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Reisebericht: Im Januar waren wir mit unseren Kindern in Hurghada. Wir sind durch eine Stadt gelaufen, die gleichzeitig Postkarte und Baustelle sein kann. Wir haben freundlichste Menschen getroffen, Müllberge gesehen, Mangosaft getrunken, Muezzin-Gesang gehört und am Ende vor allem eins eingepackt: neue Freundschaften.
Hinweis zur Einordnung: Das hier ist ein Erfahrungsbericht. Zahlen, Gebühren und Abläufe (z.B. Visa) können sich ändern. Wo es um Fakten geht, stehen Quellen weiter unten.
Inhalte
- 1 Der Hinflug
- 2 Am Flughafen
- 3 Ankunft im Hotel
- 4 Die erste Nacht: Zimmer, Bungalow und Mücken
- 5 Geld und Handel
- 6 Essen und Getränke
- 7 Als digitaler Nomade braucht man Internet
- 8 Neue Freundschaften
- 9 Die Menschen in Hurghada
- 10 Das Müllproblem
- 11 Unser Besuch in der Moschee
- 12 Das Rote Meer
- 13 Der Strand
- 14 Der Pool
- 15 Die Heimreise
- 16 Fazit
- 17 FAQ: Hurghada mit Kindern
- 17.1 Ist Hurghada im Januar für Kinder geeignet?
- 17.2 Wie läuft das mit dem Visum am Flughafen?
- 17.3 Kommt man in Hurghada vegan zurecht?
- 17.4 Braucht man All inclusive?
- 17.5 Wie ist das Internet vor Ort?
- 17.6 Kann man die Moschee besuchen?
- 17.7 Wie schnorchelt man, ohne etwas kaputt zu machen?
- 17.8 Was hat euch am meisten überrascht?
- 18 Quellen & Einordnung (für die Fakten im Umwelt-Teil)
- 19 Transparenz & Unterstützung
Der Hinflug
Zu meinem Handgepäck packte ich einige frische Chilis. Ich wollte sie nicht zu Hause lassen. Am Airport meinte Evelin, das sei vielleicht keine brillante Idee. Damit es keine Diskussion am Gate wird, aß ich sie kurzerhand dort.
Mit höllischen Bauchschmerzen und brennender Kehle saß ich im Flieger. Dass meine Liebste nun allein unsere drei Sprösslinge mit Gesang und Späßen bei Laune hielt, erfasste ich nur am Rande.
Die Stewardessen verkauften den Fluggästen, ohne sichtbare Freude an ihrer Arbeit, teures Junkfood. Wir ließen den Konsum aus.
Bei der Landung reichte Evelin mir eine Schüssel, der ich den Inhalt meines Magens übergab. Was für eine Erleichterung.
Am Flughafen
Wir verabschiedeten uns von den Stewardessen und grüßten die freundlichen Reinigungskräfte, die vor dem Flugzeug auf ihren Arbeitsantritt warteten: „Marhaba!“ „Willkommen“, erwiderten sie. Die wichtigsten arabischen Vokabeln hatten uns unsere syrischen Freunde zuvor beigebracht.
Visum: so lief es bei uns
Wer nach Ägypten einreist, braucht ein Visum. Theoretisch bekäme man es online, doch das Portal hatte bei uns technische Probleme.
Also führte uns der erste Weg an den Schalter der „Bank of Egypt“. Bei uns lag die Einreiseerlaubnis damals ungefähr bei 22 Euro pro Person. Solche Gebühren schwanken. Stand Februar 2026 wird für das Visa on Arrival häufig ein Betrag um 25 US-Dollar genannt; zugleich kursieren Hinweise auf eine Erhöhung auf 30 US-Dollar ab dem 01.03.2026. Am besten wird das kurz vor Abflug bei offiziellen Stellen gegengeprüft.
Minimalistisch reisen
Nachdem wir das Visum hatten, holten wir unser Gepäck ab. Wir reisten diesmal minimalistisch mit nur einem Koffer, um uns das Geschleppe zu sparen. Mit kamen zwei bis drei Garnituren Wäsche pro Person, Badesachen und der Kulturbeutel. Schmutziges wusch ich im Hotel mit der Hand und trocknete es auf der Terrasse.
Mit Sack und Pack ging es zum Transferbus, der uns ins Hotel brachte. Beim Verladen des Gepäcks wurde das erste Bakschisch fällig. Ich hatte nur Euro dabei und gab dem Mann, der unseren Koffer in den Gepäckraum legte, ein paar Cent.
Ankunft im Hotel
Wir fuhren einige Minuten durch die Stadt. Im Regina Swiss Inn Resort & Aqua Park, unserem Hotel, wollte mir ein Kofferträger unser Gepäck abnehmen. „Nicht mit mir, mein Lieber!“, dachte ich in Hinblick auf unsere empfindliche Elektronik. An Koffer und Handtaschen zerrten wir eine Weile hin und her. Schließlich gab ich nach.
An der Rezeption klärten wir Formalitäten. Dann lud man uns zu einem Mitternachtssnack ein.
Die erste Nacht: Zimmer, Bungalow und Mücken
Der Kofferträger brachte uns in den Gebäudekomplex „Regal Sea View“, worin wir die erste Nacht verbrachten. Das Zimmer war okay. Bis auf das Waschbecken, aus dem sich der Stöpsel nicht mehr löste. Und bis auf den arabischen Nachbarn, der uns früh um vier Uhr mit einem lauten Telefonat weckte, um anschließend in seinem Bett ganze Wälder zu roden.

Das „Regal Sea View“ am Strand von Hurghada
Die Rezeption war so freundlich, uns einen Bungalow zurechtzumachen. Die Bungalows stehen inmitten einer bildhübschen Gartenanlage. Das war perfekt zum Spielen für unsere Kinder. Sie konnten nach Lust und Laune hinaus und wieder hinein flitzen.
Zwar sind die Bungalows kühl, dafür aber ruhig. Die Ausstattung war ähnlich wie das Zimmer zuvor. Alles funktionierte. Bis auf die Klimaanlage, die nur theoretisch heizen konnte.

Blick in den Garten des Regina Swiss Inn Resort
In den von uns bewohnten Zimmern des „Regina Swiss Inn Resorts“ fand sich keine Möglichkeit, sich landestypisch nach dem Toilettengang zu säubern. Diesen Luxus hatten vor allem die meist arabischen Gäste im nördlich gelegenen Gebäude.

Vor dem nördlichen Gebäude
Die Betten waren bequem und das Personal zuvorkommend. Man baute uns ein Familienbett, brachte zusätzliche Decken und stellte jeden Morgen eine neue Flasche Wasser hin.

Schönes, stimmungsvolles Bild
In die Bungalows kamen unzählige Mücken. Dass uns jemand fragte, ob unsere armen Kinder Masern hätten, wunderte uns nicht. Es half nicht, den Spalt unter der Tür mit einem Handtuch abzudichten. Nach zwei schlaflosen Nächten kauften wir einen Mückenstecker.
Geld und Handel
Babys Pipitöpfchen ging kaputt und ein neues musste her. Zuerst brauchte ich Bargeld. Bankautomaten gibt es an jeder Ecke. So kam ich schnell an 1000 ägyptische Pfund, das waren etwa 50 Euro.
Damit machte ich mich auf die Suche nach einem Töpfchen und einem Schwimmreifen, weil die Wünsche unserer Kinder eben auch Urlaub machen. Im ersten Geschäft fand ich einen Schwimmring. Der Händler erkannte, dass ich sehr reich sein muss. Er fragte sofort, ob ich noch etwas bräuchte.
Er machte sich auf den Weg, um das begehrte Objekt beim Kollegen zu besorgen. Eine Salatschüssel war es nicht, die er brachte. Nein: ein merkwürdiges Babytöpfchen, bestehend aus einem Unterteil mit vier Beinen und einem Einsatz. Es sah benutzt aus.
Ich kaufte Schwimmring und besagten Einsatz und bezahlte etwa 15 Euro. Das Plastikunterteil, wo das Töpfchen reinkommt, hätte weitere fünf Euro gekostet. Haltet ihr das für Wucher? Was will man machen. Ich mag einfach nicht handeln.
Essen und Getränke
Wir buchten All-Inclusive-Verpflegung. Zu allen Mahlzeiten fanden wir eine große und bunt gemischte Auswahl an Salaten und landestypischen Speisen wie Falafel, Tahini, ägyptische Torte (die wir zu Hause „veganisiert“ haben) und „Foul Medammes“ am Buffet. Es gab vieles, was satt macht. Auch wer vegan lebt, bleibt hier nicht hungrig.

Frische Orangen im Saftladen
Im Hotel bekommt man fast alle Getränke, die man sich wünscht. Das Einzige, was uns auffiel: Säfte fehlten. Wer frisch gepresste, günstige Säfte trinken will, landet schnell in einer der zahlreichen Saftbars in der Stadt.

Frisch gepresster Mangosaft von der Saftbar
Rückblickend war das Essen in Ägypten so preiswert, dass All inclusive nicht zwingend gewesen wäre. Mit drei kleinen Kindern war es für uns aber ein Sicherheitsnetz.
Pharaos Rache ist ein bekanntes Phänomen bei Europäer*innen, die sich plötzlich von Obst und Gemüse aus dem Niltal ernähren. Evelin und ich wurden 2013 von ihr heimgesucht und sind wohl immun. Für den Notfall hatten wir eine Packung Pentofuryl dabei.

In Hurghada gibt es frisches und gesundes Essen. 😀
Als digitaler Nomade braucht man Internet
Im Hotel merkte ich schnell: WLAN funktionierte nur im Foyer und auf der Terrasse am Pool. Zum Arbeiten ist das kein schöner Platz. Also musste mobiles Internet her.
In einem Shop von „Orange“ bekam ich einen günstigen Surftarif. Das mobile Internet war schnell und der Empfang hervorragend. So konnte ich unterwegs und in unserem Bungalow E-Mails beantworten, Artikel schreiben, Kommentare moderieren und den Alltag sortieren.

Öffentliches Stillen in der orientalischen Sitzecke
Neue Freundschaften
Als ich mich wegen einer Daten-SIM-Karte erkundigte, blieb Evelin mit den Kindern draußen. Dort sahen sie ein Mädchen mit „verfitzten Haaren“. Noch begeisterter waren sie, als sie erfuhren, dass es mit seiner Mama im selben Hotel residiert wie wir.
Wir kamen ins Gespräch. Und, wer hätte das gedacht: Die beiden lieben Veganer leben erziehungs- und kindergartenfrei und gehören zur Spezies der Freilerner.
Wir aßen zusammen und verbrachten gemeinsam eine tolle Zeit am Hotelstrand, beim Spielen, beim Füttern der Hotelkatzen und in der Stadt. Wir tauschten Kontakte aus und wollen zukünftig auch gemeinsam reisen.

Hotelkatzen füttern

Spielen auf der Sherry Street
Menschen zu kennen, die mit uns auf einer Wellenlänge liegen, ist wunderbar.
Die Menschen in Hurghada
Die Ägypter sind ein freundliches und hilfsbereites Volk. Wir hatten das Gefühl, dass vor allem die Kopten sehr herzliche und fröhliche Menschen sind.

Koptische Geschäfte sind nicht schwer zu erkennen.
In einer Nebengasse der Stadt bereitete eine Familie das traditionelle Fladenbrot zu. Evelin durfte helfen. Leider konnten wir ihnen ihr Familienfoto nicht zukommen lassen. Sie hatten keine E-Mail-Adresse.

Eine Familie aus Hurghada
Auch unser Stamm-Saftladen wurde von koptischen Christen geführt.

Unsere Stamm-Saftbar in der Sherry Street
Ein junger, netter Herrenfriseur mit Verwandtschaft in Deutschland wollte an meinem Bart rumschnippeln. Ich ließ ihn nicht.

Herren-Friseur in Hurghada
Eine Frau zeigte Interesse an Evelins Babytuch. Meine Liebe dachte zuerst, die Araberin wolle ihr das Tuch, das sich auch als Kopftuch eignet, abkaufen. Ein Mann, der unweit von uns stand, machte uns klar, dass die Dame bei uns um Geld bettelte. Sie argumentierte, sie hätte mehrere kleine Kinder zu Hause.

Die Frau rechts im Bild zeigte Interesse an Evelins „Kopftuch“.
Auf einem Nachtspaziergang trafen wir einen Schuhputzer. Er musterte meine Barfußschuhe. Als ich sie auf sein Geheiß hin auszog, wollte er sie mit einem Spray einsprühen. Ich verhinderte gerade noch, dass er die robusten Hanffasern der Fivefingers mit Chemie behandelte.
Er rief seine Tochter hinzu, die kitschige Plingpling-Kettchen an Touristen verkaufen sollte. So schlimm, wie es klingt, war es nicht. Eigentlich war er erfrischend herzlich.

Der Schuhputzer
Das Müllproblem
Apropos Schuhe: Evelin ekelte es, in der Stadt barfuß unterwegs zu sein. Überall liegt Müll herum, ganze Berge. Um die Füße vor Glassplittern, Verfaulendem und Ekligem zu schützen, wirkt festes Schuhwerk wie eine Art Grundausrüstung.
Nach der Rückkehr von unserem Ausflug zur Moschee hatte Evelin das dringende Bedürfnis, den Fußboden mit einer Chlordioxid-Lösung zu scheuern, weil ich meine Schuhe nicht vor dem Bungalow auszog.

Sinnloser Tod: auf dem Fischmarkt von Hurghada
Hurghada hat ein Müllproblem. Das sieht man nicht, wenn der Urlaub nur im Hotel stattfindet. Draußen ist es stellenweise katastrophal.
Die Menschen leben vom Tourismus. Rein logisch müsste die Umwelt, die den Tourismus erst möglich macht, besonders geschützt werden. In unserem Eindruck fehlten dafür häufig Infrastruktur und ein kollektives „Wir kümmern uns“.

Überall liegt der Müll herum.

Vermüllter Spielplatz
Die zahlreichen Katzen in Ägypten freut es. Sie finden ausreichend Nahrung im Müll.

Straßenkatzen im Müll
Unser Besuch in der Moschee
Die Moschee „Al Mina Mosque“ nahe des Regina Swiss Inn war uns einen Ausflug wert. Zu Fuß gingen wir aufs Geratewohl los und kamen schließlich genau dort an, wo wir hin wollten.

Die rollstuhlgerechte Moschee „Al Mina Mosque“
Vor Ort ist es für Frauen in westlicher Kleidung ratsam, in ein Baumwoll-Kostüm zu schlüpfen. Sonst darf man nicht rein. Das gibt es an einem kleinen Häuschen an der Seite des Geländes. Den Spaß ließen sich Evelin und unsere Große nicht entgehen. Eigentlich kostet das etwas. Da es aber schon spät war, mussten wir nichts zahlen.
In die Moschee darf man nur ohne Schuhe. Innen staunten wir über den großen Saal, der komplett mit Teppich ausgelegt war. Trotzdem fühlte es sich für mich eher an wie eine große Wartehalle oder ein Hotel-Foyer. Eine sakrale Stimmung kam bei mir nicht auf.

Alte Frau in Dederon-Schürze
Ein Mann fragte mich, ob ich Moslem sei. Ich verneinte. Er schickte mich freundlich hinter die Absperrung, die ich nicht als solche erkannte.
Wir schauten uns um. Da stand ein Modell der Moschee und es lagen Schriften über den Islam aus. Dann gingen wir wieder nach draußen. Kurz darauf konnten wir dem Gesang des Muezzins lauschen, der von den Lautsprechern an den Türmen weit durch die Stadt getragen wurde.

Turm der Moschee
Das Rote Meer
Wer die Unterwasserwelt vor Hurghadas Küste sehen will, kann schnorcheln gehen.

Schnorcheln im Roten Meer
Die kleine Bucht vorm hoteleigenen Strand des Regina Swiss Inn bietet tolle Anblicke: große und kleine Fische, Korallen und Seeigel, merkwürdige, mehrere Meter lange Würmer und Müll. Ja, hier ist er wieder.

Seeigel in Bauschutt
Ohne Bewässerung und Logistik wäre die Stelle, an der Hurghada errichtet wurde, ein Ort, an dem wir Menschen kaum leben könnten. Nach kurzer Zeit wären wir verhungert oder verdurstet. Umso erstaunlicher ist es, dass im Roten Meer solch eine bunte Vielfalt an Leben existiert. Und dieses Paradies ist in Gefahr.
Viele wollen dort tauchen gehen, um Haie, Rochen, Rotfeuerfische und Muränen zu sehen. Das ist verständlich. Gleichzeitig sind Korallenriffe empfindliche Bauwerke. Küstenbebauung, Aufschüttungen, Sedimente, Anker, auslaufender Treibstoff und achtloser Tourismus setzen ihnen zu. Unser praktischer Kompromiss war einfach: In Strandnähe schnorcheln, Füße und Flossen im Griff behalten, nichts anfassen, nichts mitnehmen. Das ist nicht heldenhaft. Es ist nur leise vernünftig.
Zur Orientierung: Januar gilt in Hurghada als einer der kältesten Monate. In Reise-Klimadaten werden für das Meer häufig Werte um 22–24 °C genannt. Je nach Jahr, Wind und Tageszeit kann es sich deutlich kühler anfühlen.

Die kleine, hoteleigene Bucht lädt zum Schnorcheln ein.
Der Strand
Der Strand in Hurghada ist komplett in der Hand der einzelnen Hotels und Resorts. Frei zugängliche Gestade wie an der Nordsee oder der Ostsee suchten wir vergebens. So blieben wir im Regina Swiss Inn auf den hoteleigenen Strand beschränkt.
Der Strand war sauber. Handtücher und Liegen waren im Januar noch für alle Gäste ausreichend vorhanden.

Evelin am Strand des Regina Swiss Inn Resorts

Fachmännische Elektroinstallation am Anlegeplatz unweit des Strands

Im Kids Club sind die Kinder gut aufgehoben. 😉
Der Pool
Im Winter waren die Pools am Roten Meer für uns eindeutig zu kalt zum Baden. Die Schwimmbecken wirkten sauber. Mehr kann ich dazu nicht schreiben, weil wir sie nicht getestet haben.

Pool des Regina Swiss Inn Resorts
Beim Pool und am Strand gab es feinste Beachparty-Beschallung. Wer die Ruhe liebt, darf nicht im Regina Swiss Inn Resort Urlaub machen.
Die Heimreise
Am Tag der Abreise gab ich einige Errungenschaften, die wir nicht mit nach Deutschland nehmen mussten (wie die Daten-SIM), unseren neuen Freunden. Ein kleiner Bus wartete vor dem Hotel. Unser Koffer wurde auf dem Dach verstaut und auf ging’s zum Flughafen.
Wir passierten mehrere Personen- und strenge Gepäckkontrollen bis zum Wartebereich. Wer in Ägypten vergessen hatte, sich mit Plunder einzudecken, konnte es nun für viel Geld in den zahlreichen Duty-Free-Shops nachholen.

Blick auf Ägypten vom Flugzeug aus
Mit mehreren Bussen wurden wir zum Flugzeug gebracht. Diesmal war das Team von SunExpress freundlich und zuvorkommend. Unsere Töchter lud man sogar ins Cockpit ein. Nach einem entspannten Flug landeten wir wieder in Leipzig. Weil die Kinder alle noch mal austreten mussten, dauerte es an der Gepäckausgabe länger. Die Mitarbeiter des Zolls hatten offenbar keine Lust mehr.. Ohne weitere Gepäckkontrolle verließen wir den Flughafen. Die Deutsche Bahn brachte uns wohlbehalten zurück in die Heimat.
Fazit
Unsere Kinder sammelten so viele neue Eindrücke, dass sie noch lange davon gesprochen haben. Das Beste aber, was wir aus unserem Trip nach Ägypten mit nach Hause nahmen, waren nicht Knoblauchberge oder Guaven, nicht Sommerbräune oder Erholung. Nein: es waren die neu geschlossenen Freundschaften. Dafür sind wir sehr dankbar.
FAQ: Hurghada mit Kindern
Ist Hurghada im Januar für Kinder geeignet?
Für viele ja: Die Tage sind oft mild, die Sonne ist präsent, und man kann viel draußen sein. Baden im Meer hängt stark von Kälteempfinden und Wind ab.
Wie läuft das mit dem Visum am Flughafen?
Bei uns führte der Weg zum Bankschalter am Airport, dann zur Passkontrolle. Gebühren und genaue Abläufe ändern sich, deshalb lohnt ein kurzer Check kurz vor Abflug über offizielle Stellen.
Kommt man in Hurghada vegan zurecht?
In unserem Hotel gab es viele Salate und landestypische Speisen wie Falafel, Tahini und Ful. In der Stadt waren Saftbars und einfache vegetarische Optionen leicht zu finden.
Braucht man All inclusive?
All inclusive kann mit kleinen Kindern wie ein Sicherheitsnetz wirken, muss aber nicht nötig sein. Ägypten war in unserem Eindruck beim Essen außerhalb des Hotels oft sehr preiswert.
Wie ist das Internet vor Ort?
Hotel-WLAN war bei uns nur an wenigen Stellen stabil. Eine lokale SIM-Karte (bei uns Orange) machte Arbeiten im Bungalow erst möglich.
Kann man die Moschee besuchen?
Ja, bei unserem Besuch war es unkompliziert. Kleidungsvorschriften wurden vor Ort pragmatisch gelöst, Schuhe blieben draußen. Respekt und leiser Ton helfen überall.
Wie schnorchelt man, ohne etwas kaputt zu machen?
In Strandnähe bleiben, nichts anfassen, nicht auf Korallen stehen, Flossen bewusst führen. Das schützt Riff und Nerven.
Was hat euch am meisten überrascht?
Wie nah sich Schönheit und Überforderung liegen können: Gartenidylle und Müllberge, Herzlichkeit und Abzockreflexe, Unterwasserparadies und Plastik.
Quellen & Einordnung (für die Fakten im Umwelt-Teil)
Küstenentwicklung & Hurghada: Frihy, O.E. et al. „Human impacts on the coastal zone of Hurghada, northern Red Sea, Egypt“ (Geo-Marine Letters, 1996). DOI: 10.1007/BF01245564
Anker-/Tauchtourismus als Stressor: Jameson, S.C. et al. „A Quantitative Ecological Assessment of Diving Sites in the Egyptian Red Sea…“ (2007). DOI: 10.2167/jost719.0
Rote-Meer-Riffe: Herausforderungen & Management: Fine, M. et al. „Coral reefs of the Red Sea — Challenges and potential solutions“ (2019). DOI: 10.1016/j.rsma.2018.100498
Warum Riffe mehr sind als Kulisse (Schutzfunktion): Ferrario, F. et al. „The effectiveness of coral reefs for coastal hazard risk reduction…“ (Nature Communications, 2014). DOI: 10.1038/ncomms4794
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