Birth Undisturbed: The Creation of Man. Der britischen Fotografin Natalie Lennard ist es gelungen, das fehlende Puzzlestück der Weihnachtsgeschichte in einer beeindruckenden Fotografie festzuhalten.

Solch ein Bild habe ich in meinen Kindertagen vermisst, wenn mir meine Eltern oder meine Oma die Weihnachtsgeschichte erzählten.

Der fehlende Part beim Krippenspiel

Zum Krippenspiel in der Kirche bekam ich den dicken Bauch der Maria zu Gesicht und kurze Zeit später lag ein mustergültig eingekleidetes Puppenbaby in der Futterkrippe.

Zwischen unzähligen Protagonisten, die gekommen sind, um den Heiland zu bestaunen und ihm mit Gaben zu huldigen, symbolisierte manchmal auch nur eine Kerze das Baby in der Krippe. Es war enttäuschend!

Gerade die Geburt des Kindes hätte mich interessiert. Alle reden davon, aber keiner darf sie sehen: die Alleingeburt im Stall von Bethlehem.

Ein falsches Bild von der Weihnachtsgeschichte

Ebenso wenig überzeugend empfand ich die Bilder, welche die biblische Weihnachtsgeschichte darstellten.

Es verwunderte mich, dass das Jesusbaby blond, hellhäutig, viel zu groß und nicht zerknautscht aussah. Auch Maria mit ihrem Heiligenschein wirkte nicht ansatzweise erschöpft oder verschwitzt.

Birth Undisturbed: The Creation of Man

Vor einigen Tagen stieß ich zufällig auf die Fotografie, die all meine Enttäuschungen wettmachte. Da war sie: die Befriedigung meiner kindlichen Neugier.

Natalie Lennard ist es mit dem Bild „The Creation of Man“ aus ihrer Serie „Birth Undisturbed“ gelungen, das fehlende Puzzlestück in der Weihnachtsgeschichte zu ergänzen. Ich danke den Machern von Birth Undisturbed für mein absolutes Lieblingsweihnachtsbild!

“The human species is no more unsuited to give birth than any other of the 5000 species of mammals on the planet. The birth-giving woman is the central agent in the ancient drama of bringing forth new life”. – Ina May

Every year we celebrate a natural birth, a story that takes place in the most primitive surroundings. Mary, giving birth to the Son of God in a stable, that infamous image portrayed recurrently in our culture, familiar to even the non-religious. Yet how is it that beyond Julius Garibaldi’s 1891 painting of Mary and Joseph slumped in raw exhaustion, we have never seen a ‘real’ depiction of birth biology, particularly of Mary in upright, ecstatic primal instinct that such an environment would have helped facilitate?

Risking controversy to use universal characters to portray the ultimate ‘birth undisturbed’ amongst other mammals in a dim and lowly environment, suggests to modern woman that often in birth, less is more. An ideal lies really in the balance of nature and medicine, but to depict Mary in the powerful moment of bringing Christ Earthside, into the calm and steady hands of an actively participating Joseph, protests any notion that the humbling, creative power of woman is anything but as awe-inspiring as the creative hand of God himself.

Die natürliche Geburt und das Vertrauen in die göttliche Natur von uns Frauen

Eine Geburt selbst ist ein wahrhaft göttliches Ereignis, das gefeiert werden sollte.

Das bewegende Bild von Natalie Lennard lässt mich dankbar zurückblicken auf die kraftvollen Hausgeburten unserer drei einzigartigen Kinder. Nach der Geburt unserer Großen wusste ich, welch seliges Gefühl sich in Maria und Josef breitmachte.

Die Fotografie von Natalie Lennard bestärkt jene Schwangeren, die sich mit dem Gedanken einer Alleingeburt tragen. Zeigt es doch, dass Alleingeburten in den meisten Fällen unproblematisch sind und unheimlich romantisch sein können.

Maria aus Nazareth benötigte kein Team aus profitgierigen Weißkitteln um sich. Ultraschall, pharmazeutische Wehen-, Betäubungs- und Schmerzmittel, CTG-Überwachung, Dammschnitt, Saugglocke und Kaiserschnitt gab es nicht.

Wie beim Wunder ihrer Empfängnis vertraute sie darauf, dass bei der Geburt alles seinen Gang geht. Marias Vertrauen in ihren göttlichen Körper wünsche ich allen werdenden Müttern, unabhängig davon, ob sie religiös sind oder nicht.

Wie wir Weihnachten mit unseren Kindern feiern

Wir selbst sind konfessionslos und pantheistisch. Patrick erklärt unseren Kindern die mythologischen und astronomischen Hintergründe bzw. Zusammenhänge zur Wintersonnenwende. Und ich erzähle ihnen u.a. die biblische Weihnachtsgeschichte.

Um die kindliche Fantasie- und Erlebniswelt zu stimulieren, bringt uns ein Weihnachtsmann am 24. Dezember ausgewählte Gaben. Doch die sind gar nicht so wichtig. Das Weihnachtsfest selbst, mit seinen Lichtern, Klängen, Düften und Geschichten (z.B. das Erzähltheater) im Kreise der Familie, sorgt für strahlende Kinderaugen. Denn alles in allem sind Erlebnisse, Erfahrungen und Erzählungen für uns und unsere Kinder bedeutsamer als jedes materielle Geschenk.

In diesem Sinn wünschen wir unseren Lesern ein zauberhaftes, besinnliches Weihnachtsfest!

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