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Zuletzt aktualisiert: 12. März 2026
Ein veganer Schokokuchen ohne Öl, der eine große Portion Zucchini verarbeitet, ohne auch nur im Entferntesten danach zu schmecken.
Habt ihr vielleicht auch eine „Zucchini-Plage“ in eurem Garten? Wir und einige unserer Nachbarn haben sie seit Jahren nicht im Griff. Natürlich freut sich jeder Hobbygärtner zunächst, wenn die ersten Pflänzchen in mildem Grün oder Gelb zwischen den vielen gezackten Blättern hervorlugen. Doch nach den ersten fünf oder zehn Gemüsebrummern denkt man sich manchmal: „Könnten wir heute – ausnahmsweise – mal etwas anderes essen?“
Dann kommt dieser Kuchen ins Spiel. Die geriebene Zucchini macht den Teig saftig, hält sich geschmacklich im Hintergrund und überlässt Kakao und Schokostückchen den Auftritt. Man schmeckt das Gemüse nicht. Man schmeckt Schokokuchen.

Dass bei uns eine vegane Lebensweise prägt, was auf den Tisch kommt, ist kein Geheimnis. Dass wir dabei auch ohne Öl und Margarine backen, merkt man dem Kuchen nicht an. Die Zucchini hält den Teig saftig.
Den Kuchen habe ich schon einige Male gebacken und variiert. Ich sage das nicht als Profi in einer hübschen Küchenschürze, sondern als jemand mit sehr vielen Zucchini und einem inzwischen erprobten Rezept: Er schmeckt nicht zu trocken, nicht zu klebrig, nicht zu süß und nicht nach Gemüse. Ich glaube, man schmeckt auch nicht, dass er völlig ohne Fett auskommt. Natürlich kann ich mich auch irren – und ein anderer Ofen macht aus der Teigpampe vielleicht ein unansehnliches, miefendes Monster. Deshalb freue ich mich über eure Kommentare, was bei euch gut funktioniert hat (Rechnungen für explodierte Backöfen nehme ich allerdings nicht an).

Das Rezept lädt zum Ausprobieren ein. Statt Schokostückchen passen zum Beispiel Sauerkirschen oder Heidelbeeren. Mit einer Glasur obendrauf oder veganer Schlagcreme daneben wird daraus etwas Festlicheres. Wer öfter vegan backt, findet hier unser Grundrezept für veganen Kuchen.


Inhalte
Zucchini-Schoko-Kuchen, vegan & ohne Öl
Kochutensilien
- 1 Kastenform (25 Zentimeter)
Zutaten
- 160 Gramm glattes Weizen- oder Dinkelmehl
- 1 Essläffel Speisestärke
- 50 Gramm Backkakaopulver
- 1 Teelöffel Backpulver
- 1 Teelöffel Natron
- 1/2 Teelöffel Salz
- 130 Gramm Zucker (oder Zuckeralternative, je nach Geschmack mehr oder weniger)
- 1/2 Teelöffel lösliches Kaffeepulver
- 1 Stück reife Banane zerdrückt
- 250 Gramm Zucchini geraspelt
- 150 Gramm Schokoladenstückchen (optional)
- 1 Teelöffel Apfelessig
- 150 Milliliter Pflanzenmilch
Anleitungen
- Den Backofen heize ich bei Ober- und Unterhitze (oder Umluft) auf 175 Grad Celsius vor.
- Etwas Backpapier knülle ich in die Kastenform; wer sich von etwas Fett nicht abschrecken lässt, kann die Form natürlich auch mit Fett einfetten.
- In einer Rührschüssel vermische ich zunächst alle trockenen Zutaten. Dann kommt der Rest dazu. Ein paar Mal umrühren, bis alles gleichmäßig feucht ist, und ab in die Form.
- Da die Zucchini viel Flüssigkeit abgibt, braucht der Kuchen ca. 60 Minuten, bis er durchgebacken ist. Je nach Backofen reicht es, ihn 10 Minuten vorher oder nachher im Auge zu behalten. Ich entscheide immer nach einer Stäbchenprobe, ob der Zucchinikuchen schon zum Abkühlen raus darf.
Notizen
Wenn er nicht schon vorher aufgegessen ist, bleibt er nach unserer Erfahrung auch am zweiten und dritten Tag noch schön saftig.
Vielleicht ist das eine der angenehmsten Arten der Zucchini-Verwertung: wenn am Ende ein Kuchen auf dem Tisch steht.
Eure Evelin

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