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Aktualisiert am 8. August 2026

Das Thema digitaler Minimalismus beschäftigt uns schon lange. Laptop, Smartphone, Fernsehen und andere technische Geräte können viel Raum im Familienalltag einnehmen, obwohl sie kaum Platz im Regal brauchen. Wir zeigen euch deshalb, welchen Stellenwert diese Dinge in unserer minimalistisch lebenden Familie einnehmen.
Lassen wir unsere Kinder Videos und Filme anschauen? Wie sieht es mit der Smartphonebenutzung aus? Welche Digitaltechnik kommt bei uns zum Einsatz? Was ist unter Minimalismus zu verstehen, welche Bedeutung hat er für unser Leben und wie setzen wir ihn in unserer Familie um? Und warum treffen wir auf YouTube manchmal auf Verständnislosigkeit und Verwirrung, wenn wir schreiben, wir würden minimalistisch leben? All diese Fragen möchten wir euch im Folgenden beantworten.
Einfaches Leben / Minimalismus – was bedeutet das?
Wir möchten als Familie ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben führen. Dabei fällt bei uns ab und zu der Begriff „Minimalismus“. Viele kritisieren an unseren YouTube-Videos, dass das Gezeigte gar nicht minimalistisch sei. Unsere Wohnung wäre zu groß, unser Badschrank zu voll, und überhaupt: wir wären alles andere als kritische Konsument:innen, denn bei uns wäre alles ganz „normal“.
Nun, das einfache Leben kann sehr unterschiedliche, individuelle Ausprägungen annehmen. Für die einen bedeutet Minimalismus, eine möglichst leere Wohnung zu bewohnen und fast nichts mehr zu besitzen. Für uns würde ein solches Ideal das Leben unnötig komplizierter machen und die Frage aufwerfen, wofür wir dann überhaupt noch die Wohnung brauchen. Biwakieren wäre doch DIE Lösung!
Besitz besitzt!
Wir finden es unvernünftig, den Großteil unserer Lebenszeit gegen Geld einzutauschen, nur damit wir uns davon Produkte kaufen können, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Wir bemühen uns um ein alternatives Lebenskonzept. Besitz kostet schließlich oft mehr als den Preis auf dem Kassenzettel: Er braucht Platz, Pflege, Aufmerksamkeit und manchmal auch weitere Arbeitszeit.
Konsumkritik im Minimalismus / Wie geht es anders?
Gemeinsam überlegen wir als Familie: Welche Dinge brauchen wir wirklich? Sind diese Gegenstände oder Geräte für uns sinnvoll oder stehen sie nur unbenutzt herum? Die Dinge, für die wir uns entschieden haben, sie zu besitzen, haben wir uns nicht aufgrund des Strebens nach sozialem Status oder Prestige zugelegt, sondern weil sie uns helfen, uns inspirieren und in unserem Leben ihren Teil zu mehr Selbstbestimmung und persönlicher Freiheit beitragen.
Wir achten bei unseren Einkäufen auch auf Umweltfolgen. Der Umweltschutzgedanke ist ein Grund, im Namen des Minimalismus nicht alles wegzuschmeißen. Wenn Dinge kaputt sind, reparieren wir sie, sofern das sinnvoll möglich ist. Bei neuen Käufen berücksichtigen wir außerdem faire Handelsbedingungen, wenn passende Produkte verfügbar sind.
Wie sieht Minimalismus bei uns aus? Oder: Darf man einen Geschirrspüler haben?
Wir schauen regelmäßig unseren Besitz durch und überprüfen, ob wir die Dinge noch brauchen. Eine Möglichkeit, die wir dafür genutzt haben, ist „Gib und Nimm“, eine Art „Kaufhaus“, wo man Sachen, die man nicht mehr braucht – sei es Kleidung, Technik oder Küchenutensilien – hinbringen und sich von dem, was andere weggegeben haben, etwas mitnehmen kann.
Ge- und Verbrauchsgegenstände haben wir über die Jahre immer wieder selbst hergestellt oder gebraucht erworben. Lebensmittel bauten wir zeitweise im eigenen Garten an, aßen viel wildes Grün aus der Natur, kauften auf dem Wochenmarkt biologisch, regional und saisonal ein, unterstützten kleine Läden und nutzten Möglichkeiten wie foodsharing, um noch verwendbare Lebensmittel vor der Entsorgung zu bewahren.
Da wir ein möglichst freies Leben führen möchten, kaufen wir manchmal Gegenstände ein, ohne die wir auskommen würden, die uns aber mehr Freiheit und mehr Lebenszeit schenken. Zum Beispiel wurde auf YouTube kritisiert, dass wir einen Geschirrspüler besitzen. Da wir gern die uns zur Verfügung stehende Zeit mit unseren Kindern verbringen, ihnen dabei die Welt zeigen, uns zeitweise ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert haben und zusätzlich intensiv an unserer Zukunft arbeiten, ist uns jede „Arbeitserleichterung“ recht. Der Geschirrspüler verschafft uns Zeit für Tätigkeiten, die uns wichtiger sind.
Bei der digitalen Technik ist es genauso. Sie kann uns Arbeit abnehmen, Wissen zugänglich machen und ortsunabhängiges Arbeiten ermöglichen. Genau darin liegt für uns die Verbindung zwischen Minimalismus und digitalen Medien.
Wie wir denselben Gedanken unterwegs umsetzen, beschreiben wir in „Minimalistisch reisen als Familie: 10 Dinge“.
Bücher oder E-Book-Reader? Ist ein volles Bücherregal mit einer minimalistischen Lebensweise vereinbar?
Wir besitzen einen älteren E-Book-Reader von Hanvon, mit dem wir das eine oder andere Buch immer dabei haben. Dennoch war das größte Möbel in unserer damaligen Wohnung ein Bücherregal, aus dessen gewaltigem Literaturfundus wir schöpfen konnten. Davon wollten wir uns auch nicht trennen, denn hier steckte geballtes Wissen. Wir hätten es uns gar nicht leisten können, all die wertvollen, teils antiquarischen Bücher voller Informationen durch E-Books zu ersetzen – sofern es sie überhaupt digital gab.

Unsere Bücher bereichern uns. Sie nehmen zwar (viel) Platz in unserer Wohnung weg, doch wir greifen oft und gern darauf zurück. Wenn wir uns tiefgehend und umfassend über ein Thema informieren möchten oder gemeinsam lesen, ist ein Griff nach einem echten Buch im Bücherregal oft einfacher als die Recherche im Internet oder das „langweilige E-Book“. Als Leseratten möchten wir auf diese Bücher nicht verzichten. Ab und zu geben wir jedoch ein paar Bücher weg, die wir nicht mehr lesen.
Beides – Bücher und E-Books – hat bei uns seine Daseinsberechtigung und behindert uns bei unserem einfachen, selbstbestimmten Leben nicht. Lesen entschleunigt unseren Alltag oft spürbar. Ein Buch, das sich mit dem Erleben von Zeit und unserer Beziehung zur Welt beschäftigt, ist Hartmut Rosas Resonanz – Eine Soziologie der Weltbeziehung.
Die Kinder von heute: „Digital Natives“ als Elite von morgen?
Tagtäglich werden unsere Kinder mit all der Technik konfrontiert. Sie wachsen damit auf. Und zwar anders als wir. Evelin, die als Kind lieber draußen durch Wald und Wiese sprang, ist mit Hardware nicht so vertraut. Patrick hingegen hat die Entwicklung der Computer für den Heimgebrauch, vom KC85 über Atari ST und die X86-Systeme, seit seiner Kindheit vom gemütlichen Kinderzimmer aus miterlebt und hat daher auch das grundlegende Verständnis, warum die Technik so funktioniert, wie sie funktioniert.
Die Bedienung von Touchscreens erschloss sich unseren Kindern früh. Für Menschen, die mit digitaler Technik aufwachsen, machte Marc Prensky 2001 den Begriff „Digital Natives“ bekannt.[1] Die Forschung hinter dieser hübschen Schublade fällt viel nüchterner aus: Digitale Informations- und Medienkompetenz entsteht durch Lernen und Erfahrung; das Geburtsjahr allein taugt dafür schlecht als Abkürzung. Paul A. Kirschner und Pedro De Bruyckere fassen in ihrer Übersichtsarbeit Befunde zusammen, die gegen eine angeborene oder generationsbedingt vorauszusetzende digitale Kompetenz sprechen.[2]
Sind unsere Kinder also Digital Natives? Keine Ahnung. Es ist ein Begriff, über den viel diskutiert wird. Unsere Kinder wachsen mit Technik auf und lernen den Umgang damit Schritt für Schritt. Gleichzeitig bestimmt sie nicht ihr Leben.
Medienkompetenz: Computer, Smartphone, Kamera und Co. in Kinderhänden
Unsere Kinder dürfen bei uns digitale Geräte ausprobieren. Vieles haben sie sich durch Beobachten, Fragen und eigenes Ausprobieren erschlossen. Es gibt für uns keinen Grund, unseren Kindern zu misstrauen. Vertrauen bedeutet für uns dabei, ansprechbar zu sein, Interesse zu zeigen und gemeinsam hinzuschauen, wenn etwas irritiert oder überfordert.
Für uns umfasst Medienkompetenz Erfahrung, Wissen, Reflexion und Begleitung. Die deutsche S2k-Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs empfiehlt Eltern unter anderem, sich für die digitalen Aktivitäten ihrer Kinder zu interessieren, Inhalte kritisch zu begleiten und die eigene Bildschirmnutzung mitzudenken.[3] Das passt zu unserem Ansatz besser als die Vorstellung, Kinder bekämen Medienkompetenz einfach „in die Wiege gelegt“.
Wenn ihr unsere späteren Erfahrungen zu diesem Thema lesen möchtet, findet ihr sie in „Medienkonsum bei Kindern: Freiheit, Grenzen & Verantwortung im Alltag“. Auch unser Beitrag über Social-Media-Algorithmen, Filterblasen und Doomscrolling gehört inzwischen zu dieser Frage.
Wie viel Bildschirmzeit ist für Kinder okay?
Eine Zahl für jedes Alter und jede Situation würde zu viel versprechen. Die derzeit gültige deutsche S2k-Leitlinie nennt für die freizeitliche Nutzung altersbezogene Orientierungen: für 3- bis 6-Jährige höchstens 30 Minuten an einzelnen Tagen und in Anwesenheit der Eltern, für 6- bis 9-Jährige 30 bis 45 Minuten an einzelnen Tagen, für 9- bis 12-Jährige 45 bis 60 Minuten täglich und für 12- bis 16-Jährige 1 bis 2 Stunden täglich. Für Kinder unter 3 Jahren empfiehlt die Leitliniengruppe den Verzicht auf aktive und passive Bildschirmmedien. Zugleich kennzeichnet sie diese Alterswerte als Konsens der Leitliniengruppe, beschreibt den Forschungsstand als heterogen und nennt ausdrücklich individuelle Maßstäbe, etwa bei kreativer, edukativer oder selbstentwicklungsbezogener Nutzung.[4]
Für uns sind solche Werte eine fachliche Orientierung, keine Messlatte für gute Elternschaft. Im Familienalltag schauen wir zusätzlich darauf, was ein Inhalt mit dem jeweiligen Kind macht, ob Schlaf, Bewegung, Begegnung und freies Spiel ihren Platz haben und wie das Kind selbst seine Mediennutzung erlebt.
Was ist mit Fernsehen? Da kommen doch immer schöne Sendungen im Kinderprogramm!
Das lehnen wir für unseren Familienalltag ab. Zu laut, zu hektisch, zu viele Eindrücke – so haben wir klassisches Fernsehprogramm oft erlebt. Eines unserer Kinder wollte spannende Kinderfilme und Theaterstücke damals häufig lieber meiden. Manchmal reichte schon die böse Fee bei Dornröschen. In Bezug aufs Fernsehen heißt das für uns: Wir können gut auf die Flimmerkiste verzichten, und auch wir möchten unseren Alltag nicht durch ein Fernsehprogramm bestimmen lassen.
Unsere Technik – Dinge, die wir Großen brauchen
Digitale Technik war bei uns nie bloß Unterhaltung. Patrick arbeitete lange an einem Laptop von Hewlett Packard unter Linux, produzierte Videos und Musik, bearbeitete Fotos, schrieb als Autor und kümmerte sich um FreeYourFamily.net. Evelin nutzte parallel ein kleines MacBook. Weil wir viel unterwegs waren, kam ein Tablet hinzu, auf dem wir auch draußen Texte erstellen konnten.
Zu unserer Technik gehörten außerdem zwei Smartphones, die digitale Spiegelreflexkamera Sony SLT-A99V und für Video- und Audioaufnahmen die Canon Legria Mini-X. Im Arbeitszimmer standen eine externe Soundkarte, einige externe Festplatten, ein Synthesizer und Kopfhörer – sehr praktisch, wenn wir andere beim Spielen nicht ablenken wollten. All diese Dinge hatten eine Aufgabe und wurden häufig benutzt.
Die Modelle ändern sich mit den Jahren. Unser Maßstab ist derselbe: Wir möchten Technik lange nutzen und nur das besitzen, was uns tatsächlich dient. Wenn wir ein Gerät ersetzen, kommen auch generalüberholte Geräte infrage. Unsere Erfahrungen dazu haben wir im Beitrag über GreenPanda und refurbished Technik gesammelt.
Über das Minimalismus(-un-)verständnis auf YouTube
Uns überkommt manchmal das Gefühl, dass es gerade auf YouTube eine Art „Wettbewerb“ zwischen den YouTuber:innen gibt: Wer ist minimalistischer als die anderen und wer besitzt weniger Dinge?
Wir denken, gerade das führt dazu, dass einige unserer Zuschauer:innen das Gefühl haben, wir würden gar kein „einfaches“ Leben führen, unsere Wohnung wäre „ganz normal“ und in unserem Badschrank gäbe es so viel Zeug, das man nicht braucht. Doch es ist alles subjektiv und im direkten Vergleich auch sehr relativ. Es gibt Familien, die viel weniger Dinge besitzen als wir.
Was wir ausdrücken möchten: Wir empfinden uns als minimalistisch lebende Familie, weil wir unseren Besitz immer wieder hinterfragen und vieles bewusst weglassen. Wenn ihr Minimalismus anders definiert, kann euer Ergebnis anders aussehen. Hannah Dette hat diese Frage in ihrem Video „Minimalismus und Luxus?! Passt das zusammen? Ich hau die Kohle raus!“ ebenfalls aufgegriffen.
Minimalismus ist immer auch ein Prozess, durch den wir als Menschen gehen, der uns ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Die einzige Konstante ist die Veränderung, und so verändern sich auch unsere Wohnung sowie die Dinge, die wir verwenden. Wir entwickeln uns stetig weiter und führen ein glückliches, relativ freies Leben mit unseren Kindern. Wir denken, DAS ist das Wichtigste. Für uns hat Minimalismus seinen Sinn dort, wo er mehr Freiheit schafft und keinen neuen Wettbewerb darum, wer mit möglichst wenig Besitz auskommt.
Mehr zu Minimalismus und Medien auf FreeYourFamily
- Minimalistisch wohnen mit Kindern: Unser neues Zuhause
- Minimalismus im Bad: einfache Körperpflege für die ganze Familie
- Minimalistisch reisen als Familie: 10 Dinge
- Medienkonsum bei Kindern: Freiheit, Grenzen & Verantwortung im Alltag
Quellen zur fachlichen Einordnung
- Marc Prensky: Digital Natives, Digital Immigrants. On the Horizon, 9(5), 2001, S. 1–6. DOI: 10.1108/10748120110424816. Tragende Stelle: S. 1, Einführung des Begriffs „Digital Natives“. ↩
- Paul A. Kirschner, Pedro De Bruyckere: The myths of the digital native and the multitasker. Teaching and Teacher Education 67 (2017), S. 135–142. DOI: 10.1016/j.tate.2017.06.001. Tragende Stelle: S. 135 (Abstract) und S. 136, Abschnitt „Digital natives“; die Autor:innen prüfen die Annahme, junge Menschen erwürben digitale Informationskompetenz allein durch das Aufwachsen mit digitaler Technik, und verwerfen diese Verallgemeinerung. ↩
- Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (federführend) u. a.: S2k-Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend, AWMF-Register 027-075, Stand 15.07.2023, aktuell gültig bis 14.07.2028. Tragende Stelle: PDF-S. 3, Empfehlungen zum Interesse an digitalen Aktivitäten, zur kritischen Begleitung und zur Vorbildfunktion der Familie. AWMF-Leitlinienregister. ↩
- Dieselbe S2k-Leitlinie, Abschnitt 3.2 „Altersspezifische Empfehlungen“, PDF-S. 29–31; Grenzen der Leitlinie auf PDF-S. 8. Die Leitliniengruppe beschreibt die Alterswerte als Konsens und weist auf den heterogenen Forschungsstand sowie individuelle Maßstäbe bei kreativer, edukativer und selbstentwicklungsbezogener Nutzung hin. ↩
Digitaler Minimalismus in der Familie: Unser Umgang mit Medien und Technik von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
Hallo ihr Lieben,
schön, dass ihr das aufgegriffen habt 🙂 Ihr beschreibt das noch ein wenig intensiver, dazu habe ich leider keine Zeit. Mein geliebtes Bücherregal habe ich aufgegeben. Lange – wirklich lange Zeit – habe ich darüber nachgedacht und war sehr traurig, als ein Buch nach dem anderen ging. Doch ein paar Schätze habe ich meinen Lieben überlassen, auch meine Mama hat ein enormes Bücherregal, das den Mittelpunkt ihrer Wohnung darstellt. So können die Bücher, die ich wirklich nicht aufgeben konnte, weiterhin in greifbarer Nähe bleiben 🙂
Was ich sagen will: Ich kann es absolut verstehen, dass man seine Bücher nicht aufgeben will. Auch jetzt im Wohnmobil haben wir 2 Schränke voll mit Büchern! Zum Vergleich: Jeder von uns hat einen halben Schrank voll mit Kleidung 😉
Außerdem ist es toll, dass es doch noch andere Kinder gibt, die ebenfalls keine Probleme mit den modernen Medien haben – oft wird das irgendwie missverstanden!
Alles Liebe und Gute,
Nadine und der Rest der Ökofamilie 🙂
Hallo ihr Vier!
„Zeit“ haben wir eigentlich auch nicht. Doch wir möchten zukünftig auch absolut unabhängig sein, weshalb das Online Business und dessen Anhängsel schon ein Vollzeitjob sind. Aber wenigstens können wir uns dabei kreativ austoben, was richtig Spaß macht. 🙂 Ja, es ist schön, wenn man Dinge, die einem wirklich noch am Herzen liegen, irgendwo deponieren kann, wo sie niemanden stören. Das habe ich auch mit manchen Dingen gemacht, von denen ich mich partout nicht für immer trennen kann. Unser Kleiderfundus ist auch wesentlich kleiner als die Anzahl unserer Bücher. Kleidung brauchen wir auch wirklich nicht so viel, da wir ja doch irgendwie immer das gleiche tragen. Es gibt viele Missverständnisse, wenn man so „seltsam öko“ ist, wie unsere beiden Familien. Da denkt dann plötzlich jeder, er kennt sich mit diesem oder jenem besser aus und möchte uns belehren. Das sind meistens Menschen, die keine Lust haben, vor ihrer eigenen Türe zu kehren. Wir bemühen uns immerhin, unseren Kindern und Enkelkindern eine intakte (Um-)Welt zu hinterlassen.
Alles Gute euch! 🙂
Liebe Grüße
Patrick (und in temporärer Abwesenheit auch von Evelin und den Kindern – sie wollen gerade im tosenden Schneesturm einen Schneemann bauen)
Wichtig ist doch ein bewusster Umgang mit den Dingen um uns herum: Was brauche ich und wie geht es mir damit? Wieviele (immer auch beschränkte) Ressourcen benutze ich für mich? etc. Die Haltung und die Achtsamkeit ist meiner Meinung nach wichtig, nicht wieviele Dinge und was genau ich dann tatsächlich habe. Ich finde es ein schöner Prozess den Ihr macht!
Hallo Tobias,
danke für Deinen Kommentar und die treffenden Worte. Ja, das Leben ist ein Prozess; Veränderung – immer und immer wieder. Letztendlich geht es doch darum, sich stets weiterzuentwickeln – und das nicht auf Kosten anderer oder unserer Kinder. 🙂
Liebe Grüße
Patrick
Hallo ihr Lieben,
Ich denke, viele haben ein nicht korrekt „Difinition“ vom Minimalismus im Kopf. Wie ihr auch gut beschreibt, geht es nicht darum, so wenig wie möglich zu besitzen, sondern nur das, was man braucht.
Und wenn man eine Vorliebe für Bücher hat oder zum Beispiel Musik produziert und dafür bestimmte Technik benötigt, warum sollte man dann in einer leeren Wohnung leben?
Meine kleine Familie und ich (Vater, Mutter, 2 Monate alter Sohn und Kater) leben in einer 1-Raumwohnung plus Wohnküche und trafen besonders bei der älteren Generation auf Unverständnis, mit Geburt des Kindes nicht in eine größere Wohnung zu ziehen.
Wir finden es sehr gemütlich 🙂 und man häuft keine unnötigen Dinge an…
*eine nicht korrekte Difinition 😉
Hallo Ida!
Das stimmt! Gerade in kleinen Wohnungen merkt man schnell, wenn die angehäuften (gekauften und geschenkten) Dinge überhand nehmen und so überlegt man schon bei der Anschaffung zweimal, ob man etwas braucht. Je größer die Wohnung oder das Haus, umso größer ist die Gefahr, den Platz auszunutzen und damit den Blick auf das Wesentliche zu verlieren.
Für die ältere Generation sind eben Statussymbole von Bedeutung, wozu auch möglichst viel Wohnraum gehört. 😉
Liebe Grüße
Patrick