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„Sind wir bald daaa?“, frage ich meinen Papa, der mit mir, meiner Schwester und Mama in den Urlaub fährt. Wir sind jetzt schon an unserer Spielwiese, am Supermarkt, an der Waldstraße und bei dem großen Spielplatz vorbeigefahren. Langsam müssten wir doch nun wirklich ankommen! Na ja.
An Mamas Schmunzeln erkenne ich, dass wir wohl auch durch eine zweite Stadt fahren werden. So bleibt noch etwas Zeit, um euch von unseren Autoreisen zu erzählen.
Warum wir verreisen
Mama und Papa reisen gerne. Und ich auch, denn jeder Urlaubstag ist ein bisschen anders als das Leben zu Hause. Mama ist im Urlaub besonders lieb und sie hat dann viel mehr Zeit für uns.
Am Meer holt sie oft tief Luft und sagt: „Guckt doch mal, wie schön das ist!“ Und in Großstädten hält sie sich manchmal so lustig die Nase zu und sagt: „Aber schaut doch mal, wie viel Müll hier ist!“
Urlaub bereitet uns spannende Abenteuer! Ich habe schon eine Menge gesehen und weiß sogar, wie es in Afrika und auf Vulkaninseln aussieht. Das werde ich nie vergessen.

Ich und Papa
Große Strecken mit uns im Auto
In Afrika waren wir natürlich nicht mit dem Auto. Aber zum Beispiel an der polnischen Ostsee, in den Niederlanden auf einer kleinen Insel in einem Feriendorf und in Südengland.

Autofähre nach England
Das waren sehr weite Strecken mit unserem Auto. Papa sagt, dass wir dorthin sogar mehr als 500 km gefahren sind.
Zuhause will ich mit meiner Schwester den ganzen Tag herumflitzen. Ich möchte spielen und tanzen. Aber im Auto sollen wir in unseren Sitzen bleiben. Die engen mich sehr ein. Und der Gurt erst! Meine Schwester mag das auch nicht.
Ich habe mich bei Mama schon oft darüber beschwert. Sie erklärt mir, dass das Anschnallen wichtig ist. Doch wenn sie mit uns im Auto Spaß macht, hilft mir das besser über meinen Ärger hinweg.
Tipps für die Fahrt in den Urlaub
Gute Vorbereitung für einen entspannten Reiseantritt
Wenn wir Ferien machen wollen, sind die Koffer schon ein paar Tage vor unserer Abfahrt gepackt. Mama meint, sie hat dann weniger Stress. Komisch, denn sie kommt mir trotzdem so aufgeregt vor. Wahrscheinlich, weil sie nichts Wichtiges vergessen will.
Auch Papa muss an alles denken. Er tippt in sein Navigationsgerät ein, wohin unser Auto fahren soll. Aber schon einen Tag vor unserem Abenteuer. Das will uns dann schon in den Urlaub schicken, obwohl wir eigentlich noch mal unsere Tante im Nachbarort besuchen oder einkaufen wollen. Hihi!
Beim Einkaufen vor unserem Urlaub gucken wir nach ganz besonderen Sachen. Nämlich nach besonders leckeren. Die kommen dann alle in einen Snackkorb und fahren im Fußraum mit in den Urlaub. Obwohl – wir futtern meistens schon alles im Auto auf.
Spiele für lange Autofahrten
Beim letzten Urlaub mit unserem Auto hat mein Bruder noch im Bauch gewohnt. Mama war zwar ziemlich dick, aber irgendwie hat sie sich trotzdem zwischen unsere Kindersitze auf die Rückbank gequetscht.
Sie spielt mit uns die ganze Zeit. Fast habe ich gar keine Zeit, dabei aus dem Fenster zu schauen.
Ich kann ja mal aufzählen, was sie dann alles spielt.
- Fingerspiele
- Zwinkerspiele
- sie macht Faxen und schneidet Grimassen
- erzählt Zungengeschichten
- lässt uns gesummte Lieder erraten
- Rätsel lösen
- Buchstaben von Autokennzeichen sammeln
- „Ich sehe was, was du nicht siehst“ spielen
- Autofarben benennen
- Automarken erraten
Und wir machen mit.

Grimassen schneiden
Aber das ist alles was, wo man ruhig im Sitz bleibt. Dabei schlafen mir manchmal die Beine ein und die Füße fangen an zu kribbeln.
Andere aktive Beschäftigungen
Zum Glück weiß meine Mama dann genau, wie ich das wegbekomme. Wir
- singen Bewegungslieder
- klatschen Rhythmus
- bekommen Bücher vorgelesen
- schauen Bilderbücher an
- machen Fädelspiele
- malen mit Buntstiften in einen Zeichenblock
- schreiben
- rechnen
- hauchen die Scheiben an und malen mit den Fingern drauf rum
- machen Gymnastik, Sport und Tanz im Kindersitz

Malsachen fürs Auto mit dem Bild einer Meerjungfrau
Pausen mit Bewegung
Wenn wir mit dem Auto reisen, brauchen wir alle regelmäßig eine Pause, um uns die Beine zu vertreten oder auf ein Klo zu gehen.

Mit dem Auto durch die Welt
Papa erklärt Mama mit einem Blick auf die Landkarte: „Auf unserer 1.000 Kilometer weiten Reise rechne ich zusätzliche zwei bis drei Stunden Pause mit ein.“ Das klingt irgendwie langweilig. Ich erinnere Papa daran, dass wir lieber auf einer Decke picknicken und Purzelbäume schlagen wollen.
Papa plant also lieber großzügig. Der ADAC nennt in seinem am 10. Juni 2026 aktualisierten Ratgeber genügend Pausen, möglichst alle eineinhalb Stunden, als Orientierung für Autofahrten mit Kindern.
Essen und trinken
Unterwegs haben wir immer genügend Proviant bei uns. Das reicht von frischem Obst über geschmierte Brote oder Brötchen bis hin zu fruchtigen Riegeln.

Snacks und Getränke für die Reise
Als Getränke haben wir frisches Quellwasser und Kräutertees bei uns. Meine Schwester und ich haben blaue Trinkflaschen. Aus denen können wir auch in schnellen Kurven saugen. Manchmal entstehen lustige Geräusche, wenn die Luft reinblubbert.
Bei Kleinkindern empfiehlt der ADAC, das Essen auf die Pausen zu legen. Bei einer starken Bremsung können sie sich verschlucken oder sich mit Fläschchen oder Löffel verletzen.
Stillen und schlafen
Als ich kleiner war, hat mich Mama auf dem Rastplatz gestillt. Das hat mich müde gemacht und ich schlief kurz danach im Auto ein, wenn ich den Motor surren hörte.
Meine Mama schafft es sogar, sich auf der Rückbank so zu verrenken, dass sie meine Schwester stillen kann, ohne sie aus dem Sitz zu nehmen. Das sieht ziemlich lustig aus. Aber pssst – das ist unser Geheimnis.
Während der Fahrt müssen vorgeschriebene Sicherheitsgurte angelegt sein. Sobald Stillen den eigenen Gurt lösen oder falsch führen würde, passt es deshalb in eine Pause. So steht es für den Gurt in § 21a Abs. 1 StVO.
Hörbücher und Hörspiele
Unser Autoradio ist immer an. Papa braucht auch gute Unterhaltung. Mama spielt ja schon mit uns.
Nachrichten, Reportagen und Musik aus dem Radio nerven ihn und uns, weil da immer dasselbe kommt. Dann finde ich, dass wir nieee ankommen. Und es wird langweilig.
Mama hat vom Spielen, Singen und Erzählen schon Fusseln im Mund. Gern würde ich aber noch mehr Geschichten hören. Gut, dass Papa Hörbücher und -spiele dabei hat. Mein Papa macht das mit der Schakkeline an. Manchmal erzählt die Frau so lustig, dass ich auch mitlache. Mamas Augen sehen immer aus als wäre alles sehr spannend. Aber einmal hat sie auch geweint.
Letztens hat mir mein Onkel ein neues Hörspiel geschenkt. Von Bibi Blocksberg. Das Hörspiel ist schön.

Bücher und Hörbücher sorgen für entspanntes Reisen
Bei spannenden Geschichten vergeht die Zeit wie im Flugzeug. Nämlich ziemlich schnell.
Hörbücher und -spiele von Audible
Wer Hörbücher für Autoreisen braucht, kann die zum Beispiel bei Audible in den Computer eintippen. „Audible“ klingt zwar ein bisschen erzgebirgisch, ist aber ein Abo-Dienst.
Im August 2026 nennt Audible zwei Monatsabos: Standard für 6,99 Euro und Premium für 9,95 Euro. Für neue Mitglieder nennt Audible bei beiden 30 kostenlose Probetage; danach läuft das jeweilige Abo monatlich weiter und lässt sich monatlich kündigen. Beim Premium-Abo gibt es jeden Monat ein Guthaben für einen Titel, der auch nach der Kündigung in der Bibliothek bleibt. (Audible, abgerufen am 10.08.2026)
Einige Worte zur Technik – Hörbücher von Audible im Auto abspielen
Mein Papa hat ziemlich viele Kabel auf seinem Computertisch. Mama meckert manchmal, wie unordentlich das aussieht. Aber für Papa ist so ein Kabelsalat spannend wie für mich die Legokiste.
„Mit einem Klinkenkabel verbinde ich einen Player oder das Smartphone mit einem FM-Transmitter. Der sendet die Signale auf einer UKW-Frequenz. Mit dem Autoradio kann man sie empfangen“, zeigt er mir.
Stolz verkündet er Mama: „Um Player oder Smartphone sowie FM-Transmitter mit Strom zu versorgen, kannst du dir noch einen Verteiler für den 12-Volt-Anschluss, den Zigarettenanzünder besorgen.“ Sie schüttelt nur den Kopf. Aber Zigarettenanzünder? Das klingt doch spannend.
„Na“, sagt mein kluger Papa weiter, „Audible lässt sich heute direkt über das Smartphone im Auto abspielen. Dafür nennt Audible unter anderem Bluetooth, USB, AUX, Android Auto und Apple CarPlay.“ Meine Mama rollt nur mit den Augen. (Audible-Hilfe)
Ich reiche Papa meine selbstgebastelte Brille. Er schiebt sie sich auf seine Nase und fährt mit wichtiger Stimme fort: „Selbst ein FM-Transmitter ist nicht unbedingt nötig. Viele Autoradios unterstützen mittlerweile Bluetooth. Damit spielt man die Hörbücher vom Smartphone auf dem Radio ab. Und bei einer Klinkenbuchse im Radio kann man das Abspielgerät direkt mit einem passenden Kabel anschließen.“
Ich frage ihn, wie das dann in ganz alten Autos geht, die nur solche uralten Kassetten abspielen. Er erklärt: „Dafür gibt es Adapterkassetten. Das sind Kassetten ohne Band aber mit Kabel, an die man einen MP3-Player oder das Smartphone anstecken kann.“

kleine, alte Autos – in die bekomme ich keine Kassette
Wie mir scheint, ist das also gar keine komplizierte Sache.
Mehr Ideen für unterwegs
Für noch mehr Beschäftigungsideen haben wir später einen eigenen Beitrag über Spielzeug und Zeitvertreib für Kinder auf Reisen geschrieben.
Später waren wir mit unserem VW T4 noch viel länger unterwegs. Wie wir darin gereist sind, erzählen wir in VW T4: So reisen wir. Und beim Worldschooling geht es darum, wie Reisen und selbstbestimmtes Lernen bei uns zusammenkamen.
FAQ: Autofahrt mit Kindern entspannt gestalten
Wie oft sind Pausen mit Kindern sinnvoll?
Der ADAC nennt genügend Pausen, möglichst alle eineinhalb Stunden, als Orientierung. Bei uns wird daraus ziemlich schnell Beine vertreten, Klo, Picknick und Purzelbäume.
Was hilft bei Langeweile auf der Rückbank?
Bei uns wechseln sich Fingerspiele, Rätsel, Kennzeichen-Buchstaben, „Ich sehe was, was du nicht siehst“, Vorlesen, Malen, Bewegungslieder und Hörspiele ab. Mal rätseln wir, mal singen wir, und manchmal schauen wir einfach aus dem Fenster.
Welche Snacks haben wir auf langen Autofahrten dabei?
Bei uns fahren Obst, belegte Brote oder Brötchen, fruchtige Riegel und Wasser mit. Für Kleinkinder empfiehlt der ADAC Essen nur in den Pausen, weil sie sich bei einer starken Bremsung verschlucken oder mit Fläschchen oder Löffel verletzen können.
Wie schlafen unsere Kinder im Auto ein?
Als ich kleiner war, hat mich Mama auf dem Rastplatz gestillt. Das hat mich müde gemacht und ich schlief kurz danach im Auto ein, wenn ich den Motor surren hörte. Bei spannenden Geschichten vergeht die Zeit bei uns außerdem ziemlich schnell.
Was gilt beim Anschnallen und beim Kindersitz?
In Deutschland müssen Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 Zentimeter sind, in Kraftfahrzeugen auf Sitzen mit vorgeschriebenen Sicherheitsgurten mit einer geeigneten Kinderrückhalteeinrichtung gesichert werden. Das steht in § 21 Abs. 1a StVO. Für die normale Autofahrt gilt außerdem: Vorgeschriebene Sicherheitsgurte müssen während der Fahrt angelegt sein (§ 21a Abs. 1 StVO).
Was hilft uns beim Start in den Urlaub?
Bei uns sind die Koffer schon ein paar Tage vor der Abfahrt gepackt. Papa kümmert sich ums Navi, und beim Einkaufen entsteht der Snackkorb. Mama meint, sie hat dann weniger Stress.
Gibt es bei uns Alternativen zu Amazon für Bücher?
Ja. Bücher findet ihr bei uns zum Beispiel über Buch7 oder Thalia. Das sind Partnerlinks; wenn ihr darüber bestellt, unterstützt ihr den Blog, ohne mehr zu bezahlen.
Entspannte Fahrt in den Urlaub
Jetzt wisst ihr, was wir in unserem Auto so machen, wenn wir in den Urlaub fahren. Wir lesen gern, womit ihr euch die Zeit auf euren Rücksitzen vertreibt und was euch unterwegs wirklich guttut.
Aktualisiert am: 10.08.2026
Autofahrt mit Kindern: 19 Tipps für stressfreies Reisen im Auto von FreeYourFamily ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
Ihr könnt alle so richtig froh sein, wenn dir und deiner Schwester im Auto nicht schlecht wird! Euer Bruder ist im Moment noch zu klein dafür. Reisekrankheit ist für euch nicht fein, weil dann wolltet ihr vielleicht keine weiten Strecken mehr im Auto fahren und schlecht ist niemandem gern. Und für eure Mutter wäre das bestimmt nicht so fein weil sie mehr mit Vorbeugung beschäftigt sein könnte als euch eine spannende Autofahrt zu bereiten.
Als ich kleiner war, hatte ich die Rückbank immer für mich. Keine Geschwister und meine Mutter auf dem Beifahrersitz. Ich konnte dort also stundenlang ungestört Walkman hören; die altmodische Version von Audible^^
Hallo Debbie!
Ich verstehe auch nicht, dass unsere Kinder im Auto noch nie über Übelkeit geklagt haben. Vielleicht sind sie Autofahren schon zu gut gewöhnt. Oder es liegt am Fahren im Reboarder, weil man dort hinten aus dem Auto schauen kann? Ich weiß es nicht. Als Kind wurde mir auch immer übel, vor allem auf dem Rücksitz.
Walkman – da werden Erinnerungen wach. 🙂
Liebe Grüße
Patrick
Ja, da kann ich mich nur anschließen: Spätestens nach 30 Minuten werden die Kinder umgezogen, weil ihnen übel wurde! Da beneide ich euch doch, dass das so einfach geht.
Außer diesen Punkt sind aber unsere Autofahrten recht entspannt. Wir hören (meistens) Mary Poppins Musik und auch Hörbücher.
Viele Grüße, Izabella
Hallo Izabella,
danke für Deinen Kommentar! Was macht ihr gegen die Übelkeit auf weiten Reisen?
Liebe Grüße
Patrick
Lieber Patrick,
Das einzige, was wir machen ist hoffen und bangen 😉 Nein, so schlimm ist es auch nicht, aber wir haben einfach bei mehrmaligen Vorkommnissen den Koffer ausgepackt. Was anderes bleibt uns nicht übrig. Diese Übelkeit hatte ich damals als Kind auch und das einzige, was geholfen hat, war Musik.
Viele Grüße, Izabella