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Kroatien – ein Land voller schöner und blöder Entdeckungen

Aktualisiert am 5. März 2026

Mit unseren drei Kindern sind wir heute genau 26 Tage in Kroatien. Für den ersten Monat hatten wir im Voraus ein Haus gebucht, mitten im Naturpark Vransko jezero, einem Vogelparadies am Vrana-See. Von hier aus ist es nicht weit bis zur Adria. Gemüsestände und Supermärkte erreichen wir in wenigen Minuten mit dem Auto.

Meinen engsten Freundinnen verriet ich kürzlich, dass wahrscheinlich noch irgendetwas an mir haftet, das – neben all den Schönheiten des Landes, auf die ich weiter unten zu sprechen komme – meinen Fokus auf allerlei „Negatives“ im Alltag lenkt. Das wird einige neugierig machen. Drum verrate ich es auch hier. Im Leben ist eben nicht immer alles Friede, Freude, Eiersatzkuchen. 😉

Orientierung: Ihr lest zuerst, wie wir über Slowenien nach Kroatien gefahren sind. Dann kommt unsere Airbnb-Erfahrung inklusive Rückerstattung. Danach folgen Ausflüge rund um Vrana-See, Adria, Zadar und Šibenik. Am Ende findet ihr kurze Antworten auf häufige Fragen.

Kurzfakten: Region Vrana-See (Vransko jezero) und Norddalmatien · Reise mit drei Kindern · Basis: Naturpark-Umgebung · Fokus: Alltag, Nachhaltigkeit unterwegs, Ausflüge, Erfahrungen.

Auf einen Blick: was sich für uns besonders gelohnt hat

Unser Eindruck im August 2019: Je nach Saison, Wetter und Tageszeit kann sich das Erlebnis deutlich verändern.

  • Zrmanja-Canyon: überwältigender Blick, bei unserem Besuch weniger überlaufen als befürchtet.
  • Mali Bak und Pećina: Aussicht, Höhle, Quelle mit köstlichem Quellwasser. Anstrengend, aber lohnend – wobei ich lieber unten geblieben bin.
  • Altstadt Zadar: römischer Charme, Katze in archäologischen Überresten, Eis für 10 Kuna die Kugel. Planwirtschaft? Wer weiß! 😄
  • Panoramaweg bei Šibenik: landschaftlich schön, mit vollbesetztem Bollerwagen stellenweise mühsam.
  • Adria-Strände: glasklar, felsig, kostenlos – und Seeigel, Muscheln, Garnelen.

Couchsurfing als Familie in Slowenien

Spital am Pyhrn

Spital am Pyhrn (Österreich): Hier legen wir einen kurzen Halt ein, um einen Aufkleber für unser Auto zu besorgen. Die Touristeninformation hatte aber geschlossen.

Unsere Fahrt ab Passau führt über Österreich nach Slowenien. Nach knapp sieben Stunden kommen wir bei einer Familie als Couchsurfer unter. Patrick führt angeregte, philosophische Gespräche mit dem Familienvater Arnold. Er ist Spezialist für visuelles Storytelling beim slowenischen Fernsehen und hat seine Kindheit in Deutschland verbracht.

Ich liebe besonders die Gespräche mit der 87-jährigen Mutter unseres Gastgebers am Abend. Sie teilt ein paar Erfahrungen aus ihrem Leben in Deutschland mit uns. Unsere Kinder finden schnell Kontakt zu den Kindern der Gastfamilie und spielen zusammen. Die Umgebung, in der Arnold und seine Familie wohnt, ist wunderschön.

Die Nacht verbringen wir eng aneinandergekuschelt zu fünft auf einem Schlafsofa.

Wo kommt denn plötzlich die Grenze her?

Am Morgen setzen wir unsere Fahrt für weitere sieben Stunden fort. Patrick ist müde und bittet um einen Fahrertausch. Also fahre ich eine Zeit lang, vom Navi geführt, mit unserem VW T4.

An der Grenze nach Kroatien, die für mich überraschend auftaucht, werden unsere Reisepässe kontrolliert. Patrick wühlt sie noch hastig aus dem Rucksack im Kofferraum. Der Beamte wirkt traurig oder zumindest gelangweilt von seiner eintönigen Arbeit. Wie schön, als er mein Lächeln wider Erwarten erwidert!

Fahrt durch kroatische Landschaften

Die Fahrt vom Grenzübergang Jurovski Brod bis nach Drage bei Pakoštane führt zu zahlreichen WOWs. Diese Berge! Die Felsen! Das Zirpen der Singzikaden! Die von Olivenbäumen, einzelnen Kaktuspflanzen, Aloe, Granatapfel- und Feigenbäumen übersäten Felder!

Von hier aus kann man ganz weit sehen.

Von hier aus kann man ganz weit sehen.

Blick vom Gebirge über Kroatien

Blick vom Gebirge über Kroatien (Link zum Standort)

Und die verminten Landstriche mit ihren vereinzelten Hinweistafeln sowie den alten, leerstehenden Gebäuden! Welche Geschichten erzählen sie wohl? An vielen Häusern erkennt man noch die Einschusslöcher aus den Jugoslawienkriegen.

Zeuge des Krieges: verlassenes Haus mit Einschusslöchern

Zeuge des Krieges: verlassenes Haus mit Einschusslöchern

Lost Place: Wir haben uns hineingewagt.

Wir haben uns hineingewagt.

Lost Place: Vieles wurde zurückgelassen.

Unsere Unterkunft in Kroatien? Nein, immer noch das verlassene Häuschen.

Lost Place: Hier wohnt niemand mehr und es liegt viel herum

Vieles liegt hier noch herum.

Die Natur holt sich alles zurück: Spinnennest im Schlüsselloch

Und die Natur holt sich alles zurück: Spinnennest im Schlüsselloch

Ob die Haufen an Bauschutt, die gefühlt an jeder dritten Straßenecke liegen, ihre Anfänge in den 1990er Jahren fanden? Oder ob die Müllablagerung hier schon länger Tradition ist?

Während wir Eltern staunen und unser Jüngster schläft, haben die Mädchen nun wirklich genug vom Autofahren. Besänftigen lassen sie sich kaum noch mit meinen Gesängen, Spielen und sonstigen Motivationen. Verständlich! Vielleicht entschädigt sie der Halt bei unserem „Host“, wie er bei Airbnb genannt wird.

Unsere ersten Erfahrungen mit Airbnb

Die Vermieterin empfängt uns mit kühlem Mineralwasser in ihrer Café-Bar. Wir tauschen uns aus, anschließend führt sie uns zu „unserem“ Häuschen am See. Den Kindern gefällt es sofort. Uns auch.

Unser Ferienhaus am Vrana-See mit Privatstrand

Unser Ferienhaus am Vrana-See mit Privatstrand

Ferienhaus in Kroatien am Vrana-See

Wasser aus dem See, Stromerzeugung und Warmwasser durch die Sonne, WLAN: Hier gibt es alles, was wir brauchen. Außer eine Waschmaschine.

Wir genießen die ersten Tage mit Planschen und Schwimmen, essen unter freiem Himmel, schlafen mit Wellenrauschen ein und wachen mit dem Zirpen der Singzikaden auf.

Baden im Vrana-See

Der Vrana-See ist angenehm temperiert und lädt zum Planschen ein

Dann bekommen wir Besuch unserer aufgewühlten Vermieterin. Sie teilt uns mit, dass sie sich beim Preis verrechnet habe. Die Schuld gibt sie Airbnb. Zwar wurde die Rechnung gleich nach der Buchung beglichen, doch sei ihr der Fehler erst jetzt aufgefallen.

Wie gut, dass die Verhandlung ruhig bleibt und Airbnb eine Vermittlung zwischen beiden Parteien anbietet. Nach einer halb durchwachten Nacht mit einigen E-Mails ist die Sache geklärt, und wir können weiterhin im Häuschen am See wohnen. Ein komischer Nachgeschmack bleibt zunächst.

Sonnenaufgang am Vrana-See

Sonnenaufgang am Vrana-See

Wie wir bei Airbnb unser Geld zurückbekommen haben

In einem Forum berichteten andere Reisende, dass Nachverhandlungen des vereinbarten Mietpreises vorkommen können. Wir wollten sicher gehen und fragten deshalb schon vorab bei der Unterkunft nach, die wir für den nächsten Monat gebucht hatten.

Rotzfrech antwortete der Gastgeber, dass wir vor Ort selbstverständlich den 30-fachen Preis zahlen werden. Das Gastgeberpaar erwarte uns und schließe eine Stornierung aus.

Zum Glück gibt es die Möglichkeit, bei Airbnb selbst zu stornieren und trotzdem das Geld für die Langzeitmiete zurückzubekommen. Wenn ihr bei der Stornierung angebt: „Der Gastgeber muss stornieren“, hat er 48 Stunden Zeit zu reagieren. Da die Vertragsänderung einseitig war, lief die Zeit ab und wir erhielten das Geld zurück – und dazu noch einen Reisegutschein für die nächste Buchung.

Mini-Fazit: Wenn sich Bedingungen nachträglich drastisch ändern, hilft nur eins: ruhig bleiben, alles schriftlich festhalten, und die Regeln der Plattform konsequent nutzen.

Weiterführend: Wie wir in Kroatien gewohnt haben, zeigen wir hier: So wohnen wir in Kroatien. Und unser Häuschen am See gibt es als Video: Vlog: Traumhaus mit Privatstrand am Vrana-See.

Selbstversorgung: Essen in Kroatien

Unsere Kinder freuen sich, dass es neben all den als ökologisch angepriesenen Tomaten, Paprika und Kartoffeln auch öfter Nudeln mit Tomatensoße gibt. Thymian wächst wild auf den fast grünen Wiesen und eignet sich perfekt zum Würzen. Einen einfachen „Parmesan“ machen wir aus zerkleinerten Walnüssen und Salz.

Neben dem Brot, das nicht der Rede wert ist, führt die beliebte Weizenspeise bei mir allerdings zu häufigen Bauchschmerzen. Rohkosttage mit regionalen Melonen, Pfirsichen, Aprikosen, Äpfeln, selbstgepflückten Feigen und Gewürzfenchel als Wildkräuterersatz ändern daran wenig.

Rohkosteis aus Bananen

Rohkosteis aus Bananen in gekauften Waffeln

Rohkostteller mit Hafer-Pfannkuchen

Rohkostteller mit Hafer-Pfannkuchen und Tofu mit Kala Namak als würzigen „Eiersatz“

Nach mehreren Tagen ohne Weizen fühlt sich mein Bauch immer noch halbschwanger-aufgebläht an. Es ist nicht so, dass ich an Pharaos Rache leide, wie es uns vor Jahren in Ägypten erging. Aber ich bin froh, dass wir hier zwei Toiletten nutzen können.

Wohin das Abwasser genau verschwindet, konnten wir nicht nachvollziehen. Wir hoffen, dass der Naturschutz in diesem Fall etwas strenger genommen wird als bei der kroatischen Müllabfuhr – dazu gleich mehr.

Trinkwasser in Kroatien: unser Umgang damit

Ich finde, das Leitungswasser riecht nach Fäkalien. Den Mund mag ich damit nach dem Zähneputzen nicht ausspülen. Ob uns deshalb so viele chemische Duschgels von unserem „Host“ zur Verfügung gestellt wurden, damit der Wassergeruch von Duftstoffen übertüncht wird?

Gut, dass wir unsere eigene Öko-Aleppo-Seife dabei haben, die wir im orientalischen Laden in Schweden gekauft haben! Im Drogeriemarkt Müller in Biograd können wir außerdem ein biologisch abbaubares Spülmittel auftreiben.

Die Vermieterin rät uns, das Wasser abzukochen oder uns mit großen Plastikflaschen einzudecken. Das wollten wir nicht. Meistens filtern wir das aus dem Vrana-See gespeiste Leitungswasser über unsere Osmose-Anlage, die wir in weiser Voraussicht mitgenommen hatten. Manchmal holten wir Wasser auch an Quellen. Wie ihr unterwegs Wasserquellen findet, haben wir hier aufgeschrieben.

Mehr dazu: Leitungswasser trinken: worauf ihr achten könnt.

Einkaufen in Kroatien

Das Einkaufen an den Obst- und Gemüseständen, die es wirklich wie Sand am Meer gibt, machte uns Spaß. Die Preise wirkten insgesamt höher als in Deutschland. Regionale Produkte wie Kartoffeln, Wassermelonen und Paprika waren dagegen oft erstaunlich günstig. Unsere Kinder hatten Freude am Auswählen, Wiegen und Bezahlen.

Im Supermarkt schienen viele Angestellte unter Stress zu stehen. Nur die ganz jungen Verkäuferinnen lächelten häufig. Das wird nicht immer und überall so sein – die Leute arbeiten schließlich, während wir im Urlaubsmodus sind.

Wenn wir uns wie Aliens fühlten

Im Supermarkt Plodine, wenige Kilometer von unserer Unterkunft entfernt, legten wir lose Äpfel, Tomaten und Paprika in unseren Einkaufswagen. Eine Mitarbeiterin machte uns darauf aufmerksam, doch Plastiktüten zu verwenden. Weil wir das nicht wollten, holte sie weiteres Personal dazu. Sie besprachen das „Problem“ eine Weile auf Kroatisch. Vielleicht waren es nur Regeln und Abläufe. In meinem Kopf liefen kurz die schlechten Filme. 😉

Ein paar Tage später kauften wir im Lidl in Biograd unter anderem Weintrauben. Unsere Große und unser Kleiner steckten sich jeweils eine Traube in den Mund. Im gleichen Moment hielt mir ein hochgewachsener Mann seine Polizeimarke unter die Nase und schimpfte. Ich verstand ihn. In Sachen Kinderfreundlichkeit bekam dieser Moment bei uns trotzdem einen Punkt Abzug.

Kroatien hat ein nicht abzustreitendes Müllproblem – ein ganz offensichtlich globales Phänomen. Eine Mülltrennung gibt es nicht; dafür herumwirbelnde Plastiktüten und -becher an jeder Ecke. Ob am Strand oder in Naturreservaten: Müll findet man überall.

Müll: ein nicht unüblicher Anblick

Ein nicht unüblicher Anblick

Müll am Steinbruch

Müll am Steinbruch

Wer palmölfrei einkaufen möchte, findet in kroatischen Supermärkten aus unserer Sicht weniger Auswahl als in Deutschland. Vegane Fertigprodukte wie Soja- oder Hafermilch, Tofu oder veganer Käse waren oft deutlich teurer. Ein „Ökourlaub“ klappt, braucht aber Geduld, Zeit und manchmal ein dickeres Portemonnaie.

Eintritt, Kassen, Kleingeld

Ohne Kleingeld bleiben euch einige touristische Attraktionen, Kultur und Sehenswürdigkeiten verschlossen. Selbst Kirchen waren teils nur gegen Eintritt zugänglich. Das ist nicht automatisch unfair – es fühlte sich für uns nur manchmal so an, als läge zwischen „Spende“ und „Ticket“ eine unsichtbare Erwartung.

Ich merkte: Ich will das Negative nicht zum Hauptthema machen. Also haben wir beschlossen, den Blick bewusst wieder zu weiten. Unsere Kinder gehen gern mit uns auf Entdeckungstour.

Beeindruckende Filmkulisse: der Zrmanja-Canyon

Zrmanja Canyon

Der Zrmanja Canyon

Wusstet ihr, dass die alten Schinken von Winnetou und Old Shatterhand in Kroatien gedreht wurden? Auch anderen Filmen diente der Zrmanja-Canyon als Kulisse. Der Blick über die Schlucht ist überwältigend. Unsere Kinder kannten die Geschichten noch nicht, aber irgendwann werden wir sagen können: Wir waren dort. Wer Bücher lieber nicht bei Amazon kaufen möchte, findet Alternativen über buch7 oder Thalia.

Lost Place: Aluminiumfabrik Jadral

Auf dem Weg zur Zrmanja-Schlucht liegt ein verlassenes Industriegelände. Unsere Eindrücke von der verfallenen Aluminiumfabrik Jadral bei Obrovac haben wir in diesem Video festgehalten:

Berg- und Höhlentour: vom Mali Bak zur Pećina

Aussicht vom Mali Bak: Vrana-See und Adria

Aussicht vom Mali Bak: Vrana-See und Adria

Vom Mali Bak hat man eine tolle Aussicht über die umliegenden Ländereien, den Vrana-See bis zur Adria. Um den Gipfel und Aussichtspunkt zu erreichen, folgt man den Punkten, die den Wanderweg markieren.

Die Wegmarkierung: ein weißer Punkt mit rotem Rand

Die Wegmarkierung: ein weißer Punkt mit rotem Rand

Dabei kommt man an einer kleinen Höhle vorbei, der wir den Namen „Fliegenhöhle“ gegeben haben. Warum? Schaut hier:

Panorama an der Fliegenhöhle

Panorama an der Fliegenhöhle

Eine Warnung: Der Weg nach oben, wo ein unechter Adler und einige bunte Vögel – Patrick denkt, es sind Bienenfresser – die Wanderer empfangen, ist anstrengend, steinig und wenig schattig. Patrick und unsere Große meisterten die Strecke gut. Ich blieb in der Zeit lieber mit den beiden jüngeren Geschwistern am Auto.

Der Adler auf dem Fels

Der Adler auf dem Fels erinnert uns an ein Lieblingskinderbuch. Wer Bücher lieber nicht bei Amazon kauft, findet Alternativen über buch7 oder Thalia.

Der Mali Bak von unten

Der Mali Bak von unten

Als Entschädigung schauten wir uns noch die zweite Höhle Pećina an. Dort gibt es eine Quelle mit köstlichem, klaren Quellwasser, das unsere mitgebrachten Flaschen ruckzuck füllte.

Die Höhle Pećina bei Vrana

Die Höhle Pećina bei Vrana

Die Rittertage von Vrana

Unsere Große besuchte mit Patrick ein Mittelalterfest, das ebenfalls auf dem Gelände rund um die Höhle stattfand: die Rittertage von Vrana oder „Days of Vrana Knights“. Es gab Warenstände, Handwerk, Tänze und am Abend eine nachgespielte Schlacht, Feuershow und Feuerwerk. Für drei Euro Eintritt bekamen wir einiges geboten. Hier ein kleiner Einblick:

In Ruinen: Stari grad und Crkvina

Die Ruinen der Festung „Stari grad“ in Vrana und der Kirche „Crkvina“ an der Nord-West-Seite des Vrana-Sees sind Zeugen der Zeit, die beim Mittelalterfest nachklingt. Sie laden zum Spielen ein.

Festung "Stari grad" in Vrana

Festung „Stari grad“ in Vrana

Hier konnten wir in die Vergangenheit eintauchen und uns als Prinzessinnen, Könige und Prinzen Zimmer aussuchen.

Voller Begeisterung erkunden wir die Ruinen

Voller Begeisterung erkunden wir die Ruinen

Überall gibt's Infotafeln auf Kroatisch und Englisch

Überall gibt’s Infotafeln auf Kroatisch und Englisch

Crkvina: Die Mauern laden zum Klettern ein

Crkvina: Die Mauern verführen zum Klettern

Panoramaweg zur St. Anthony’s cave bei Šibenik

Ein Ausflug zur St. Anthony’s cave in Šibenik begeisterte uns ebenfalls. Wir parkten vor dem Eingang zu einer Militärbasis. Der gut ausgebaute Panorama-Wanderweg zu den Überresten der kleinen Kapelle führt über einige Aussichtsplattformen, ist aber teils steil. Mit einem vollbesetzten Bollerwagen war das für uns stellenweise mühsam.

Mit dem Bollerwagen auf dem Panoramaweg

Mit dem Bollerwagen auf dem Panoramaweg

Am Aussichtspunkt kann man sich gut ausruhen

Am Aussichtspunkt kann man sich gut ausruhen

Der Kanal des heiligen Anton zwischen dem Hafen und dem offenen Meer

Der Kanal des heiligen Anton zwischen dem Hafen und dem offenen Meer

Die Treppe führt hinunter zum Kanal, zum Tunnel und zur Kapelle

Die Treppe führt hinunter zum Kanal, zum Tunnel und zur Kapelle

Die Höhle des heiligen Anton

Die Höhle des heiligen Anton: eine kleine, verfallene Kapelle

Dunkler Tunnel für Militärboote

Dunkler Tunnel (fürs Militär?): Hier haben sich unsere Kinder nicht hineingetraut.

Feigenernte in Kroatien

Wir waren pünktlich zur Reifezeit der Feigen da. Es macht riesigen Spaß, Feigen am Straßenrand zu ernten, sie in der Sommersonne zu trocknen und später zu naschen.

Der Spielplatz: eine Rarität in Kroatien

Spielplatz in Obrovac

Spielplatz in Obrovac

In unserer Gegend waren Spielplätze eher selten. Wir mussten Glück haben, einen zu finden. Wir fanden den Spielplatz einer Eisdiele bei einem Einkaufszentrum in Biograd, einen weiteren in Obrovac und einen in einem Park in Zadar, ungefähr hier.

Tiere am Vrana-See beobachten

Eidechsen, Schlangen, Schildkröten, Insekten, Fische oder Vögel: Der Naturpark Vransko jezero bietet viele Gelegenheiten, Mitlebewesen zu beobachten.

Die grüne Strauchschrecke

Die grüne Strauchschrecke

Hier guckt eine Schlange aus dem See

Hier guckt eine Schlange aus dem See

Ein Spinnenläufer

Ein Spinnenläufer

Eine Gespenstschrecke in Kroatien

Eine Gespenstschrecke: Wer sieht sie?

Die kroatische Adria

Die Besuche der Adria mit ihrer felsigen Küste waren für uns Gold wert. Und sie kosteten nichts. Das Wasser ist glasklar. Die Wellen sind durch die vielen schützenden Inselchen selten hoch. Unsere Kinder fröstelten im warmen Wasser nicht und entdeckten begeistert Seeigel, Muscheln, Salzwasserschnecken, Krebse und Garnelen. Schnorcheln war beeindruckend, und im Salzwasser kann man entspannt treiben.

Die kroatische Adriaküste

Kroatische Adriaküste

Die anderen Strandbesucher erkannten wir an den Nummernschildern der parkenden Autos: Sachsen, Polen, Tschechen. Wir fühlten uns wohl.

Römischer Charme in Zadar

Zadar

Zadar: Die Skyline 😉

Zeugen des Krieges: Wohnhaus in Zadar

Zeugen des Krieges: ein Wohnhaus mit Einschusslöchern

Gleich daneben: ein modernes Wohn- und Geschäftshaus

Gleich daneben: ein modernes Wohn- und Geschäftshaus

Hutprobe vorm gelben Tor

Hutprobe vorm gelben Tor

Trg Petra Zoranića

Trg Petra Zoranića: italienischer Charme

Ein weiteres Highlight unseres Kroatien-Aufenthalts ist die Altstadt von Zadar. Auf diesem Gelände könnt ihr kostenlos parken. Von dort aus erreicht ihr die Altstadt mit einem kleinen Spaziergang durch einen schönen Park, der uns zum Entspannen einlud.

In diesem Brunnen leben Fischlein

In diesem Brunnen leben Fischlein

Die Altstadt liegt auf einer beschaulichen Halbinsel. Alles ist stark auf Tourismus ausgelegt. Neben der kostenpflichtig zu besuchenden Kirche Crkva svetog Donata gibt es archäologische Zeugnisse, Museen, Souvenirgeschäfte und Restaurants mit typischen Speisen: Fisch, Muscheln, Nudeln, Pizza.

Die Altstadt von Zadar ist ein Touristenmagnet

Die Altstadt von Zadar ist ein Touristenmagnet

Crkva svetog Donata

Crkva svetog Donata (links)

Eines der zahllosen Souvenirgeschäfte

Eines der zahllosen Souvenirgeschäfte

Die Grundfesten einer verfallenen Kirche in Zadar

Die Grundfesten einer verfallenen Kirche

Lučica Foša in Zadar

Lučica Foša in Zadar

Unsere Kinder waren vor allem vom spiegelglatten Steinboden, einer in archäologischen Überresten schlafenden Katze und dem veganen Zitronen- und Bananeneis begeistert. In Zadar kostete jede Kugel in jeder Eisdiele 10 Kuna. Planwirtschaft? Wer weiß! 😄

Hier schläft eine Katze in archäologischen Überresten

Hier schläft eine Katze in archäologischen Überresten

Narodni Trg - auf dem Volksplatz gibt's Eis fürs Volk

Narodni Trg: auf dem Volksplatz gibt es Eis fürs Volk

In Zadar kann man auch gut shoppen gehen. Der Second-Hand-Laden, zu dem wir wollten, hatte geschlossen – wahrscheinlich dauerhaft. Schöne Bastelkram- und Spielzeugläden hätte es für uns gern mehr geben dürfen.

Ein kleines Geschäft voller Badebekleidung

Ein kleines Geschäft voller Badebekleidung

Wer Brutalismus, antike Gebäude, Ruinen oder moderne Städte mag, wird sich in Zadar wohlfühlen. Auf engstem Raum mischt sich alles zu einer faszinierenden Melange.

Freilernen unterwegs: Unschooling international

Unsere Große bearbeitete mit Vorliebe Aufgaben aus Vorschul- und Schulheften und rechnete darin freiwillig und selbstständig. In Supermärkten fanden wir problemlos kroatische Schulhefte.

Steine bemalen

Kreatives Malspiel: Steine bemalen. Nachhaltige Alternativen für Familienprodukte findet ihr auch bei Avocadostore.

Egal, was wir uns anschauten oder unternahmen: Wir staunten über die Aufnahmefähigkeit und Begeisterung unserer jungen Lieblingsmenschen.

Wie geht es weiter?

Wir machen bald die Bekanntschaft mit einer Unschooling-Familie, die ein paar Orte weiter ihre Homebase aufbaut. Wir freuen uns auf gemeinsames Spielen und Wachsen. Eine Unterkunft ist uns dort in der Gemeinde für die nächsten zwei Monate sicher: Wir mieten eine Wohnung im „Freilerner-Dorf“. Wie das Leben dort ist, erzählen wir euch später.

Bis dahin senden wir warme Sommergrüße,
Eure Evelin

FAQ: Kroatien mit Kindern rund um Vrana-See, Zadar und Šibenik

Ist der Vrana-See für Familien geeignet?

Für uns war er ein ruhiger Gegenpol zur Adria: viel Natur, gute Beobachtungsmöglichkeiten und entspannte Tage am Wasser. Je nach Unterkunft kann die Infrastruktur sehr unterschiedlich sein.

Wie teuer ist Einkaufen in Kroatien im Vergleich zu Deutschland?

Unser Eindruck war gemischt. An Ständen gab es gute regionale Produkte zu guten Preisen. Supermärkte wirkten für einen spartanischen Einkauf teils teurer als erwartet. Das hängt stark von Ort, Saison und Einkaufsliste ab.

Wie seid ihr mit Plastikmüll unterwegs umgegangen?

Wir versuchten, lose Ware ohne Tüten zu kaufen und Flaschenwasser zu vermeiden, wenn es Alternativen gab. Trotzdem stoßt ihr im Alltag auf Situationen, in denen Abläufe anders sind als zu Hause.

Wie lief das mit Airbnb und der Rückerstattung?

Bei uns änderte der Gastgeber Bedingungen nachträglich stark. Wir dokumentierten alles schriftlich und nutzten die Storno-Optionen der Plattform. Am Ende bekamen wir das Geld zurück und zusätzlich einen Gutschein.

Welche Ausflüge haben sich für euch besonders gelohnt?

Der Zrmanja-Canyon, die Tour zum Mali Bak und zur Pećina sowie die Altstadt von Zadar sind für uns die stärksten Erinnerungen. Der Panoramaweg bei Šibenik war landschaftlich schön, aber mit Bollerwagen anstrengend.

Gibt es in der Region genug Spielplätze?

In unserer Umgebung waren Spielplätze nicht überall präsent. Wir fanden einzelne in Biograd, Obrovac und Zadar. Plant das lieber nicht als „wir finden schon spontan was“.

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