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Zuletzt aktualisiert: 05.08.2026

1000 Gärten – Das Soja-Experiment
Dieser Beitrag blickt auf die erste, inzwischen abgeschlossene Projektrunde von 2016 zurück.

Archiv-Hinweis: Die Anmeldung für die Runde von 2016 ist beendet. Die damalige Registrierungsseite findet ihr nur noch im Webarchiv.

Ein Stück unseres Gartens wurde 2016 zum Versuchsbeet. Taifun-Tofu und die Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim suchten Menschen, die verschiedene Sojalinien anbauten und ihre Entwicklung dokumentierten. Und wir sagten: Wir machen mit.

Worum ging es bei „1000 Gärten“?

Aus Soja entstehen Tofu, Drinks auf Sojabasis, Sojaprotein-Isolat und texturiertes Sojaeiweiß. Das Experiment setzte bei der Pflanze an: Welche Sojalinien reifen auch in kühleren Regionen Deutschlands rechtzeitig? Und welche eignen sich für Tofu? Taifun-Tofu und die Universität Hohenheim wollten neue Linien an vielen Standorten erproben.[1]

Gärtner:innen, Schulen und landwirtschaftliche Betriebe aus ganz Deutschland stellten dafür einen Teil ihrer Fläche zur Verfügung. So wurde aus vielen einzelnen Beeten ein gemeinsames Forschungsprojekt.

Wie lief die Teilnahme 2016 ab?

Die Teilnehmenden reservierten sechs bis zwölf Quadratmeter. Die Landessaatzuchtanstalt schickte ihnen zwölf Tütchen mit verschiedenen Sojastämmen, Stecketiketten, Knöllchenbakterien und eine Anbauanleitung. Die Bakterien leben mit den Sojapflanzen zusammen und machen ihnen Stickstoff verfügbar.[1] Wer mitmachte, sagte außerdem zu, während der Vegetationszeit mindestens einmal pro Woche nach dem Versuch zu sehen.[2]

Während die Pflanzen wuchsen, dokumentierten die Gärtner:innen unter anderem Blütenfarbe, Pflanzenhöhe und Reifezeit.[3] Anschließend schickten sie reife, trockene Hülsen zur Auswertung an die Universität Hohenheim.[2] Über die Projektseite konnten sie Erfahrungen austauschen und Fragen an das Team stellen.[1]

Was hatten wir davon?

Für uns verband das Experiment Forschung und Gartenpraxis. Die Beobachtungen aus den Gärten flossen in die Auswertung ein. Zugleich lernten wir Soja als Pflanze im eigenen Garten kennen – lange bevor daraus Tofu oder texturiertes Sojaeiweiß wird.

Das reizte uns: Viele Menschen übernahmen jeweils einen kleinen Teil, damit die Forschenden Sojalinien in verschiedenen Klimaregionen vergleichen konnten.

Was kam bei der ersten Runde heraus?

Die Projektpartner berichteten von gut 2.400 Teilnehmenden.[3] 1.300 von ihnen schickten insgesamt 15.000 Sojaproben ein.[3]

Bei der ersten Auswertung identifizierte die Universität mehrere frühreife Sojastämme.[3] Taifun-Tofu prüfte anschließend, ob sich eiweißreiche Proben auch für die Tofuherstellung eigneten.[3] Das waren vorläufige Ergebnisse; weitere Anbauversuche sollten sie überprüfen.[3] Später setzten Taifun-Tofu und die Universität Hohenheim das Experiment in weiteren Runden fort.[4]

Wir waren 2016 dabei. Die Neugier hinter unserem damaligen „Wir machen bei diesem Experiment mit!“ spüren wir noch immer. Hättet ihr sechs bis zwölf Quadratmeter für zwölf verschiedene Sojalinien freigeräumt?

Weiterlesen bei uns

Quellen

  1. Universität Hohenheim: „2400 Gärtner pflanzen mit beim Soja-Experiment ‚1000 Gärten‘“, 18.03.2016, Einleitung sowie Abschnitte „Gemeinsam für den heimischen Sojaanbau“ und „Mitpflanzen – Soja erleben“ (Ziele, Teilnahmefläche und Saatgutkit); abgerufen am 05.08.2026.
  2. „1000 Gärten“: archivierte Registrierungsseite, Snapshot vom 19.01.2016, Abschnitt „Gärtner Eignungsprüfung“ (Fläche, Kontrolle, Daten und Proben); abgerufen am 05.08.2026.
  3. Universität Hohenheim: „1000 Gärten – Das Soja-Experiment: Gute Chancen für Soja auf deutschen Äckern“, 01.02.2017, Einleitung sowie Abschnitte zur Auswertung und zu früh reifenden Sojastämmen (eingesandte Proben und erste Ergebnisse); abgerufen am 05.08.2026.
  4. Universität Hohenheim: „1000 Gärten 2.0: Soja-Forschungsprojekt sucht bundesweit Hobbygärtner für 2. Runde“, 12.12.2017, Einleitung und Abschnitt „Engagierte Gärtner gesucht“ (Fortsetzung des Projekts); abgerufen am 05.08.2026.

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