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Aktualisiert am 09.08.2026
Das Video über hochsensible Babys findet ihr hier.
Bis zur Entbindung meines ersten Kindes hatte ich bereits viele Jahre Ausbildungen, Studium und Selbstbildung in sämtlichen Bereichen der Säuglingspflege und „Kinderhaltung“ hinter mir. Mit solchen Voraussetzungen wollte ich auf keinen Fall Fehler begehen. Ich vergab mir volle Punktzahl, was „natürliche Geburt“, Bonding und Attachment Parenting anbelangte. Mit Hilfe meiner Hebamme und meinem Freund widerstand ich allen Rat-Schlägen, das Zusammenleben mit meinem Neugeborenen anders zu handhaben.
Als der Stolz plötzlich kippte
Es erfüllte mich vom ersten Tag an unheimlich mit Stolz, ein ausgesprochen aufgewecktes und aufmerksames Baby zu haben, über dessen motorische Entwicklung unsere einstige Kinderärztin nur staunte. Die Signale für Harndrang, Hunger, Nähe- und Schlafbedürfnis meiner Tochter lernte ich zügig. Gleichwohl gelangte ich zwei Monate nach der Niederkunft an einen Punkt, an dem ich mich wie eine unfähige Mutter fühlte.
Ich bemerkte, wie mein Mädchen ausgeprägt auf Menschen reagierte. Obwohl sie in den liebevollen Armen der Hebamme, meiner Schwester oder Schwägerin glückselig schlummern konnte, schien es, als ob sich Personen mit geringerem Feingefühl ungünstig auf das kleine Menschenkind auswirken.
Die Aussage „Babys können überall schlafen“ traf bei uns mitnichten zu. Ein fremder Geruch, eine ungewohnte Umgebung, Kinderwagen, Autoschalen, Ausflüge in die Stadt führten zu nahezu 100 Prozent zu einem überreizt anmutenden Säugling und hilflosen Eltern.
Ich beschäftigte mich bis dato nicht eingehend mit Hochsensibilität und verlor keinerlei Gedanken daran – ich schiebe es darauf, dass das Thema im Studium von anderen Kommiliton:innen bearbeitet wurde.
Habe ich ein Schreikind?
Die damals oft genannten Indikatoren für ein Schreikind – Schreien über mehr als drei Stunden pro Tag, an mehr als drei Tagen pro Woche und über mehr als drei Wochen – trafen auf mein Baby nicht zu. Diese „Dreierregel“ geht auf Morris Wessel und sein Team zurück und stammt aus dem Jahr 1954. Rome V verwendet seit 2026 den Begriff Infant Distress Syndrome und fasst die klinischen Kriterien anders; dazu findet ihr weiter unten mehr.
Diese Kriterien trafen auf mein Baby nicht zu, wenngleich sein Gekreische schrill klang und nur mit Mühe zu ertragen war, wenn ich es, z. B. nach einem Besuch bei meinen Schwiegereltern, abends im Familienbett in den Schlaf stillen wollte. Heute bin ich der Ansicht, dass aus unserem Kind kein Schreikind wurde, weil ich im Besonderen seine Signale wahrzunehmen vermochte. Erlebten wir einen unbeschwerten Tag, verliefen die Abendstunden genauso entspannt.
Wenn ich für einen kurzen Snack verschwinden und das Nest verlassen wollte, meldete sich mein kleines Mädchen alsbald mit Geschrei. Schlief meine Kleine auf dem Arm ein, ließ sie sich nur beschwerlich ablegen. Meine Tochter schlief bisweilen schlecht ein. Sie besaß ausgefallene Vorlieben und eine ausgeprägte Temperaturempfindlichkeit. Auf verschiedene Nahrungsmittel reagierte sie mit Ekel.
Bei unserer Tochter hatte ich den Eindruck eines empfindlichen Gespürs für Nuancen und Stimmungen. Das führt mich zu der Frage:
Wie können wir einem hochsensiblen Baby beistehen?
1. Nähe, Nähe und nochmals Nähe
Für uns war das Allerwichtigste im Leben unseres Babys Nähe. Wenn uns betagtere Generationen weißmachen wollen, wir „verwöhnten“ unser Kind, indem wir eine enge Beziehung mit ihm eingingen, hat dieser Rat auch eine Geschichte. Die Ärztin Johanna Haarer veröffentlichte 1934 „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“. Die Historikerin Katharina Rowold ordnet Haarers Ratgeber in die damaligen Strömungen der Säuglingspflege ein und untersucht zugleich seine nationalsozialistische Prägung (Rowold, 2013).
Die Bindungsforschung untersucht unter anderem, wie feinfühlig Bezugspersonen Signale eines Säuglings wahrnehmen und beantworten. De Wolff und van IJzendoorn werteten 1997 insgesamt 66 Studien mit 4.176 Eltern-Kind-Dyaden aus und fanden einen Zusammenhang zwischen mütterlicher Feinfühligkeit und Bindungssicherheit; Feinfühligkeit war dabei einer von mehreren untersuchten Faktoren (De Wolff & van IJzendoorn, 1997).
Unsere Tochter brauchte in solchen Momenten einen vertrauten Menschen, der sie beruhigte. In der Regel war das die „Glucke“, die wegen der unmittelbaren Reaktion auf ihr „Sensibelchen“ belächelt wurde.
In fremder oder geräuschvoller Umgebung ist die Schaffung von Nähe durch das Tragen des Babys im Tragetuch oder in einer Babytrage ausgesprochen praktikabel – so haben wir es erlebt. Hinzu kommt hierbei ein sicherer Abstand zu allen Neugierigen. Unsere Tochter genoss das erste Ausfahren in einem Kinderwagen erstmalig mit eineinhalb Jahren in ausschließlich idyllischem Ambiente im Wald.
Schlaflernprogramme kamen für uns nicht infrage. Wie ich und mein Baby stattdessen artgerechten und erholsamen Schlaf fanden, veranschaulichten wir in diesem Blogbeitrag.
Ein uns bekräftigender, positiver Aspekt war und ist die Anpassung des mütterlichen Schlafrhythmus an den des Kindes.
2. Wenn Reize zu viel wurden
Bei unserer Tochter schienen eine unbekannte Umgebung, eine ungewohnte Atmosphäre, zwischenmenschliche Spannungen, impertinente Gemüter oder zu viele Menschen schnell zu viel zu werden.
Als ich mit meiner zweimonatigen Tochter zur Prüfungsvorbereitung an die Hochschule fuhr, schien sie die staunenden Blicke meiner kinderfreundlichen Kommilitoninnen nur so in sich aufzusaugen. Zwar verbuchten wir keinen Windelfrei-Erfolg, doch schien mein Kind die angenehme Stimmung zu spüren.
Die lange Anreise im Auto und das Einschlafen unter den neugierigen Augen meiner Eltern im grellen Licht führten am Abend zu gehörigen Schwierigkeiten. Ich hätte mutig sein müssen. So mutig, sämtliche Heimatbesuche abzusagen. Denn ich musste unser vollgestilltes Mädchen gleich nach unserer Rückreise in der Notaufnahmestelle wegen starkem Durchfall vorstellen. Damals erschien mir das als Konsequenz aus all dem Stress. Die Ursache des Durchfalls blieb offen.
Bei uns half es, akustische und visuelle Reize für das Kind zu reduzieren. Unser Baby liebte klassische Klänge und verlangte in Fiebernächten regelrecht nach ihnen. Schlagergedudel, das beiläufig im Radio lief, schien ihm indes genauso auf den Wecker zu gehen wie uns. Nebenbei bemerkt bittet unsre Tochter noch heute darum, Musik zum Essen auszuschalten, weil es sie stört.
Ein geordneter Tagesablauf in Ruhe bedeutete für uns vor allem, genauer hinzusehen, welche Situationen unserer Tochter guttaten und welche sie erschöpften. Stillmahlzeiten und Brei richteten wir weiterhin nach ihren Signalen und ihrem Hunger. Wir fragten uns:
- Reicht der Einkauf im Tante-Emma-Laden nebenan? Wie erlebt unser Säugling das grelle, geräuschvolle Gewusel einer städtischen Kaufhalle?
- Wie fühlen sich Besuche bei den Schwiegereltern für Mutter und Kind hinterher an? Passt eine ruhigere Begegnung mit der Uroma vielleicht besser?
- Gibt es bei Festlichkeiten einen Raum als Rückzugsort für die junge Familie? Das unterstützte bei uns zumindest den Stillvorgang, auch wenn unsere Tochter in fremder Umgebung schwer zur Ruhe kam.
3. „Es versteht doch eh nicht, was ich sage.“
Eine Kommilitonin beeindruckte mich einst mit ihren Erfahrungen. Sie sprach ihre Kinder bereits im Verlauf der Schwangerschaft mit Namen an. Zum Erstaunen aller Beteiligten hatten wir den Eindruck, dass das in der ersten Zeit außerhalb des Mutterleibes Wirkung zeigte. Ebendarum entgegne ich auf jedes „Es versteht doch eh nichts“, dass Kommunikation für mich das Bedeutsamste für das Kind ist – und zwar von Anfang an.
Halte ich Blickkontakt zu meinem Neugeborenen, kann ich ihm alles erzählen, auch wenn es den Inhalt kognitiv nicht versteht. Welche Bedeutung meine Tochter daraus zog, konnte ich nicht wissen. Meine Haltung dabei war: „Ich bin wichtig. Deshalb wird mir alles gesagt, was mit mir gerade gemacht wird. Mama schenkt mir ihre ganze Aufmerksamkeit.“
Unter Umständen kam mir die Unterrichtung in der Säuglingspflege zugute, in der mit der Pflegepuppe beim Baden, beim Wickeln und Ankleiden gesprochen werden sollte. Vielleicht wäre ich auch selbst darauf gekommen. In jeder Hinsicht erleichterte das Sprechen alle pflegerischen Tätigkeiten an meinem Kind.
Es wäre mir falsch vorgekommen, mein Baby für eine Nebenbeibeschäftigung in eine Babywippe zu setzen. Viel lieber trug ich mein Kind, sang ihm vor, erzählte mit ihm und erledigte den Haushalt überwiegend einhändig.
Mein hochsensibles Mädchen bittet zur Beruhigung und Schmerzlinderung darum, ihr ein Lied vorzusingen.
Hochsensibles Baby: Was lässt sich wissenschaftlich einordnen?
Unsere Familiengeschichte beschreibt unsere Tochter. Den Begriff selbst können wir heute etwas enger fassen. In der Forschung findet sich dafür der verwandte Rahmen Environmental Sensitivity. Pluess und Kolleg:innen entwickelten für Kinder und Jugendliche die zwölfteilige Highly Sensitive Child Scale. Ihre fünf Studien umfassten vier britische Stichproben mit insgesamt 3.581 Teilnehmenden im Alter von 8 bis 19 Jahren. Für Säuglinge liefert diese Arbeit kein entsprechendes Messinstrument. Wenn ich hier von einem „hochsensiblen Baby“ schreibe, beschreibe ich deshalb die Reaktionen, die wir bei unserer Tochter beobachteten (Pluess et al., 2018).
Beim Schreien hat sich sogar die Fachsprache verändert. Wessels „Dreierregel“ stammt aus dem Jahr 1954. Die pädiatrische Rome-V-Arbeitsgruppe verwendet seit 2026 den Begriff Infant Distress Syndrome anstelle von „infantile colic“ und hat die Kriterien überarbeitet (Di Lorenzo et al., 2026). Die alte Dreierregel dient deshalb nur noch als historische Orientierung. Rome V arbeitet mit einem anderen Diagnosestandard. „Schreikind“ ist hier unser Alltagswort.
Zum Tragen gibt es immerhin Forschung an Säuglingen allgemein. Hunziker und Barr teilten 99 Mutter-Säugling-Paare zufällig einer Gruppe mit zusätzlichem Tragen oder einer Kontrollgruppe zu. Im Alter von sechs Wochen schrien und quengelten die Säuglinge mit zusätzlichem Tragen insgesamt 43 Prozent kürzer pro Tag. Die Studie stammt aus dem Jahr 1986 und untersuchte gesunde Säuglinge, keine eigens als hochsensibel eingestufte Gruppe (Hunziker & Barr, 1986).
Bei Schlaflernprogrammen lohnt sich ein genauer Blick darauf, welches Verfahren überhaupt untersucht wurde. Gradisar und Kolleg:innen randomisierten 43 Säuglinge im Alter von 6 bis 16 Monaten auf „graduated extinction“, „bedtime fading“ oder eine Schlafinformations-Kontrollgruppe. Zwölf Monate später fanden sie in dieser kleinen Stichprobe keine statistisch signifikanten Gruppenunterschiede bei den erhobenen Bindungs- sowie emotionalen und Verhaltensmaßen. Weiter reicht diese Aussage auch nicht: Sie betrifft diese Verfahren, diese Altersgruppe und diese Stichprobe (Gradisar et al., 2016).
Und die Stimme? Da passt Forschung erstaunlich gut zu dem, was ich erlebt habe. Kisilevsky und Kolleg:innen beobachteten 2003 bei Föten unterschiedliche Herzfrequenzreaktionen auf die Stimme der Mutter und die Stimme einer fremden Frau. Das spricht dafür, dass Erfahrung schon vor der Geburt die Verarbeitung vertrauter Stimmen beeinflusst (Kisilevsky et al., 2003). In einer Studie mit zehn Monate alten Säuglingen unterstützte mütterlicher Gesang nach einer Belastungssituation die Beruhigung stärker als mütterliches Sprechen (Trehub, Ghazban & Corbeil, 2015). Beides passt zu unserer Erfahrung, ohne daraus eine Wirkung für jedes Baby abzuleiten.
FAQ: Hochsensibles Baby im Alltag
Woran erkenne ich, ob mein Baby hochsensibel ist?
Bei Säuglingen verwende ich „hochsensibel“ als Beschreibung wiederkehrender Beobachtungen: Welche Geräusche, Gerüche, Orte, Menschen oder Übergänge gehen einer starken Reaktion voraus? Unter welchen Bedingungen findet euer Baby leichter zur Ruhe? Die oben genannte Highly Sensitive Child Scale wurde an 8- bis 19-Jährigen untersucht. Für ein Baby liefert sie daher keinen Test.
Ist Hochsensibilität bei Babys eine medizinische Diagnose?
In diesem Beitrag ist „hochsensibel“ ein beschreibender Begriff für unsere Beobachtungen. Wenn ein Baby körperliche Beschwerden hat oder seine Entwicklung Fragen aufwirft, gehört das für mich in eine eigene fachliche Einordnung. Das Wort „hochsensibel“ beantwortet diese Fragen für sich allein nicht.
Was hat es mit Schreibaby und Säuglingskolik auf sich?
Wessels bekannte „Dreierregel“ stammt von 1954 und prägte lange die Beschreibung ausgeprägten Schreiens. Rome V verwendet seit 2026 den Begriff Infant Distress Syndrome und hat die Kriterien überarbeitet. Wenn ich weiter oben von einem „Schreikind“ schreibe, meine ich damit unsere damalige Alltagsfrage. Die medizinische Einordnung folgt heute anderen Kriterien.
Warum waren die Abende bei uns oft so schwierig?
Bei unserer Tochter hing ein anstrengender Abend nach unserer Beobachtung häufig mit einem reizreichen Tag zusammen. Daraus lässt sich keine allgemeine Ursache für abendliches Schreien bei hochsensiblen Babys ableiten. Für uns war die Tagesgeschichte trotzdem ein hilfreicher Hinweis: Nach welchen Situationen wurde der Abend schwer, nach welchen verlief er entspannt?
Hilft Tragen bei Reizüberflutung?
Bei uns war Tragen vor allem Nähe und ein kleiner Abstand zur Umgebung. Die randomisierte Studie von Hunziker und Barr fand bei Säuglingen mit zusätzlichem Tragen kürzere tägliche Schreizeiten. Sie untersuchte Säuglinge allgemein. Für speziell als hochsensibel bezeichnete Babys liefert sie keine eigene Wirkungszahl.
Müssen wir unser Baby ans Alleinschlafen gewöhnen?
Die hier zitierte Bindungsforschung legt keinen bestimmten Schlafort fest. De Wolff und van IJzendoorn untersuchten den Zusammenhang zwischen Feinfühligkeit und Bindungssicherheit, keinen Vergleich von Familienbett und Alleinschlafen. Für uns passte das Familienbett; wie wir damit gelebt haben, erzählen wir in unserem Beitrag „Unser Familienbett: mehr als Matratzenlager“.
Was half uns, wenn alles zu viel wurde?
Bei unserer Tochter halfen häufig weniger akustische und visuelle Reize, ein vertrauter Mensch und Nähe. Das war unsere Erfahrung. Für euren Alltag kann die Frage hilfreicher sein, welche wiederkehrenden Situationen euer Baby sichtbar belasten und unter welchen Bedingungen es leichter zur Ruhe findet.
Weiterlesen auf FreeYourFamily
- Hochsensibilität bei Babys
- Hochsensibilität: Leben mit geschärften Sinnen
- Kind hochsensibel: Was ist das?
- Unser Leben mit einem hochsensiblen Kleinkind
- Unser Familienbett: mehr als Matratzenlager
- Unser Gegenentwurf zu Schlaflernprogrammen
Quellen
- Pluess, M., Assary, E., Lionetti, F., Lester, K. J., Krapohl, E., Aron, E. N., & Aron, A. (2018). Environmental sensitivity in children: Development of the Highly Sensitive Child Scale and identification of sensitivity groups. Developmental Psychology, 54(1), 51–70. DOI: 10.1037/dev0000406.
- Wessel, M. A., Cobb, J. C., Jackson, E. B., Harris, G. S., & Detwiler, A. C. (1954). Paroxysmal fussing in infancy, sometimes called colic. Pediatrics, 14(5), 421–435. DOI: 10.1542/peds.14.5.421.
- Di Lorenzo, C., Saps, M., Chumpitazi, B. P., Rajindrajith, S., Staiano, A., Thapar, N., van Tilburg, M., Velasco-Benítez, C., & Vlieger, A. (2026). Lower and Biliary Disorders of Gut–Brain Interaction: Child and Adolescent. Gastroenterology, 170(6), 1367–1387. DOI: 10.1053/j.gastro.2026.01.036.
- De Wolff, M. S., & van IJzendoorn, M. H. (1997). Sensitivity and attachment: A meta-analysis on parental antecedents of infant attachment. Child Development, 68(4), 571–591. PubMed.
- Rowold, K. (2013). Johanna Haarer and Frederic Truby King: When is a Babycare Manual an Instrument of National Socialism? German History, 31(2), 181–203. DOI: 10.1093/gerhis/ght018.
- Hunziker, U. A., & Barr, R. G. (1986). Increased carrying reduces infant crying: A randomized controlled trial. Pediatrics, 77(5), 641–648. DOI: 10.1542/peds.77.5.641.
- Gradisar, M., Jackson, K., Spurrier, N. J., Gibson, J., Whitham, J., Sved Williams, A., Dolby, R., & Kennaway, D. J. (2016). Behavioral interventions for infant sleep problems: A randomized controlled trial. Pediatrics, 137(6), e20151486. DOI: 10.1542/peds.2015-1486.
- Kisilevsky, B. S., Hains, S. M. J., Lee, K., Xie, X., Huang, H., Ye, H. H., Zhang, K., & Wang, Z. (2003). Effects of experience on fetal voice recognition. Psychological Science, 14(3), 220–224. DOI: 10.1111/1467-9280.02435.
- Trehub, S. E., Ghazban, N., & Corbeil, M. (2015). Musical affect regulation in infancy. Annals of the New York Academy of Sciences, 1337, 186–192. DOI: 10.1111/nyas.12622.
Im nächsten Artikel zum Thema Hochsensibilität schreiben wir über das hochsensible Kleinkind, die Fürsorge für uns Eltern und darüber, wie bedeutsam Bauchgefühl und Schreiambulanzen sind.
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Vielen Dank für das Teilen eurer Erfahrungen. Ich selbst habe gerade erkannt, dass ich wohl hochsensibel bin. Zufällig bin ich dann auf dein Video bei YouTube über Hochsensibilität bei Babys gestoßen und mir fallen Tausend Steine vom Herzen, weil ich jetzt endlich für meine eigenes Verhalten und auch das meiner Tochter eine Erklärung habe. Deine Tipps habe ich intuitiv genauso umsogesetzt und kann sie deshalb nur weiter empfehlen. Zum Glück hatte ich liebe Menschen, die mich dabei unterstützt haben meiner Intuition zu folgen. Bei uns war immer das Thema schlafen im Fokus, weil ich dachte, dass ich etwas falsch mache, weil sie sich nicht ablegen lies und sehr oft aufwachte, wenn ich das Zimmer verlies. Das alles macht jetzt Sinn. Für mich als Mutter waren und sind die Bedürfnisse meiner Tochter auch belastend, vor allem körperlich. Und wer als Mutter selbst hochsensibel ist, muss doppelt gut auf Ausgleich und Balance achten. Mein wichtigster Tipp ( neben möglichst gut auf sich selbst achten und Rücken stärken) dazu: Unterstützung annehmen!
Kannst du Austausch-Foren zu dem Thema Hochsensibilität bei Babys/Kindern empfehlen?
Herzliche Grüße, Manina
Liebe Manina,
danke, dass du hier von deinen Erfahrungen berichtest! Du hast vollkommen Recht – es ist super wichtig, dass es der (hochsensiblen) Mama auch selbst gut gehen muss, dass sie einen Ausgleich und Unterstützung braucht. Ist natürlich gar nicht so einfach.
Ich habe noch keine Erfahrungen mit Foren gesammelt. Es gibt aber hin und wieder Treffen, bei denen Hochsensitive Kinder Thema sind und Google spuckt da einiges aus. Z.B. hier:
https://www.zartbesaitet.net/termine/ (CH, A, D)
http://www.bewusstsein-yz.de/hochsensiblen-treff/ (Dresden)
http://www.xn--treffpunkt-hochsensibilitt-4hc.de/index.php?nxu=11590502nx46300 (Allgemeines Forum HS)
Alles Liebe für dich und deine Tochter,
Evelin
Ich habe drei hochsensible Kinder und wünsche jeder Mama den Mut für die Bedürfnisse seines Kindes zu stehen. Nein sensible Kinder sind nicht so wie andere Kinder man kann sie nicht einfach jedem auf den Arm geben oder eben mal so in die Stadt. Leider hab ich es erst beim dritten Kind geschafft die Grenzen zu setzen und zu sagen, Nein ich möchte das für mich und mein Kind nicht und mich nicht zu rechtfertigen warum mein Kind nicht so „funktioniert “ wie alle anderen. Jedes Kind darf so sein wie es ist.
Liebe Alexa, du sprichst mir direkt aus dem Herzen. Ich kenne die Gefühle, aber auch die Zwänge, die man als Mama so mitmacht. Danke für deine Worte und alles Liebe dir und den Kindern. Evelin