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Aktualisiert am: 11.08.2026

Haushalt – unendliche Weiten! Dies sind die Abenteuer des neuen iLife V5s Pro, der unermüdlich unterwegs ist, um auf dem Boden liegende Kekskrümel, versteckte Wollmäuse, Krimskrams, Staub und Katzenhaare einzusammeln. Der Saugroboter geht dabei mit einer Gründlichkeit vor, die ich als pingelige Hausfrau nie zuvor vermutet hätte. Aber von vorn …
Über den Mut, Arbeiten anderen zu überlassen
Neulich lauschte ich einem Interview, in dem die Grafikdesignerin Kristina Frank einräumte, dass sie das, was sie am liebsten machte und am besten konnte, an andere abgab. Sie entschied sich dafür, ihre Webseite von anderen Webdesigner:innen gestalten zu lassen. Denn diese Tätigkeit beanspruchte unglaublich viel ihrer eigenen Zeit.
Ich finde es mutig, anderen Menschen Arbeiten zu überlassen, die man doch selbst perfekt beherrscht – und sich dann noch darauf zu verlassen, dass der „Ersatz“ auch wirklich gut genug ist. Gar nicht so einfach, oder?
Ich glaube, ich bin bei vielen Dingen perfektionistisch. Mich als hochsensiblen Menschen stört es, wenn etwas, was ich für wesentlich halte, nicht meinen Vorstellungen entspricht. Es missfällt mir zum Beispiel, wenn unser Zuhause nicht sauber genug ist. Ich putze extrem gern. Aber: Das Putzen kann bisweilen immens viel kostbare Zeit verschlingen.
Aus Rücksicht auf die Kinder
Ich halte mich für die einfühlsamste, liebevollste und tollste Kindergärtnerin meiner drei Wunschkinder. Und ich liebe diesen Job. Weil ich ja „nicht wirklich arbeiten gehe“, sondern „zuhause“ bin, dachte ich lange Zeit, dass ich Kinder und Haushalt alleine schaffen müsste.
Weil ich eine ungemein pingelige Putzfrau bin, fand ich es unerträglich, wenn der Boden wenige Minuten nach der letzten Reinigungsaktion wieder vollgekrümelt war. Dann ärgerte ich mich. Und die sanfte Kindergärtnerin mutierte zu einer blöden Kuh, die ihre Kinder tadelte.
Ich entschied mich dazu, mir auch etwas Arbeit abnehmen zu lassen. Keine Bange! Meine Kinder werden nach wie vor von mir betreut. Zuhause.
Aber ich lasse mir jetzt unter die Arme greifen, wie die Erzieher:innen in den Kindergärten. Dort arbeiten schließlich Putzhilfen, damit die gute Tante neben dem Singen und Klatschen nicht auch noch mit dem Wischmopp tanzen muss.
Liebling, wir kaufen einen Roboter!
Eine Putzfrau wollte ich mir nicht leisten. Stattdessen zog ein anderes Ding bei uns ein: ein 2,2 kg schwerer Roboter mit dem Produktnamen „iLife V5s Pro“.

Der iLife V5s Pro ist ein Leichtgewicht.
Es ist ein Saugroboter mit Wischfunktion. Da wir nur Parkett und Fliesen haben, entschieden wir uns für ein Modell ohne Teppichbürste.

Wischzubehör für den Saugroboter
Zugegeben: Mein technophiler Gemahl, die Kinder und unser einäugiger Kater waren gleich Feuer und Flamme.
Zweifel und schlechtes Gewissen
Ich aber blieb skeptisch. Ich war zu stolz, um zuzugeben, dass unser Mr. Robot (benannt nach der Cyberthriller-Serie) tatsächlich erstklassige Arbeit leistet.
In der ersten Woche, in der wir ihn ausgiebig testeten, machte ich mir so meine Gedanken:
Wir könnten ihn ja wieder zurückschicken. Würde ich sonst nicht zugeben, dass ich nicht mehr Herr der Lage wäre? Auf Rasenmähroboter stehe ich doch auch nicht.
Don’t panic!
Unser Roboter saugt und wischt unsere komplette Wohnung. Mein penibles Ich muss ihm nicht sagen, dass er unter dem Schrank staubsaugen und die Ecken nicht vergessen soll. Und er tut’s auch dann, wenn wir nicht zuhause sind – dank bequemer Einstellung mittels Fernbedienung.

Alles dabei, was man braucht. Die Brotbüchse dient dem Größenvergleich. 😉
Natürlich muss ich, wie meine Kolleg:innen in den Kitas, selbst aufräumen und die Stühle hochstellen – sonst reinigt er nur drumherum.
Ja, Mr. Robot putzt vielleicht nicht ganz so gut wie ich – aber wir ergänzen uns gut.
16 weitere, unglaubliche Vorteile unseres Blechkamerads
- Sein leises Geräusch ist viel angenehmer als das eines üblichen Staubsaugers. So kann ich den Sohnemann problemlos in den Schlaf stillen.
- Ich habe viel mehr Zeit für meine Mädchen. Ich meckere nicht mehr wegen Krümelchen und Sand in den Hosentaschen.
- Unser Bübchen muss keine Turnübungen im Tragetuch oder auf meinem Arm vollführen, wie wenn ich selbst sauge.
- Er hält unseren alten Kater fit. Denn der begleitet ihn auf Schritt und Tritt. Oder bessergesagt: auf Putzbürsten und Rädern.
- Im Alltag wirkt sein Energiehunger im Vergleich zu unserem alten Staubsauger winzig.
- Unser Fußboden ist stets sauber.
- Er erkennt Hindernisse und fährt in der Regel, sobald der Akku leer ist, von ganz allein zurück in seine Besenkammer (Ladestation).
- Ich brauche keine Staubsaugerbeutel mehr kaufen. Der Roboter sammelt und saugt alles in eine kleine Box, die aussieht wie eine Brotdose. Der eingesaugte Staub wandert später auf den Kompost.
- Mr. Robot hilft mir treu beim Suchen, wenn kleine Fädelperlen, Legoteilchen oder Prinzessinnenringe verschwunden sind. Ohne diese wertvollen Kleinteile zu beschädigen, lassen sie sich leicht aus der Staubbox entnehmen.
- Er erinnert meine Kinder daran, weniger liegenzulassen.
- Ich kann Staubsauger-Vertreter:innen problemlos an der Tür abwimmeln.
- Für uns waren die Anschaffungskosten gering. Bei uns fällt er keine Stufen hinunter, erledigt seine Arbeit ausgezeichnet und hat keine Macken. Tadellos!
- In der Staubbox sitzt ein Filter. ILIFE nennt ihn in seiner V5s-Pro-FAQ einen „high-performance filter“.
- Der Akku lässt sich laut ILIFE ersetzen, wenn seine Laufzeit am Lebensende nachlässt.
- Die verständliche Bedienungsanleitung liegt in vielen Sprachen vor. Man braucht sie aber eigentlich nicht, da selbst ich den Saugroboter intuitiv bedienen kann.
- Ich habe mehr Freiheit und Urlaub im Alltag.

Die Roboter-Tankstelle hat geöffnet.
Eine Investition in die Gegenwart und die Zukunft.
Unser iLife V5s Pro ist für uns eine ökonomisch sinnvolle Investition, die für eine gewisse Grundsauberkeit in unserer Wohnung sorgt und uns mehr Freiheit schenkt. Ob das Gerät unterm Strich auch ökologisch sinnvoll ist, lässt sich aus unserer Erfahrung allein nicht beurteilen.

Kompliziert: Putzen mit Kind
Stand 11.08.2026: Unser Mr. Robot ist inzwischen ein älterer Herr. In ILIFEs aktueller Modellübersicht taucht der V5s Pro nicht mehr auf; die Support-FAQ ist weiterhin erreichbar. Wer heute einen neuen Saugroboter mit Wischfunktion sucht, trifft deshalb auf andere Modelle. Unser alter Blechkamerad erzählt hier vor allem, wie viel entspannter unser Familienalltag wurde, als ich den Krümeln nicht mehr ständig selbst hinterhermusste.
FAQ: Saugroboter mit Wischfunktion im Familienalltag
Ersetzt ein Saugroboter wirklich das Putzen?
Bei uns übernimmt er vor allem die tägliche Runde über den Boden. Aufräumen, Stühle hochstellen und hartnäckigere Stellen landen weiterhin bei uns Menschen. Für mich reicht schon diese Grundsauberkeit, damit ich den Krümeln nicht dauernd hinterherjagen muss.
Was klappt mit Kindern besser, als ich dachte?
Bei uns war der größte Unterschied meine eigene Reaktion. Ich hatte mehr Zeit für die Kinder und meckerte weniger wegen Krümeln oder Sand. Und Mr. Robot erinnert meine Kinder ganz nebenbei daran, weniger liegenzulassen.
Was liegt einem Saugroboter im Weg?
ILIFE nennt in der V5s-Pro-FAQ zum Beispiel Kabel, Hausschuhe und andere Gegenstände, die seine Fahrbahn blockieren können. Bei uns räume ich außerdem auf und stelle die Stühle hoch, bevor Mr. Robot seine Runde dreht.
Ist die Wischfunktion eine echte Hilfe?
Für unsere Parkett- und Fliesenböden ist sie eine Hilfe, weil Mr. Robot damit einen Teil der täglichen Bodenarbeit übernimmt. Für meine pingelige Putzfrau-Seite reicht seine Runde manchmal nicht. Genau deshalb ergänzen wir uns gut.
Wie laut ist der iLife V5s Pro im Alltag?
Sein Geräusch empfinde ich als viel angenehmer als das unseres üblichen Staubsaugers. Ich konnte meinen Sohn sogar in den Schlaf stillen, während Mr. Robot seine Runde drehte. Im Max-Modus wird er laut Hersteller hörbar lauter.
Was ist mit Allergien und Filtern?
Beim Filter bin ich heute vorsichtig mit großen Versprechen. ILIFE spricht in der aktuellen V5s-Pro-FAQ von einem „high-performance filter“. Daraus leite ich keine medizinische Wirkung bei Allergien ab.
Was hilft dem Saugroboter beim Reinigen?
Freier Boden und hochgestellte Stühle machen ihm die Arbeit leichter. Bei uns ist das der kleine Tausch: Wir räumen seinen Weg frei, er sammelt anschließend Krümel, Staub und Haare ein.
Lohnt sich ein Saugroboter aus Nachhaltigkeitssicht?
Eine allgemeine ökologische Bewertung kann ich aus unserer Familienerfahrung nicht ableiten. Was ich beurteilen kann: Der Roboter nimmt uns tatsächlich Arbeit ab und schenkt mir genau das, weswegen er eingezogen ist – mehr Freiheit im Alltag.
Warum ich nicht mehr putze von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
Hallo ihr Lieben!
Mich würde ja auch mal ein Blog-Beitrag oder ein YouTube-Video zu euren selbst gemachten Putzmitteln interessieren.
Probiere mich auch gerade durch Rezepte, stoße aber zuweilen auf Grenzen (z.B. mehr Zeitaufwand, Spülmaschinenpaste reinigt nicht ganz zu voller Zufriedenheit usw.).
Vielen Dank für eure Inspirationen!
Liebe Grüße, Daniela
P.S. Gerade probiere ich euren Tipp „Efeu als Waschmittel“ aus! Bin gespannt 😉
Liebe Daniela,
danke für deinen lieben Kommentar und dein Interesse.
Tatsächlich ist das Projekt „Putzmittel“ aber auch etwas eingeschlafen bzw. wurde es z.T. schon aufgegeben. Zum Beispiel beim Geschirrspüler (Soda und Zitronensäure funktionierte irgendwann nicht mehr, jetzt nehmen wir oft Spüli). Die Waschmaschine wäscht Stinkiges nur mit Wasser bei 40 Grad perfekt, Schmutziges z.Z. mit Frosch oder Soda und Kernseife. (Was die Kindersachen aber trotzdem NIE sauber kriegt, doch inzwischen habe ich mich mit fleckigen Feenkleidern und Sandkastenhosenboden angefreundet…) Als Weichspüler für Handtücher reicht uns ein EL Essigessenz. Für Bad und Toilette nutze ich es ebenso, im Ausland wische ich gern mit Teebaumöl oder MMS nach.
Du siehst schon – für einen attraktiven Blogartikel reicht es leider noch nicht. Vielleicht bin ich irgendwann erfahren genug, um mit gelungenen Mittelchen zu prahlen. 😀
Herzliche Grüße, Evelin
Hallo Evelin,
vielen Dank für diesen Blogeintrag und die Empfehlung. Noch immer wird der ZACO V5s Pro als gute Preis-Leistungsvariante ohne WLAN empfohlen.
In einem Beitrag habe ich gelesen, dass man nur spezielles Reinigungsmittel zum Reinigen verwenden darf. Uns ist an ökologischen Mitteln gelegen. Kannst du dazu etwas sagen?
Würdest du ihn auch nach zwei Jahren noch empfehlen?
Viele Grüße und vielen Dank,
Zindribald
Hi Zindribald,
ja, der Saugroboter fährt bis heute noch immer einwandfrei. Als wir im Ausland waren, hatten wir ihn verborgt. Momentan dreht er in unserer Ferienwohnung seine Runden. Zum Wischen eignet er sich m.M. eher für kleine Flächen ohne große Verschmutzungen. (Bei unseren Kindern kommt mehr Kleckerei zustande, als der Roboter wegschrubben könnte.) Man kann dann einfach nur mit Wasser wischen lassen, ein Spritzer Essig/ Teebaumöl oder etwas Spülmittel würden aber auch funktionieren.
Beste Grüße
Evelin
Hallo,
danke für den Einblick! Ich denke auch über einen Kauf nach… Das mit dem Kater ist ja süß… Er reagiert aber gar nicht negativ auf das Gerät?
Viele Grüße!
Es ist wirklich nicht einfach Einen guten Saugroboter zu finden. Ich suche jetzt schon seit längerem, aber bislang waren die Modelle eher nicht sonderlich vielversprechend. Kannst du diesen Modell auch bei Haustieren empfehlen (Langhaarhunde)?
Ja, aber nur bei glatten Böden. Sonst würde ich wohl eher zu einem „normalen“ Staubsauger mit einer Haustierbürste greifen.