Lesezeit: 8 Minuten
Update 21.02.2026: Der Beitrag wurde redaktionell geprüft (Formulierungen, Technik-Details, Hinweise).
Seitdem der Klarstein Marcia Nussmilchbereiter bei uns Einzug gehalten hat, hat sich unser Küchenalltag spürbar verändert. Wir probieren mehr aus, kaufen weniger Tetrapaks und haben beim Abwasch seltener Diskussionen, weil das Gerät ein Reinigungsprogramm hat. 😉 Aber wie kam es überhaupt dazu, dass wir gesagt haben: „So ein Teil wollen wir testen“?
Wenn ihr wissen wollt, wie euch so ein Nussmilchbereiter helfen kann,
- eure Pflanzenmilch unkomplizierter selbst zu machen,
- im Alltag Verpackungen zu sparen,
- neue Rezepte in euren Speiseplan zu holen,
- und dabei nicht ständig mit Sieb und Tuch zu kämpfen,
dann lest gern weiter.
Inhalte
- 1 Bevor der Klarstein Marcia zu uns kam, lächelten wir über „Küchengeräte-Hypes“
- 2 Der Nussmilchbereiter: ein unerwartet guter Schritt
- 3 Wie der Klarstein Marcia den Küchenalltag bei uns bereichert
- 4 Klarstein Marcia Nussmilchbereiter: Merkmale und Ausstattung
- 5 Fazit: Lohnt sich der Klarstein Marcia?
- 6 Bonus: Unsere Tipps für Rezepte aus dem Nussmilchbereiter
- 7 Quellen zum Nachlesen (Einordnung, keine Werbung)
Bevor der Klarstein Marcia zu uns kam, lächelten wir über „Küchengeräte-Hypes“
Meine Frau Evelin erzählte mir manchmal mit einem Schmunzeln, wenn Kolleginnen wieder Tupperpartys machten oder Thermomix-Rezepte tauschten. „Frau Kollegin, damit könn‘ Se alles machen“, ist bei uns zum geflügelten Satz geworden. Bis auf die üblichen Basics in einer veganen Küche, also Mixer oder Küchenmaschine, brauchten wir lange nichts weiter.
Dann waren wir viel unterwegs. Im Ausland hatten wir oft keinen verlässlichen Zugriff auf gute Pflanzenmilch und Tofu. Selbstgemachter Nuss- oder Haferdrink mit Mixer und Tuch machte schnell eine riesen Sauerei. Geschmacklich war das für uns selten rund.
Zurück in Deutschland landeten wieder unsere „Lieblingsdrinks“ im Tetrapack im Einkaufswagen. Der Müllberg passte allerdings schlecht zu dem Anspruch, mit unserem Konsum die Umwelt nicht unnötig zu belasten.
Der Nussmilchbereiter: ein unerwartet guter Schritt
Ursprünglich suchten wir nur eine alltagstaugliche Lösung für Hafermilch. Ich koche gern kreativ und teste neue, einfache Rezepte. Deshalb wollte ich ein Gerät, das nicht nur „geht so“ kann, sondern zuverlässig arbeitet.
So sind wir beim Klarstein Marcia gelandet. Wir nutzen ihn regelmäßig, manchmal auch mehrmals am Tag. Für unsere Zwecke ist er vor allem eins: bequem. So sieht er aus:

Transparenz: Der Link im nächsten Satz ist ein Affiliate-Link. Wenn ihr darüber kauft, bekommen wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis gleich.
Wenn ihr euch den Klarstein Marcia Nussmilchbereiter anschauen wollt, findet ihr ihn über diesen Link.
Am Ende des Beitrags findet ihr außerdem unsere Praxis-Tipps für Haferdrink, Tofu und sämige Soßen.
Wie der Klarstein Marcia den Küchenalltag bei uns bereichert
Der Marcia zerkleinert Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide, Obst und Gemüse fein und erhitzt je nach Programm. Damit lassen sich Getränke, Suppen und Soßen zubereiten, ohne dass man ständig danebenstehen muss.
Vor allem für vegan lebende Personen (und Menschen mit Laktoseintoleranz) ist das praktisch, weil ihr Getreide- und Nussdrinks leichter selbst herstellen könnt. Das spart Verpackung, wenn ihr dadurch weniger fertige Drinks kauft.
Ein wichtiger Hinweis zur Einordnung: Am Einsatzort entstehen keine Abgase. Die Klimabilanz hängt trotzdem vom Strommix ab. Mit Ökostrom fällt sie in der Regel deutlich besser aus als mit fossil geprägtem Strom.
Besonders mögen wir Sojamilch aus dem Gerät. Für uns ist sie eine gute Basis, um gelegentlich Tofu selbst zu machen. Das Rezept findet ihr weiter unten.
Wer sich fettärmer ernähren will, kann außerdem sämige Soßen ohne Öl oder Butter zubereiten. „Tschüss Orlistat!“ ist hier als Küchenwitz gemeint. (Hinweis: Das ist keine medizinische Empfehlung und ersetzt keine ärztliche Beratung.)

Für Säfte gilt: Obst rein, Programm wählen, fertig. Für uns ist das weniger „Zauberei“ als schlicht eine bequeme Abkürzung im Alltag.
Klarstein Marcia Nussmilchbereiter: Merkmale und Ausstattung
Leistung
Der Mixer hat laut Herstellerangaben 300 Watt Motorleistung und 1250 Watt Heizleistung. Mit einer 360-Grad-Heizfunktion und vier Klingen verarbeitet er Zutaten fein. (Technische Werte und Details können je nach Modellvariante leicht abweichen.)
Er läuft an normalem Haushaltsstrom (220–240 Volt, 50 Hertz).
Material
Der Marcia besteht überwiegend aus Kunststoff und Glas. Er misst 17,5 × 37,5 × 41 cm (B × H × T) und wiegt ca. 6,7 kg. Die Kapazität liegt je nach Programm und Füllstand zwischen etwa 300 und 1200 ml.
Das Glas wirkt robust, bleibt aber Glas. Wenn ihr Kinder im Haushalt habt, lohnt ein fester, sicherer Standplatz.
Bedienung
Das Touch-Bedienfeld mit Display führt durch die Programme. Praktisch ist das Selbstreinigungsprogramm, weil es den Spülaufwand reduziert.

Die Anleitung ist mehrsprachig und enthält Grundrezepte. Wer gern experimentiert, findet schnell eigene Varianten. Es gibt angeblich auch eine Klarstein-App mit weiteren Rezepten. Ich habe sie nicht installiert, weil ich sie nicht brauche.
Fazit: Lohnt sich der Klarstein Marcia?
Für uns hat sich der Marcia gelohnt, weil er Aufwand senkt. Wir machen häufiger Pflanzenmilch selbst, nutzen ihn für Soßen und testen mehr Rezepte. Ob er für euch passt, hängt vor allem davon ab, wie oft ihr solche Dinge wirklich macht.
Wenn ihr das Gerät in Erwägung zieht, könnt ihr dafür gern unseren Link nutzen:
Hinweis: Wenn ihr über unseren Link kauft, erhalten wir eine kleine Provision, ohne dass ihr mehr bezahlt. Das hilft uns, FreeYourFamily.net zu betreiben.
Wenn ihr Fragen zum Gerät habt, schreibt sie gern in die Kommentare.
Bonus: Unsere Tipps für Rezepte aus dem Nussmilchbereiter
Grundrezept für sämige Soßen
Wir haben in Phasen viel ohne zugesetzte Fette gekocht. Mit dem Nussmilchbereiter wird das oft leichter, weil Nüsse, Samen und stärkehaltige Zutaten Soßen auch ohne Öl binden können.
- Soßen bereiten wir meist mit dem Programm für „Suppe“ zu.
- Für Cremigkeit geben wir oft eine Handvoll Cashews dazu. Alternativ funktionieren auch andere Nüsse oder Samen (z. B. Sesam oder Hanf). Je nach Gericht passen auch ein bis zwei Kartoffeln als Binder.
- Als grober Startwert hat sich bei uns (für ca. 600 ml) ein gestrichener Teelöffel Salz oder Brühepulver bewährt. Lieber vorsichtig starten und dann nachwürzen.
- In den Behälter kommt je nach Soße z. B.:
– Champignons für eine cremige Pilzsoße,
– Ingwer (sparsam), Kurkuma und Gemüse eurer Wahl wie Karotten für eine Currysoße,
– Spargel für Spargelcreme. - Zwiebel, Knoblauch und Gewürze ergänzt ihr nach Geschmack. Wir dünsten vorher meist nichts an. Wenn ihr Stückchen in der Soße mögt, kocht ihr diese separat und hebt sie am Ende unter.
Tofu selber machen
Für die Temperaturkontrolle ist ein Kochthermometer hilfreich.
- Für einen Block Tofu bereite ich zwei Portionen Sojamilch im Klarstein Marcia zu. Für 600 ml nutze ich etwa 100 g Sojabohnen, die über Nacht eingeweicht wurden.
- Die fertige Sojamilch gieße ich durch Mulltuch oder Nussmilchbeutel in einen Topf. Das feste Okara bleibt übrig. Ihr könnt es würzen und zum Beispiel als Brotaufstrich verwenden.
- Die Sojamilch wird aufgekocht und dann auf etwa 80 °C abgekühlt.
- Nun kommt ein Teelöffel Nigari hinzu. Danach lasst ihr alles etwa 30 Minuten stehen.
- Dann presst ihr den Tofu. Dafür nutzt ihr entweder das Mulltuch oder eine Tofupresse. Im Kühlschrank hält sich der Tofu ein paar Tage und lässt sich wie gewohnt weiterverarbeiten.
Hafermilch im Klarstein Marcia zubereiten
Die Hafermilch könnt ihr nach der Anleitung zubereiten. Manche Versionen werden dabei recht „schleimig“. Das hat viel mit gelöstem Lichenin zu tun, einem schleimigen Polysaccharid, das als Ballaststoff gilt, und mit Beta-Glucanen.
Industrielle Haferdrinks werden teils enzymatisch behandelt, um Viskosität, Süße und Mundgefühl zu steuern. Das Prinzip dahinter: Enzyme wie α-Amylase spalten Stärkemoleküle in kürzere Bausteine. Das kann die Textur verändern und je nach Prozess auch mehr wahrnehmbare Süße erzeugen. Wenn ihr das selbst ausprobieren wollt: Nach dem Abkühlen auf unter 70 °C gebt ihr vier bis fünf Tropfen Amylase dazu, rührt kurz um und wartet einen Moment. Wichtig sind Dosierung und Temperaturfenster, sonst kippt das Ergebnis.
Dass auf Packungen oft „Enthält von Natur aus Zucker“ steht, passt dazu. Die Details hängen vom Herstellerprozess ab.
Quellen zum Nachlesen (Einordnung, keine Werbung)
-
Haferdrinks: Verarbeitung, Eigenschaften, Einordnung (Review/Übersicht)
Babolanimogadam et al. (2023), Food Science & Nutrition.
https://doi.org/10.1002/fsn3.3171
Yu et al. (2023), Food Chemistry: X (Open Access Review).
https://doi.org/10.1016/j.fochx.2023.100859 -
Enzymatische Herstellung/Amylase bei „Oat Milk“ (Prozessparameter)
Deswal, Deora & Mishra (2014), Food and Bioprocess Technology.
https://doi.org/10.1007/s11947-013-1144-2 -
„Schleimigkeit“/Viskosität: β-Glucan und Verarbeitung (Primärdaten)
Mäkelä, Brinck & Sontag-Strohm (2020), Food Hydrocolloids.
https://doi.org/10.1016/j.foodhyd.2019.105422
Anttila, Sontag-Strohm & Salovaara (2004), Agricultural and Food Science.
https://journal.fi/afs/article/view/5777 -
Orlistat (Wirkprinzip, zur Einordnung des Witzes)
Sternby et al. (2002), Clinical Nutrition.
https://doi.org/10.1054/clnu.2002.0565
Wohl bekomm’s!

Klarstein Marcia Nussmilchbereiter im Test: perfekte Pflanzenmilch, Säfte und sämige Soßen ohne Öl von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.