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Zuletzt aktualisiert: 15. August 2026
Hallo Adventsliebhaber,
unsere Adventsrätsel-Wanderung verband ich damals mit dem neunten Geburtstag meiner Tochter. Die Geburtstagsgäste waren vier bis neun Jahre alt, und für unseren Rundweg hatte ich vier kleine Rätselstationen vorbereitet. Viel mehr als ein paar Beutel, Schachteln und Sachen aus unserer Wohnung brauchte es dafür nicht.
Was ist eine Adventsrätsel-Wanderung?
Im Grunde ist sie ein Adventsweg mit kleinen Weihnachtsrätseln für Kinder. Unterwegs wird gefühlt, geschnuppert, geraten, gesungen oder genascht. So bekommt ein kalter Dezemberspaziergang ein paar feste Haltepunkte, ohne dass ihr daraus ein durchgetaktetes Weihnachtsprogramm machen müsst.
Die Idee eignet sich besonders für eigene Kinder, Kindergarten- und Vorschulkinder, Lerngruppen oder Hortkinder. Wer die Aufgaben etwas kniffliger gestaltet, kann das Prinzip genauso mit Grundschulkindern, Jugendlichen oder Erwachsenen spielen.
So bereitet ihr die Adventswanderung vor
Meine Tochter schrieb zunächst eine Einladung für ihre Freunde: was, wann, wo und von wem etwas geplant ist. Das kann man ja ruhig schon mal zwei Wochen im Voraus ankündigen. An die Eltern ihrer Freunde schickte ich zusätzlich eine kurze Nachricht, um den Spaziergang mit den vier Adventsstationen zu bestätigen.
Für die Stationen braucht ihr ein paar Stoffbeutel oder Schachteln – eine Mischung aus beidem funktioniert auch. In die Beutelchen oder Schachteln kommt Kram, den man in der Weihnachtszeit meist irgendwo in der Wohnung parat hat.
Die vier Stationen sind eine zum Tasten, eine zum Riechen, eine zum Singen und eine zum Naschen. Die kleinen Wander-Unterbrechungen verlangen keinen großen Aufwand.
Weil wir die Adventswanderung mit dem neunten Geburtstag meiner Tochter verbanden, gab es jeweils zehn Dinge zum Rätseln: neun weihnachtliche Sachen und eine, die mit der Adventszeit nichts zu tun hat.
Station 1: die erste Rätselrunde für den Tastsinn
In zehn Säcken verbarg sich bei uns:
- ein Räucherhäuschen
- ein Nussknacker
- eine Kerze
- Vogelfutter
- Mehl
- ein Nudelholz
- Tannenzweige
- Stroh – wie in einer Weihnachtskrippe
- eine Windel – passend zum Jesuskind, das in der Weihnachtsgeschichte „in Windeln gewickelt“ wird
- jede Menge Luftballons
Ich ließ ein Kind nach dem anderen in einen Sack greifen. Das braucht etwas mehr Zeit, dafür bleibt es strukturierter und die Kinder verlieren den Überblick nicht. Nachdem das letzte Kind in den Beutel gegriffen hatte, stimmten alle darüber ab, um welchen Gegenstand es sich handelte. Für jedes Säckchen entschieden sie: „Das kommt auf den Adventshaufen“ oder eben nicht.
Bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen könnt ihr ein Tastsäckchen nach dem anderen einfach reihum geben.

Hier darf jedes Kind fühlen und raten, was sich in dem Beutel versteckt.
Manches ist leicht erraten, anderes nicht. Dass Luftballons aber eher an einen Geburtstag als an die Adventszeit erinnern, war schnell klar. Bevor wir weiterzogen, wählte sich jedes Kind noch einen Luftballon aus.
Station 2: die zweite Rätselrunde für feine Nasen
In unserer Küche habe ich ein paar intensiv riechende Backzutaten ausgewählt. Vielleicht kennt ihr auch jemanden, der euch ein paar Duftöle oder Duftkerzen borgt?
An der zweiten Station reicht ihr ein Gläschen nach dem anderen zum Schnuppern herum:
- frisch geschnittene Apfelsinenschale
- natives Kokosöl
- Rumaroma
- Vanille oder eine Vanilleduftkerze
- Zitronenaroma
- Räucherkerzchen oder Räucherstäbchen
- Zimtöl
- Nelkenöl
- Hustensaft oder Erkältungsbalsam
- Lavendelkissen, Insektenöl, Duftblumen oder Ähnliches als „Nicht-Weihnachtsduft“
Nach diesem Geruchstest gab es bei uns wieder ein kleines „Mitgebsel“. Jedes Kind bekam ein Päckchen Räucherkerzen.
Station 3: Adventslieder raten mit Gegenständen
An unserem dritten Halt breitete ich auf einem Schlitten neun Gegenstände aus. Jeder davon sollte an ein Weihnachtslied erinnern. Den Grundschulkindern fiel das gar nicht so schwer. Bei uns gab es:
- ein Glöckchen („Kling, Glöckchen, klingelingeling“)
- ein Räuchermännchen – bei uns im Erzgebirge natürlich mit dem „Rachermannl“-Mundartlied
- eine Geschenktüte mit Schneemann darauf („Schneemann, Schneemann, kalter Mann“)
- einen Nikolausstrumpf („Lustig, lustig, tralalalala“)
- eine Weihnachtsmannfigur („Morgen kommt der Weihnachtsmann“)
- einen Apfel („In einem kleinen Apfel“)
- eine Schneeflocke aus Papier („Schneeflöckchen, Weißröckchen“)
- Ausstechförmchen für Plätzchen („In der Weihnachtsbäckerei“)
- Luftballon, Papiertröte oder Luftschlangen („Happy Birthday“)
Hier konnte sich jedes Kind einen gefalteten Stern auswählen. Schließlich gibt es auch ein paar Weihnachtslieder über funkelnde Sterne oder den „Stern über Bethlehem“.

Mit den gefalteten Papiersternen könnt ihr Fenster und Türen verzieren.
Station 4: die Naschpause als letztes Rätsel
Die vierte und letzte Station war eine Naschpause. Klärt vorher mögliche Allergien und achtet auf saubere Portionen, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Bei unserer letzten Raterunde scharten sich die Kinder um mich herum wie hungrige Hühnchen.
Je nach Alter eurer Spaziergänger könnt ihr für jedes Kind ein paar Naschhäppchen vorbereiten. Bei uns durfte jeweils ein Kind die Augen schließen und den Mund aufsperren.
In kleinen Brotdosen oder Originalverpackungen könnt ihr bereithalten:
- Dominosteine
- Dattelkonfekt
- Schokoweihnachtsmann am Stiel
- Marzipanschokolade
- Kinderpunsch
- Mehl
- Puderzucker
- Nüsse
- Lebkuchen
- Printen
- Rotkohl
- Kloß
- saure Gurken oder Gewürzgurke
- Zitronat
- Mandarinen
- Rosinen
- Äpfelchen
- Gummibärchen
Wir machten mit der Adventswanderung zum Geburtstag meiner Neunjährigen „einen Abwasch“. Deshalb nahm sich jeder Geburtstagsgast für den Heimweg noch einen hübsch verzierten Muffin mit. Eingetütet sollten die kleinen Kuchen den Weg nach Hause sogar schaffen. 😉

Vegane Muffins mit Kirschen und reichhaltiger Verzierung
Andere Ideen für eure Rätsel-Stationen
- Zwischenstopp mit verschiedenen Punschsorten: Gerade bei kühlem Wetter ist so eine warme Pause schnell vorbereitet.
- Suchbild-Pause am Waldrand: Eine helfende Person drapiert vorher Lichterkette, Baumschmuck, Jutesack und Papierschlangen. Wenn die Wanderschar ankommt, wird gemeinsam gerätselt, welche Deko nicht in die Adventszeit passt. Vielleicht gibt es für die richtige Lösung für jedes Kind einen Strohstern.
- Winterlicher Hörtest: Wer ein Mobiltelefon dabeihat, kann vorher ein paar passende Geräusche laden. Bei uns würden sich dafür zum Beispiel anbieten:
- Glockengeläut
- Pferdehufe auf Pflasterstein
- ein kurzer Ausschnitt eines Weihnachtsorchesters
- der Gesang eines Knabenchors
- Stapfen im Schnee
- knisterndes Feuer
- Kinderlachen
- Klappern von Geschirr an einem Esstisch
- Vogelstimmen heimischer Wintervögel
- Tierstimmen von Esel, Kuh oder Schafen
Und natürlich braucht ihr noch ein nicht-weihnachtliches Geräusch, das alle zum Lachen bringt: einen Papagei, einen pupsenden Luftballon oder einen brüllenden Löwen. Als kleines Mitgebsel passen zu dieser Station zum Beispiel hübsch gestaltete Notenblätter eines Weihnachtsliedes.
Was, wenn die Kinder unterwegs abschweifen?
Schaut einfach, wie viel Konzentration eure Gruppe gerade noch hat. Werden die Kinder unruhig, lasst ein paar Beutelchen, Lieder oder Gläser weg. Es ist nicht schlimm, wenn während der Aufgaben ein paar Kinder nebenbei im Schnee hüpfen.
Verstecken sich die Jüngsten hinter den Hosenbeinen ihrer Eltern, lasst ihnen ruhig Zeit und bietet den Spielzug zunächst den Eltern an. Befürchtet ihr, dass die Lösungen zu schnell ans Licht kommen, packt euch einfach ein paar zusätzliche Weihnachtsfragen auf einen Zettel.
Alles ist erlaubt, nichts muss
Es steht nicht im Vordergrund, dass jedes Kind alles richtig errät oder überall gleich begeistert mitmacht. Viel wichtiger ist doch, dass ihr gemeinsam draußen seid, auch bei kaltem Wetter Spaß habt und etwas erlebt, das ein bisschen Weihnachtsgefühl mitbringt.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und eine besinnliche Adventszeit.
Eure Evelin
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Eine Super-Idee angesichts der vielen ausfallenden Aktivitäten. Danke!