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Aktualisiert am 09.08.2026: Dieser Beitrag gehört zu unserem früheren Format „World Wide Web Week“. Wir führen die Reihe heute nicht mehr regelmäßig fort. Als Archiv zeigt sie, was uns damals beschäftigt hat. Einige Links sind inzwischen verschwunden. Wo ein Thema fachlich weiterführt, stehen deshalb stabilere Quellen daneben. Zeitangaben wie „kürzlich“ beziehen sich auf Mai 2017.
In unserer zwanzigsten Ausgabe der World Wide Web Week geht es unter anderem um zwischenmenschliche Beziehungen, Windelfreiheit, Salz, erfolgreiche Blogs, die Digitalisierung in Estland und einen erstaunlich gut erhaltenen Dinosaurier.
World Wide Web Week: Blogposts aus der Blogosphäre
Von den Großen lernen – Welche Muster finden sich in erfolgreichen Blogs?
Tipps und Muster, die Blogs zum Erfolg verhelfen?
Ja, das hängt vom Thema ab. Die einen Blogs funktionieren wegen ihrer provokanten Inhalte. Andere durch massenhaftes Verbreiten von erfundenem, belanglosem, gefaktem oder blödem Content mit Clickbait-Überschriften, die vor allem durch Facebook erfolgreich sind, weil jeder Mist geteilt wird. Wieder andere glänzen mit ihrem hohen Informationsgehalt und ihren hervorragenden Hilfestellungen.
Und da sind die Blogger:innen mit Humor. Witz ist immer gut und steht jedem Blog. Zum Artikel „Von den Großen lernen – Welche Muster finden sich in erfolgreichen Blogs?“
Entrüstung der Frauen
Diese Mütter, die ihr Kind einfach schreien lassen! Und diese eine Person, die ihrer Dreijährigen uneingeschränkt Ungesundes reicht! Schlimm! Ganz schlimm! Kürzlich beobachteten wir eine Frau, die ihr Kleinkind in die Kinderaufbewahrungsvorrichtung eines Einkaufswagens stopfte, obwohl es getragen werden wollte. So was! Unmöglich! Etwa nicht?
Wie erginge es uns, würden wir uns nicht alle nasenlang über andere Mamis empören? Jene brillanten Alternativen zum Lästern könnten von unserer bewundernswerten Freundin stammen, die alle Mütter toleriert, wie immer sie auch auftreten.
Eine Woche Wandern in England
Auf einer Rundreise mit unserem Auto durch England begeisterten mich vor allem die grandiose Natur, die gewaltigen Bäume, die mystischen Landschaften und die höflichen Menschen dort.

Bowthorpe Oak in Manthorpe, Bourne
Es war ein kurzes, feines Vergnügen. Wie intensiv muss sich dann eine solche Wanderung von Ost nach West über den „Coast to Coast Walk“ anfühlen? Ich kann eine Erkundung der Britischen Inseln nur jedem empfehlen! Zum Artikel „Eine Woche Wandern in England“.
Gewaltfreie Kommunikation (GFK) – Was ist das?
Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg unterscheidet Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. In Ausbildung und Studium kam Evelin in den Genuss, Gewaltfreie Kommunikation zu erlernen. In stressigen Konstellationen hilft uns der Gebrauch einer gewaltfreien Sprache.
Der zu dieser Ausgabe gehörende Artikel ist inzwischen nicht mehr verfügbar. Mehr über das Modell und unsere Erfahrungen damit findet ihr in unserem Beitrag zur Gewaltfreien Kommunikation mit Kindern und in der Familie.
WannaCry: Unser System steht und fällt mit dem Stromnetz
Die Konjunktion malt sich eine düstere Zukunftsvision für den Fall aus, dass die Technik eines Tages zusammenbricht.
Ich würde das Beste aus der Sache machen: Meine Zeit im Garten zubringen. Mich von selbstangebautem Obst und Gemüse ernähren und es mit anderen teilen. Die Welt entdecken. Und vor allem: Mein florierendes reales „soziales Netzwerk“ genießen, in dem man sich gegenseitig hilft und unterstützt.
Chaos, Plünderungen und Mord? Nicht mit mir! Zum Artikel „WannaCry: Unser System steht und fällt mit dem Stromnetz“.
Essen gehen mit Kind(ern) – vom Sitzen auf dem Präsentierteller und übergriffigen Begegnungen
Kürzlich wurden unsere Mädchen in einem Second-Hand-Shop aufgefordert, zu ihrer Mutti zu gehen, anstatt unter den Kleiderständern zu spielen. Ansagen an Kinder, obwohl die Eltern daneben stehen, finden wir unmöglich!
Frida von 2kindchaos gibt zwar keine Lösungen für gelungene Konversation mit „in die Erziehung eingreifenden Fremden“, berichtet jedoch lebendig von einem ähnlichen Erlebnis. Der Beitrag ist leider nicht mehr verfügbar.
Blasenkontrolle bei Babys – unmöglich?! Die Fakten
Wir praktizieren mit unserem Nachwuchs „Windelfrei“ von Geburt an. Eine klasse Sache!
Ablehnung durch andere, weil Ausscheidungen nach Signal angeblich nicht funktionieren würden und „Windelfrei“ einer unnatürlichen Konditionierung des Babys entspräche, verunsicherte Evelin als frischgebackene Mama. Das spürte unsere Erstgeborene; in Anwesenheit von Zweifler:innen konnte sie ihre Blase nicht entspannen. Lucia sammelte dazu Argumente in ihrem Blog. Zum Archiv: „Blasenkontrolle bei Babys – unmöglich?! Die Fakten“
Meersalz enthält Mikroplastik
„Was kannst Du denn da noch essen?“, bekommen Veganer:innen regelmäßig nach einem „Coming out“ in omnivorer Runde zu hören. Im Angesicht von Meldungen der vorliegenden Art ist es wohl eine Frage, die sich alle Menschen stellen müssen!
Der Aufreger hatte einen realen Kern. Karami et al. untersuchten 2017 17 Salzmarken aus acht Ländern und fanden je nach Probe 0 bis 10 Mikroplastikpartikel pro Kilogramm; erfasst wurden Partikel über 149 µm. Iñiguez et al. fanden in 21 spanischen Speisesalzproben 50 bis 280 Mikroplastikpartikel pro Kilogramm. Die Methoden unterscheiden sich, ein direkter Zahlenvergleich wäre daher irreführend. Für die gesundheitliche Bedeutung dieser Mengen braucht es andere Untersuchungen.
- Karami et al. (2017): The presence of microplastics in commercial salts from different countries
- Iñiguez et al. (2017): Microplastics in Spanish Table Salt
Zum Blogbeitrag „Meersalz enthält Plastik“
World Wide Web Week: News aus den Nachrichten
Kein Salz ist auch keine Lösung
Die ZEIT griff 2017 eine ungewöhnlich lange und streng kontrollierte Humanstudie auf. Zehn gesunde Männer lebten während zweier simulierter Weltraummissionen 105 beziehungsweise 205 Tage lang bei drei Salzstufen von 6, 9 und 12 Gramm pro Tag. Mit höherer Salzzufuhr sank ihre Flüssigkeitsaufnahme. Das Ergebnis betrifft diese kleine, ausschließlich männliche Gruppe unter stark kontrollierten Bedingungen.
Für die tägliche Ernährung empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Erwachsenen weiterhin weniger als 2 Gramm Natrium beziehungsweise 5 Gramm Salz pro Tag.
ZEIT: „Kein Salz ist auch keine Lösung“
Digitalisierung in Estland – Im Online-Staat gibt’s keine Warteschlangen
Es erregt meinen Unmut, dass in Deutschland vieles derart umständlich sein muss.
Will man ein Problem klären, muss man sich in Deutschland i.d.R. auf eine unverschämt zeitraubende Telefonwarteschleife einstellen oder einen persönlichen Termin vereinbaren. Am Ende versinkt man in einem Sumpf des bürokratischen Irrsinns.
Dass es anders geht, zeigt Estland, wo Wähler:innen ihre Stimme bei Wahlen auch online abgeben können. Das staatliche Wahlamt organisiert das sogenannte I-Voting gemeinsam mit der Information System Authority.
Entweder, man geht mit der Zeit oder man muss mit der Zeit gehen. 😉
Estnisches Wahlamt: Internet voting in Estonia
Sensationsfund: 110 Mio. Jahre alte „Dino-Mumie“
Kein Witz. Kein Fake.
Gemeint ist Borealopelta markmitchelli, ein außergewöhnlich dreidimensional erhaltener Nodosaurier aus Alberta. Caleb Brown und sein Team beschrieben die Art 2017 in Current Biology. Kennt man Dinosaurier sonst vor allem als Protagonisten in Dokus und Blockbustern oder als Klappergerippe aus Naturkundemuseen, wirkt dieser Fund beinahe unwirklich. Erstaunlich!
Ich will’s gern haben und mir in den Garten stellen.
Current Biology: Beschreibung von Borealopelta markmitchelli
World Wide Web Week: Videos
Dynastes hercules: Metamorphose im Zeitraffer
Sowas habe ich noch nie gesehen. Evelin ekelt’s. Mich fasziniert’s. 😀
Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.
World Wide Web Week 20/2017 (Archiv): Windelfrei, Salz-Mythen, Mikroplastik & Dino-Fund von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.