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Aktualisiert am: 11.08.2026

Wir haben unsere Facebook-Seite abgeschaltet. Evelin spricht über die Gründe, wieso es jetzt auch keine Youtube-Videos mehr in der bisherigen Form geben wird.

Video: Kein Facebook und keine Videos mehr

Was sich verändert hat

Ja, der Titel klingt erst einmal ziemlich endgültig. Tatsächlich kommen gerade zwei Dinge zusammen: Unsere Facebook-Seite ist weg, und bei den Videos auf YouTube wird sich vorerst einiges verändern.

Bei Facebook gab es einen aktuellen Auslöser und noch einige andere Gründe. Patrick hat das ausführlicher im Beitrag Facebook adé: und was jetzt? beschrieben.

Der Grund für die Veränderungen bei YouTube ist dagegen sehr persönlich. Ich bekomme eine feste Zahnspange.

Warum die Zahnspange unsere Videos verändert

Ich habe noch einen Milchzahn. Mein Eckzahn wollte ungefähr 30 Jahre lang einfach nicht zum Vorschein kommen. Mir wurde deshalb immer gesagt, dass ich wohl mit diesem Milchzahn leben werde. Nach der Schwangerschaft mit unserem dritten Kind hat sich der Eckzahn das offenbar anders überlegt und kam doch ein Stück hervor.

Diese Gelegenheit möchte ich jetzt nutzen und bekomme deshalb eine feste Zahnspange.

Meine Zähne vor der Kamera zu zeigen, war für mich sowieso schon manchmal unangenehm. Auch mit meiner Aussprache hatte ich hin und wieder Schwierigkeiten. Manchmal sprudelt es beim Sprechen ein bisschen oder das, was ich sage, klingt undeutlicher, als ich es gerne hätte. Ich habe das zumindest teilweise auf diesen Milchzahn geschoben.

Mit einer Zahnspange kann ich mir durchaus vorstellen, mich vor der Kamera zu zeigen. Bei der Zahnlücke fühlt sich das für mich im Moment anders an. Vielleicht klingt das ein bisschen komisch. Ich möchte diese Phase einfach für mich haben, ohne die Kamera dabei ständig auf mein Gesicht zu richten.

Welche Videos es stattdessen geben könnte

Videos soll es trotzdem weiterhin geben. Ich habe schon ein paar Ideen, wie das aussehen könnte.

  • Kleine Filme aus unserem Alltag: Ich könnte Situationen aus unserem Familienalltag filmen und die Bilder mit Musik begleiten.
  • Videos mit Voice-over: Wenn ich mit der Zahnspange weiterhin gut verständlich spreche, kann ich etwas erzählen und meine Stimme über die Bilder legen.
  • Ruhigere Formate: Auch Entspannungsreisen für Kinder oder Erwachsene kann ich mir vorstellen.

Vielleicht entwickeln sich daraus ganz andere Videos als bisher. Und vielleicht habt ihr noch Ideen, auf die ich gerade überhaupt nicht komme. Wenn es eine Form gibt, über die ihr euch freuen würdet, interessiert mich das sehr.

Warum wir Facebook abgeschaltet haben

Bei unserer Entscheidung gegen die Facebook-Seite kamen mehrere Dinge zusammen. Im Video erzähle ich von dem aktuellen Auslöser. Patrick hat die weiteren Gründe im verlinkten Beitrag ausführlicher aufgeschrieben.

Für uns spielt dabei auch eine ganz praktische Frage eine Rolle: Wofür möchten wir unsere begrenzte Zeit und Aufmerksamkeit verwenden? Eine Facebook-Seite möchte gepflegt werden, Beiträge verschwinden schnell im Feed, und die Plattform entscheidet mit darüber, wie viele Menschen einen Beitrag überhaupt sehen. Wir möchten mehr Energie in Inhalte stecken, die auch später noch auffindbar sind und sich miteinander verbinden lassen.

Forschung zu Social Media und Wohlbefinden zeigt zugleich, wie unterschiedlich solche Fragen ausfallen können. Kross und Kolleg:innen begleiteten 82 junge Erwachsene zwei Wochen lang. In dieser Gruppe hing stärkere Facebook-Nutzung mit später geringerem momentanen Wohlbefinden und sinkender Lebenszufriedenheit zusammen. Die Autor:innen weisen darauf hin, dass Experimente nötig sind, um die Frage nach Ursache und Wirkung sicherer zu beantworten. [1]

Orben und Przybylski werteten drei große Datensätze mit insgesamt 355.358 Jugendlichen aus. Der Zusammenhang zwischen digitaler Technologienutzung und Wohlbefinden war negativ und erklärte höchstens 0,4 Prozent der Unterschiede im Wohlbefinden. [2] Allcott und Kolleg:innen untersuchten in einem randomisierten Experiment eine vierwöchige Facebook-Deaktivierung vor den US-Zwischenwahlen 2018. Die Deaktivierung erhöhte in ihrer Studie das subjektive Wohlbefinden, verringerte zugleich das Faktenwissen über Nachrichten und führte zu mehr Offline-Aktivitäten. [3]

Die Studien untersuchen unterschiedliche Menschen, Fragestellungen und Formen der Nutzung. Sie liefern deshalb auch keine einfache Antwort darauf, welche Rolle Facebook oder Social Media im Leben einer einzelnen Familie spielen. Für unsere Entscheidung war etwas anderes ausschlaggebend: Wir haben geschaut, wie wir unsere Zeit verbringen möchten und welche Form des Veröffentlichens zu uns passt.

Das Blog ist weiterhin unser Zuhause im Netz

Das Blog hat für uns einen großen Vorteil: Wir können unsere Inhalte selbst ordnen, miteinander verknüpfen und später ergänzen. Ein Beitrag kann auch nach Jahren noch über eine Suche gefunden werden und von dort zu anderen Texten führen. Für ausführlichere Gedanken fühlt sich das für uns immer noch sehr passend an.

Wenn euch die Themen rund um Facebook, YouTube und unsere Art zu veröffentlichen interessieren, findet ihr hier noch mehr dazu:

FAQ: Facebook, YouTube und die Zahnspange

Warum habt ihr eure Facebook-Seite abgeschaltet?

Es gab einen aktuellen Auslöser und mehrere weitere Gründe. Patrick hat sie im Beitrag Facebook adé: und was jetzt? ausführlicher beschrieben. Für uns gehört dazu auch die Frage, wo wir unsere Zeit und Aufmerksamkeit einsetzen möchten.

Hört ihr mit YouTube auf?

Die Videos werden vorerst anders aussehen. Kleine Filme aus unserem Alltag, Musik, Voice-over und Entspannungsreisen sind einige der Möglichkeiten, die ich mir gerade vorstellen kann. Wie es sich weiterentwickelt, möchte ich offenlassen.

Was hat die Zahnspange mit den Videos zu tun?

Ich bekomme eine feste Zahnspange, weil mein Eckzahn nach ungefähr 30 Jahren doch noch ein Stück zum Vorschein gekommen ist. Während der Behandlung wird zeitweise eine Zahnlücke sichtbar sein. Damit fühle ich mich vor der Kamera gerade unwohl. Auch meine Aussprache könnte sich durch die Behandlung verändern.

Wirst du dich mit Zahnspange wieder vor der Kamera zeigen?

Das kann ich mir gut vorstellen. Wie es sich dann tatsächlich anfühlt, werde ich sehen, wenn es so weit ist. Im Moment möchte ich mir dafür einfach die Zeit geben, die ich brauche.

Welche Videos könnten jetzt kommen?

Ich denke an kleine Filme aus unserem Familienalltag mit Musik, an Videos mit eingesprochenem Text und an ruhigere Inhalte wie Entspannungsreisen für Kinder oder Erwachsene. Vielleicht kommt noch etwas ganz anderes dazu. Genau deshalb freue ich mich auch über eure Ideen.

Wo findet ihr unsere neuen Inhalte?

FreeYourFamily.net ist weiterhin unser zentraler Ort für ausführliche Beiträge. Auf dem Blog können wir ältere und neue Texte miteinander verbinden, Themen später ergänzen und Inhalte so aufbewahren, dass sie auch nach längerer Zeit noch auffindbar sind.

Ich bin gespannt auf eure Kommentare und eure Ideen für die nächsten Videos. Und dann schauen wir einfach, wie ihr mich beim nächsten Mal wiederseht.

Alles Liebe euch. Bis bald.

Quellen

  1. Kross E, Verduyn P, Demiralp E, Park J, Lee DS, Lin N, Shablack H, Jonides J, Ybarra O. Facebook Use Predicts Declines in Subjective Well-Being in Young Adults. PLOS ONE. 2013;8(8):e69841. Tragende Fundstellen: Abstract; Methods – Participants; Discussion – Future research. DOI: 10.1371/journal.pone.0069841
  2. Orben A, Przybylski AK. The association between adolescent well-being and digital technology use. Nature Human Behaviour. 2019;3:173–182. Tragende Fundstelle: Abstract. DOI: 10.1038/s41562-018-0506-1
  3. Allcott H, Braghieri L, Eichmeyer S, Gentzkow M. The Welfare Effects of Social Media. American Economic Review. 2020;110(3):629–676. Tragende Fundstelle: Abstract, S. 629. DOI: 10.1257/aer.20190658

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