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Hinweis: Diesen Beitrag haben wir im März 2026 strukturell und sprachlich neu geführt. Das Video bleibt erhalten. Zeitgebundene Aussagen – vor allem zu Pandemie- und Einreiseregeln aus dem Sommer 2021 – gehören klar in diesen Zeitraum und sind keine aktuelle Orientierung.
Zuletzt aktualisiert: 09. März 2026
Ihr Lieben,
nach längerer Zeit habe ich damals wieder ein Video aufgenommen, weil sich über Wochen ähnliche Fragen angesammelt hatten. Es ging nicht nur um unser nächstes Reiseziel, sondern auch um Schule, Heimweh, Paaralltag, Kinderwunsch und die Art von Familienfragen, die meist nicht in eine schnelle Antwort passen.
Damit dieser Beitrag nicht bloß ein eingebettetes Video mit kurzem Vorspann bleibt, findet ihr hier die wichtigsten Themen vorab in Textform. Wenn ihr lieber direkt schaut, kommt das Video gleich im Anschluss.
- Wie unsere Große das Ausprobieren von Schule erlebt hat
- Warum es für uns weiter nach Kroatien gehen sollte
- Was wir bei Heimweh auf Reisen erlebt haben
- Wie unser Resümee der Langzeitreise ausfiel
- Wie wir auf Paarbeziehung und Familienalltag unterwegs blickten
- Ob noch ein fünftes Kind geplant war
- Welches Hörbuch wir Kindern empfohlen haben
- Wie wir im Sommer 2021 über Reisebestimmungen und Covid-19-Regeln dachten
Inhalte
Wie unsere Große Schule erlebt hat
Wenn ihr unser erstes Resümee zu „Schule statt Freilernen“ gelesen habt, kennt ihr einen Teil der Vorgeschichte schon. Im Video knüpfe ich daran an. Für unsere Große war Schule zunächst vor allem sehr konkret: Turnhalle, Werkunterricht, neue Mitschüler, neue Abläufe, diese ganze Choreografie eines Schultags. Am Anfang war sie eher neugierig als bedrückt.
Später änderte sich das. Erst saß ich mit mehreren Kindern am Küchentisch und oft noch dem Baby im Tuch vor den Aufgaben des Distanzunterrichts. Dann kamen Maskenpflicht und Testerei hinzu. Für unsere Große war damit die anfängliche Leichtigkeit weg. Wir holten Aufgaben noch ab, ließen vieles aber liegen und schauten vor allem darauf, ob sie fachlich ungefähr mitkam. Das ist unser Rückblick auf dieses eine Schuljahr, kein Urteil über Schule generell.
Gerade deshalb blieb der Abschied berührend. Obwohl unsere Große am Ende nicht mehr regulär hinging, gab es noch ein Treffen auf dem Schulhof mit Liedern, kleinen Geschenken und einem warmen Ende. Und zugleich war für sie klar: Im nächsten Schritt wollte sie erst einmal nicht zurück in die Schule.
Warum es nach Kroatien weitergehen sollte
Zum Zeitpunkt des Videos lebten wir seit rund einem Jahr in Deutschland, in einer Ferienwohnung im Erzgebirge. Kurz vor dem Auszug stand fest: Der nächste Ort sollte Kroatien werden, weil wir den Ort kannten und gute Erfahrungen damit verbanden. Mehr über diese Reisephase findet ihr auch in unserem älteren Beitrag zu unserer Langzeitreise.
Im Video spielt dabei auch Heimweh eine wichtige Rolle. Unsere erste Zeit am Vranasee war wunderschön: Haus direkt am See, Baden zu jeder Tages- und Nachtzeit, Natur direkt vor der Tür. Und trotzdem hatten die Kinder Sehnsucht nach Oma und Opa. Eine schöne Umgebung ist eben kein Ersatz für Menschen, die fehlen.
Leichter wurde es vor allem dann, wenn andere Familien in der Nähe waren. Die Kinder mussten sich nicht erst erklären. Nicht, warum sie nicht in die Schule gehen. Nicht, warum manches bei uns anders läuft. Sie konnten einfach spielen. Mehr zu dieser Verbindung von Reisen und selbstbestimmtem Lernen findet ihr auch in unserem Beitrag über Worldschooling, Freilernen und Reisen.
Was Reisen mit uns als Familie gemacht hat
Eine meiner stillen Sorgen vor der Reise war, ob mir Freundinnen fehlen würden und ob unterwegs diese Art von Nähe fehlt, die man nicht planen kann. Es war besser, als ich befürchtet hatte: Ja, vertraute Menschen fehlen. Aber Nähe entsteht auch neu. Es gab unterwegs immer wieder Gespräche, aus denen Freundschaften wurden – nicht überall gleich leicht, aber doch deutlich genug, um sich nicht dauernd fremd zu fühlen. Selbst in Montenegro, das nicht unser liebstes Reiseziel war, haben wir nette Menschen kennengelernt.
Ähnlich war es in unserer Paarbeziehung. Große Ehekrisen verbinde ich mit dieser Reisephase nicht. Das heißt nicht, dass bei uns alles weich und friedlich lief. Bei uns rumpelt es auch. Aber unterwegs haben wir uns oft rücksichtsvoller und robuster erlebt als in manchen engeren Alltagslagen zu Hause.
Vielleicht spielt dabei auch das Umfeld hinein. Wenn man nicht das Gefühl hat, dass hinter jeder Wand jemand stöhnt, sobald ein Kind weint oder Geschwister sich zanken, atmet eine Familie anders. Auch die Kinder wirkten auf der Reise oft entspannter.
Kinderwunsch und Hörbücher
Auch die Frage nach einem fünften Kind kam auf. Die Antwort war damals schon klar: Ein weiteres gemeinsames Kind war nicht geplant. Den Hintergrund dazu findet ihr in unserem Beitrag über Patricks Erfahrungen mit Vasektomie.
Bei den Hörbüchern nenne ich im Video einen Titel, der unseren Kindern lange Freude gemacht hat: Enid Blyton – Der Wunderweltenbaum. Eine warme, fantasievolle Empfehlung aus unserem Familienalltag, vor allem für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Wenn ihr allgemein nach weiterem Lesestoff sucht, findet ihr hier auch unsere besten Kinderbücher für 3- bis 6-Jährige.
Ein kurzer Hinweis zum Zeitkontext
Im letzten Teil des Videos geht es auch um Reiseplanung, Impfungen, Tests und Grenzregeln. Dieser Abschnitt gehört klar in den Sommer 2021. Wer ihn heute schaut, sollte ihn deshalb nicht als aktuelle Orientierung lesen, sondern als Momentaufnahme unserer damaligen Einschätzung und Unsicherheit.
Was vom ganzen Video für mich bleibt: Schule war für uns weder Versprechen noch Feindbild, sondern eine konkrete Erfahrung. Und Reisen war keine Daueridylle, aber ein guter Rahmen, um zu merken, woran Kinder wirklich hängen und wie viel davon abhängt, ob eine Familie sich dauernd erklären muss oder einfach leben darf.
Falls ihr eigene Fragen habt, schreibt sie gern in die Kommentare.
Bis bald!
Eure Evelin
Eure Fragen zu Schule, Langzeitreise und Familienalltag von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.