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Aktualisiert am 14. August 2026

Ich zeige euch unser Haus in einem kleinen serbischen Dorf in Kroatien, in dem wir uns rundum wohlfühlen. Wir verweilen hier zwei Monate und genießen die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten.

Wer mehr zu diesem Kleinod für Freilerner:innen und dauerreisende Familien wissen will, kann uns gern seine Fragen stellen.

Im Video nehmen wir euch einmal mit durch Haus und Garten. Viel spannender als die eigentliche Roomtour finde ich rückblickend allerdings, was sich zwischen Mandelbäumen, Kinderbildern, Koffern und einer sehr kleinen Dorfstraße über unseren Alltag in Kroatien mit Kindern erzählen lässt.

Unser Alltag in Kroatien mit Kindern

Das Dorf ist klein, ruhig und für uns damals etwas Besonderes. Vor dem Haus verläuft nur eine sehr kleine Straße. Nach mehreren Unterkünften, bei denen wir wegen des Verkehrs oft in der Nähe der Kinder bleiben wollten, erlebten wir hier zum ersten Mal auf dieser Reise, wie frei sie sich rund ums Haus bewegen konnten. Sie spielten draußen, malten mit Kreide und waren mit anderen Kindern unterwegs.

Unser Auto stand direkt vor der Tür. Auch das klingt nach einer Kleinigkeit, war bei unserem Familienalltag mit ständigem Rein und Raus aber ziemlich praktisch. Im Video sage ich an einer Stelle: „Wir haben noch nie so ideal gewohnt.“ Genau so fühlte es sich damals für uns an.

Im Garten: Mandelbäume, Weintrauben und eine Tragetuch-Hängematte

Zum Grundstück gehörte ein kleiner Garten mit zwei Mandelbäumen, einem Quittenbaum und Weinreben. Einen großen Teil der Mandeln hatten wir schon geerntet. Die Kinder wurden mit der Zeit richtig geschickt darin, sie zu knacken. Von den Weintrauben am Haus war dagegen kaum noch etwas übrig. Eine andere Familie versorgte uns zusätzlich mit Weintrauben, Feigen und anderen Früchten.

Unser Tragetuch bekam hier noch eine zweite Aufgabe: Wir spannten es draußen als Hängematte auf. Daneben lagen Kreide und Wasserspielzeug. Vieles sah eben so aus, wie Familienalltag auf Reisen aussieht, wenn ein Ort eine Weile wirklich benutzt wird.

Einen Teil des Grundstücks haben wir kaum genutzt. Dort hielten sich zweimal am Tag für einige Stunden Gänse auf. Die Gänse liefen über die Fläche, und die Kinder standen gern am Rand und beobachteten sie.

Die Spuren vom Kindergeburtstag

Am Tag vor der Roomtour hatten wir mit vielen Kindern Geburtstag gefeiert. Deshalb hing noch einiges im Garten: eine Kette aus Schneckenhäusern, eine Girlande aus Seeigel-Gehäusen und die selbst gebastelten Zauberblumen. Im Garten hatte am Vortag außerdem ein Puppentheater stattgefunden.

Falls euch gerade das interessiert: Auf FreeYourFamily findet ihr auch unser Theaterstück für Handpuppen: „Kasperle hat Geburtstag“.

Drinnen wird es schnell ein Zuhause auf Zeit

Das Haus war einfach eingerichtet und wurde privat vermietet. Im Flur standen unsere Schuhe, an den Wänden hingen Bilder der Kinder und ein paar Dinge, die wir schon in der ersten Unterkunft am Strand bemalt hatten. Normalerweise hängen wir die Kinderbilder unterwegs nicht überall auf. Hier hatten wir unsere Mappen dafür nicht dabei – und plötzlich machten gerade diese Blätter die leeren Wände ein bisschen mehr zu unseren.

Im Video sage ich dazu: „So wird es schon ein kleines Zuhause.“ Der Satz trifft für mich bis heute ziemlich gut, was in solchen Unterkünften passiert. Es braucht gar nicht viel.

Das Schlafzimmer von Patrick – oder einfach: das Lego-Zimmer

Ein Zimmer war Patricks Schlaf- und Arbeitszimmer. Für die Kinder war es vor allem das Lego-Zimmer. Patrick hatte dort seinen Schreibtisch aufgebaut und saß am Rechner, an der Kamera oder an dem, was auf Reisen gerade erledigt werden musste.

Ein Teil der Schränke war mit Sachen des Vermieters belegt, den übrigen Platz konnten wir nutzen. So sah es auch im zweiten Schlafzimmer aus, in dem ich mit den Kindern schlief.

Unsere Koffer standen ebenfalls dort. Wir lebten also tatsächlich ziemlich weitgehend aus den Koffern. Vor dem Kindergeburtstag hatte Patrick einiges darin verschwinden lassen, damit das Zimmer aufgeräumter aussah. Auch das gehört zur Roomtour.

Das Bad: Badewanne, Waschmaschine und sehr heißes Wasser

Im Bad gab es eine Badewanne und eine Waschmaschine. Beides war schon etwas älter, erfüllte aber seinen Zweck. Das warme Wasser kam über einen Boiler, dessen Temperatur wir nicht einstellen konnten. Es konnte sehr heiß aus dem Hahn kommen. Deshalb achteten wir bei den Kindern darauf, dass sie sich daran nicht verbrühten.

Außerdem hatten wir eine Po-Dusche dabei. Im ursprünglichen Video war dazu ein Amazon-Link vermerkt. Den nehme ich hier nicht wieder auf.

Die Küche: Hier lief ziemlich viel zusammen

Direkt neben dem Bad lag die Küche mit unserem Esstisch und einem ausziehbaren Sofa. Es gab einen Kühlschrank und die wichtigsten Küchensachen. Einen Entsafter und einen Mixer hatten wir selbst mitgebracht. Unsere Küchenmaschine wollten wir eigentlich ebenfalls einpacken, doch die hatte es irgendwie nicht aus der Abstellkammer zu Hause bis ins Auto geschafft.

Eine Spülmaschine gab es nicht. Wir spülten also mit der Hand. Gekocht haben wir mit Gas. Außerdem stand ein Ofen im Raum, mit dem wir hätten heizen können, falls es später im Jahr zu kalt geworden wäre.

Unter dem Fernseher, den wir nicht nutzten, lagen Reisepässe und Technikkram. Eine andere Ecke diente als Sammelplatz für Bastelmaterial und Spielzeug. Eine aufgeräumte Ferienhausküche sieht vermutlich anders aus. Unsere sah nach Alltag aus.

Unser Trinkwasser vor Ort

Im Video erzähle ich, dass in dem Dorf Regenwasser gesammelt und teilweise mit Chlor versetzt wurde. Uns schmeckte dieses Wasser nicht besonders gut. Zum Trinken füllten wir deshalb Wasser an einer anderen Stelle am Campingplatz auf.

Das beschreibt unsere Erfahrung an diesem Ort im Jahr 2019. Daraus lässt sich keine allgemeine Aussage über Trinkwasser in Kroatien ableiten.

Zwei Monate an einem Ort

Als wir das Video drehten, waren wir bereits einen Monat in diesem Dorf. Insgesamt wollten wir dort bis Ende Oktober wohnen. Für unsere damalige Reise war das ungewöhnlich lang – und genau deshalb entstand etwas, das bei kürzeren Aufenthalten schwerer zu finden war: Alltag.

Die Kinder kannten ihre Wege, andere Familien waren nicht mehr bloß flüchtige Bekanntschaften, und wir wussten inzwischen, wo unsere Sachen lagen. Das Haus war einfach. Für uns passte es trotzdem erstaunlich gut.

Mehr über diesen Teil unserer Reise findet ihr auch in Kroatien: Eindrücke zwischen schön und nervig. Wie sich unser Wohnen später verändert hat, zeigen wir in So wohnen wir in Montenegro. Und wenn euch besonders das längere Reisen und Lernen unterwegs interessiert, passt unser Beitrag über Worldschooling mit Kindern dazu.

FAQ: Wohnen in Kroatien mit Kindern

War das ein klassisches Ferienhaus?

Eher nicht. Das Häuschen wurde privat vermietet und war einfach eingerichtet. Ein Teil der Schränke war mit Sachen des Vermieters belegt. Gerade dadurch fühlte es sich für uns allerdings schnell nach einem normalen Zuhause auf Zeit an.

Was mochten wir an der Lage besonders?

Vor allem die Ruhe und die sehr kleine Straße vor dem Haus. Bei früheren Unterkünften hatten wir wegen des Verkehrs häufig das Bedürfnis, näher bei den Kindern zu bleiben. Hier bewegten sie sich rund ums Haus viel freier.

Gab es einen Garten?

Ja. Dort standen unter anderem zwei Mandelbäume, ein Quittenbaum und Weinreben. Wir nutzten den Garten zum Spielen, Essen, Wäscheaufhängen und für den Kindergeburtstag. Unser Tragetuch wurde kurzerhand zur Hängematte.

Wie lange blieben wir dort?

Wir wohnten zwei Monate in dem Dorf. Im Video befanden wir uns bereits im zweiten Monat in Kroatien und planten, bis Ende Oktober dortzubleiben.

Wie war das Haus ausgestattet?

Es gab zwei Schlafzimmer, eine Küche mit Gasherd, ein Bad mit Badewanne und Waschmaschine sowie einen kleinen Abstellraum. Eine Spülmaschine gab es nicht. Einen Entsafter und Mixer hatten wir selbst dabei.

Wie war das mit dem Trinkwasser?

Das vor Ort verfügbare Wasser schmeckte uns wegen der Chlorung nicht gut. Zum Trinken holten wir deshalb Wasser von einer anderen Stelle am Campingplatz. Das war unsere damalige Lösung an genau diesem Ort.

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CC BY-SA 4.0 So wohnen wir in Kroatien: Haus im Dorf, Alltag mit Kindern von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.