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Aktualisiert am: 23. Februar 2026
Wir zeigen euch unser damaliges neues Zuhause und erzählen, wie wir als Familie in einer kleinen Dachgeschosswohnung gelebt haben: minimalistisch, ohne Kinderzimmer, ohne TV, ohne Standardküche.
Inhalte
Ein kurzer Hinweis zur Einordnung (Update)
Das Video ist ein Zeitdokument. Seit 2025 ist die im Video gezeigte Wohnung unsere Ferienwohnung, die wir vermieten. Wir haben sie seitdem grundlegend renoviert und neu gestaltet. Wer neugierig ist, findet hier die aktuelle Version: ferienwohnung-hager.de.
Im Video erwähnt
Worum es in diesem Video geht
Dieses Video richtet sich besonders an Freund:innen und Familie, die uns nicht „mal eben“ besuchen können. Gleichzeitig fragen sich viele, wie minimalistisches Wohnen mit Kindern konkret aussieht, wenn man sich von ein paar Standards verabschiedet. Wir nehmen euch mit durch unsere Räume und zeigen, wie wir sie genutzt haben.
Unser Zuhause damals: Räume, Nutzung, kleine Prinzipien
1) Die „Experimentierstube“
Ein Raum für alles, was kleckern darf: Roggenmehl-Experimente, Natron-Ideen, Basteln, Matsch. Und ja: auch ein Mini-Rückzugsort, wenn man kurz Luft holen muss.
Passend dazu (wenn ihr tiefer einsteigen wollt): Roggenmehl für die Haare (Video) und Deo selber machen: Natron als Deopuder.
2) Bibliothek und Arbeitszimmer
Entlang der Bücher geht es ins Arbeitszimmer. Dort lagen zwangsläufig auch Kindersachen. Wir haben trotzdem versucht, den Raum so zu halten, dass er nicht „automatisch“ zum Kinderzimmer wird: Spielzeug nach dem Spielen wieder weg, damit der Raum seine zweite Rolle behalten darf.
3) Der Spielraum
Hier wurde getanzt, gesungen, gemalt und gebaut. Im Video seht ihr auch unseren „Eichhörnchenvorrat“: gesammelte Kräuter, Tee, Kleinigkeiten aus der Natur.
Verwandt: Welche Wildkräuter ihr im Winter finden könnt und Essbare Wildpflanzen im Erzgebirge (Video).
4) Die kleine Küche (minimal, aber funktionsfähig)
Wir zeigen euch unsere reduzierte Küche mit Entsafter und Mixer, einem alten DDR-Küchenschrank und einem Essplatz, der für Kinder praktisch war: niedriger, übersichtlich, ohne ständiges Stuhlmanagement. Im Video erwähnen wir auch Eisenpfannen und -töpfe.
Dazu: Mit schweren Töpfen gegen Eisenmangel.
5) Das „Piratenschiff“ unterm Dach
Oben lag unser Schlafbereich: urig, warm im Gefühl, mit Dachfenster für Durchzug. Kinderfantasie inklusive. Dort stand auch unser Familienbett.
Weiterführend: Unser Familienbett: mehr als ein Matratzenlager.
Minimalismus, aber ohne Dogma
Wir erzählen im Video nicht von „Perfektion“, sondern von Entscheidungen, die sich für uns damals stimmig anfühlten: weniger Zeug, weniger Ablenkung, mehr gemeinsamer Alltag. Das ist kein Rezept für alle. Es ist eine Momentaufnahme.
Transkript zum Video (bearbeitet und geglättet)
Hinweis: Das folgende Transkript ist aus dem Originaltext lesbar überarbeitet. Füllwörter, Versprecher und Wiederholungen haben wir reduziert, ohne den Sinn zu verändern.
Transkript anzeigen
Vielen Dank. Dieses Video richtet sich besonders an all unsere Freund:innen, Bekannten und Verwandten, die für einen Besuch mehrere Stunden Fahrt oder Flug auf sich nehmen müssten. Natürlich dürfen es auch alle ansehen, die einfach interessiert, wie wir als Familie mit zwei kleinen Kindern in einer für deutsche Verhältnisse kleinen Dachgeschosswohnung leben.
Es ist auch ein Dank an die Menschen aus unserer alten Heimat. Ihr habt unsere Zeit dort sehr bereichert. Wer neugierig ist, darf jetzt mit reinkommen.
Die Experimentierstube: Hier wird geplanscht, gematscht und mit Roggenmehl experimentiert. Es ist auch unser kleiner Rückzugsort, wenn wir mal eine Minute ohne Kind brauchen. Im Grunde wäre es ein Zimmer ohne Tür, sagen unsere Kinder.
Bibliothek und Arbeitszimmer: Wenn man entlangläuft, kommt man ins Arbeitszimmer. Dort verbringen wir oft die Abende am Schreibtisch. Kindersachen liegen dort auch, klar. Wir räumen Spielsachen nach dem Spielen meist wieder weg, damit es nicht zum klassischen Kinderzimmer wird.
Zur Wohnung: Die Wohnung war komplett saniert und renoviert. Früher hat hier Evelins Oma gewohnt und vier Kinder in diesen Räumen großgezogen. Wir sind dankbar, dass alles so sorgfältig erneuert wurde.
Wohnbereich und Spielideen: Unsere Kinder können sich überall etwas herausnehmen. Im Wohnbereich stehen manchmal Tische wie im Kindergarten, damit genug Platz zum Malen und Basteln ist. Es gibt eine Spielmatte und ein Sofa. Auf der anderen Seite steht unser Vorrat an Tees, Kräutern und gesammelten Dingen.
Die Küche: Die Küche ist klein und bewusst reduziert. Beim Umzug haben wir viel aussortiert. Uns reicht, was wir zum Kochen, Abwaschen und Lagern brauchen. Wir haben einen alten DDR-Küchenschrank bekommen und mussten nicht neu kaufen. Es gibt Mixer und Entsafter, die fast täglich im Einsatz sind. Der Kühlschrank ist klein, aber für uns hat es damals gereicht.
Der Essplatz: Wir haben einen großen Tisch gekürzt. So kann niemand vom Stuhl fallen, und die Kinder können leicht mithelfen: abräumen, aufräumen, dabei sein.
Das „Piratenschiff“ unterm Dach: Oben ist unser Familienbett. Wir schlafen, wie es gerade passt. Mit geöffnetem Dachfenster entsteht ein angenehmer Durchzug. Für uns war es weder zu heiß noch zu kalt. Es fühlt sich urig und romantisch an. Die Kinder lieben die Ecke auch für Puppentheater oder „Reisen“ mit dem Finger auf der Landkarte.
Kleiner Tipp am Rand: Im Video erwähnen wir ein improvisiertes „Wespennest“ aus einer Papiertüte. Es sollte Wespen fernhalten. Das ist eine Alltagserfahrung, kein verlässlicher Schutz und keine Empfehlung für jede Situation.
Abschluss: Wir hoffen, ihr habt einen Eindruck bekommen, wie es bei uns damals aussah. Wenn ihr Fragen oder Bedenken habt, schreibt sie gern in die Kommentare.
Weiterlesen (passt thematisch)
Minimalistisch wohnen mit Kindern: Unser neues Zuhause (Video) von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.