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Wie das in der Praxis konkret aussieht: Die erste Menstruation braucht keine große Periodenparty. Sie braucht einen Umgang, der weder bagatellisiert noch überrollt: ein klares Signal, dass dieser Körper und dieser Moment nicht peinlich sind. Wie das konkret aussehen kann, von ganz ruhig bis richtig feierlich, davon erzählt dieser Artikel.

Liebe Ideensucher, Familienmenschen, Kinder- und Frauenfreunde,

vor einigen Monaten schlich sich unsere älteste Tochter still an mein Ohr. Ihre Stimme klang leise, irgendwo zwischen Freude und Unsicherheit: „Mama, ich habe wahrscheinlich meine Tage.“ Ich umarmte sie. Und ich hatte das Gefühl, dass ich ihr damit etwas von ihrer Unsicherheit nahm.

Über Körper, Verliebtheit, Schwangerschaft, Pubertät und Menstruation wird bei uns zu Hause ziemlich selbstverständlich gesprochen. Dieses vertraute Verhältnis hilft vermutlich auch in Momenten wie diesem.

Ich musste dabei an meine Schwiegermutter denken. Sie hat uns einmal erzählt, dass sie bei ihrer Menarche dachte, sie müsse sterben. Angst, Scham und Schweigen waren das Umfeld, in dem ihre erste Periode einsetzte. Für viele aus ihrer Generation dürfte es ähnlich gewesen sein.

Das will ich nicht weitergeben. Und das, denke ich, wollen die meisten von euch auch nicht.

Die erste Periode ist nichts, was gefeiert werden muss wie der erste Schultag. Aber ich möchte, dass sich kein Mädchen dieser Erde dafür verstecken oder schlecht fühlen muss. Ich finde, sie sollte auf ganz individuelle Weise gewürdigt werden.

Im ersten Artikel dieser Serie ging es um das Warum. Hier geht es ums Wie.

Die wichtigste Frage kommt zuerst

Bevor überhaupt etwas geplant wird, lohnt sich eine einzige Frage: Was würde diesem Kind oder diesem Teenager in dieser Situation guttun?

Manche möchten reden. Andere wollen erst einmal ihre Ruhe. Wieder andere freuen sich über eine kleine Geste. Für andere ist schon die Vorstellung unerträglich, dass jetzt alle bedeutungsvoll gucken, als ob im Wohnzimmer ein kleiner Staatsakt stattfände.

Ein Ritual kann entlasten. Es kann aber auch nach hinten losgehen. Wenn die Kerzen brennen, alle im Kreis sitzen und euer Kind auf seine Hände schaut und nur darauf wartet, dass es vorbei ist, dann ist aus Würdigung bloße Inszenierung geworden. Nicht, weil der Zeitpunkt falsch wäre. Sondern weil diese Form zu groß ist für das, was dieser junge Mensch gerade braucht.

Wenn ihr unsicher seid, hilft oft eine schlichte Frage: „Möchtest du, dass wir diesen Moment irgendwie bewusst markieren oder lieber ganz ruhig damit umgehen?”

Dort beginnt ein guter Umgang.

Unsere Periodenparty: Was wir gemacht haben

Unsere Tochter wünschte sich, mit einer befreundeten Mädchen-Familie am Strand zu feiern. Genau das taten wir ein paar Wochen später. Die Pläne dafür schmiedeten wir gemeinsam. Uns war klar, was wir ohnehin schon längst besprochen hatten: Es sollte eine Menstruationsparty geben, die ruhig ein bisschen kitschig sein durfte.

Rote und pinke Luftballons hängen in den Zweigen einer Weide im Abendlicht

Eine sichtbare Form für einen besonderen Moment: Luftballons in der Weide bei unserer Periodenfeier.

An einer großen Weide flatterten rote, pinke und violette Luftballons um die Wette. Weil wir alle gerne singen, trällerten wir ein selbst erfundenes Lied: „Ein Mädchen zu sein, ist schön, ein Mädchen zu sein, ist toll. ‚Ne Frau zu werden ist wundervoll – wir feiern [Name] heut‘!“

Als kleinen Einstieg legte ich Badetücher zum runden Sitzplatz (ja, es waren auch rote Seidentücher dabei, weil ich als Ex-Kindergärtnerin eben so manches Accessoire dabei habe). Das Ehrenmädchen platzierte sich mittig, und wir gaben ihr alle einen Wunsch mit.

„Ich wünsche dir, dass du gesund heranwächst und es dir wohl geht“, sprach die Schwester und stupste ihr einen goldenen Fingerabdruck auf die Stirn. Ich hatte Kinderschminke mitgebracht und zuvor gefragt, wohin die Wunsch-Farbtupfer sollen. Vielleicht entscheiden sich manche Mädchen für eine Hals-, Bauch- oder Armkette, die dann aus lauter Fingerabdrücken entsteht. Bei uns wählte jeder einen Gold- oder Rotton, um seinen persönlichen Wunsch abzugeben. Nach und nach entstand auf ihrer Stirn ein tatsächlich unerwartet hübscher Wunschblätterbaum.

Doch nicht jedem fällt es leicht, sich spontan einen Wunsch zu überlegen. Deshalb hatte ich Bilderzettel um den Kreis gelegt, die als Ideenhilfe genutzt werden konnten. Die kleinen Brüder wünschten ihrer Schwester deshalb, „dass du immer genug Schokolade hast…“

Mädchen sitzt bei einer Periodenfeier auf einer Wiese, mit roten und goldenen Farbtupfern auf der Stirn

Ein stiller Moment der Würdigung: nicht groß inszeniert, aber bewusst und warm.

Natürlich gab es dann Schokolade. Unser Picknick bestand aus veganem Kirschjoghurt, veganen Himbeer-Schokoriegeln, Kirschsaft, kleinen Tomaten, Paprika, Erdbeeren und Wassermelone.

Es ging locker zu. Nebenbei erwähnte jemand, welche Nahrungsmittel den Eisenspiegel aufrechterhalten. Die Hundeliebhaber fragten, wie die Periode bei Hündinnen abläuft. Die Schokoladenmünder verrieten, weshalb Schokolade manchmal so gut tut.

Die Ideekärtchen vom Wunschkreis nützten uns anschließend für unser Partyspiel. Wärmflasche, Schokoriegel, Buch, Bett, Badewanne – habt ihr diese Gegenstände schon mal ausschließlich aus Menschen geformt? Wir versuchten, jeden abgebildeten Gegenstand darzustellen. Wenn ihr beispielsweise ein Fahrrad bauen wollt, dann könnt ihr euch überlegen: Wer ist gelenkig genug, sich zum Vorderrad zu rollen? Legt sich jemand auf den Rücken und stemmt die Füße in die Luft zum Sattel? Gibt es einen Gepäckträger? Wer kurbelt mit den Armen als Pedalen? Dieses Spiel sorgt für viele Lacher bei Gästen, die kein Problem mit Körperkontakt haben.

Unsere Menstruationsparty ging locker weiter. Wir Mütter schwatzten am Strand, die Kinder tobten im Wasser und spielten Tischtennis, die Väter machten ein Nickerchen (glaub ich). Zum Abschluss wünschten sich die Kinder mein altes Schwungtuch. Damit wäre es zu kompliziert (und zu peinlich) gewesen, irgendetwas mit Menstruation darzustellen. Verschiedene Windspiele am Strand mit dem Tuch haben bei meinen Kindern aber anscheinend noch eine Weile ihren Reiz.

Während alle Gäste und Geschwister Richtung Parkplatz liefen, blieb ich für einen kurzen Moment mit meiner Tochter allein. Sie funkelte glücklich in die Zweige der wehenden Weide. Ich legte ihr meine Hände auf den Kopf und sprach ihr einen Segen:

Liebe [Name], Tochter des Lichts, wie die Sterne strahlst du im Kreis der Frauen. Ich segne dich mit Vertrauen – dein Weg ist hell, dein Rhythmus weise. Du bist Stern, du bist Flut, du bist Kraft.

Denselben Spruch hatte ich auf eine Karte geschrieben, die zuhause auf ihrem Bett lag. Dort fand sie auch ein Geschenk, das sie ganz in Ruhe für sich auspacken konnte: neue Kopfhörer, einen Periodenkalender und waschbare Menstruationsbinden von Kulmine – alles hübsch und besonders verpackt.

Geschenkpakete und handgeschriebene Karte liegen auf einem Bett

Ein persönlicher Abschluss: Karte, Geschenk und Menstruationsprodukte als ruhige Form der Würdigung.

Das Wichtigste daran war nicht die Dekoration. Es war vielmehr, dass unsere Tochter im Mittelpunkt stehen durfte, ohne ausgestellt zu werden. Daran würde ich jede Idee messen.

11 Ideen – von ganz still bis feierlich

Wir feiern den ersten Wackelzahn. Wir freuen uns über eine bestandene Prüfung. Die Theateraufführung unseres Kindes zu besuchen, ist selbstverständlich. Wieso sollten wir dann die erste Regelblutung totschweigen?

Ich möchte euch nicht dazu animieren, alles eins zu eins nachzumachen, sondern stelle mich als kleine Ideenspenderin zur Verfügung. Als Mama, große Schwester, Tante, Oma oder auch als Papa gibt es viele Möglichkeiten, die erste Periode zu würdigen – eine Periodenfeier ist dabei kein Muss. Meine Tochter war mit zwölf Jahren vielleicht für etwas ganz anderes zu begeistern als ein anderer Teenie. Das gilt für euer Kind genauso.

Früher bekamen Mädchen oft erst mit 14, 15 oder 16 Jahren ihre Menarche – eine schlechtere Ernährungslage und harte Lebensbedingungen haben dabei eine Rolle gespielt. Heute beginnt die erste Regelblutung im Durchschnitt früher, bei manchen Mädchen schon im Grundschulalter. Was dem Kind oder Teenager tatsächlich guttut, hängt also auch davon ab, wie alt es ist und wo es gerade steht.

Ein ruhiger Moment am Küchentisch

Ein Tee, ein Saft und ein ehrliches Gespräch. Kein großes Setting. Die Botschaft ist: Du kannst alles fragen. Nichts daran ist peinlich. Ich hatte meinen Töchtern von der Zeit als Teenie erzählt. Weil ich ein „Spätzünder“ galt, sorgte ich mich als Teenie und verriet meinen Töchtern von meinen Teenievorstellungen, die sie sehr zum Lachen brachten.

Ein Brief, der nicht überrollt

Manche Dinge lassen sich in Ruhe leichter lesen als im direkten Gespräch. Gerade wenn euer Kind bei intimen Themen zunächst Abstand braucht, kann ein kurzer, ehrlicher Brief mehr ankommen als ein langes erstes Gespräch.

Ein erstes Perioden-Set

Eine kleine Tasche oder Box mit Dingen, die den Einstieg erleichtern: Zum Beispiel Periodenunterwäsche oder Stoffbinden, dunkle Ersatzunterwäsche, eine Wärmflasche und ein Zettel mit den wichtigsten Infos. Nicht als Initiationskiste, sondern als praktische Unterstützung, die auch einfach genügen darf. Mit meinen Töchtern hatte ich, lange bevor es „ernst“ wurde, ein paar Periodenprodukte im Bioladen gemeinsam ausgewählt.

Ein Ausflug oder ein Wunschessen

Nicht jede Würdigung muss zu Hause stattfinden. Ins Kino gehen, ein Café besuchen, ein Lieblingsessen kochen – all das macht die Atmosphäre manchmal entspannter als ein bedeutungsschweres Setting am Esstisch. Und ein Picknick mit roten Beeren und Kirschsaft muss nicht symbolisch überladen, sondern darf auch einfach nur hübsch und lecker sein.

Ein Abend mit Ruhe statt Ritualdruck

Film, Decke, Wärme, Wärmflasche, Ruhe – oder ein neues Brettspiel auf der Couch. Das kann mehr Würde transportieren als jede schrille Girlande, die verzweifelt versucht, Bedeutung zu suggerieren.

Wunschkarten

Sucht ihr nach einem kleinen Segensritual in vertrauter Runde? Einer oder mehrere könnten Wunschkarten gestalten, was besonders jüngeren Mädchen helfen kann. Sie lassen sich bedeutungsvoll überreichen oder frau spricht einfach darüber, was ihr während der Menstruation gut tut. Pinsel, Wasserfarben und Kartonkarten: Malt eine Wärmflasche, ein kuscheliges Sofa, ein Prinzessinnenbett, ein Lieblingsbuch, eine Tasse Kakao mit Schlagsahne, eine Badewanne, eine bunte Schüssel Obstsalat, eine Umarmung, … Schon so eine gemeinsame Zeichenstunde kann helfen, ungezwungene Gespräche zu führen.

Ein Spiel statt Pathos

Unser Menschenpuzzle kam genau deshalb gut an, weil es lebendig war und nicht das Gefühl von sakraler Schwere vermittelte. Wenn bei einer Periodenparty nur bedeutungsschwere Gesichter zu sehen sind, wird es schnell unerträglich. Ein bisschen gemeinsames Lachen hilft hingegen.

Ein Buch zum Körperwissen

Ein gutes Buch kann dabei helfen, Gespräche zu erleichtern, ohne dass alles sofort geklärt werden muss. Happy Period – Ein liebevoll illustriertes Aufklärungsbuch zur ersten Periode* von Antje Heymann kann für manche ein guter Einstieg sein. Es ist einfühlsam gestaltet und erklärt den Menstruationszyklus anschaulich. Wichtiger als der genaue Titel eines solchen Buches ist sein Ton: Er sollte klar sein, ohne beschämend oder peinlich zu wirken, und zu eurem Kind passen.

Ein kleines Geschenk

Ein Notizheft, ein Armband oder neue Kopfhörer – wenn sie ohnehin auf der Wunschliste standen. Wollte sich euer Teenie nicht schon lange Ohrlöcher stechen lassen? Für manche wäre das ein willkommener Anlass. Nicht als „Jetzt bist du eine Frau“-Inszenierung, vielmehr als kleine, persönliche Zierde und schöne Erinnerung.

Gar keine Feier – aber eine klare Haltung

Kein Ritual, kein Geschenk, kein symbolischer Akt. Nur eine normale, offene und nicht beschämende Begleitung. Nicht jede Menarche erfordert ein großes Tamtam. Wünscht sich eine esoterische Hippie-Mama zum Beispiel eine tolle Tempelzeremonie, der Teenie schwebt gar nicht auf der gleichen Welle: Lasst es. Manchmal reicht es, wenn man einfach kein unnötiges Problem daraus macht.

Später noch einmal sprechen

Nicht jedes Gespräch muss sofort vollständig sein. Oft ist ein zweiter ruhiger Moment nach ein paar Tagen wertvoller als ein perfektes erstes Setting. Gerade bei Themen, die neu oder unangenehm sind, ist Nachklang hilfreicher als Tempo.

Was eher nicht funktioniert

Überraschungspartys. Wenn der betroffene Mensch nicht selbst zugestimmt hat, ist das fast immer eine schlechte Idee. Die erste Menstruation ist kein Anlass für einen Hinterhalt mit Kuchen.

Zu viele Gäste. Je größer die Runde, desto höher das Risiko, dass sich euer Kind nicht gewürdigt, sondern ausgestellt fühlt.

Sätze wie „Jetzt bist du eine Frau“. Die erste Menstruation ist kein sauberer Schalter. Solche Sätze machen Druck, biologisieren Identität und passen oft weder emotional noch auf andere Weise. Der Körper verändert sich. Daraus muss keine Fremdzuschreibung werden.

Das eigene Bedürfnis über das Kind stellen. Das ist vermutlich das häufigste Problem – und das am schwierigsten zu erkennende. Die Einladungsliste steht innerlich, das Rezept für den roten Kuchen ist ausgesucht, und gefragt wurde noch nicht einmal, ob all das willkommen wäre. Dann entsteht eine Feier, die mehr über die Eltern erzählt als über den Menschen, um den es geht.

Nachhaltige Menstruationsprodukte für den Einstieg

Hier ist Ehrlichkeit wichtiger als Ideologie. Nicht jedes nachhaltige Produkt ist für jede Person, jede Blutung und jedes Alter geeignet. ACOG und die CDC nennen für Jugendliche mehrere gängige Optionen: Einwegbinden, Tampons, Menstruationstassen, Menstruationsscheibchen und Periodenunterwäsche. Welches Produkt am besten passt, hängt vom Körpergefühl, der Blutungsstärke und vom Alltag ab – nicht von einer Rangliste. Wenn ihr dazu einen ausführlichen Überblick sucht, findet ihr ihn hier.

Stoffbinden sind für viele ein unkomplizierter Einstieg: außen getragen, kein Einführen nötig. Eine systematische Übersichtsarbeit beschreibt wiederverwendbare Menstruationsprodukte als wirksam, sicher, langfristig günstiger und umweltfreundlicher – benennt aber auch Hürden: Sorge ums Auslaufen, Waschaufwand, wenig Privatsphäre zuhause.

Periodenunterwäsche fühlt sich für viele am vertrautesten an, weil sie normaler Unterwäsche ähnelt. Beim Kauf lohnt ein genauer Blick: Wie ehrlich sind die Angaben zur Saugstärke? Und sind die Pflegehinweise im Alltag wirklich umsetzbar? Das klingt nebensächlich, macht aber einen Unterschied, wenn es jeden Monat funktionieren soll.

Menstruationstassen (auch Menscup, Perioden-Tasse, oder schlicht Tasse genannt) sind langlebig und auf lange Sicht praktisch. Die American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) nennt sie ausdrücklich als normale Option für Jugendliche. Eine systematische Übersichtsarbeit beschreibt ihre Nutzung als insgesamt akzeptabel und sicher. Für die allererste Periode sind sie trotzdem nicht zwangsläufig die stressfreieste Wahl, denn sie bedürfen etwas Übung. Wer den eigenen Körper und Zyklus gerade erst kennenlernt, kommt mit einem äußerlich getragenen Produkt oft besser zurecht. Mehr dazu findet ihr in unserem ausführlichen Artikel zur Menstruationstasse.

Eine Kombination, die im Alltag oft gut funktioniert, ist folgende: Zum Einstieg können Stoffbinden oder Periodenunterwäsche verwendet werden, für unterwegs ist ein kleines Notfalltäschchen praktisch und später, wenn gewünscht, bietet sich eine Menstruationstasse als zusätzliche Option an. Dieser Vorschlag ist keine medizinische Empfehlung, sondern eine persönliche Einsicht aus Alltag und Körpergefühl.

Wenn starke Schmerzen auftreten

Manchmal reichen ein gutes Produkt und ein schöner Moment allein nicht aus. Die ACOG empfiehlt deshalb, die Menstruation im Jugendalter wie einen wichtigen Vitalparameter zu behandeln. Treten starke Schmerzen, Kreislaufprobleme oder sehr starke und/oder sehr unregelmäßige Blutungen auf, ist eine ärztliche Abklärung erforderlich. Die Beschwerden zu bagatellisieren, kann gefährlich sein.

Was bleibt

Eine gute Periodenfeier muss nicht opulent ausfallen. Sie muss nur stimmig sein.

Vielleicht ist es ein Brief. Vielleicht ein kleines Picknick. Vielleicht eine Wärmflasche. Vielleicht ist es auch nur ein Satz, der hängen bleibt:

Mit deinem Körper ist nichts peinlich.

Auf dass nie mehr ein Mädchen das Gefühl bekommt, es müsse sterben.
Eure Evelin


Quellen und Leseempfehlungen

World Health Organization (2024): Global report reveals major gaps in menstrual health and hygiene in schools

American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG): Your First Period

Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Menstrual Hygiene

van Eijk, A. M. et al. (2021): Exploring menstrual products: A systematic review and meta-analysis of reusable menstrual pads for public health internationally

Arenas-Gallo, C. et al. (2020): Acceptability and safety of the menstrual cup: A systematic review of the literature

ACOG Committee Opinion: Menstruation in Girls and Adolescents: Using the Menstrual Cycle as a Vital Sign

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