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Ein Familienausflug zur Leipziger Buchmesse

LeipzigAm vergangenen Wochenende verschlug es uns für einen eindrucksvollen und abwechslungsreichen Tag auf die Leipziger Buchmesse. Natürlich haben wir die einen oder anderen Highlights im Gepäck, die wir Dir nicht vorenthalten möchten.

 

Die Leipziger Buchmesse bietet Abwechslung für die ganze Familie

Nachdem wir als Autoren und Blogger im Kassenbereich für Fachbesucher vorstellig wurden, wagten wir uns in das Reich des geschriebenen Wortes und des geschickten Marketings. Vorbei an lustig oder furchterregend gekleideten bzw. maskierten Menschen (zur gleichen Zeit fand nämlich die Manga-Comic-Con für Manga- und Comicfans statt), die unserer Meinung nach die Buchmesse ausgezeichnet auflockerten und bereicherten, drängten wir durch die Gänge zwischen den Ständen der einzelnen Aussteller und die Kinder erfreuten sich an Attraktionen, wie dem alten Leipziger Theaterbus oder einem Leuchttisch mit Sand, auf dem man Bilder „malen“ konnte, den kleinen Geschenken hier und da, den vielen kostenlos anzuschauenden Bilderbüchern und dem allgemeinen Trubel.

Unsere Buchempfehlungen von der Leipziger Buchmesse

Wir stellen Dir im folgenden Abschnitt ein paar Kinderbücher vor, die wir auf der Buchmesse als sehr schön empfanden, entweder, weil sie wundervoll gezeichnet sind, ihre Geschichte uns zu Herzen geht, sie gut zum Thema unseres Blogs passen oder alles zusammen zutrifft. Mit einem Klick auf die Bilder gelangst Du zum jeweiligen Amazon-Angebot.

 


Der Tod auf dem Apfelbaum von Kathrin Schärer

Dies ist das erste Buch in unserer Aufzählung und gefiel uns Eltern sehr, da eindrucksvoll geschildert wird, wie sich ein Leben entwickeln würde und welche Folgen es hätte, wenn man nicht sterben könnte. Es hilft dem Vorleser und damit auch den Kindern, den Tod als Bestandteil des Lebens zu verstehen und schätzen zu lernen. Das Buch mit dem schlauen Fuchs lesen wir inzwischen mit unserer Dreijährigen.

„Ein gutes Leben braucht sein Ende. Ein alter Fuchs fängt ein Zauberwiesel. Er lässt es wieder frei, weil es ihm verspricht, dass ab sofort jeder Apfeldieb auf seinem Baum kleben bleibt – für immer und ewig. Von da an kann er ungestört sein Obst genießen … bis sein Tod kommt, ihn zu holen. Der Fuchs will noch nicht sterben. Er bittet den Tod, ihm einen letzten Apfel zu pflücken: Jetzt sitzt der Tod auf dem Baum fest, und der Fuchs triumphiert. Aber er wird älter. Seine Frau stirbt, die Kinder werden alt, und er gehört nirgends mehr dazu. Soll das endlos so weitergehen? Schließlich bittet er den Tod, zu ihm herunterzusteigen und ihn mitzunehmen. Kathrin Schärer greift ein altes Märchenmotiv auf. Sachte und mit Schalk erzählt sie davon, dass der Tod zum Leben gehört.“

 


Die Eule mit der Beule von Susanne Weber und Tanja Jacobs

Dieses niedliche Büchlein begeisterte unsere größere Tochter. Es zeigt, wie wichtig die Mama doch für die Kinder ist. Denn wer könnte besser Trost spenden als sie? Das dicke Pappbuch ist durchaus schon etwas für Ein- und Zweijährige.

„Arme kleine Eule! Ein wunderbares Trostbuch. Die kleine Eule hat eine Beule. Der Fuchs pustet, die Maus bringt ein Pflaster und die Schlange streichelt ihr die Wange. Doch was hilft am besten? Natürlich ein Kuss von der Mama! Ein absolutes Lieblingsbuch für kleine Kinder mit der süßesten Eule der Welt. Einfach zum Liebhaben und Mitfühlen! Klare Bilder und einfache Reime zum Mitsprechen sorgen für viel Spaß beim Lesen.“

 


Emmi sucht ihre Schnuffelnuss von Anna Taube und Larisa Lauber

Mit diesem Buch lassen sich locker ein kleines und ein großes Kind gleichzeitig beschäftigen; während das kleine die zahlreichen Aufklappbilder entdeckt kann der Vorleser auch das Interesse eines Fünfjährigen wecken. Es ist wunderschön illustriert. Kein Wunder – die Illustratorin Larisa Lauber war bereits an größeren Cartoonproduktionen wie „Lauras Stern“ und „Der kleine Eisbär 2“ beteiligt.

„Das gibt es doch nicht: Emmi Eichhörnchens kuschelbunte Schnuffelnuss ist spurlos verschwunden! Sie ist weder in ihrer Vorratskammer noch in ihrem geheimen Nussversteck. Wo könnte sie nur sein? Emmi macht sich auf die Suche nach ihrer Schnuffelnuss und durchstöbert dabei all ihre Geheimverstecke – und davon hat sie eine ganze Menge! Nur gut, dass Emmis Freunde ihr helfen! Gemeinsam mit ihnen geht der kleine Betrachter auf die Suche nach der Schnuffelnuss und dabei gibt es auf jeder Seite einen neuen Hinweis zu entdecken – so finden sie die Schnuffelnuss im Handumdrehen!“

 


Nasebohren ist schön von Daniela Kulot

Dies ist ein einfach gestaltetes, unerzogenes Büchlein, das auch Zweijährige schon verstehen können. Die Eltern verbieten den Kindern, was selbst die Großeltern immer noch tun.

„Nasebohren ist schön“, sagt Elefant. Und Maus findet das auch. Nur Frosch, der darf das nicht. Warum? Ein Bilderbuch für kluge Kinder.“

 


 Zuhause kann überall sein von Irena Kobald

Die Autorin greift das aktuelle Thema „Flüchtlinge“ auf und schildert das unsichere Gefühlsleben ihrer jungen, vor dem Krieg geflohenen Protagonistin. Dieses Bilderbuch würden wir aber erst für Kinder ab fünf Jahren empfehlen.

„Das kleine Mädchen Wildfang musste seine Heimat verlassen und vor dem Krieg in ein fremdes Land fliehen. Alles dort scheint kalt, abweisend und vor allem fremd: die Menschen, die Sprache, das Essen und sogar der Wind. Wildfang möchte sich am liebsten nur noch in ihre geliebte Decke wickeln, die gewebt ist aus Erinnerungen und Gedanken an zuhause. Doch dann trifft sie im Park ein anderes Mädchen, das ihr nach und nach die fremde Sprache beibringt und mit ihr lacht. Und so beginnt Wildfang wieder eine Decke zu weben aus Freundschaft, neuen Worten und neuen Erinnerungen, die sie wärmt und in der sie sich zuhause fühlt. Ein wärmendes Buch über Integration und das Ankommen in einer neuen Umgebung.“

 


 Großvaters Stern von Jean-Marie Robillard und Xu Hualing

Am Stand des kleinen Tintentrinkerverlags erblickten wir dieses kleine Kunstwerk. Die Zeichnungen strotzen nur so vor Magie. Die Illustratorin hat hier wirklich ausgezeichnete Arbeit abgeliefert! Die Geschichte des kleinen, lebenslustigen Bären, die in dem Buch erzählt wird, ist zugleich absolut herzzerreißend und zutiefst berührend, dass wir uns am Stand die Tränen nicht verkneifen konnten. Wir empfehlen es für aufmerksame Leser ab vier Jahren.

„Kleiner Bär möchte wie so oft seinen geliebten Opa besuchen. Vor lauter Vorfreude bemerkt er den Kummer seiner Eltern nicht. Erst als sie die leere Höhle des Großvaters erreichen begreift er, dass etwas geschehen ist. Wie erklärt man seinem Kind, dass es einem geliebten Menschen nie mehr sehen wird? Dieses einfühlsame Buch hilft den Tod zu erklären und tröstet damit, dass die Erinnerungen an die gemeinsame Lebenszeit unsterblich sind und bleiben.“

 

 


Eine Ausstellerin zum Thema „Erhalt der deutschen Sprache“ empfahl uns für die Kinder die Edition Seeigel. Hierbei handelt es sich um CDs, auf denen altbekannte Märchen und klassische Musik vereint für die jungen Zuhörer aufbereitet worden sind. Hier kannst Du hineinhören: https://www.jpc.de/jpcng/classic/theme/-/tname/Edition+Seeigel

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