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Aktualisiert am 6. März 2026

Inhalte
- 1 Warum wir unsere Pläne plötzlich ändern
- 2 Was das Schulamt daraus macht
- 3 Warum geordnete Bahnen auf einmal vernünftig wirken
- 4 Wie Schule, Kindergarten und Krippe zusammenpassen
- 5 Passend zum Thema weiterlesen
- 6 FAQ zum Weiterlesen
- 6.1 Warum wollten wir unsere Kinder ursprünglich nicht an der Grundschule anmelden?
- 6.2 Was meinen wir mit Sozialisation ohne Kindergarten?
- 6.3 Was hat Freilernen mit Schule überhaupt zu tun?
- 6.4 Warum spielt Fremdbetreuung in diesem Text eine Rolle?
- 6.5 Was verändert sich, wenn ein Kind plötzlich in die Schule will?
Unsere Kinder sind jetzt 6, 4 und 1,5 Jahre alt. Bis jetzt war ich ganz entzückt über ihre Entwicklung: Die Große kann schreiben, die Mittlere stickt Deckchen und der Kleine isst schon mit Messer und Gabel. Alles lernten sie ohne mein Zutun. Bei einem Vortrag über sowas wie Homeschooler schnappte ich mal auf, dass Kinder keine Förderung brauchen. Seitdem überließ ich sie mehr oder weniger sich selbst. Freiheit, so dachte ich, erledige den Rest fast von allein.
Inzwischen sehe ich jedoch, dass meine drei Schützlinge gelangweilt wirken. Sie fragen mich ständig, was sie als Nächstes tun dürfen und meine Große will plötzlich in die Schule.
In diesem Beitrag geht es um Schule, Schulpflicht, Kindergarten, Leistungsgesellschaft und die überraschende Erkenntnis, dass ein Leben in Freiheit sich erstaunlich geordnet anfühlen kann.
Warum wir unsere Pläne plötzlich ändern
Heute haben wir uns endgültig gegen unser eigentliches Vorhaben entschieden. Diese Meldung an die Welt „da draußen“ herauszusenden, fällt mir nicht leicht. Seit langer Zeit planen wir, unseren Kindern ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Wir träumten vom Reisen in ferne Ländern und wollten dort vom Kindergeld leben.
Obwohl wir schon so viel geplant haben, stellt es sich für uns inzwischen als stimmiger heraus, hier zu bleiben.
Hinweis: Dieser Beitrag ist ein Zeitdokument aus dem Frühjahr 2019. Einzelne Verlinkungen führen zu älteren Texten aus derselben Phase unserer Familiengeschichte.
Was das Schulamt daraus macht
In unserem Wohnort stehen zwei Grundschulen zur Auswahl. Zwar sind die Sekretärinnen äußerst schwatzhaft, denn trotz DSGVO plaudern die beiden seit Monaten an Dritte aus, dass wir Homeschooling machen wollen. Andererseits tun sie mir so leid, weil ihnen das Schulamt auf „das Dach steige“. So klingt ein System, das selbst dort noch Gehorsam organisiert, wo längst nur noch Gerede, Angst und Weiterreichen von Zuständigkeit übrig sind. Schließlich besteht die Schulpflicht seit dem preußischen Königreich von vor 300 Jahren!

Nicht vergessen: Noten spiegeln die Lehrfähigkeit des Schulpersonals wieder.
Nun muss ich ein erneutes Gespräch mit dem Schulamt führen. Die Dame hatte mir zugesichert, dass unser Vorhaben mit Abmeldung aus Deutschland keine Konsequenzen nach sich zieht. Wir brauchten weder an einer Schuleingangsuntersuchung teilnehmen noch die Anmeldung an einer Grundschule einreichen. Nun muss ich dieses Gespräch rückgängig machen. Es ist mir unangenehm.
Vielleicht redet mir die nette Dame ins Gewissen, dass ein Schulbesuch immerhin für Sozialisation und eine gute Bildung sorgt. Hoffentlich versichert sie mir, dass alle Lehrer über ausreichend psychologische sowie pädagogische Kenntnisse verfügen.
Warum geordnete Bahnen auf einmal vernünftig wirken
Zugegeben: Wir leben nun mal in einer Leistungsgesellschaft. Deshalb schadet es nicht, Kinder bereits in der Schule darauf vorzubereiten. Und reisen können wir ja auch später noch.

Das wird für unsere Kinder eine ganz schöne Umstellung.

Endlich werden unsere unerzogenen Kinder lernen, sich zu benehmen!
Wie Schule, Kindergarten und Krippe zusammenpassen
Unsere Große freut sich jetzt jedenfalls schon so sehr auf die Schule, dass die Mittlere um einen Kindergartenplatz bettelt. Mein alter Arbeitgeber kann mir sicher eine Stelle als Krippenerzieherin arrangieren. Wäre auch praktisch für den Kleinen.
Ich bin gespannt, wie das Leben in geordneten Bahnen so wird. Vermutlich ordentlich.

Bald bekommen unsere veganen Kinder einen ganz objektiven Blick auf Tiere.
In einem Jahr berichte ich dann, wie meine veganen Kinder die Schulspeisung vertragen.
Allen einen schönen 1. April! Evelin 😉

Nach jahrelangem Schulbesuch: die Orthographie sitzt.
Passend zum Thema weiterlesen
Falls ihr euch nach diesem überraschenden Sinneswandel fragt, wie wir sonst über Schule, Freilernen, Sozialisation und Fremdbetreuung denken, dann findet ihr hier die passenden Anschlussstellen.
- Keine Anmeldung an der Grundschule
- Sozialisation ohne Kindergarten? OMG!
- Was ist Unschooling? Selbstbestimmtes Lernen verständlich erklärt
- Hilfe, mein Kind will in die Schule
- Fremdbetreuung der Kinder der Kindergärtnerin
FAQ zum Weiterlesen
Warum wollten wir unsere Kinder ursprünglich nicht an der Grundschule anmelden?
Der verlinkte Beitrag zeigt, wie wir damals über Einschulung, Schulpflicht und unseren eigenen Weg als Familie nachgedacht haben.
Was meinen wir mit Sozialisation ohne Kindergarten?
Im dazugehörigen Text geht es um die verbreitete Annahme, Kinder würden Sozialverhalten nur in institutioneller Betreuung lernen, und warum wir das anders sehen.
Was hat Freilernen mit Schule überhaupt zu tun?
Der Beitrag übers Unschooling verdeutlicht, dass Lernen nicht erst mit Unterricht beginnt und nicht automatisch an Stundenpläne gebunden ist.
Warum spielt Fremdbetreuung in diesem Text eine Rolle?
Weil hier neben Schule auch Kindergarten, Krippe und Erwerbsarbeit anklingen. Der ältere Beitrag knüpft genau an diese Stelle an.
Was verändert sich, wenn ein Kind plötzlich in die Schule will?
Der spätere Text „Hilfe, mein Kind will in die Schule“ greift genau diese Spannung auf und zeigt, dass solche Fragen in Familien nicht einfach verschwinden.
Unsere Kinder werden doch zur Schule gehen von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.