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Aktualisiert am 4. März 2026

Manche Unterkünfte merkt ihr erst nach ein paar Tagen wirklich zu schätzen. Nicht auf Fotos, nicht in der Beschreibung, sondern im Alltag: wenn die Kinder einfach raus können und ihr als Erwachsene aufhört, ständig mitzuzählen, wie nah die nächste Straße ist.

In diesem Video nehmen wir euch mit in unser Haus in Kroatien, in einem kleinen Dorf. Wir waren hier über mehrere Wochen und haben zum ersten Mal auf dieser Reise erlebt, wie es sich anfühlt, wenn Kinder draußen spielen können, ohne dass man dauernd mit dabei sein muss.

Orientierung: Ihr bekommt eine komplette Roomtour, dazu unsere wichtigsten Alltagsbeobachtungen: Was macht dieses Haus praktisch? Was ist altmodisch, aber okay? Wo braucht es Aufmerksamkeit, damit es für Kinder sicher bleibt? Und welche Fragen tauchen beim Langzeitwohnen fast automatisch auf?

Kurzer Überblick: Was ihr im Video seht

Wir zeigen euch zuerst den Außenbereich mit Garten und Bäumen, dann gehen wir Raum für Raum durchs Haus: Schlafzimmer, Abstellkammer, Bad, Küche und Essplatz. Zwischendrin erzählen wir, wie wir hier als Familie organisiert waren, was gut funktioniert hat und wo wir pragmatisch nachjustieren mussten.

Das Dorf und das Gefühl von Ruhe

Das Haus steht in einem kleinen Dorf, in dem es leise ist. Keine Kulisse, kein Postkartenkitsch, eher eine angenehme Normalität: Menschen leben hier, Tiere laufen herum, und die Straße ist so klein, dass sie eher Weg als Verkehrsproblem ist.

Für uns war genau das der große Unterschied. In vielen Unterkünften vorher gab es irgendwo eine Straße, die Aufmerksamkeit frisst. Hier konnten die Kinder viel freier draußen sein, und wir konnten als Erwachsene wieder mehr beobachten statt ständig „absichern“ zu müssen.

Gartenalltag: Bäume, Kreide und echte Nutzung

Zum Grundstück gehört ein Gartenbereich mit Mandelbäumen, einem Quittenbaum und Weinreben. Wir haben Mandeln geerntet und gemerkt, wie schnell so etwas vom „schönen Extra“ zum echten Tagesrhythmus wird: sammeln, knacken, nebenbei erzählen, wer wie viele schafft.

Im Außenbereich lag bei uns viel vom typischen Reisealltag: Kreide vom Malen, ein improvisierter Hängemattenplatz mit Tragetuch, ein bisschen Wasserspielzeug. Nicht dekorativ, sondern benutzt. Kurz bevor wir das Video gedreht haben, hatten wir hier draußen einen Kindergeburtstag gefeiert – mit Puppentheater im Garten, selbst gebastelten Zauberblumen und einer Girlande aus Seeigel-Gehäusen, die wir noch vom Strand mitgebracht hatten. Auch eine Kette aus Schneckenhäusern hing noch in der Luft. Solche Dinge entstehen auf Reisen fast von selbst, weil die Materialien einfach da sind.

Es gab auch einen Bereich, den wir kaum genutzt haben – weil dort zeitweise Gänse unterwegs waren. Wer schon einmal versucht hat, mit Kindern und Gepäck durch eine sehr „natürliche“ Gänsezone zu balancieren, versteht das ohne weitere Erklärung.

Drinnen: einfach, funktional, schnell vertraut

Das Haus ist schlicht, eher „unter der Hand vermietet“ als durchgestylt. Genau das hat es leicht gemacht: Wir haben unsere Sachen aufgehängt, Kinderbilder an die Wand gebracht, ein paar Reise-Spuren verteilt – und plötzlich war es ein Zuhause auf Zeit.

Schlafzimmer und „Lego-Zimmer“

Es gibt ein Zimmer, das bei uns zum Arbeits- und Schlafraum für Patrick wurde, und ein weiteres, in dem ich mit den Kindern geschlafen habe. Wie so oft auf Reisen lebt man dabei ein Stück aus Koffern. Nicht romantisch, aber ehrlich. Ordnung entsteht dann nicht durch Möbel, sondern durch kleine Abmachungen, die ihr als Familie trefft.

Abstellkammer: der Raum, den ihr kaum sehen müsst

Ein kleiner Raum war eher Lager für Dinge der Vermietung: Staubsauger, Reinigungszeug, alles, was man braucht, aber nicht im Blick haben will. Praktisch ist so ein Raum trotzdem, weil er den Rest des Hauses „atmen“ lässt.

Badezimmer: warmes Wasser, aber Aufmerksamkeit nötig

Im Bad gibt es eine Badewanne und eine Waschmaschine. Das Warmwasser kam bei uns über einen Boiler. Man kann die Temperatur nicht einstellen – also bleibt ihr am besten in Reichweite der Kinder, bis ihr ein Gefühl dafür habt, wie das System reagiert. Das Wasser kann wirklich sehr heiß werden.

Der Rest ist der übliche Mix aus „nicht modern, aber funktioniert“. Und manchmal ist das auf Reisen schon Luxus genug.

Küche und Essplatz: das Zentrum des Tages

Die Küche war bei uns der Ort, an dem alles zusammenlief: Essen, Bastelsachen, Gespräche, auch Technikkram, der unterwegs eben irgendwo wohnen muss. Es gibt keine Spülmaschine, also wurde wieder per Hand gespült – was den Tagesrhythmus erstaunlich zuverlässig strukturiert.

Gekocht haben wir mit Gas. Es gab mehrere Flammen, dazu einen Ofen, den wir als Option fürs Heizen im Blick hatten, falls es später im Jahr kühler wird.

Wasser: unsere Beobachtung vor Ort

Im Ort wurde Wasser gesammelt und es schmeckte für uns zeitweise deutlich nach Chlor. Das ist keine allgemeine Aussage über Kroatien, sondern unsere konkrete Erfahrung an diesem Platz. Fürs Trinkwasser haben wir uns deshalb an einer anderen Stelle Wasser aufgefüllt, das für uns besser gepasst hat.

Was uns an dieser Unterkunft besonders gut tat

Der größte Gewinn war die Kombination aus Ruhe und Nutzbarkeit: Kinder konnten raus, ohne dass ihr dauernd zwischen Spiel und Verkehr vermitteln müsst. Der Garten war nicht nur „da“, sondern im Alltag präsent. Und drinnen war es so einfach, dass wir uns nicht mit Deko beschäftigen mussten, sondern mit Leben.

Was nicht perfekt war und warum das okay blieb

Das Haus war nicht modern. Manche Dinge wirkten improvisiert, manches war alt, manches brauchte Gewöhnung. Entscheidend war am Ende die Summe: Funktion, Sicherheit im Alltag und ein Umfeld, das uns als Familie entlastet hat, statt neue Baustellen zu liefern.

Passende Weiterführungen auf FreeYourFamily.net

Wenn ihr tiefer in unsere Reise- und Wohn-Erfahrungen einsteigen wollt, passen diese Beiträge gut als nächste Stationen:

FAQ: Wohnen auf Zeit in Kroatien mit Kindern

Ist das Video eher Inspiration oder eine „Checkliste“?

Es ist eine Roomtour plus Erfahrungsbericht. Wir zeigen, wie es bei uns konkret aussah und was wir daraus gelernt haben. Eure Situation kann anders sein, aber die Fragen, die sich stellen, sind oft ähnlich.

Wie wichtig ist ein Garten oder Außenbereich wirklich?

Für uns war er zentral, weil er den Tag nicht nur „verschönert“, sondern entlastet: Bewegung, Spiel, Ernte, Schattenplätze. Das spart drinnen Konflikte und macht den Alltag weicher.

Was war euer wichtigster Sicherheitsaspekt?

Weniger ein einzelner Punkt als mehrere kleine: Temperatur beim Warmwasser im Blick behalten, das Gelände kennen, wissen wie nah Verkehr wirklich ist. Das stellt sich meistens in den ersten Tagen ganz von selbst ein.

Wie habt ihr Ordnung gehalten, wenn ihr aus Koffern lebt?

Mit festen Plätzen für die wichtigsten Dinge: Schuhe, Bastelsachen, Technik und Dokumente. Je weniger ihr suchen müsst, desto ruhiger läuft der Tag.

Wie seid ihr mit „nicht modern, aber funktioniert“ umgegangen?

Wir haben uns gefragt, was wirklich zählt: Schlaf, Warmwasser, Kochmöglichkeit, Ruhe, Alltagstauglichkeit. Wenn diese Dinge stimmen, darf anderes rustikal bleiben.

Habt ihr Tipps fürs Trinkwasser?

Wir beschreiben im Beitrag nur unsere Erfahrung an diesem Ort. Je nach Region und Unterkunft kann das komplett anders sein. Für uns war entscheidend: Geschmack ernst nehmen und eine praktikable Alternative finden, ohne daraus eine allgemeine Regel zu machen.

Warum bleibt ihr so lange an einem Ort?

Weil Langsamkeit Dinge möglich macht, die auf Durchreise kaum passieren: Alltag, Beziehungen, Rhythmus, echte Erholung. Gerade mit Kindern ist „zwei Monate bleiben“ oft weniger Luxus als Strategie.

Transparenz & Empfehlungen

Im Video zeigen wir eine Po-Dusche. Wenn euch das Thema interessiert, findet ihr hier den Link zur gezeigten Variante:

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Unabhängig davon gilt: Kauft nur, was ihr wirklich braucht. Auf Reisen ist weniger Zeug schlicht weniger Gepäck – und das merkt ihr spätestens beim nächsten Umzug.

CC BY-SA 4.0 So wohnen wir in Kroatien: Haus im Dorf, Alltag mit Kindern von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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