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Update 15.08.2026: Wir haben den Beitrag mit unserer ursprünglichen Fassung abgeglichen, technische Angaben geprüft und die Passage zur Hafermilch fachlich präzisiert.

Seitdem der Klarstein Marcia Nussmilchbereiter bei uns Einzug gehalten hat, hat sich unser Küchenalltag spürbar verändert. Wir probieren mehr aus, kaufen weniger Tetrapaks und sparen uns beim Abwasch manches Genervtsein, weil das Gerät ein Reinigungsprogramm hat. 😉 Aber wie kam es überhaupt dazu, dass wir gesagt haben: „So ein Teil müssen wir unbedingt haben“?

Wenn ihr wissen wollt, wie euch so ein Nussmilchbereiter helfen kann,

  • Pflanzenmilch unkomplizierter selbst zu machen,
  • im Alltag Verpackungen zu sparen,
  • neue Rezepte in euren Speiseplan zu holen
  • und dabei nicht ständig mit Sieb und Tuch zu kämpfen,

dann lest gern weiter.

Bevor der Klarstein Marcia Nussmilchbereiter zu uns kam, lächelten wir über Küchengeräte-Hypes

Meine Frau Evelin berichtete mir immer mit einem Schmunzeln, wenn ihre Kolleginnen mal wieder Tupperpartys schmissen und Thermomix-Rezepte tauschten. „Frau Kollegin, damit könn’ Se alles machen“, ist bei uns zum geflügelten Satz geworden. Bis auf die typischen Küchengeräte für eine vegane Küche, also Mixer oder Küchenmaschine, brauchten wir nämlich nichts weiter. Lange Zeit zumindest.

Dann waren wir viel im Ausland unterwegs und hatten dort oft keinen verlässlichen Zugriff auf gute Pflanzenmilch und Tofu. Selbstgemachter Nuss- oder Haferdrink mit Mixer und Tuch machte schnell eine riesen Sauerei. Geschmacklich überzeugte uns das trotzdem nie so richtig.

Zurück in Deutschland landeten wieder unsere „Lieblingsdrinks“ im Tetrapack im Einkaufswagen. Aber stimmig fühlte sich der wachsende Müllberg nicht an. Eigentlich wollen wir mit unserem Konsum die Umwelt nicht unnötig belasten.

Der Nussmilchbereiter: ein Glückstreffer

Ursprünglich wollten wir nur eine alltagstaugliche Lösung, um Hafermilch selber zu machen. Anders als Evelin liebe ich es, in der Küche kreativ zu sein und neue Rezepte auszuprobieren. Also suchte ich nach einem Gerät, das zuverlässig funktioniert und mir die übliche Sauerei mit Mixer und Tuch erspart.

So sind wir beim Klarstein Marcia gelandet. Wir nutzen ihn regelmäßig, manchmal auch mehrmals am Tag. Für unseren Alltag ist er vor allem eins: bequem. So sieht er aus:

Klarstein Marcia Nussmilchbereiter in unserer Küche

Transparenz: Die Amazon-Links in diesem Beitrag sind Affiliate-Links. Wenn ihr darüber etwas kauft, bekommen wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis gleich.

Wenn ihr euch den Klarstein Marcia Nussmilchbereiter anschauen wollt, findet ihr ihn über diesen Link.

Am Ende des Beitrags findet ihr außerdem unsere Praxis-Tipps für selbstgemachten Haferdrink, Tofu und sämige Soßen.

Klarstein Marcia im Alltag: Pflanzenmilch, Tofu, Soßen und Säfte

Der Marcia zerkleinert Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide, Obst und Gemüse fein und erhitzt je nach Programm. So lassen sich Pflanzenmilch, Suppen, Soßen und Säfte zubereiten, ohne dass ihr die ganze Zeit danebenstehen müsst.

Vor allem für vegan lebende Personen und Menschen mit Laktoseintoleranz ist das praktisch: Getreide- und Nussdrinks könnt ihr damit leichter selbst herstellen. Wenn dadurch weniger fertige Drinks im Tetrapack im Einkaufswagen landen, spart das auch Verpackungen.

Der Marcia arbeitet elektrisch. Am Gerät selbst entstehen beim Betrieb keine Abgase. Wie die Klimabilanz des Stromverbrauchs ausfällt, hängt vom Strommix ab; mit Strom aus erneuerbaren Quellen fällt dieser Teil entsprechend günstiger aus als mit fossil erzeugtem Strom.

Mich begeistert vor allem die Sojamilch aus dem Nussmilchbereiter. Sie schmeckt uns pur und ist außerdem eine gute Basis, wenn wir Tofu selber machen. Das Rezept findet ihr weiter unten.

Wer ohne zugesetztes Öl oder Butter kochen möchte, kann mit dem Gerät außerdem wunderbar sämige Soßen zubereiten. Und ja: „Tschüss Orlistat!“ 😉 Das ist ein Küchenwitz, keine medizinische Empfehlung.

Reis mit Bohnen, Wirsing und einer cremigen Soße aus dem Klarstein Marcia Nussmilchbereiter

Und wenn ihr Lust auf Mangosaft habt: eine oder zwei Mangos in den Behälter schnippeln, Saftprogramm auswählen, fertig. Genau solche kleinen Abkürzungen mögen wir an dem Gerät.

Klarstein Marcia Nussmilchbereiter: Leistung, Material und Bedienung

Hinweis: Klarstein bietet inzwischen auch andere Marcia-Varianten an. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die von uns getestete Ausführung.

Leistung

Der Mixer hat laut Klarstein 300 Watt Motorleistung und 1250 Watt Heizleistung. Vier Klingen arbeiten mit bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute; dazu kommt die 360-Grad-Heizfunktion. Der Marcia läuft an normalem Haushaltsstrom mit 220–240 Volt bei 50 Hertz.

Material und Größe

Der Marcia besteht überwiegend aus Kunststoff und Glas. Er misst etwa 17,5 × 37,5 × 41 cm (B × H × T), wiegt rund 6,7 kg und verarbeitet je nach gewählter Menge 300 bis 1200 ml.

Der Glasbehälter wirkt robust, bleibt aber Glas. Mit Kindern in der Küche würde ich dem Gerät deshalb einen festen Platz geben, an dem es nicht im Vorbeigehen vom Tisch geräumt werden kann.

Bedienung

Das Touch-Bedienfeld mit LC-Display führt durch acht voreingestellte Programme. Ein besonderes Schmankerl ist für uns das Selbstreinigungsprogramm. Man hat hinterher wirklich deutlich weniger zu tun.

Touch-Bedienfeld und Display des Klarstein Marcia Nussmilchbereiters

Unsere Bedienungsanleitung ist mehrsprachig und enthält Grundrezepte. Wer gern experimentiert, findet von dort aus schnell eigene Varianten.

Fazit: Lohnt sich der Klarstein Marcia Nussmilchbereiter?

Für uns hat sich der Marcia gelohnt, weil wir ihn tatsächlich oft benutzen und er uns Arbeit abnimmt. Ob er für euch passt, hängt vor allem davon ab, wie oft ihr ihn im Alltag wirklich einsetzen würdet. Sonst steht eben auch der beste Küchenhelfer nur herum.

Wenn ihr das Gerät in Erwägung zieht, könnt ihr dafür gern unseren Link nutzen:

Klarstein Mixer, Standmixer mit 300 Motor- und 1250 Watt Heizleistung, Hochleistungsmixer für Pflanzenmilch-Zubereitung, Smoothie-Mixer mit 360°-Heiztechnologie, 30.000 U/min, Touchscreen, Schwarz*

Wenn ihr Fragen zum Gerät habt, schreibt sie gern in die Kommentare.

Rezepte aus dem Nussmilchbereiter: Soßen, Tofu und Hafermilch

Grundrezept für sämige Soßen

Wir hatten Phasen, in denen wir fast komplett ohne zugesetzte Fette gekocht haben. Gerade dann war der Nussmilchbereiter praktisch: Nüsse, Samen und stärkehaltige Zutaten machen Soßen auch ohne zusätzliches Öl schön sämig.

  1. Soßen bereiten wir meist mit dem Programm für „Suppe“ zu.
  2. Für die cremige Konsistenz geben wir oft eine große Handvoll Cashews dazu. Je nach Geschmack funktionieren auch andere Nüsse oder Samen, zum Beispiel Sesam oder Hanf. Bei manchen Soßen passen außerdem ein bis zwei Kartoffeln als Binder.
  3. Als grober Startwert hat sich bei uns für etwa 600 ml ein gestrichener Teelöffel Salz oder Gemüsebrühepulver bewährt. Lieber erst etwas weniger nehmen und anschließend nachwürzen.
  4. Je nach Soße wandern zum Beispiel Champignons für eine Pilzsoße, etwas Ingwer und Kurkuma mit Gemüse wie Karotten für eine Currysoße oder Spargel für eine Spargelcreme in den Behälter.
  5. Zwiebel, Knoblauch und Gewürze kommen nach Lust und Laune dazu. Wir dünsten vorher meist nichts an. Bei unserem Suppenprogramm ist die Soße nach rund 16 Minuten fertig. Wenn ihr noch Stückchen wie Pilze oder Spargel darin haben wollt, kocht ihr sie separat und hebt sie hinterher unter.

Tofu selber machen aus Sojamilch

Für die Temperaturkontrolle ist ein Kochthermometer hilfreich.

  1. Für einen Block Tofu bereite ich zwei Portionen Sojamilch im Klarstein Marcia zu. Für 600 ml verwende ich etwa 100 g Sojabohnen, die über Nacht eingeweicht wurden.
  2. Die fertige Sojamilch gieße ich durch ein Mulltuch oder einen Nussmilchbeutel in einen Topf. Das feste Okara bleibt übrig. Ihr könnt es würzen und zum Beispiel als Brotaufstrich verwenden.
  3. Die Sojamilch wird aufgekocht und anschließend auf etwa 80 °C abgekühlt.
  4. Nun kommt ein Teelöffel Nigari hinzu. Danach lasst ihr alles etwa 30 Minuten ruhig stehen.
  5. Dann presst ihr den Tofu. Dafür könnt ihr das Mulltuch oder eine Tofupresse verwenden. Anschließend kommt der Tofu in den Kühlschrank und lässt sich wie gewohnt weiterverarbeiten.

Hafermilch selber machen im Klarstein Marcia

Hafermilch könnt ihr nach dem Grundrezept aus der Bedienungsanleitung zubereiten. Selbstgemachter Haferdrink wird dabei je nach Rezept und Verarbeitung recht dickflüssig oder „schleimig“. Ein Grund dafür sind die löslichen β-Glucane des Hafers: Sie gehören zu den Ballaststoffen und tragen zur Viskosität bei.

Bei industriell hergestellten Haferdrinks kommen teils Enzyme zum Einsatz. α-Amylase spaltet Stärke in kleinere Kohlenhydrate; dadurch lassen sich unter anderem Viskosität und Süße beeinflussen. Die löslichen β-Glucane sind ein anderer Bestandteil des Hafers und werden durch α-Amylase nicht einfach „in Zucker aufgespalten“.

Wenn ihr das zu Hause ausprobieren wollt: Bei der Amylase, die wir damals verwendet haben, ließen wir 600 ml Haferdrink auf unter 70 °C abkühlen und gaben vier bis fünf Tropfen dazu. Kurz umrühren, etwas warten, fertig. Bei einem anderen Präparat können Dosierung und geeignetes Temperaturfenster anders sein. Schaut deshalb auf die Herstellerangaben eurer Amylase.

Quellen zum Nachlesen

Wohl bekomm’s!

Klarstein Marcia Nussmilchbereiter: Test, Erfahrungen und Rezepte für Pflanzenmilch

CC BY-SA 4.0 Klarstein Marcia Nussmilchbereiter im Test: Erfahrungen, Hafermilch, Tofu & Soßen von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.