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Aktualisiert am: 23. Februar 2026
Uns wird oft die Frage gestellt, warum wir ausgerechnet ins Erzgebirge gezogen sind. Die kurze Antwort: Es war keine romantische Landlust-Entscheidung, sondern eine Mischung aus sehr praktischen Gründen und einem klaren Blick nach vorn. In diesem Video erzählt Evelin, was damals bei uns ausschlaggebend war.
Inhalte
Die drei Hauptgründe in kurz
1) Gesundheit & Wohnen: Schluss mit Schimmel
Wir haben nach der Geburt unserer großen Tochter am Rand des Thüringer Waldes gelebt, in einer Souterrain-Mietwohnung. Im Winter gab es immer wieder Probleme, am Ende auch Schimmel. Irgendwann war klar: Das ist kein „Augen zu und durch“, sondern ein Anlass, Verantwortung zu übernehmen und die Wohnsituation zu ändern.
Wenn euch unser späteres Nachdenken über Wohnen, Alltag und Reduktion interessiert: In unserem Beitrag über unser (damals) neues Zuhause findet ihr mehr Kontext.
Minimalistisch wohnen als Familie: unser neues Zuhause
2) Studium & Arbeit: Wege verkürzen, Abschluss ermöglichen
Evelin wollte ihr Studium in Sachsen zu Ende führen und nicht mitten im Prozess die Hochschule wechseln. Dazu kam praktische Arbeitserfahrung, die sich gut mit dem Studium verbinden ließ. Der Umzug war deshalb auch eine Entscheidung für weniger Reibungsverlust im Alltag.
3) Familie & Zeit: Nähe, solange sie möglich ist
Ein weiterer Grund: Evelin ist im Erzgebirge aufgewachsen. Durch den Umzug konnten wir eine intensive Familienzeit mit ihren Eltern erleben, und die Kinder hatten ihre Großeltern nah bei sich.
Und was hat das mit „Freilernen“ zu tun?
Im Video klingt bereits an, dass wir uns damals viele Gedanken über Bildung, Freiheit und rechtliche Rahmenbedingungen gemacht haben. Wir wollten und wollen unseren Kindern Wege offenhalten, statt sie früh in Schubladen zu pressen.
Wenn ihr in das Thema tiefer einsteigen möchtet, hier ein guter Überblick:
Was ist Unschooling? Selbstbestimmtes Lernen erklärt
Kleiner Nebenstrang im Video: Schwimmhilfen
Mitten im Gespräch taucht eine Elternfrage auf, die viele kennen: Schwimmärmchen, ja oder nein? Im Video gibt es dazu eher spontanes Nachdenken als fertige Antworten. Wenn euch das Thema gerade beschäftigt, könnte dieser Beitrag passen:
Schwimmen lernen: unsere Erfahrungen und Ideen
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Erzgebirge: Weltkulturerbe und unsere Eindrücke
Wenn ihr mehr von unserem Erzgebirge-Alltag sehen wollt
Ein thematisch passendes Video aus der Zeit zeigt, was wir hier draußen so finden (und wozu man es nutzen kann):
Video: Essbare Wildpflanzen im Erzgebirge
Fragen an uns
Habt ihr Fragen, die wir in einem weiteren FAQ aufgreifen sollen? Schreibt sie uns gern in die Kommentare. Wir sammeln das und beantworten, was sich sinnvoll bündeln lässt.
Optional: bereinigtes Transkript (leicht geglättet, Inhalt unverändert)
Hinweis: Das folgende Transkript ist aus gesprochener Sprache entstanden und wurde nur so weit geglättet, dass es lesbar ist (Füllwörter reduziert, Satzbrüche behutsam geschlossen).
„Viele Nachfragen gab es, warum wir ausgerechnet ins Erzgebirge gezogen sind. Ich erzähle euch das kurz. Wir haben nach der Geburt unserer großen Tochter am Rand des Thüringer Waldes gewohnt, ungefähr drei Jahre. Es war eine schöne Zeit, aber wir hatten in der Mietwohnung im Keller (Souterrain) immer wieder Winterprobleme, am Ende auch Schimmel. Da war klar: So kann es nicht weitergehen, wir müssen umziehen.
Grund 1: Ich habe noch ein Studium, das ich hier in Sachsen weiterführen möchte, und wollte deshalb nicht die Hochschule wechseln. Ich studiere soziale Arbeit, war seit der Geburt unserer ersten Tochter beurlaubt und wollte noch eine Weile zuhause bleiben. Außerdem arbeite ich im Bereich Flüchtlingshilfe und nehme aus dem Studium Dinge mit, die ich mir sonst nur schwer anlesen könnte. Und wenn man einmal angefangen hat, kann man den Abschluss auch fertig machen.
Grund 2: Ich bin im Erzgebirge aufgewachsen. Meine Eltern sind hier, und wir sind ins Haus meiner Eltern gezogen. Wir wollten eine intensive Familienzeit mit meinen Eltern erleben. Die Kinder genießen die Großeltern, und die Großeltern die Enkel.
Wir gehen außerdem davon aus, dass wir nicht dauerhaft hier bleiben. Wir schicken unsere Kinder nicht in den Kindergarten und wollen sie auch nicht klassisch beschulen. Die rechtliche Situation in Deutschland lässt Freilernen so nicht einfach zu. Wir haben noch nicht festgelegt, wohin es später geht, wie wir das machen und was mit unseren Katzen passiert. Aber jetzt war erstmal diese Phase wichtig.
Für uns als Paar war der Umzug keine leichte Entscheidung. Patrick hängt sehr an seiner Heimat und ist zum ersten Mal weiter weggezogen (etwa 160 Kilometer). Wir haben aber weiterhin Kontakt zu Freunden und Familie und haben gemeinsam entschieden, erstmal hier zu bleiben und den Akku aufzuladen.
Wenn ihr Fragen habt: kommentiert gern. Dann beantworte ich sie in einem nächsten Video oder auch schriftlich. Viele Grüße!“
Warum wir ins Erzgebirge gezogen sind: Studium, Familie, Zukunftspläne (FAQ-Video) von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.