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Aktualisiert am: 11.08.2026
Dieser Beitrag ist als Brief an unsere älteste Tochter entstanden. Wenn ihr mitlest, begleitet ihr uns durch eine Woche mit ihrem sechsten Geburtstag, einem unerwarteten Wiedersehen mit unserer Hebamme, dem Lichtelfest in Schneeberg und einem verschneiten Sonntag zuhause.
Für meine älteste Tochter …
Ganze sechs Jahre ist es nun her, dass Du das Licht der Welt erblicktest. Wie schnell die Zeit doch vergeht! Wenn ich an Deine Geburt und die nachfolgenden Jahre denke, fällt mir auf, wie sehr dieses Ereignis doch mein Leben verändert hat. Meine gesamte Realität hat sich auf wundersame Weise verändert. Ich bin nicht mehr derselbe Mensch.
Dieses kleine, süße Wunder, das ich im Dezember 2012 zum ersten Mal im Arm halten durfte, wird langsam groß. Obwohl ich die Zeit so sehr vermisse, in der ich Dich im Tragetuch spazieren trug, freue ich mich doch über jeden kleinen Schritt, den Du auf diesem Planeten in Deine Zukunft setzt.
Mein Kind! Es ist schön, dass es Dich gibt! Jetzt habe ich noch ein paar fotografische Eindrücke der vergangenen Woche für Dich, Deine Geschwister und die Besucher:innen unseres Blogs zusammengestellt. Viel Spaß!
Dein Geburtstag
Zu Deinem sechsten Geburtstag bereitet Evelin einige Teller mit Früchten in Form von Schmetterlingen zu. Deine Mama ist immer sehr kreativ in solchen Dingen.

Leckere Schmetterlinge aus frischem Obst

Vegane Insekten 😉
Zu Deinem dritten Geburtstag bastelte Deine Mama Dir eine Kaki-Maus. Dieses Jahr versuche ich mein Glück damit:

Die Kaki-Maus
Am Vorabend Deines Geburtstags warst Du ganz aufgeregt und konntest nur schlecht einschlafen. Die Gestaltung des Raumes und des Geburtstagstischs verschiebt sich deshalb bis in die Nacht. Deiner Mama gelingt es aber gut:

Apfel-Girlande

Der Geburtstagstisch für unsere Sechsjährige
Beim Backen der Geburtstagskuchen und -torten hast Du fleißig mitgeholfen. Die köstlichen Kreationen kommen bei Deinen großen und kleinen Gästen super an.

Vegane Buttercremetorte mit Kaffee-Geschmack und Schokoladenüberzug

Aufgeschnittene Äpfel mit Mandelmus und Verzierung aus Nüssen, Samen und Trockenfrüchten

Die Kaffeetafel ist gedeckt

Arbeiten in der Küche
Als Programm für Dich und Deine Freund:innen haben wir uns überlegt, Turnbeutel aus Baumwolle, die neuerdings stark in Mode sind, für jede:n zu besorgen, die ihr mit Farbe verzieren könnt.



Das Baumhaus, das wir Dir zum Geburtstag schenkten, bereitet Dir große Freude. Dein Geburtstag ist vorbei und alle Gäste gehen nach Hause. Du spielst noch mit Deinem neuen Puppenhaus und sagst zu mir:

„Der Storch und die Kinder liegen schon im Bett und Mama und Papa gucken noch Maus an.“
Ein paar Jahre später haben wir noch einen Kindergeburtstag auf FreeYourFamily.net festgehalten: unsere nachhaltige Beautyparty zum 10. Geburtstag.
Zwei Tage später …
Immer, wenn sich die Gelegenheit bietet, greifst Du zu einem Buch. Obwohl Du es liebst, Kinderbücher vorgelesen zu bekommen, hast Du auch nichts gegen spannende Literatur für Erwachsene einzuwenden, solange es um Deine Lieblingsthemen wie Geburten und Hebammen geht.

Unsere kleine Hebamme bei der Fortbildung. 😉

Kinderlektüre: Alleingeburt von Sarah Schmid
Über unsere Erfahrungen mit buch7 und Thalia haben wir ebenfalls geschrieben.
Diesen Schaukelelch kaufte ich vor ein paar Jahren extra im IKEA, nachdem Du total verzweifelt warst und Dich nicht mehr beruhigen konntest, als wir das Schaukelpferd in einem Drogeriemarkt zurücklassen mussten.

Unser Jüngster auf dem Schaukelelch
Du verwendest ihn heute nicht mehr. Doch Dein Bruder freut sich sehr über das Erbe. Dein Bruder ist überhaupt sehr eifrig dabei, seine Umwelt zu erkunden und alles auszuprobieren.

Vom Balkon des Puppenhauses hat man eine prima Aussicht
Überraschung am Wochenende
Am Freitag gehe ich abends noch einkaufen, um für die kommende Woche vorzusorgen.
Im Supermarkt angekommen, fällt mir jemand ins Auge. Sie sieht aus wie … Deine Hebamme! Aber: Das kann nichts sein. Wieso sollte sie ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort sein? Sie lebt schließlich fast 200 km von hier entfernt.
Die Ähnlichkeit ist so verblüffend und die Wahrscheinlichkeit, dass es wirklich Deine Hebamme ist, so gering, dass es nicht anders sein kann. Ich fasse all meinen Mut zusammen, gehe zu ihr hin und frage: „Katja?“
Ihrer darauffolgenden Reaktion kann ich ganz klar entnehmen: Sie ist es!
Wir plaudern eine Weile und beschließen, uns am nächsten Tag in der Hochschule für angewandte Kunst in Schneeberg zu treffen. Dort findet anlässlich des Tags der offenen Tür eine Modenschau statt, zu der Katja und ich Mama, Dir und Deiner Schwester, die sie ebenso auf die Welt begleitet hat, eine große Überraschung bereiten wollen.
Am nächsten Tag schauen wir uns die Modenschau an, wo Studierende der Hochschule ihre mehr oder weniger ausgefallenen Abschlussarbeiten präsentieren. Aber Katja ist nirgends zu sehen. Mich überkommt ein ungutes Gefühl. Nach der Modenschau schauen wir uns die Räumlichkeiten an und entdecken dabei auch ein Zimmer, in dem Instrumente gebaut werden. Du willst ja unbedingt eine eigene Geige, eine Konzertharfe usw.
Wir durchwandern noch ein paar Räume, in denen studentische Arbeiten demonstriert werden, dann will Evelin nach Hause. Ich komme etwas in Bedrängnis, weil ich ihr doch eine große Überraschung versprochen habe. Mama lässt nicht locker und will wissen, worum es sich bei der Überraschung handelt. Ich möchte es ihr nicht sagen. So beschließe ich, noch einmal durchs Gebäude zu streifen und Katja zu suchen.
Da ich sie nicht finden kann, rufe ich sie an. Katja sagt, sie ist gerade unterwegs. Also vertröste ich Evelin noch eine Weile und warte draußen. Als Katja endlich da ist, führe ich sie hinter mir ins Gebäude, wo ihr auf mich wartet. Mamas Augen werden groß. Sie kann es kaum glauben und freut sich riesig über diese unerwartete Überraschung. Gemeinsam mit Katja gehen wir zum „Sternebasteln“ und unterhalten uns angeregt über dies und das.

Tag der offenen Tür in der Kunsthochschule Schneeberg: Instrumentenbau


Modedesign: elegante Kleider

Modedesign und Fotografie

Weihnachtssterne aus Papier basteln


Ein fertig gebastelter Papierstern
Wir basteln einige künstlerisch anmutende Papierweihnachtssterne – ja, auch ich. 😉 Und dann müssen wir uns wieder verabschieden.
So ein schönes und unerwartetes Treffen!

Verabschiedung von Deiner Hebamme
Lichtelfest im Erzgebirge
Wir machen uns auf den Heimweg. Dort treffen wir Onkel Fritz (Anm. d. Red.: Name geändert) und meine Eltern – Deinen Opi und Deine Omi. Ich gehe mit Deinen Großeltern schon mal los, denn wir wollen zum Lichtelfest nach Schneeberg.
Onkel Fritz und Deine Mama haben alle Hände voll zu tun, euch anzuziehen, damit ihr raus könnt. Letztendlich schaffen sie es doch, Deine Geschwister und Dich anzuziehen, ins Auto zu setzen und zum Schneeberger Markt zu fahren. Ich warte dort bereits auf euch.
Gemeinsam lauschen wir der Musik und erfreuen uns an der weihnachtlichen Stimmung. Allerdings ist es sehr windig und etwas regnerisch. Wir schauen in die Schaufenster und betreten einen Laden, in dem Omi noch Weihnachtsdekoration für ihr Zuhause kaufen will.

Mit den Großeltern beim Lichtelfest in Schneeberg


Räuchermännchen und andere Weihnachtsdekoration

Weihnachtliche Waren

Zum Abschied noch ein Foto mit Omi und Opi
Deine Großeltern machen sich auf den Heimweg und auch wir laufen langsam zurück nach Hause, wo ich noch einige schöne Bilder von Schneeberg und euch knipse. Wunderst Du Dich, wo Deine kleine Schwester steckt? Keine Sorge! Sie schläft bei mir im Tragetuch, das ich heute extra umgebunden habe, weil Du es Dir gewünscht hast.

Auf dem Heimweg: Schneeberg bei Nacht


Zuhause beschließen wir, gemeinsam als Familie einen Film auf Mamas Laptop anzusehen. Unsere Wahl fällt auf „Das Wunder von Manhattan“.

Nach dem Film ist vor dem Familienbett
Bevor wir euch zu Bett bringen, fotografiere ich noch den Schneemann, den Du selbst gebastelt hast, unseren ältesten Kater, uns als Familie und den Ausblick aus unserem Fenster.

Gekaufte und selbstgebastelte Fensterdekoration

Die unerzogene Katze auf dem Tisch

Ein Familienfoto

Schneeberg in einer Winternacht: Schwibbögen in allen Fenstern
Ein gemütlicher Sonntag
In der Nacht stecken euch die Weihnachtswichtel einige Papierbögen mit Aufgaben für „Vorschulkinder“ in euren Adventskalender, die ihr am nächsten Morgen gleich bearbeitet.

„Male male“

Hier hilft Mama deiner Schwester
Mich schickt ihr heute mit den Großeltern nach Bad Schlema in die „Rentnerwaschanlage“, wie es hier so liebevoll heißt.
Als Du ein Jahr alt warst, zeigte Mama Dir, wie man Nüsse in einer Tüte klein bekommt. Heute überträgst Du diese Technik zusammen mit Deinen Geschwistern auf Schokoladenweihnachtsmänner.
Mama spielt mit euch ein Memoryspiel und lässt große Watteschneeflocken schneien.

Mit Händen und Füßen zerkleinerte Schokoweihnachtsmänner

Es hat geschneit
Der Ausflug ins Kurbad war erholsam. Strahlend verabschiede ich mich von meinen Eltern und fahre zurück nach Hause. Von Unordnung und kindlicher Wildheit ist in unserer aufgeräumten Wohnung nichts mehr zu sehen. Also beschließe ich, den ursprünglichen Zustand der Küche wiederherzustellen, indem ich uns etwas zu essen koche.

Seitangeschnetzeltes mit Kartoffeln und Kaisergemüse
Es ist Nachmittag. Meine Augen werden ganz schwer. Während ich ein Nickerchen halte, fängt es an zu schneien. Ich bekomme das unterbewusst mit, schaffe es aber nicht, mich aufzurappeln, um das Schauspiel auf unseren Dachfenstern zu bewundern. Wie gut, dass auch Evelin mit der Kamera umgehen kann.

Schnee auf dem Fenster
Später …
Evelin bereitet einen kleinen Snack zu und bittet mich, aufzustehen. Gesagt, getan, gegessen.

Kleiner, weihnachtlicher Nachmittagssnack

Eine schöne, ereignisreiche Woche liegt hinter uns. Und ich wünsche mir, dass wir noch viele gemeinsame Stunden und Jahre miteinander haben werden.
Ich liebe Dich, mein Kind!
Dein Papa
FAQ: Eine perfekte Woche in Bildern
Was ist „Eine perfekte Woche in Bildern“?
Ein persönlicher Wochenrückblick, geschrieben als Brief an unsere älteste Tochter, die gerade sechs geworden war. Die Fotos führen durch ihren Geburtstag, das unerwartete Wiedersehen mit unserer Hebamme, das Lichtelfest in Schneeberg und einen verschneiten Sonntag zuhause.
Warum heißt diese Woche „perfekt“?
„Perfekt“ heißt hier nicht fehlerfrei. Für mich stecken in dieser Woche einfach viele Momente, an die ich mich gern erinnere: Geburtstagstrubel, gemeinsames Backen, eine überraschende Begegnung, Weihnachtslichter, Schnee und ein ziemlich gewöhnlicher Sonntag mit der Familie.
Was gab es bei unserem veganen Kindergeburtstag?
Evelin richtete Obst als Schmetterlinge an, wir backten gemeinsam eine vegane Buttercremetorte mit Kaffee-Geschmack und Schokoladenüberzug und belegten Apfelscheiben mit Mandelmus, Nüssen, Samen und Trockenfrüchten. Die Kinder bemalten außerdem Turnbeutel aus Baumwolle. Weitere Ideen findet ihr in unserer nachhaltigen Beautyparty zum 10. Geburtstag.
Wie gehen wir mit Kinderfotos im Netz um?
Bei Familienfotos beschäftigt uns immer wieder die Frage, wie viel von einem Moment ins Netz gehört und was privat bleiben darf. In solchen Rückblicken versuchen wir deshalb, die Situation stärker zu zeigen als identifizierende Details. Mehr dazu haben wir im Beitrag über Kinderfotos im Netz aufgeschrieben.
Was war das Lichtelfest für uns in dieser Woche?
Für uns war es an diesem Abend vor allem Musik, Weihnachtsbeleuchtung, Schaufenster, Wind und Regen auf dem Schneeberger Markt. Danach liefen wir langsam nach Hause. Unsere Tochter schlief in meinem Tragetuch, und ich machte noch ein paar Bilder von Schneeberg bei Nacht.
Welche Beiträge passen zu diesem Wochenrückblick?
Dazu passen unser Geburtsbericht aus Sicht eines Vaters, die Kaki-Maus zum Kindergeburtstag und unsere Gedanken zur beziehungsorientierten Elternschaft.
Eine perfekte Woche in Bildern von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.