für alle Familien.
Die Spanne hängt bei uns vor allem davon ab, wie viel gerade aus dem Garten kommt, welche saisonalen Preise gelten und ob wir beim Obst und Gemüse gute Abverkäufe erwischen. 100 Euro pro Woche haben wir damals nach eigener Erinnerung nicht gebraucht.
So kaufen wir ein: Markt, Garten, Abverkauf am Abend
1) Regional, wenn es klappt
Ein Teil kommt bei uns vom Markt beziehungsweise von einem Gärtner aus der Region. Dort landen dann Dinge wie Kohlrabi, Gurke, Tomate, Paprika, Zwiebeln, Kartoffeln oder Brokkoli im Korb, je nach Saison und Appetit.
2) Abends einkaufen, wenn Obst und Gemüse günstiger wird
Ein fester Baustein ist der Discounter-Einkauf am Abend. Dann sind Obst und Gemüse häufig reduziert. Das ist nicht romantisch, aber praktisch. Gerade mit Kindern zählt manchmal weniger das Idealbild, sondern das System, das im Alltag wirklich funktioniert.
3) Bio dort, wo es uns wichtig ist
Wir versuchen, bei vielen Basics bio zu kaufen. Nicht aus Perfektionsdrang, sondern weil sich das für uns stimmiger anfühlt. Gleichzeitig sagen wir auch klar: „Nur regional und nur bio“ wäre ein schönes Ziel, ist aber nicht immer mit unserem Budget und unserer Lebensphase vereinbar.
Was typischerweise bei uns im Korb landet
Unser Einkauf variiert. Trotzdem wiederholen sich einige Grundpfeiler:
- Obst und Gemüse: Bananen, Birnen, Melonen, Brokkoli, Pilze, saisonales Gemüse.
- Basics: Haferflocken, Polenta, Öl (Raps oder Sonnenblume), Hülsenfrüchte für Aufstriche.
- Pflanzendrinks: Haferdrink oder Sojadrink, weil die Kinder das mögen und wir nicht immer selbst mixen.
- Aufs Brot: selbst gemachte Aufstriche (zum Beispiel aus Kichererbsen oder Bohnen) und gelegentlich pflanzliche Alternativen.
Wenn euch „vegan und alltagstauglich“ generell interessiert: Hier findet ihr unsere größere Übersicht zu veganen Einkaufsmöglichkeiten. Vegane Online-Shops
Unsere No-Gos und unsere Kompromisse
Palmöl: kommt bei uns nicht in den Korb
Wir meiden Produkte mit Palmöl konsequent. Das ist bei uns eine klare Grenze.
Ein Fakt, der diese Haltung mitträgt: Ölpalmen-Anbau ist in mehreren Regionen eng mit Entwaldung und Biodiversitätsverlust verknüpft, besonders wenn Regenwald oder Torfmoore umgewandelt werden. [1] [2]
Mehr dazu haben wir hier gesammelt: Palmöl
Avocados: bei uns eher nicht
Avocados lassen wir meist liegen. Nicht, weil sie nicht schmecken, sondern weil wir damit kein gutes Gefühl haben. Das ist eine persönliche Entscheidung, die auch davon abhängt, aus welcher Region eine Avocado kommt und wie dort mit Wasser und Land umgegangen wird.
Fertigprodukte: selten, aber nicht „nie“
Im Video sprechen wir auch über den Moment, wenn ausnahmsweise ein Fertigprodukt im Korb landet. Wir tun dann nicht so, als wäre das der Untergang. Wir schauen hin, lernen dazu und bleiben trotzdem im Alltag beweglich.
Ein kurzer Gesundheits-Hinweis zu veganer Ernährung
Wenn ihr vegan lebt, lohnt es sich, das Thema Vitamin B12 ernst zu nehmen. In Studien werden bei vegan lebenden Personen ohne Supplementation häufiger niedrige B12-Statuswerte beschrieben. [3] [4]
Unsere ausführliche Einordnung findet ihr hier: Vitamin B12 für vegan lebende Personen
FAQ
50 bis 70 Euro pro Woche: Geht das wirklich mit Familie?
Bei uns ging es damals in vielen Wochen, weil wir saisonal gekauft haben, Abverkäufe genutzt haben und vieles sehr basic gehalten haben. Das ist ein Erfahrungswert, abhängig von Region, Preisen, Kindern, Appetit und Anspruch an Bio-Anteil.
Wie schafft ihr Bio, ohne dass es ausufert?
Wir priorisieren. Manche Dinge kaufen wir eher bio, andere eher nach Preis und Saison. Und wir nutzen regionale Quellen, wenn sie erreichbar sind. Perfekt wird es dadurch nicht, aber stabil.
Warum kauft ihr abends ein?
Weil Obst und Gemüse dann häufiger reduziert ist. Außerdem passt es bei uns organisatorisch: Eine Person einkaufen, eine Person zu Hause mit den Kindern.
Warum kein Palmöl?
Weil die Lieferketten häufig schwer transparent sind und weil der Ölpalmen-Anbau in vielen Regionen mit Entwaldung und Artenverlust verbunden ist. [1] [2]
Ist Kokosöl nicht auch problematisch?
Kokosöl nutzen wir selten und eher als Sonderposten. Wir tun nicht so, als wäre es automatisch „besser“. Für uns ist es eher eine gelegentliche Zutat, nicht das Küchenfundament.
Welche drei Dinge sparen euch am meisten Geld?
Saisonales Gemüse, Abverkäufe am Abend und Basics wie Hülsenfrüchte, Haferflocken und Kartoffeln. Dazu hilft es, nicht ständig Getränke zu kaufen, sondern Leitungswasser zu trinken, wenn das für euch passt.
Was sind eure typischen „Kinder-Lieblinge“?
Haferflocken mit Banane, Maiswaffeln, selbst gemachte Aufstriche. Und ja, manchmal auch Dinge, die nicht auf einem idealen Ernährungsplakat stehen.
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Quellen
- Vijay V, Pimm SL, Jenkins CN, Smith SJ. The impacts of oil palm on recent deforestation and biodiversity loss. PLOS ONE. 2016;11(7):e0159668. DOI: 10.1371/journal.pone.0159668
- Carlson KM, Curran LM, Asner GP, et al. Carbon emissions from forest conversion by Kalimantan oil palm plantations. Nature Climate Change. 2013;3:283–287. DOI: 10.1038/nclimate1702
- Pawlak R, Lester SE, Babatunde T. The prevalence of cobalamin deficiency among vegetarians assessed by serum vitamin B12: a review. European Journal of Clinical Nutrition. 2014;68:541–548. DOI: 10.1038/ejcn.2014.46
- Allen LH. Causes of vitamin B12 and folate deficiency. Food Nutr Bull. 2008;29(2 Suppl):S20–S34. DOI: 10.1177/15648265080292S105
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