Rüblikuchen - glutenfrei und vegan

Um Dir ein Rezept für die vegane Ostertafel vorzuschlagen, ist es zu spät. Das soll uns jedoch nicht davon abhalten, von unserem Rüblikuchen zu schwärmen. Wir, unsre Kinder und alle anderen Familienmitglieder, die bereits in den Genuss des Ostergebäcks kamen, lobten ihn. Auch über die Zubereitung spreche ich in den höchsten Tönen. Denn sie ist kinderleicht. Ich backe gerne – habe aber wenig Zeit, ein Baby auf dem Arm und zwei Kinder, die mir in unserer winzigen Küche am liebsten zur Hand gehen.

Was den Rüblikuchen so besonders macht

Der Rüblikuchen ist locker, angenehm süß, nicht zu matschig und nicht zu trocken. Er duftet betörend nach Karamell und süßen Mandeln. Das Geheimnis des Kuchens lüftet ein Blick auf die Zutatenliste: Flohsamenschalen halten ihn wunderbar zusammen, die Karotten verhelfen zu Frische, Natron lockert den Teig auf und das Vanillepulver zaubert einen exquisiten Geschmack.

Bei Rosinen im Gebäck bin ich empfindlich. Als Kind mochte ich es z.B. überhaupt nicht, wenn Backwerk wie Stollen fast nur aus diesen verschrumpelten, klebrigen Dingern bestand. Bei diesem Rüblikuchen würde ich jedoch nicht darauf verzichten. Jede getrocknete Weinbeere ist für unsere Kinder nochmal ein kleines Highlight in ihrem Kuchenstück. Die Rosinen ergänzen sich prima mit der Vanillenote.

Wer gerade kein Reismehl im Haus hat – es funktioniert bestimmt auch mit Maismehl oder anderen glutenfreien Mehlen. Mit Auszugsmehlen oder glutenfreien Mehlmischungen backe ich nicht gern, weil mir das – weshalb auch immer – nicht mehr gut gelingt.

Häschen in der Grube

Häschen in der Grube

Die geschenkte, chemiegetränkte Dekoration aus Esspapier (bäh!) und veganen Gummihäschen braucht es selbstverständlich nicht. Sie diente nur fürs Foto.

Zutaten

Zum Abmessen verwendete ich die guten, alten Oma-Kaffeetassen, nicht die großen Kaffeebecher. Unsere Kinder sind noch nicht zahlensicher. Das Rechnen mit Tassen geht hingegen schon ganz famos. Du brauchst:

2 Tassen Reismehl
1 Tasse Xylitol
1/2 Tasse Rosinen
1/2 Tasse Haferflocken (glutenfrei)
1 TL Natron
2 EL Flohsamenschalen
1 TL Vanillepulver (nicht Vanillinzucker!)
3 Tassen geriebene Möhren (fein gerieben, grob geraspelt oder Trester vom Möhrensaft – es funktioniert mit allem)
3/4 Tasse Öl
Saft einer halben Zitrone
Evtl. 1-2 Tassen Wasser, falls Trester aus der Saftpresse, saftarme Futtermöhren oder grob geraspelte Karotten verwendet werden

Backen mit Kindern – Zubereitung

Wenn Du den Rüblikuchen nachbacken willst und die Backform eingefettet ist, kannst Du den Backofen schon mal auf 180 Grad Celsius vorheizen.

Unsere Mädchen durften erst alle trockenen Zutaten miteinander in einer Schüssel durchmengen. Nun kamen die Möhren, danach das Öl und bei Bedarf schlückchenweise Wasser hinzu. Abschließend fügt man der zähen Masse den Zitronensaft bei. Das zügige Verrühren habe ich übernommen, damit Natron und Säure noch im Backofen miteinander reagieren können.

Beim Einfüllen in die Form und dem Glattstreichen zeigen sich die Kinder dann wieder sehr geschickt. Unser Kuchen buk 25 Minuten bei 180 °C Oberhitze und kühlte nach bestandener Stäbchenprobe einige Stunden aus.

Allen Nachbackenden wünschen wir guten Appetit! Berichte uns in den Kommentaren gern, wie Du dieses Rezept variiert hast.

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