Minimalismus und digitale Medien in unserer Familie

Minimalismus und digitale MedienDie Ökofamilie hat in ihrem Blog das Thema „Digitaler Minimalismus ? Unsere Realität / Digital Natives“ aufgegriffen. Wir finden uns in dem Geschriebenen wieder. Das Thema ist spannend und inspirierte uns zu diesem Artikel, in dem wir Dir zeigen, welchen Stellenwert Laptop, Smartphone, Fernsehen und andere technische Geräte in unserer minimalistisch lebenden Familie einnehmen.

Lassen wir unsere Kinder Videos und Filme anschauen? Wie sieht es mit der Smartphonebenutzung aus? Welche Digitaltechnik kommt bei uns zum Einsatz? Was ist unter Minimalismus zu verstehen, welche Bedeutung hat er für unser Leben und wie setzen wir ihn in unserer Familie um? Und warum treffen wir auf Youtube manchmal auf Verständnislosigkeit und Verwirrung, wenn wir schreiben, wir würden minimalistisch leben? All diese Fragen möchten wir Dir im Folgenden beantworten.

Einfaches Leben / Minimalismus – was bedeutet das?

Wir möchten als Familie ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben führen. Dabei fällt bei uns ab und zu der Begriff „Minimalismus“. Viele kritisieren an unseren Youtube-Videos, dass das Gezeigte gar nicht minimalistisch sei. Unsere Wohnung wäre zu groß, unser Badschrank zu voll, und überhaupt: wir wären alles andere als kritische Konsumenten, denn bei uns wäre alles ganz „normal“.

Nun, das einfache Leben kann sehr unterschiedliche, individuelle Ausprägungen annehmen. Für die einen bedeutet Minimalismus, eine möglichst leere Wohnung zu bewohnen und fast nichts mehr zu besitzen, so dass es schon „zwanghafte“ Züge annimmt, was Leben wiederum unnötig komplizierter macht und die Frage rechtfertigt, wofür man dann überhaupt noch die Wohnung braucht. Biwakieren wäre doch DIE Lösung!

Besitz besitzt!

Wir finden es unvernünftig, den Großteil unserer Lebenszeit gegen Geld einzutauschen, nur damit wir uns davon Produkte kaufen können, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Viele Menschen stehen frühs im Dunkeln auf, arbeiten dann für den Reichtum eines anderen, kommen abends spät nach hause, schauen noch etwas fern, um dann voller Sorgen ins Bett zu gehen. Und so geht es die ganze Woche lang, nur damit sie sich am Wochenende dann ausgiebig einer Shoppingtour widmen können, um dort noch mehr Besitz anzuhäufen. Diese Menschen hetzen von einem Termin zum nächsten und sind trotz all ihren Besitztümern nicht glücklich. Wir bemühen uns um ein alternatives Lebenskonzept.

Konsumkritik im Minimalismus / Wie geht es anders?

Gemeinsam überlegen wir als Familie: Welche Dinge brauchen wir wirklich? Sind diese Gegenstände oder Geräte für uns sinnvoll oder stehen sie nur unbenutzt herum? Die Dinge, für die wir uns entschieden haben, sie zu besitzen, haben wir uns nicht aufgrund des Strebens nach sozialem Status oder Prestige zugelegt, sondern weil sie uns helfen, uns inspirieren und in unserem Leben ihren Teil zu mehr Selbstbestimmung und persönlicher Freiheit beitragen.

Wir achten darauf, dass die Waren, die wir kaufen, die Umwelt nicht belasten. Der Umweltschutzgedanke ist auch ein Grund, im Namen des Minimalismus nicht alles wegzuschmeißen. Wenn Dinge kaputt sind, reparieren wir sie statt sie auszutauschen. Wir unterstützen Arbeiter in anderen Teilen der Welt, indem wir z.B. fair gehandelte Produkte einkaufen, wenn wir sie benötigen.

Wie sieht Minimalismus bei uns konkret aus? Oder: Darf man einen Geschirrspüler haben?

Wir schauen regelmäßig unseren Besitz durch und überprüfen, ob wir die Dinge noch brauchen. Wenn wir sie nicht benötigen, bringen wir sie zu Gib und Nimm, einer Art „Kaufhaus“, wo man Sachen, die man nicht mehr braucht (sei es Kleidung, Technik, Küchenutensilien usw.) hinbringen und sich von dem, was andere weggegeben haben, etwas mitnehmen kann. Eine absolute Ausnahme bilden da manche Geschenke an unsere Töchter, die wir zunächst in einer Kiste auf dem Dachboden lagern, ehe wir sie zur Kleiderkammer geben. 😉

Ge- und Verbrauchsgegenstände sowie Lebensmittel versuchen wir selbst herzustellen, gebraucht zu erwerben bzw. im Fall der Lebensmittel in unserem Garten selbst anzubauen, wir essen viel wildes Grün aus der Natur, kaufen auf dem Wochenmarkt biologisch, regional und saisonal ein, unterstützen kleine Läden und nutzen Möglichkeiten wie foodsharing, um Produkte zu bekommen, die sich nicht mehr verkaufen lassen und ansonsten „entsorgt“ werden müssten, obwohl sie noch verwendbar sind.

Da wir ein möglichst freies Leben führen möchten, kaufen wir jedoch manchmal Gegenstände ein, ohne die wir zwar auskommen würden, die uns aber mehr Freiheit und mehr Lebenszeit schenken. Zum Beispiel wurde auf Youtube kritisiert, dass wir einen Geschirrspüler besitzen. Da wir gern die uns zur Verfügung stehende Zeit mit unseren Kindern verbringen, ihnen dabei die Welt zeigen, uns ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren und zusätzlich noch intensiv an unserer Zukunft arbeiten, ist uns jede „Arbeitserleichterung“ recht. Der Geschirrspüler hilft uns, die Küche in Ordnung zu halten und gleichzeitig mehr Zeit für wichtigere Tätigkeiten zu haben.

Bei der digitalen Technik ist es genauso. Sie hilft letztendlich, unser Leben minimalistischer und damit selbstbestimmter zu gestalten.

Bücher oder E-Book-Reader? Ist ein volles Bücherregal mit einer minimalistischen Lebensweise vereinbar?

Wir besitzen einen älteren E-Book-Reader von Hanvon, mit dem wir das eine oder andere Buch immer dabei haben. Dennoch ist das größte Möbel in unserer Wohnung ein Bücherregal, aus dessen gewaltigem Literaturfundus wir schöpfen können. Davon möchten wir uns auch nicht trennen, denn hier gibt es geballtes Wissen. Wir könnten es uns gar nicht leisten, all die wertvollen, teils antiquarischen Bücher voller Informationen, nach denen man Google heute vergeblich bemühen würde, durch E-Books zu ersetzen; Sofern es sie überhaupt als E-Books gibt.

Unsere Kinder schauen sich gern Bücher an.

Unsere Bücher belasten uns nicht. Sie nehmen zwar (viel) Platz in unserer Wohnung weg, bestimmen aber auch nicht unser Leben. Wenn wir uns oder die Kinder tiefgehend und umfassend über ein Thema informieren möchten oder wir den Kindern etwas vorlesen wollen, ist ein Griff nach einem echten Buch im Bücherregal oft einfacher als die Recherche im Internet oder das „langweilige E-Book“. Als große und kleine Leseratten möchten wir nicht auf diese Bücher verzichten. Ab und zu geben wir jedoch ein paar Bücher weg, die wir nicht mehr lesen.

Beides – Bücher und E-Books – haben bei uns ihre Daseinsberechtigung und behindern uns bei unserem einfachen, selbstbestimmten Leben nicht. Im Gegenteil: Lesen führt zu einer Entschleunigung des Lebens. Ein Buch, in dem es genau um das Phänomen geht, dass manchmal und mit zunehmendem Lebensalter die Zeit rasant zu verstreichen scheint und wie man das kompensieren kann, ist dieses:

Die Kinder von heute: „Digital Natives“ als Elite von morgen?

Tagtäglich werden unsere Kinder mit all der Technik konfrontiert. Sie wachsen damit auf. Und zwar anders als wir. Evelin, die als Kind lieber draußen durch Wald und Wiese sprang, ist mit Hardware nicht so vertraut. Patrick hingegen hat die Entwicklung der Computer für den Heimgebrauch, vom KC85, über Atari ST und die X86-Systeme, seit seiner Kindheit vom gemütlichen Kinderzimmer aus miterlebt und hat daher auch das grundlegende Verständnis, warum die Technik so funktioniert, wie sie funktioniert.

Für unsere Kinder ist es in der Hinsicht schwieriger, den technischen Hintergrund zu begreifen. Sie wissen aber die Technik zu benutzen, denn die Touchscreens sind absolut kinderfreundlich in ihrer Bedienung. Für Kinder, die in dieser „digitalen Welt“ aufwachsen, wurde der Begriff „Digital Natives“ geschaffen. Sind unsere Kinder also Digital Natives? Keine Ahnung. Es ist nur ein Begriff um den viel diskutiert wird. Selbst, wenn die Kinder mit der Technik unweigerlich konfrontiert werden, bestimmt sie nicht das Leben der Kleinen.

Medienkompetenz: Ist es ratsam, Computer, Smartphone, Kamera und Co. in Kinderhände zu geben?

Unsere Kinder können das Smartphone bekommen und z.B. bei ausgeschaltetem WLAN Nachrichten an ihre (oder unsere) Freunde schicken. Das führt manchmal zu witzigen oder peinlichen Situationen, wenn wir das WLAN wieder anschalten, ohne daran zu denken, dass unsere Große sich zuvor voller Begeisterung bei Whatsapp mitteilen musste. Dann werden unzählige Smileys, selbst aufgenommene Audioaufnahmen, Videos usw. verschickt, ohne dass wir den Datenfluss mittels waghalsigem Hechtsprung zum Router noch rechtzeitig aufhalten können. Wie dem auch sei: Gerade unsere Große kann bereits sehr geschickt mit Smartphone und Computer umgehen. Sie bekam es nie von uns „gezeigt“, sondern hat sich unseren Umgang mit der Technik abgeschaut.

Unsere große Tochter hat ihren Smartphonekonsum relativ gut selbst unter Kontrolle. Sie schreibt zwar gern mal bei Whatsapp oder schaut ein paar kurze Videos auf Youtube an, aber allzu lange begeistert es sie nicht. Sie vergisst die Welt um sich herum nicht und spielt immer noch lieber mit ihrer jüngeren Schwester. Unsere Tochter bezieht uns Eltern sogar in ihre Mediennutzung ein: Sie zeigt uns, was sie macht, bringt uns das Handy, wenn sie fertig ist oder klappt den Laptop zu, wenn z.B. auf Youtube etwas kommt, was sie nicht sehen möchte. Es gibt für uns keinen Grund, unseren Kindern zu misstrauen. Sie bekommen die „Medienkompetenz“ bereits in die Wiege gelegt und wir finden es gut.

Was ist mit Fernsehen? Da kommen doch immer schöne Sendungen im Kinderprogramm!

Das lehnen wir ab. Zu laut, zu hektisch, zu manipulierend, zu gewalttätig, zu viele Eindrücke! Unsere Große ist ein hochsensibles Kind und möchte gar keine „spannenden“ Kinderfilme sehen. Es gruselt sie und sie weint. Das kommt auch bei „spannenden“ Theaterstücken vor, z.B. wenn die böse Fee bei Dornröschen es mit ihrer Boshaftigkeit übertreibt. In Bezug aufs Fernsehen heißt das: Wir können getrost auf die Flimmerkiste verzichten, denn unser Kind hat an diesen nervenaufreibenden Darstellungen überhaupt kein Interesse. Das kommt uns gelegen, denn auch wir möchten unseren Alltag nicht durch das Fernsehprogramm bestimmen lassen.

Unsere Technik – Dinge, die wir Großen BRAUCHEN (unsere Kinder nicht)

Wir haben einen Laptop von Hewlett Packard, der Patrick als Arbeitsgerät dient, an dem er unter Linux Videos und Musik produziert, Photos bearbeitet, als Autor schreibt und sich um unser „Online-Business“ (freeyourfamily.net) kümmert. Die Konsumkritiker unter unseren Lesern können sich dieses hervorragende Betriebssystem gern mal anschauen. Evelin besitzt ein kleines MacBook. So können wir gleichzeitig arbeiten. Weil wir viel unterwegs sind, haben wir auch ein Tablet, auf dem wir draußen in der Natur Texte erstellen können. Zum Surfen verwenden wir all unsere Geräte.

Dann haben wir zwei Smartphones. Eines davon ist ohne SIM-Karte, bleibt zuhause im WLAN und ist mit unserer Festnetznummer in Whatsapp verbunden. Das andere Handy (mit Prepaid-SIM) nimmt Patrick meist mit, wenn er unterwegs ist und den unkomplizierten, „kostenlosen“ Kontakt via Whatsapp zu Frau und Kindern zuhause aufrechterhalten möchte. Für die Fotografie benutzen wir die digitale Spiegelreflexkamera Sony SLT-A99V und für Video- bzw. erstklassige Audioaufnahmen die Canon Legria Mini-X. Zudem stehen eine externe Soundkarte, einige externe Festplatten, ein Synthesizer und Kopfhörer (sehr praktisch, wenn man die Kinder nicht von ihrem Spiel ablenken will) ebenfalls in unserem Arbeitszimmer. All diese Dinge verwenden wir häufig, wenn nicht täglich.

Über das Minimalismus(-un-)verständnis auf Youtube

Uns überkommt manchmal das Gefühl, dass es gerade auf Youtube eine Art „Wettbewerb“ zwischen den Youtubern gibt: Wer ist minimalistischer als der andere und wer besitzt weniger Dinge?

Wir denken, gerade das führt dazu, dass einige unserer Zuschauer das Gefühl haben, wir würden gar kein „einfaches“ Leben führen, unsere Wohnung wäre „ganz normal“ und in unserem Badschrank gibt es so viel Zeug, was man nicht braucht. Doch es ist alles subjektiv und im direkten Vergleich auch sehr relativ. Es gibt definitiv Familien, die viel weniger Dinge besitzen, doch die große Masse besitzt noch wesentlich mehr als wir.

Was wir ausdrücken möchten: Wir empfinden uns, im Vergleich zum „Durchschnitt“ (der mehr als 10.000 Dinge besitzt) als minimalistisch lebende Familie, weswegen wir das auch so sagen. Wenn wir in Deinen Augen mit Minimalismus nichts zu tun haben, dann ist das Dein subjektives Empfinden. Zu fragen: „Was hat das mit Minimalismus zu tun?“, oder zu sagen: „Ihr habt so viel Müll, den kein Mensch braucht“, und „Dieses und jenes ist aber gar nicht minimalistisch.“, finden wir deshalb falsch. Hannah Dette hat das in ihrem Video „Minimalismus und Luxus?! Passt das zusammen? Ich hau die Kohle raus!“ anschaulich erläutert.

Minimalismus ist immer auch ein Prozess, durch den wir als Menschen gehen, der uns ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Die einzige Konstante ist die Veränderung, und so verändern sich auch unsere Wohnung sowie die Dinge, die wir verwenden. Wir entwickeln uns stetig weiter und führen ein glückliches, relativ freies Leben mit unseren Kindern. Wir denken, DAS ist das Wichtigste. Und nicht, dass man zwanghaft versucht, sich so extrem wie möglich darzustellen indem man asketisch lebt, nur um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und auf Youtube Klickzahlen einzufahren.

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CC BY-SA 4.0 Minimalismus und digitale Medien in unserer Familie von Free Your Family ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Comments 7

  • Hallo ihr Lieben,
    schön, dass ihr das aufgegriffen habt 🙂 Ihr beschreibt das noch ein wenig intensiver, dazu habe ich leider keine Zeit. Mein geliebtes Bücherregal habe ich aufgegeben. Lange – wirklich lange Zeit – habe ich darüber nachgedacht und war sehr traurig, als ein Buch nach dem anderen ging. Doch ein paar Schätze habe ich meinen Lieben überlassen, auch meine Mama hat ein enormes Bücherregal, das den Mittelpunkt ihrer Wohnung darstellt. So können die Bücher, die ich wirklich nicht aufgeben konnte, weiterhin in greifbarer Nähe bleiben 🙂
    Was ich sagen will: Ich kann es absolut verstehen, dass man seine Bücher nicht aufgeben will. Auch jetzt im Wohnmobil haben wir 2 Schränke voll mit Büchern! Zum Vergleich: Jeder von uns hat einen halben Schrank voll mit Kleidung 😉
    Außerdem ist es toll, dass es doch noch andere Kinder gibt, die ebenfalls keine Probleme mit den modernen Medien haben – oft wird das irgendwie missverstanden!

    Alles Liebe und Gute,
    Nadine und der Rest der Ökofamilie 🙂

    • Hallo ihr Vier!

      „Zeit“ haben wir eigentlich auch nicht. Doch wir möchten zukünftig auch absolut unabhängig sein, weshalb das Online Business und dessen Anhängsel schon ein Vollzeitjob sind. Aber wenigstens können wir uns dabei kreativ austoben, was richtig Spaß macht. 🙂 Ja, es ist schön, wenn man Dinge, die einem wirklich noch am Herzen liegen, irgendwo deponieren kann, wo sie niemanden stören. Das habe ich auch mit manchen Dingen gemacht, von denen ich mich partout nicht für immer trennen kann. Unser Kleiderfundus ist auch wesentlich kleiner als die Anzahl unserer Bücher. Kleidung brauchen wir auch wirklich nicht so viel, da wir ja doch irgendwie immer das gleiche tragen. Es gibt viele Missverständnisse, wenn man so „seltsam öko“ ist, wie unsere beiden Familien. Da denkt dann plötzlich jeder, er kennt sich mit diesem oder jenem besser aus und möchte uns belehren. Das sind meistens Menschen, die keine Lust haben, vor ihrer eigenen Türe zu kehren. Wir bemühen uns immerhin, unseren Kindern und Enkelkindern eine intakte (Um-)Welt zu hinterlassen.

      Alles Gute euch! 🙂
      Liebe Grüße
      Patrick (und in temporärer Abwesenheit auch von Evelin und den Kindern – sie wollen gerade im tosenden Schneesturm einen Schneemann bauen)

  • Wichtig ist doch ein bewusster Umgang mit den Dingen um uns herum: Was brauche ich und wie geht es mir damit? Wieviele (immer auch beschränkte) Ressourcen benutze ich für mich? etc. Die Haltung und die Achtsamkeit ist meiner Meinung nach wichtig, nicht wieviele Dinge und was genau ich dann tatsächlich habe. Ich finde es ein schöner Prozess den Ihr macht!

    • Hallo Tobias,

      danke für Deinen Kommentar und die treffenden Worte. Ja, das Leben ist ein Prozess; Veränderung – immer und immer wieder. Letztendlich geht es doch darum, sich stets weiterzuentwickeln – und das nicht auf Kosten anderer oder unserer Kinder. 🙂

      Liebe Grüße
      Patrick

  • Hallo ihr Lieben,
    Ich denke, viele haben ein nicht korrekt „Difinition“ vom Minimalismus im Kopf. Wie ihr auch gut beschreibt, geht es nicht darum, so wenig wie möglich zu besitzen, sondern nur das, was man braucht.
    Und wenn man eine Vorliebe für Bücher hat oder zum Beispiel Musik produziert und dafür bestimmte Technik benötigt, warum sollte man dann in einer leeren Wohnung leben?

    Meine kleine Familie und ich (Vater, Mutter, 2 Monate alter Sohn und Kater) leben in einer 1-Raumwohnung plus Wohnküche und trafen besonders bei der älteren Generation auf Unverständnis, mit Geburt des Kindes nicht in eine größere Wohnung zu ziehen.
    Wir finden es sehr gemütlich 🙂 und man häuft keine unnötigen Dinge an…

    • *eine nicht korrekte Difinition 😉

    • Hallo Ida!

      Das stimmt! Gerade in kleinen Wohnungen merkt man schnell, wenn die angehäuften (gekauften und geschenkten) Dinge überhand nehmen und so überlegt man schon bei der Anschaffung zweimal, ob man etwas braucht. Je größer die Wohnung oder das Haus, umso größer ist die Gefahr, den Platz auszunutzen und damit den Blick auf das Wesentliche zu verlieren.

      Für die ältere Generation sind eben Statussymbole von Bedeutung, wozu auch möglichst viel Wohnraum gehört. 😉

      Liebe Grüße
      Patrick

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