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Aktualisiert am 23.02.2026

Evelin testet in diesem Video eine Shampoo-Alternative, die erstaunlich unspektakulär klingt: Roggenmehl und Wasser. Hier bekommt ihr unsere Erfahrungen, ein paar praktische Tipps (vor allem für langes Haar) und ein ehrliches Fazit, wo die Methode für uns gut funktioniert und wo sie nervt.

Kurzfazit für Ungeduldige

  • Direkt nach der Wäsche: leichtes, lockeres Haar, gutes Volumen.
  • Bei Evelin: nach ca. 5 bis 7 Tagen wird der Ansatz wieder fettiger.
  • Wichtigster Stolperstein: gründliches Ausspülen, sonst bleiben „Mehlflöckchen“ zurück.
  • Das ist ein Erfahrungsbericht, keine medizinische Empfehlung. Kopfhaut ist individuell.

So mischen wir Roggenmehl für die Haare

Für langes Haar hilft ein Mixer. Damit wird das Roggenmehl klümpchenfrei und die Mischung fühlt sich beim Auftragen fast wie Shampoo an.

  • Menge: ca. 5 Esslöffel Roggenmehl für langes Haar. Für kurze Haare reichen oft 2 bis 3 Esslöffel.
  • Wasser: so viel, bis eine joghurtartige Konsistenz entsteht. Im Video sind es ungefähr 400 ml auf 5 Esslöffel.
  • Auftragen: auf die Kopfhaut und in die Längen verteilen.
  • Ausspülen: sehr gründlich, mit klarem Wasser und gutem Wasserdruck.

Warum Roggen und nicht Weizen oder Dinkel? Wir wollten keinen „Kleber-Effekt“ im Haar riskieren. Roggen lässt sich in unserer Praxis leichter ausspülen.

Was Evelin nach mehreren Haarwäschen bemerkt hat

  • Nach der ersten Roggenmehl-Wäsche blieb das Haar etwa 3 Tage luftig, locker und voluminös.
  • Nach etwa 3 Tagen wirkte es wieder glatter und schwerer, aber nicht fettig.
  • Nach 5 Tagen (und mit Toben, Schwitzen, Familienleben) fühlte sich der Ansatz leicht fettig an.
  • Bei weiteren Wäschen kamen ähnliche Ergebnisse: direkt danach leicht und locker, nach 5 bis 7 Tagen wieder fettiger Ansatz.

Der nervige Teil: Ausspülen, ausspülen, ausspülen

Wenn das Roggenmehl nur per Hand angerührt wird, braucht das Ausspülen bei Evelin deutlich länger. Sonst bleiben feine Reste im Haar, die wie graue Schüppchen wirken können. Eine längere Einwirkzeit hat bei uns nicht geholfen, die nächste Wäsche weiter hinauszuzögern.

Unser Fazit

Roggenmehl ist für uns eine simple, plastikfreie Shampoo-Alternative, die sich gut anfühlt und im Alltag funktionieren kann. Gleichzeitig braucht sie fließendes Wasser und Geduld beim Ausspülen. Für „unterwegs“ ist das nur dann realistisch, wenn ihr wirklich eine gute Spülmöglichkeit habt.

Transparenz und Grenzen

Das hier ist ein Erfahrungsbericht. Wir machen keine Aussagen darüber, ob Roggenmehl „gesünder“ ist oder bei Kopfhautproblemen hilft. Wenn ihr zu Reizungen, Neurodermitis, Ekzemen oder Allergien neigt, testet vorsichtig (zum Beispiel erst an einer kleinen Stelle) und brecht bei Jucken oder Brennen ab. Bei anhaltenden Beschwerden ist medizinischer Rat sinnvoll.

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Transkript zum Video (leicht geglättet)

Seid gegrüßt, ihr Lieben. Heute stehe ich vor meinem Spieglein und will mir die Haare mit Roggenmehl waschen. Ich probiere das zum ersten Mal aus, weil ich schon einiges getestet habe, was mich nicht richtig überzeugt hat.

Ich lebe seit einem Jahr shampoo-frei, also frei von konventionellem Shampoo in Plastikflaschen. Ich habe auch keine Öko-Shampoos aus Drogerien mehr benutzt. Zuerst habe ich Shampoo-Seife verwendet. Das hat nach ein paar Wochen einen Seifenfilm verursacht, den ich mit Apfelessig nicht mehr rausbekommen habe.

Dann habe ich flüssige Seife selbst gemacht (Kernseife und aufgekochtes Wasser). Das Ergebnis war ähnlich, deshalb nutze ich das lieber für die Rasur unter der Dusche. Um Fettfilm zu entfernen, habe ich Natron probiert, ein bis zwei Teelöffel. Danach waren die Haare schön luftig, das ging ein paar Wochen gut, einmal pro Woche waschen hat gereicht. Aber Natron entfettet schnell, meine Kopfhaut hat dann stärker nachgefettet, und es fühlt sich beim Waschen sehr wässrig an. Das soll es also nicht mehr sein.

Die mechanische Methode mit vielen Bürstenstrichen war mir zu anstrengend. Ich kämme meistens nur vor der Haarwäsche, damit die Haare nicht so am Kopf „ankleben“. Bei meinem feinen Haar passiert das nach wenigen Tagen.

Jetzt also Roggenmehl. Ich mische es im Mixer an, etwa fünf Esslöffel. Für kurze Haare reicht wahrscheinlich die Hälfte. Ich nehme ungefähr 400 Milliliter Wasser, damit es nicht zu fest wird. Man kann auch weniger Wasser nehmen, dann wird es shampooartiger. Dann einreiben und kräftig ausspülen, vielleicht etwas länger, damit wirklich alles Mehl rauskommt. Ich nehme kein Dinkel- oder Weizenmehl, weil ich keinen Kleber im Haar möchte. Deshalb Roggenmehl.

Am nächsten Tag: Ich bin sehr zufrieden. Es fühlt sich leicht an, locker. Ich habe es gekämmt, weil es nach dem Schlafen etwas wild aussah. Es ist sehr locker geworden, fettfrei, und fühlt sich glatt und glänzend an, fast wie nach einer Spülung.

(Kurzer Dialog mit Kind:) „Haben wir deine Haare schon mal gewaschen?“ – „Mit Wasser.“ – „Und mein Gesicht war auch nass … dann habe ich geweint.“ – „Ja, so ist das mit den Prinzessinnen.“

Okay, tschüss, ihr anderen Prinzessinnen.

CC BY-SA 4.0 Video: Roggenmehl für die Haare – ein Selbstversuch von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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